Dienstag, 19. März 2013

Sebastian Fitzek und Michael Tsokos auf der Leipziger Buchmesse 2013 (Sina)

Sebastian Fitzek und Michael Tsokos sind ein eingespieltes (Dream)Team. Witzig, rasant und sarkastisch haben sie am Freitag, den 15.03.2013 eigentlich ein Interview geben wollen, der arme Mann, der jedoch das Interview führen sollte, kam aber fast gar nicht zu Wort.

© sina frambach
Die beiden versprühten einfach gute Laune, erzählten über ihr gemeinsames Buch "Abgeschnitten" und gaben einige Anekdoten zum Besten. Aber von vorne.

Schon als die beiden die kleine Bühne betraten, war es totenstill und jeder hing gebannt an ihren Lippen. Nach einem kurzen Hallo fingen sie auch schon an zu erzählen.
Kennengelernt hatten sie sich bei der Fernsehsendung "Fröhlich lesen". Dort stellte Michael Tsokos sein Buch vor, dass er - laut Aussage Sebastian Fitzeks - ihm auch aufgenötigt hätte zu lesen. Letztendlich fand er es jedoch gut.

Erst ein Jahr später sollte die Zusammenarbeit der beiden beginnen, und dies auch wieder nur durch einen Zufall.

Bei der "langen Nacht der Pathologie" sind Fitzek und Tsokos nachts an einer Würstchenbude zufällig über den Weg gelaufen und Herr Fitzek nutzte die Chance, Herrn Tsokos einen "Deal" vorzuschlagen. Wie wär es denn mit einem gemeinsamen Buch? Michael Tsokos schien auf diese Frage nur gewartet zu haben und schlug auch schon gleich etwas vor. Nach einigem Hin und Her, entschlossen sie sich dann, dieses Wagnis in Angriff zu nehmen und dabei entstand nun "Abgeschnitten".

© sina frambach
Der ernste Hintergrund, der dem Buch einen bitteren Nachgeschmack gibt, war eigentlich zu Anfang gar nicht gewollt, doch nachdem einige Nachfragen kamen, wurde die "Kritik am Rechtssystem" doch noch etwas mehr herauskristallisiert, was sich auch an dem "Vorwort" sehr gut erkennen lässt. Sexueller Missbrauch, gerade an Kindern, wird eher mit einer Bewährungsstrafe versehen, als z. B. die Hinterziehung von Steuergeldern.

Sebastian Fitzek hatte auch einen Tag in der Patholgie der Berliner Charité, dem Arbeitsplatz von Herrn Tsokos verbracht, um die Arbeit eines Rechtsmediziners näher kennenzulernen.

Dabei erzählte Herr Tsokos von einem Praktikanten, der ihnen für das Buch einige lustige Szenen lieferte. Eine witzige Szene war folgende: Der Praktikant beugte sich über die Leiche, dabei fiel seine Brille in die Leiche. Mit einer einzigen Handbewegung holte er die Brille wieder heraus und setzte sich diese auch wieder auf die Nase. Laut Herrn Tsokos war der Praktikant dann auch nur einen Tag da.

Die beiden hätten tagelang erzählen können, ich hätte ihnen ewig zugehört. 

Nach dem "Interview", dass die beiden eigentlich alleine bestritten haben, konnte man noch Bücher signieren lassen, was Sonja und ich natürlich sofort annahmen. Und weil uns Herr Tsokos so sympathisch war, haben wir uns dessen Buch "Die Klaviatur des Todes" gegönnt und natürlich auch unterschreiben lassen.

© sina frambach
Wer die Chance hat, die beiden mal live zu erleben, sollte diese nutzen. Es lohnt sich definitiv!

1 Kommentar:

  1. Ich kann nur zu stimmen, es lohnt sich auf jeden Fall die live zu erleben

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