Mittwoch, 27. Februar 2013

Isaac Marion - Mein fahler Freund von SINA

Quelle: Klett-Cotta
Er heißt R, er isst mit Vorliebe das Gehirn eines Menschen und verbringt seine Freizeit damit, rumzutorkeln und zu stöhnen. Denn R ist ein Zombie. Kein gewöhnlicher Zombie, denn er denkt nach. Über seine Daseinsberechtigung und auch über die Zukunft. Als er bei einem Raubzug durch die Stadt auf Julie trifft, verändert sich sein Leben, ähm, sein Tod. Denn er verliebt sich in Julie und hat von da an nur eins im Sinn: bei Julie zu sein.

Das Cover weißt eigentlich auf ein Kinderbuch hin, dem ich persönlich aber widersprechen muss. Denn der Inhalt ist auf keinen Fall kindgerecht. Allein die Szenen, in denen Zombies über die Menschen herfallen, sind grausam beschrieben.
Auf dem Cover blickt uns ein Pärchen entgegen. Beide schauen eher böse, bieten aber einen schönen Anblick. Im Hintergrund steht R, der Zombie, mit grauer Haut, grau-gelben Augen und einem ausgemergelten Gesicht. Er ist gut angezogen mit schwarzem Anzug und roter Krawatte. Vor ihm steht Julie, blond und mit rotgeschminkten Lippen.

Innerhalb kürzester Zeit hatte ich dieses Buch gelesen, da es mich doch mächtig interessiert hat, wie ein Zombie denn so denkt.
Und der Autor hat das in herrlich sarkastischer Weise auch geschafft, zu vermitteln.

R ist kein gewöhnlicher Zombie, denn er denkt nach. Über sich, seinen Tod, seine Zukunft und vor allem darüber, ob er wirklich ein Zombie sein muss.

Sein übermächtiger Hunger auf Menschenfleisch lässt allerdings vermuten, dass er wie jeder andere Zombie handeln muss. Töten, um die Gier zu befriedigen.
Bis er auf Julie trifft, ein Mensch.

Und von da an fahren R's Gefühle Achterbahn. Er setzt alles daran, Julie zu gefallen und bei ihr zu sein.

Immer wieder verfällt R in Tagträume, was mich ein bisschen an die Arztserie „Scrubs“ erinnert hat, da die dortige Hauptfiguer J.D. auch immer in Tagträume verfällt und sich vorstellt, wie es denn sein könnte.

Der sehr leichte Schreibstil mit kurzen Sätzen macht es möglich, das Buch innerhalb kürzester Zeit zu lesen. Dem Lesevergnügen hat dies jedoch keinen Abbruch getan.


Das Buch wurde übrigens verfilmt unter dem Namen "Warm Bodies".

Fazit:
Eine etwas andere Liebesgeschichte, die teilweise an Romeo und Julia erinnert. Punkteabzug gibt es, weil manche Gefahren zu einfach überwunden wurden.


Ich vergebe 9 von 10 Punkten.

Verlag: Klett-Cotta
erschienen: 2010
Printseiten: 299
ISBN: 978-3-608-50129-2 

s.a. Bibliografie Isaac Marion

Bibliografie Isaac Marion

Mein fahler Freund

Quelle: Klett-Cotta
Quelle: Klett-Cotta
Hier gehts zur Filmseite.

 

Stuart MacBride: Knochensplitter von CORINNA

Quelle: MANHATTAN
INHALT:
Ein unglaublicher Skandal ereignete sich bei der Castingshow „Britain´s Next Big Star“. Die finalen Teilnehmer Allison McGregor und ihre kleine Tochter Jenny werden aus ihrem Haus in Aberdeen entführt. Das ganze Land ist in heller Aufregung, sind die beiden doch die Publikumslieblinge der Sendung.
Als die Entführer dann über die Presse ihre Geldforderung stellen, wird der Fall brisant. Denn sollte das Geld nicht in 14 Tagen bereitstehen, werden Mutter und Tochter ihr Gefängnis nicht lebend verlassen.
Detective Sergeant Logan McRea ermittelt, zusammen mit seinen Kollegen, fieberhaft an diesem Fall. Und spätestens als ihnen ein kleiner Kinderzeh geschickt wird, merken alle, wie schnell sie zu einer Lösung kommen müssen...




„Knochensplitter“ war für mich das erste Buch von Stuart MacBride und ist Teil einer Reihe rund um Logan McRae.
  1. Die dunklen Wasser von Aberdeen
  2. Die Stunde des Mörders
  3. Der erste Tropfen Blut
  4. Blut und Knochen
  5. Blinde Zeugen
  6. Dunkles Blut
  7. Knochensplitter
Trotzdem kann ich für mich sagen, dass ich auch ohne die Vorgeschichte zu kennen, wunderbar mit den Charakteren des Buches zurechtgekommen bin.
Der Fall rund um Jenny und ihre Mutter Allison beginnt sofort recht spannend. Als Leser/ Leserin wird der Großteil des Buches zwar aus der Sicht von Logan McRae beschrieben, aber auch die kleine Jenny bekommt immer wieder Abschnitte und so wurde mir noch deutlicher vor Augen geführt, in welcher Situation sich die Beiden befinden.
Stuart MacBride beschreibt hier doch sehr authentisch die kleine Jenny und ihre Umgebung.


„Knochensplitter“ konnte mich von seinem Erzählstil her sehr fesseln und ich plane nun auch weitere Bücher von Stuart MacBride lesen. Allerdings muss ich auch schreiben, dass das Buch in seinem Mittelteil ein wenig abflachte. Was zu Beginn noch sehr spannend war, bekam eine kleine Verschnaufpause. Diese gefiel mir zwar, aber sie hätte doch ein wenig kürzer ausfallen dürfen.
Das Hin und Her, in diesem und einem anderen Fall betrachtend, war zwar unterhaltsam und am Ende auch gut gemacht, aber zwischendurch war ich mir nicht sicher wohin die Reise gehen wird.


Zwei Anmerkungen möchte ich aber noch machen. Und beide Dinge haben mir wirklich gut gefallen. Zum Einen mag ich Thriller, die in Großbritannien spielen. Hätte ich dies nicht recht schnell beim Lesen erfahren, spätestens am Schreibstil des Autors hätte ich es vermutet. Immer wieder gab es ein klein wenig schwarzen Humor oder kleine Anmerkungen der Charaktere, die mich zum Schmunzeln brachten. Ich liebe so etwas ja.
Zum Zweiten hat mir gefallen, dass ein Buch nicht immer in einem kompletten Happy End enden muss. Was genau passiert, darauf möchte ich nicht eingehen, aber mir hat gefallen, dass vielleicht ein kleiner Teil aus diesem Buch noch mit in das Nächste genommen werden kann.


Mein Fazit:
Ein spannender Thriller, der mir schöne Lesestunden brachte, aber auch seine kleinen Hänger hatte. Trotzdem konnte mich „Knochensplitter“ überzeugen nun auch den Rest der Reihe lesen zu wollen. Stuart MacBride hat es geschafft, dass ich als Neuleserin seiner Bücher, ohne Probleme in die Geschichte gefunden habe.


8 von 10 Punkten!
Verlag: MANHATTAN
Erschienen: 2012
Seiten: 512
ISBN: 978-3-442-54699-2 

Corinna liest...

Quelle: blanvalet



Ja, es ist wieder soweit. Ich lese nun den 4. Teil von James Pattersons-Reihe über den "Club der Ermittlerinnen". Danach ist aber erst mal Schluss, denn dies ist das letzte Buch der Reihe, welches ich hier bei mir habe... mal sehen wie lange ich aushalte, bis ich Nachschub brauche ;) 

Und mir ist aufgefallen, dass ich gerade so viele Thriller gelesen habe, nach diesem Buch gibt es einen kleinen Genre-Wechsel.

Dienstag, 26. Februar 2013

Jay Asher - Wir beide, irgendwann von SINA

Quelle: randomhouse
Nach "Tote Mädchen lügen nicht" war ich gespannt auf das neue Werk von Jay Asher. Und ich muss gleich vorneweg sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Denn es war einfach interessant umgesetzt.

Als die 17jährige Emma 1996 von ihrem Vater einen PC geschenkt bekommt, richtet sie sich gleich einen Internetzugang ein. Als sie eine Email-Adresse anlegt, wird sie aufgefordert, ihre Email-Adresse und ihr Passwort erneut einzugeben. Plötzlich öffnet sich eine Homepage namens "Facebook" und Emma sieht ihr Profil - jedoch 15 Jahre später.

Emma und Josh sind zwei sehr sympathische Charaktere. Ich wollte unbedingt wissen, wie sich beide entwickeln und ihren Weg gehen.

Abwechselnd wird aus der Sicht Emmas und dann wieder aus Josh's erzählt. So lernt man die Gefühle und Empfindungen beider kennen und merkt, wie sie sich verändern. Und wie Emma zwingend versucht, ihre Zukunft zu ändern, da sie auf "Facebook" einen sehr unglücklichen Eindruck macht.

Die Schreibweise ist sehr einfach, jedoch hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, ein eben so daher geschriebenes Buch zu lesen. Im Gegenteil - alles war durchdacht und Emmas Zweifel an der Zukunft kamen sehr gut zur Geltung.

Interessant hätte ich zu Ende noch ein abschließendes Kapitel gefunden, und zwar wie es Emma, Josh und ihren Freunden Kellan und Tyson denn nach 15 Jahren so ergangen ist. Aber so bleibt auch viel der Fantasie überlassen. Einige Fragen bleiben offen, jedoch müssen diese meiner Meinung nach nicht zwingend beantwortet werden.

Lustig fand ich die Tatsache, dass man sich im Jahre 1996 befindet und es für die Jugendlichen noch nicht so "in" war, viel Zeit mit dem Internet oder einem Handy zu verbringen. Im Gegenteil. Man traf sich noch für Aktivitäten wie Skaten, Lagerfeuerpartys, gemeinsame Shoppingtouren etc. Daran sollte man sich heute mal wieder erinnern.

Ich musste bei manchen Sachen lauthals lachen, weil sie für uns doch heute sehr selbstverständlich sind. So hat Emma auf ihrem "Profil" bei Facebook gelesen, dass sie eine "SMS verschickt" hat. Die 17jährige Emma grübelt danach, was denn eine "SMS" sei. Solche "Aussagen" gab es öfters. Das hat das Buch nochmals etwas aufgewertet.

Fazit:
Ein tolles Jugendbuch und eine schöne Liebesgeschichte.

10 von 10 Punkte.

Verlag: cbt
erschienen: 2012

Printseiten: 394
ISBN: 978-3-570-16151-7

s.a. Bibliografie Jay Asher

Montag, 25. Februar 2013

Stefan Seitz - Das Unkrautland: Anuras Pforte von SINA

Quelle: Cleon Verlag
Mit dem Bilderbuch „Anuras Pforte“ liegt eine rätselhafte Vorgeschichte zu den bislang erschienen drei Bänden der Unkrautland-Reihe vor.

Es geht um einen geheimnisvollen See, der nach einem heftigen Gewitter plötzlich auftaucht und genauso plötzlich auch wieder verschwindet und jede Menge Fragen hinterlässt, die nicht so einfach zu beantworten sind. Doch diesmal ist die kurze Geschichte nicht aus der Sicht von dem Zauberer Primus erzählt, sondern aus Sicht eines kleinen Frosches namens Quinn.

Der kleine Frosch ist eigentlich nur neugierig, was sich in dem alten Haus mit dem windschiefen Turm befindet und stößt so auf Geheimnisse, Abenteuer und Verschwörungen und eben auf einen geheimnisvollen See, in welchem er einer kleinen Froschprinzessin aus der Patsche hilft.

Und dann passieren nur noch Dinge, die den kleinen Frosch verwirren.

Neben der Kurzgeschichte findet man auch ein paar Zeichnungen, die gleichzeitig geheimnisvoll und wunderschön sind. Sie passen wunderbar zu der Geschichte und unterstreichen die Story an den richtigen Stellen.

Stefan Seitz hat mit diesem Bilderbuch die Zeit bis zum neuen Roman überbrückt und gleichzeitig einen Einblick in seine Gedankenwelt gegeben.
Die 24 Seiten sind zwar schnell gelesen und mit 19,95 Euro ist das Buch auch relativ teuer, aber einen echten Unkrautland-Fan schreckt dies nicht wirklich ab.


Fazit:
Eine schöne Ergänzung zu den den bislang drei erschienenen Bänden.

10 von 10 Punkten.

Verlag: Cleon Verlag
erschienen: 2012
Printseiten: 24
ISBN: 978-3-9813-1716-9

s. a. Bibliografie Stefan Seitz

William Joyce - Die fliegenden Bücher des Mister Morris Lessmore

Quelle: Bastei Lübbe
Den mit einem Oscar prämierte Kurzfilm „The fantastic flying books of Mr. Morris Lessmore“ habe ich letztes Jahr im Frühjahr zum ersten Mal auf YouTube gesehen und war gleich begeistert. Die 15 Minuten, die der Film geht, vergingen wie im Fluge und am Ende liefen mir die Tränen übers Gesicht. Als ich durch Zufall mit bekam, dass es diesen wunderschönen Animationsfilm nun auch als Buch geben würde, zögerte ich nicht lang und bestellte mir das Buch, um gleich darauf darin zu schmökern.

Das Buch ist mit 56 Seiten natürlich keine abendfüllende Zeitvertreibung, doch versinkt man zeitweise in den wunderschönen Zeichnungen und der einfachen Art, in der diese Bilder mit Wörtern begleitet werden. Die Übersetzung des Buches wurde von Hardy Krüger jr. vorgenommen.

Ich habe mir das Buch zuerst selbst angeschaut und danach nochmals mit meinem Sohn, der ganz begeistert von den fliegenden Büchern war.

Die Geschichte beginnt damit, dass Mister Morris Lessmore auf seinem Balkon sitzt und in sein Tagebuch schreibt. Dort vermerkt er alle Sorgen, Ängste und Hoffnungen. Während dem Schreiben zieht ein Sturm auf, der Mister Morris Lessmore sowie sein Tagebuch durch die Luft wirbelt und auch sonst die ganze Stadt auf den Kopf stellt. Nach dem Sturm ist Lessmore verwirrt und die Buchstaben in seinem Buch sind auch total durcheinander. So macht sich Morris Lessmore auf den Weg und trifft auf eine Frau, die sich an einem „Strauß“ fliegender Bücher festhält und so durch die Luft fliegt...

Und es geht genauso fantastisch weiter. Die Geschichte ist einfach wunderschön und vermittelt auch die Botschaft, was Bücher einem bedeuten, wie sie einem helfen können, in fremde Welten zu versinken, Abenteuer zu erleben und seine Träume lebendig werden zu lassen.

Das Buch ist aber eindeutig ein Begleitbuch zu dem Kurzfilm. Der Film ist ausführlicher und vermittelt die Botschaft noch deutlicher.

Fazit:
Wunderschöne Zeichnungen, eine wunderschöne Geschichte – so versinkt man gerne in fremden Welten.

10 von 10 Punkten.

Verlag: boje 
erschienen: 2013
Seiten: 56
ISBN: 978-3-414-82344-1

Jonas Jonasson - Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von SINA

carl's book
Nachdem das Buch so hoch gelobt wurde, habe ich mich jetzt dran gewagt und bin kein bisschen enttäuscht. Im Gegenteil: die Geschichte ist einfach nur wunderbar chaotisch und herrlich durchgeknallt. Alles fängt damit an, dass Allan Karlson an seinem 100. Geburtstag die Nase voll hat und einfach aus dem Fenster seines Zimmers im Altersheim klettert, um der nervigen Schwester Alice zu entgehen, die ihn gleich zu seiner Geburtstagfeier abholen will. Und ab dort nimmt das Chaos seinen Lauf, denn Allan klaut einem jungen Mann seinen Koffer und fährt mit dem Bus ein paar Kilometer weit, um dann auf einer verlassenen Straße auszusteigen und im Wald auf Julius zu treffen, der ebenfalls die Schnauze voll von allem hat.

Bis zu dieser Stelle der Geschichte konnte ich noch nicht im Geringsten erahnen, was genau mit noch alles erwarten würde. Denn in dem geklauten Koffer befinden sich 50 Millionen schwedische Kronen und dann wird es rasant.

Abwechselnd wird von der Gegenwart erzählt, in der Allan und Julius dem Mann entkommen müssen, dem Allan den Koffer geklaut hat und von Allan's Vergangenheit, in welcher Allan alle möglichen Staatsoberhäupter der Welt getroffen und ihr Handeln durch seine ruhige und sehr trockene Art beeinflusst hat.

Ob er nun aus Versehen einem Kernphysiker, der mit Stalin zusammenarbeitete, verraten hat, wie man eine Atombombe baut, oder mit Truman zusammen zu Abend gegessen hat, ob Churchill, Mao Tse-Tung oder Albert Einsteins Bruder Herbert (*g*), Franco, Johnson, Fauchert oder de Gaulle, er hat alle gekannt und maßgeblich an allen möglichen schwierigen Entscheidungen teil genommen.

Dabei lässt der Autor seinen Humor einfließen, der mich teilweise laut zum Lachen gebracht hat. Denn der Autor ist sehr schwarz angehaucht und das finde ich persönlich einfach nur herrlich.

Der Schreibstil ist etwas ungewöhnlich, arbeitet der Autor doch mit viel indirekter Rede und lässt ein bisschen die Gefühlsbeschreibung außen vor. Doch trotzdem wusste man immer wieder, wie sich alle fühlen und was sie wohl dachten.

Die Hauptprotagonisten Allan und Julius sowie Benny, die Schöne Frau namens Gunilla und deren Elefant Sonja muss man einfach gern haben. Sie kommen zu Anfang alle sehr naiv rüber, aber schon bald merkt man, dass es alle faustdick hinter den Ohren haben. So konnte man nicht anders, als einfach weiterlesen und hoffen, dass es allen gut ergehen wird.

Sehr gut hat mir gefallen, wie der Autor geschickt die Vergangenheit Allan's mit zukünftigen Ereignissen verknüpft hat. Egal, welche Bekanntschaften er schließt, sie waren alle hilfreich für zukünftige Abenteuer und hatten immer irgendwie etwas miteinander zu tun.

Fazit:

Mein Februar-Highlight mit besondere Empfehlung meinerseits. Das Buch ist einfach ein Pageturner und sollte gelesen werden. 10 Punkte.

Verlag: carls book
erschienen: 2009
Printseiten: 416
Format: epub
ISBN: 978-3-641-05668-1

s. a. Bibliografie Jonas Jonasson 

Weitere Bücher des Autors
Die Analphabetin, die rechnen konnte (Rezension)

Alexandra Pilz - Zurück nach Hollyhill (01) von SINA

Quelle: Heyne fliegt

Emily hat gerade ihr Abitur geschafft, als sie von ihrer Großmutter einen Brief erhält, den ihre Mutter kurz vor ihrem Tod geschrieben habt. Darin steht, dass Emily nach Dartmoor in England reisen soll, um dort das Heimatdorf ihrer Mutter, Hollyhill, zu besuchen. Emily weiß nicht, was sie davon halten soll, doch ihre Neugier siegt und sie macht sich auf, Hollyhill zu besuchen. Jedoch ist das Dorf auf keiner Karte verzeichnet. Als Emily in England Matt begegnet, nimmt dieser sie mit nach Hollyhill. Dort angekommen, benehmen sich alle sehr komisch. Vor allem Matt, der in Emily wirre Gefühle erzeugt...

Der Klappentext des Buches hat mich sehr angesprochen und auch das Cover finde ich sehr gelungen. Doch leider war ich letztendlich doch enttäuscht von der Geschichte.

Die ersten 100 Seiten dümpeln vor sich hin, bis endlich etwas Fahrt in die Story kommt. Doch auch dann war ich nicht richtig überzeugt. Dies lag daran, dass manche Szenen zu schnell abgehandelt wurden, Erklärungen nicht vollständig oder gar nicht vorhanden waren und teilweise Andeutungen gemacht wurden, die aber letztendlich nicht aufgeklärt werden.

Emily war mir von Anfang an sehr sympathisch, im Laufe der Geschichte musste ich meine Meinung jedoch revidieren. Sie hatte irgendwann eine Art an sich, die mich zugegebenermaßen ein bisschen genervt hat. Matt ist ebenfalls ein sympathischer Charakter, der einige Geheimnisse hat und mit diesen – verständlicherweise – nicht rausrücken will. Schließlich hat er Emily erst kennengelernt und muss sich vergewissern, ob er ihr trauen kann.

Bekanntlich geht es ja um Zeitreisen, also wurde das Rad nicht neu erfunden, jedoch neu durchdacht. Allerdings hätte das Buch ein paar Seiten mehr benötigt, um alles genau zu erklären. Denn so, wie die Zeitreise beschrieben wird, ist sie für mich nicht richtig nachvollziehbar.
Das Ende war mir persönlich einfach zu schnell, zu viele Fragen wurden offen gelassen. Da aber ein weiterer Teil geplant ist, gehe ich von aus, dass noch einige Erklärungen folgen werden.

Trotz allem hat mich die Autorin neugierig gemacht, wie es denn weitergehen könnte. Emily und Matt, die beiden Hauptcharaktere, haben noch einiges zu klären und Emily steht noch vor einer großen Entscheidung. Hier bin ich gespannt, was die Autorin im nächsten Band daraus macht und ob Fragen, die nach dem ersten Teil entstanden sind, geklärt werden.

Fazit:
Trotz ein paar negativer Punkte, fand ich die Story recht gut gelungen.

Ich vergebe 6 von 10 Punkten.

Verlag: Heyne fliegt
erschienen: 2013
Seiten: 352
ISBN: 978-3453534261

Sonntag, 24. Februar 2013

Inka Loreen Minden - Der Freibeuter und die Piratenlady von SONJA


Quelle: Inka Loreen Minden


INHALT:
Kapitän Drake Ravenscroft sinnt auf Rache: Er hat eine offene Rechnung mit dem Piraten Blackbeard Bones und beschließt dessen Tochter Destiny zu entführen. Doch Destiny ist kein einfaches Entführungsopfer und weckt Erinnerung an seiner Vergangenheit und äußerst pikante Gefühle....

FAZIT:
Sprachlich einfach top: Warum? Hier werden interessante Dialoge mit Erotik gepaart. Zwischen Drake und Destiny fliegen ordentlich die Fetzen und natürlich auch die Funken. Die historische Handlung hindert den erotischen Teil des Buches jedoch nicht an Abwechslung und Raffinesse. (Als kleines Beispiel für den Wortwitz - für alle die das Buch kennen oder noch lesen werden: Wie mag Drake seine Eier? An dieser Stelle hätte ich mir vor Lachen fast meinen Tee über den Ebookreader gekippt. Grandios. Das Buch ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein Erotikroman historische, actionreiche Elemente mit Erotik verbinden kann und dabei auch ein wenig geschmunzelt werden darf. Das Happy End ist ein Happy End für alle, so dass ich beinah geseufzt hätte.

Das Cover finde ich sehr gut gelungen und ansprechend für das Genre. Kein Nackenbeisser- und kein Obst- oder Blumencover!

Handlungstechnisch musste ich immer an die alten Piratenfilme mit Errol Flynn denken und fand auch die Handlung mit kleinen Piratenkabbeleien und der Suche nach.. (wird nicht verraten) gut. Daher vergebe ich 9 von 10 Punkten und würde mich auch von so einem Freibeuter entern lassen ;)

(Oder von einem Gladiator? Mit diesem Buch der Autorin liebäugel ich jetzt schon)


Verlag: Edition Sinneslust
erschienen: 2011
Seiten: 304
ASIN: B00501UPIG

Lori Handeland - Wolfsdunkel von SONJA



Quelle: egmont lyx

INHALT:
Lake Bluff ist die Heimatstadt von Claire Kennedy. Nach einer grauenvollen Erfahrung in New York ist sie in das kleine Örtchen heimgekehrt und hat das Amt des Bürgermeisters von ihrem Vater übernommen. Passend zu einem Vollmondfestival tauchen eine Gruppe Zigeuner mit dem geheimnissvollen Malachi Cartwright auf. Gleichzeitig verschwinden Menschen und obwohl es in der Gegend keine Wölfe mehr gibt, ertönt nachts Wolfsgeheul....

FAZIT:
Obwohl es sich nun schon um den 7. Band der Night Creature Reihe handelt, wird das Buch nicht langweilig oder unübersichtlich.

Die möglichen Verdächtigen werden gut beschrieben und man vermutet aus diversen Gründen, den ein oder andere/n Wolfsmenschen. Die Liebesgeschichte von Claire und Malachi hat mir auch mit dem Aspekt der grauenvollen Erfahrung von Claire sehr gut gefallen. Erst zum Ende des Buches gibt es ein paar Personen aus den Vorbänden, die aufgeführt werden. Dennoch kann man diesen Band auch gut für sich allein lesen.

Ich vergebe daher 10 von 10 Punkten und was für ein Zufall: am 25.02.2013 (morgen) ist Vollmond. Mal sehen was mich erwartet.



Verlag: egmont lyx
erschienen: 2011
Seiten: 368
ISBN: 978-3802584268

Bibliografie: Jeanne C. Stein

Anna Strong:
01) Verführung der Nacht
02) Lockruf des Blutes
03) Dunkle Küsse
04) Der Kuss der Vampirin
05) Blutrotes Verlangen
06) Gesetz der Nacht


Quelle: Droemer Knaur
Quelle: Droemer Knaur
Quelle: Droemer Knaur

Bibliografie: Lilith Saintcrow

Dante Valentine:
01) Teufelsbraut 
02) Höllenritt 
03) Feuertaufe 
04) Sündenpfuhl 
05) Höllenschlund
Quelle: egmont lyx
Quelle: egmont lyx
Quelle: egmont lyx

Jill Kismet:
01) Dämonenmal 
02) Schattenjagd 
03) Blutige Vergeltung 
04) Totenzirkus 

Quelle: egmont lyx
Quelle: egmont lyx

Strange Angels (unter Lili Saintcrow veröffentlicht)
01) Verflucht 
02) Verraten 

Bibliografie: Chloe Neill


Chicagoland Vampires:
01) Frisch gebissen 
02) Verbotene Bisse
03) Mitternachtsbisse
04) Drei Bisse frei
05) Ein Biss zu viel
06) Eiskalte Bisse



Quelle: egmont lyx

Quelle: egmont lyx
Quelle: egmont lyx
Quelle: egmont lyx

Bibliografie: Julie James


Für alle Fälle Liebe
Undercover ins Glück
Wiedersehen macht Liebe


Quelle: egmont lyx
Quelle: egmont lyx

Quelle: egmont lyx



Bibliografie: Shannon McKenna


McCloud-Brothers:
01) Die Nacht hat viele Augen
02) In den Schatten lauert der Tod
03) Blick in den Abgrund
04) Sünden der Vergangenheit
05) Spiel ohne Regeln
06) Stunde der Vergeltung 
07) Die Macht der Angst 


Quelle: egmont lyx
Quelle: egmont lyx
Quelle: egmont lyx
Quelle: egmont lyx


Bibliografie: Ilona Andrews


Stadt der Finsternis:
01) Die Nacht der Magie 
02) Die dunkle Flut
03) Duell der Schatten
04) Magisches Blut
05) Ruf der Toten
06) Geheime Macht

Quelle: egmont lyx

Quelle: egmont lyx

Land der Schatten:
01) Magische Begegnung 
02) Spiegeljagd
03) Schicksalsrad

Quelle: egmont lyx

Quelle: egmont lyx

Bibliografie: Jutta Profijt

Pascha:
01) Kühlfach 4
02) Im Kühlfach nebenan
03) Kühlfach zu vermieten
04) Kühlfach: Betreten verboten

Quelle: dtv

Quelle: dtv


Einzelne Romane:
Blogging Queen
Möhrchenprinz
Schmutzengel

Quelle: dtv

Quelle: dtv

Quelle: dtv

Guillermo Martinez: Die Pythagoras-Morde von CORINNA

Quelle: Heyne



INHALT:
Eine ältere Frau wurde in ihrer Wohnung ermordet. Der junge Untermieter und ein Professor finden die Leiche auf ihrem Sofa liegend vor. Das Besondere: Professor Seldom wurde vorher benachrichtigt, wo er ihre Leiche finden kann und auf eben dieser Nachricht wurde auch ein Mathematisches Symbol hinterlassen. Der Kreis.
Natürlich brodelt es im Mathematikprofessor und auch der Untermieter ist ein Mathematiker. Beide vermuten einen weiteren Mord. Und als dieser passiert, hinterlässt der Täter ein weiteres Symbol. Liegt die Beendung der Mordserie in der Lösung der Symbolreihe? Die Mathematiker machen sich auf die Suche nach der Lösung.



Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein Buch gelesen, welches ich NICHT empfehlen kann. Zwar führte der Autor, Guillermo Martinez die argentinische Bestsellerliste an und gewann den Premio Planeta, dennoch fesselte mich das Buch leider nicht.

Aber von vorne... Ich finde die Idee, dass ein Serientäter umgeht und als Hinweis eine nach und nach entstehende Symbolreihe hinterlässt sehr spannend. Diese Idee bietet Platz für vieles. Zusätzlich fiebert man als Leser mit, was die Symbole bedeuten können und was genau dahinter steckt.

Das ist zumindest meine Theorie. Fakt für mich war beim Buch „Die Pythagoras-Morde“, dass der Autor zu Beginn noch recht geschickt an diese Vorstellung ging, aber einzelne Schritte nicht genügend ausbaute. Die Morde sind ja vorhanden, warum werden die Spannungsmomente so kurz gehalten, bzw. warum lässt er sie kaum existieren? Dies ist schließlich das A und O eines guten Krimis.

Das Ganze steigerte sich dann so weit, dass ich selber keine Theorien aufbaute und mir am Ende schon fast egal war, wer die Morde beging. Was sehr schade ist, denn aus diesem Grund lese ich ja gerne Krimis.
Und leider muss ich auch sagen, dass die Satzgestaltung und die teilweise recht großen Abschweifungen so langweilig waren, dass ich direkt nach dem Lesen vergessen habe um was es ging.

Ich glaube, ich brauche hier nicht groß sagen, dass ich mich durch die 208 Seiten gequält habe und nun froh bin, dass dieses Buch beendet ist.

Von mir gibt es 2 von 10 Punkten!

Verlag: Heyne
Erschienen: 2008
Seiten: 208
ISBN:  978-3-453-50375-5
 

Samstag, 23. Februar 2013

Barry Lyga: Ich soll nicht töten von CORINNA

Quelle: blanvalet



INHALT:
Jazz ist Teenager, aber alles andere als ein normaler Jugendlicher. Denn Jazz wurde von einem Serienkiller aufgezogen und „ausgebildet“. Nachdem sein Vater vor vier Jahren verhaftet wurde, versucht der Junge nun normal zu sein und nicht den gleichen Weg wie sein alter Herr einzuschlagen. Doch immer wieder zweifelt er an sich.
Als dann auch noch eine Leiche in seinem Heimatort gefunden wird, beginnt für Jazz ein innerlicher Kampf. Denn er kann der Polizei helfen, aber er verspürt auch den Drang sein dunkles Ich zu bekämpfen, dass nun nach oben kommen will.



So viel zum Buch. Für mich waren es ein paar spannende Lesestunden mit „Ich darf nicht töten“ und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
Allein schon das Jazz immer wieder gegen seine Erziehung, nämlich zu morden, kämpft fand ich neu, aber trotzdem ansprechend.
Zumindest erging es mir zu Beginn noch so. Leider änderte sich dies zum Ende hin etwas, da es auf Dauer schon ein wenig nervend war.

Sein Vater und dessen Taten wurden für die Leser immer wieder beschrieben und somit bekam man einen kleinen Eindruck wie die Kindheit verlaufen ist. Was schon ziemlich krank war, wenn es auch nicht so extrem blutig beschrieben wurde, wie es in vielen Büchern üblich ist.

Der Fall an sich war schon spannend geschrieben, trotzdem fehlte etwas. Was genau kann ich nicht einmal sagen.
Aber es fehlte für mich so der letzte Rest um zu sagen: Dieses Buch kann ich empfehlen oder es bleibt in Erinnerung. Denn dem ist leider nicht so.

Trotzdem ist es ein Buch, welches man als Lektüre für die Terrasse oder den Urlaub durchaus empfehlen kann.

8 von 10 Punkte!

Verlag: blanvalet
Erschienen: 2013
Seiten: 384
ISBN: 978-3-442-38043-5 


Bibliografie: Stuart MacBride


Detective Sergeant Logan McRae


  1. Die dunklen Wasser von Aberdeen
  2. Die Stunde des Mörders
  3. Der erste Tropfen Blut
  4. Blut und Knochen
  5. Blinde Zeugen
  6. Dunkles Blut
  7. Knochensplitter 
  8. Das Knochenband
Quelle: Goldmann

  Quelle: Goldmann

  Quelle: Goldmann

Quelle: Goldmann 

 Quelle: Goldmann

Quelle: Manhattan

Quelle: Manhattan

Quelle: Goldmann
  

Detective Constable Ash Henderson 

  1. Das dreizehnte Opfer
  2. Die Stimmen der Toten
 
Quelle: Goldmann
 
Quelle: Goldmann