Mittwoch, 31. Juli 2013

Judith & Christian Vogt - Die zerbrochene Puppe von SINA

Quelle: Feder & Schwert
Naðan von Erlenhofen und seine Frau Æmelie, eine begnadete Physikerin, werden angegriffen. Dabei kommt Æmelie ums Leben. Kurz bevor sie stirbt, gibt sie jedoch Naðan ihre Puppe Ynge. Und diese Puppe wird sein ständiger Begleiter, denn sie spricht mit Æmelies Stimme zu ihm. Æmelies Leiche wird jedoch entführt und Naðan versucht nun, mit Hilfe der Puppe Ynge, herauszufinden, wer Æmelies Leichnam entführt hat und vor allem warum. Dabei kommt er einem große Geheimnis auf die Spur.

Da ich auf den Steampunk-Geschmack gekommen bin, kam mir der Roman von Judith & Christian Vogt gerade recht. Schon der Anfang hat mich in seinen Bann gezogen, gerade auch wegen dem wundervollen Schreibstil des Autorenduos.

Die fremdartige Welt des Steampunk wird in dieser Geschichte vollends ausgekostet. Die noch so kleinsten Dinge sind bizarr, wundervoll und meist mysteriös. Die Gedankengänge der Autoren waren dabei jedoch stets nachvollziehbar und eben durch den Stil hatte ich die ganze Zeit alles sehr gut vor Augen.
Außerdem fand ich es einfach nur toll, dass auch die Schriftzeichen übernommen wurden. So heißen die Hauptfiguren nicht einfach Nathan und Emily, sondern Naðan und Æmelie, was eben nochmals ein bisschen fantasievoller ist. Dies zieht sich durch das ganze Buch und macht es damit noch ein Stück lesenswerter.

Die Geschichte an sich fand ich auch sehr interessant. Mancherorts dachte ich mir zwar, dass man ein paar Seiten hätte weglassen können und auch manche Szenen waren in meinen Augen nicht förderlich für die Geschichte, aber alles in allem war es eine spannende und vor allem durchdachte Story.

Die Hauptfiguren, allen voran Naðan, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, waren sympathisch und hatten ihre Ecken und Kanten. Sie waren nicht perfekt, haben ihre Fehler (gemacht). So müssen die Charaktere sein.

Die Puppe Ynge hatte ich besonders ins Herz geschlossen. Auch wenn sie eigentlich ein lebloses „Ding“ ist. Aber sie hatte eine interessante Art, die mir sehr gut gefallen hat.

Auch Tomke, eine Friesin, die Naðan bei seinem Vorhaben unterstützt, hat bei mir Eindruck hinterlassen. Sie war frei, wild und hat ihre Meinung gesagt. Eine ebenfalls sehr interessante Persönlichkeit.

Fazit:
Eine außergewöhnliche Geschichte mit leichten Längen, über die man aber aufgrund der interessanten Charaktere hinwegsehen kann.

9 von 10 Punkten.

Verlag: Feder & Schwert
erschienen: 2012
Seiten: 400
ISBN: 978-3-86762-156-4


Marlies Lüer: Melissas Welt von CORINNA

© Marlies Lüer
INHALT:
Zwanzig Jahre sind vergangen.
Melissa lebt nun mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern im Lindenhaus. In Gedanken ist sie noch oft bei Mira, jener älteren Dame und Freundin, der sie so viel zu verdanken hat.

Und ihr Leben scheint auch sehr harmonisch zu verlaufen. Die Familie betreibt eine Gartenbaufirma, Melissa arbeitet an Kinderbüchern und sie haben ein gemütliches Zuhause. Doch dunkle Wolken ziehen auf...
Miri, die jüngere Tochter, gerät in die falschen Kreise, wirkt abweisend und nicht mehr so, wie sie ihre Eltern kennen. Auch die Firma läuft schlechter, als Melissa dachte und damit dies alles nicht genug ist, wird bei ihrer Mutter auch noch Demenz festgestellt.

Doch Melissas und ihr Mann Robert sind Kämpfer und hoffen die dunklen Wolken vertreiben zu können...



Da ich vor kurzem bereits den ersten Teil (Miras Welt) gelesen habe, war ich gespannt auf die Fortsetzung „Melissas Welt“ von Marlies Lüer.

Melissa lernte ich ja bereits kennen und ich freute mich schon vor dem Lesen auf ein „Wiedersehen“ mit ihr.
In diesem Buch sind Jahre vergangen und Melissa lebt nun mit ihrer eigenen Familie im Lindenhaus. Doch diese Umstellung und die Tatsache das Mira in diesem Buch bereits verstorben ist, brachte meinem Lesefluss keinen Abbruch.

Oder um es anders zu sagen, ich war von dem 2. Buch sehr positiv überrascht. Marlies Lüer hat auch dieses Werk sehr flüssig geschrieben und mir selber gefiel es noch besser als der Vorgänger.

Melissa und ihr Mann Robert werden ja mit einigen Problemen konfrontiert, an denen ich regelrecht teilnahm. Ob es nun die Sorgen um die Tochter, das liebe Geld oder die kranke Mutter waren, immer war alles sehr realistisch und ich litt bei einigen Momenten regelrecht mit.

Gerade das Thema Demenz ging mir selber doch sehr nahe. So hatten wir in der Familie bereits zwei Pflegefälle, die ebenfalls an dieser grausamen Krankheit erkrankten und ich konnte mich in die Situation der Familie sehr gut einfinden.
Auch hier schrieb die Autorin mit viel Einfühlungsvermögen über die Situation, die doch so viele Menschen betrifft.

Zusätzlich, und das schreibe ich ganz offen, schaffte es Marlies Lüer mich wieder zu Tränen zu rühren. Sie hat so eine Art zu erzählen, die mir an bestimmten Stellen schon sehr Nahe geht. Und gerade bei schweren Themen ist dies ein großes Kompliment, denn was gibt es schlimmeres, als ein Buch das die Leser nicht emotional trifft?

Zusätzlich, enthält dieses Buch am Ende noch „Das Märchen vom Lavendelpferd und dem Roseneinhorn“, welches mir auch sehr gut gefallen hat.

Mein Fazit:
Wo ich den Vorgänger (Miras Welt) schon sehr gut fand, war ich von „Melissas Welt“ regelrecht begeistert. Ich konnte mit dem Lesen kaum enden und war am Ende traurig mich von der Familie verabschieden zu müssen.
Denn auch wenn dieses Buch keine leichte Kost ist, mir hat es gut gefallen
  1. Miras Welt
  2. Melissas Welt

9,5 von 10 Punkten!

Velag:  Chichilli Verlag (mit anderem Cover)
Erschienen: 2012
Seiten: 185
ISBN: 3-8450-1095-9

Bibliografie: Marlies Lüer

Kurzgeschichten:
  • Der zwölfte Glockenschlag 
© Marlies Lüer
Einzelromane:
  • Die Drachenperle (Fantasy)
© Marlies Lüer
Reihen:
  1.  Miras Welt
  2. Melissas Welt
© Marlies Lüer
© Marlies Lüer
  1.  Midirs Sohn (erscheint im Sommer) (Fantasy)
  2. Die Erbin der Blumensängerin (in Bearbeitung) (Fantasy)
 

Dienstag, 30. Juli 2013

Interview: Monika Dennerlein / Inka Loreen Minden / Lucy Palmer / Mona Hanke / Monica Davis / Loreen Ravenscroft


Wer auf der Suche nach erotischen Romanen und und und ist, der wird vielleicht auf eine Vielzahl an Namen kommen, hinter der jedoch eine einzige deutsche Autorin (s. a. Bibliografie Inka Loreen Minden) steckt. Ich habe mal nachgefragt:


© Guido Karp / p41d.com

Monika Dennerlein verbirgt sich inzwischen hinter einigen Pseudonymen. Hast Du da noch den Überblick, was wo wie erscheint? Welche gibt es denn eigentlich alle?

Hallo liebe Sonja, verbergen würde ich es nicht nennen, denn es sind ja offene Pseudonyme, die ich nutze, um verschiedene Genres abzutrennen.

Mein erstes Pseudonym für Erotik war Inka Loreen Minden (übrigens ein Anagramm von Monika Dennerlein). Danach folgte Lucy Palmer, die ich nur bei Blue Panther Books bin. Den Namen hat der Verlag ausgesucht.

Loreen Ravenscroft war ein bisher einmaliger Ausflug in weniger erotische Gefilde und gehört zu meiner romantischen Dystopie »Blutflucht«.

Mona Hanke wurde ich, weil Rowohlt einen deutsch klingenden Namen für das Buch mit den erotischen München-Geschichten wollte.

Tja, und zu guter Letzt gibt es noch Monica Davis für Jugendbuch (Young und New Adult). Eigentlich wollte ich Jugendbücher immer unter meinem richtigen Namen schreiben, aber Bastei Lübbe empfahl mir ein amerikanisches Pseudonym und das werde ich auch beibehalten, denn noch einen weiteren Namen möchte ich mir nicht antun :-)


© Sonja Kochmann

Wie bist Du zum Genre Gay Romance gekommen?

Meine Kollegin Nicole Henser gab mir vor Jahren eine ihrer Gaystories zum Lesen und von da an war ich angefixt.

Willst Du zukünftig auch in verschiedenen Genres (Jugendbuch, Erotik, gay romance) Bücher schreiben?

Dem Genre Jugendbuch und Romantasy (mit Erotik :-) möchte ich auf jeden Fall treu bleiben. Eine Gay Romance würde ich auch so gerne wieder schreiben, nur leider halten mich so viele andere Projekte davon ab. Ich habe ein paar gute Angebote bekommen, die ich nicht abschlagen konnte.

Wie stehst Du zu Buchreihen? Bist Du davon begeistert, oder magst Du lieber Einzelbücher?

Aktuell bevorzuge ich Einzeltitel, da ich so selten zum Lesen komme und bei guten Geschichten doch wissen möchte, wie es weitergeht.

Manche Bücher haben ja pikante Szenen. Bekommst Du da beim Schreiben auch mal rote Ohren?

Nein, schon lange nicht mehr.

Was sagst Du zum derzeitigen Boom von amerikanischer Erotikliteratur?


Ich finde es sehr traurig, dass deutsche Verlage Unmengen an Auslandslizenzen einkaufen (die sie ja auch noch übersetzen lassen müssen), wo es doch so viele gute Erotikautorinnen in Deutschland gibt.

© Sonja Kochmann

Wer oder was hat Dich zum Schreiben gebracht? Denn ich habe gehört, dass Du eigentlich Zahntechnikerin bist.

Ich habe schon als Kind sehr viel geschrieben und eigentlich war es seit jeher mein Traum Schriftstellerin zu werden. Natürlich wusste ich, dass das ein Job ist, bei dem nur die allerwenigsten Geld verdienen, also habe ich zuerst einen anderen Beruf gelernt. Als es nach der Geburt meines Sohnes sehr schwer war, in meinen Job als Zahntechnikerin zurückzukehren (Mamas sind auf dem Arbeitsmarkt leider nicht beliebt), habe ich mich als Schriftstellerin selbstständig gemacht. Es war ein harter Weg und die ersten Jahre liefen mau, aber jetzt bin ich zufrieden und möchte nie wieder etwas anderes machen.

Wie lange dauerte es, bis Du einen Verlag für Dein erstes Buch gefunden hast?

Ich hab von Beginn an gewusst, wie schwer es ist, überhaupt einen Verlag zu finden, daher hatte ich es erst gar nicht versucht und habe ein paar Titel selbst herausgegeben. Eines Tages dachte ich, dass ich ja nichts zu verlieren habe, wenn ich einfach mal was einem Verlag anbiete – und als eine Woche später schon die Zusage ins Haus flatterte, konnte ich es nicht begreifen. Das war wie ein Sechser im Lotto. Von da an kam Eines zum Anderen.

Einige der Romane machen deutlich, dass Du viel Wert auf Recherche legst. Wie schreibst Du?

Ich recherchiere bei jedem Buch und jeder Story, auch wenn man das nicht bemerkt (was man als Leser ja auch nicht unbedingt soll :-) Details sind mir sehr wichtig und gerade bei historischen Geschichten geben sie dem Text die gewisse Würze. Dabei überlasse ich nichts dem Zufall. Sobald ich etwas nicht weiß, recherchiere ich. Aber nicht unbedingt auf Wikipedia, da die Seite leider nicht sehr zuverlässig ist, sondern ich mache mir immer die Mühe, belegte Fakten von Spezialseiten zusammenzutragen, kaufe mir Sekundärliteratur oder telefoniere oder maile auch schon mal mit Fachleuten. Daher dauert die Recherche oft sehr lange, meist ein Drittel der Zeit, die ich an einem Buch arbeite.

Derzeit erscheinen Deine Bücher recht zeitnah, wie viel schreibst Du in der Woche bzw. schreibst Du an mehreren Projekten gleichzeitig?


Früher konnte ich an mehreren Projekten gleichzeitig schreiben, heute schaffe ich das nicht mehr, zumal der Schreibfluss ohnehin oft unterbrochen wird, zB durch Lektorate, Exposés, Leserunden etc.

An einem Roman arbeite ich ca ein halbes Jahr (Schreiben, Recherche, Überarbeiten). An meinem Jugendbuch »Nick aus der Flasche« habe ich von November 2012 bis April 2013 gearbeitet, unterbrochen vom Lektorat zu »Dunkle Träume« und einer Kurzgeschichte.

Seit ein paar Jahren arbeite ich 80 Stunden in der Woche, da ich sonst meine Termine nicht schaffen würde, aber eigentlich mag ich es ja auch nicht anders. Ich bin ein Workaholic – zum Leidwesen meiner Familie.

Dass meine Bücher in diesem Jahr recht zeitgleich erscheinen, liegt daran, dass die Termine zufällig so gefallen sind. Geschrieben habe ich sie alle im letzten Jahr. In diesem Jahr habe ich mein Jugendbuch »Nick« verfasst und danach eine längere Story für Bastei Lübbe, die im November erscheinen wird. Ab August muss ich an ein großes Projekt gehen, für das ich bis Dezember Zeit habe, denn danach muss ich den dritten Teil meiner Wächterschwingen beginnen. Und schon befinde ich mich mitten im Jahr 2014 :-)

Deine Bücher haben wirklich wunderschöne Cover, nenn uns 3 Lieblingscover.

Oh, das ist schwer, denn mir gefallen so viele. Wenn ich jetzt nur drei nennen darf, hm … auf jeden Fall »Daniel Taylor« (die E-Book-Cover zu Teil 1 – 3, wobei das mit dem blauen Schmetterling mein Favorit ist. Der Collectors Pack und das Taschenbuch werden andere Cover haben), »Dunkle Träume« (Andrea Gunschera macht so tolle Cover) und »Jax«. Das Cover hab ich von jdesign.at und ich freue mich schon, wenn ich es endlich herzeigen kann.



Quelle: Bastei Lübbe


Wie wichtig sind Dir das Internet und der Kontakt zu Deinen Fans?

Ich genieße den Kontakt und den Austausch. Das macht Spaß, und über Feedback freut sich jeder Autor. Außerdem sind schon viele nette Bekanntschaften entstanden. Besonders freue ich mich auf die BLC, wo ich einige Leserinnen und Autorinnen persönlich treffen werde.

Bleibt selbst noch Zeit zum Lesen oder zu anderen Hobbys? Wer ist Dein Lieblingsschriftsteller? Was ist Dein Lieblingsbuch (eigene zählen nicht ;) )?


Ich habe sehr wenig Zeit für alles, da gehört Lesen leider dazu, obwohl ich für mein Leben gerne lese und schon immer viel gelesen habe. Leider schaffe ich jetzt nur noch ein Buch im Monat.

Einen Lieblingsschriftsteller und -Buch habe ich aktuell nicht, noch vor 20 Jahren hätte ich Stephen King (The Stand) genannt, doch mittlerweile hat sich mein Lesegeschmack geändert. Ich mag Romantasies und historische Liebesgeschichten :-)

Wie stehst du zum Ebook?

Ich finde E-Books sind eine tolle Sache. Es müssen dafür keine Bäume sterben, man brauch keine Regale, hat kein Platzproblem und kann einen E-Reader voller Bücher mit in den Urlaub nehmen. Ich selbst habe jedoch keinen Reader, denn ich liebe es, mich mit einem Buch auf die Couch zu lümmeln, ich mag das Cover sehen, mag die Seiten umblättern. Da ich außerdem täglich mindestens 12 Stunden vor dem Bildschirm sitze, möchte ich beim Lesen nicht wieder in ein Gerät starren.

Leider sehen einige Leute E-Books nicht mehr als richtiges Buch an und sind daher nicht bereit, dafür zu bezahlen. Das tut uns Autoren besonders weh, da ja in diesen Ausgaben dieselbe Arbeit, Schweiß und alles Herzblut steckt. Für Zigaretten, den täglichen Kaffee to Go oder einem Menü bei Mac Donalds wird bezahlt, aber monatelange schriftstellerische Arbeit wird immer weniger honoriert.

Im Moment zeichnet sich daher eine erschreckende Entwicklung ab. Wir Autoren sollen weiterhin Geschichten liefern, aber bitte kostenlos. Nur wird das nicht funktionieren, denn von Luft und unseren Texten können wir nicht leben. Daher weiß ich aktuell nicht, wie lange ich meinen Herzblutberuf noch ausüben kann. Ich wäre gerne damit alt geworden.


© Cover Art by jdesign ~ www.jdesign.at

Und zum Abschluss verrate uns ein bisschen von Jax….

Jax ist mein neuster Held, dessen Geschichte ich gerade schreibe. Der Roman soll Ende August erscheinen.

Da ich aktuell noch nicht zu viel verraten möchte, zitiere ich den vorläufigen Klappentext:

Jax gehört einer Eliteeinheit an, die den Pöbel von der Stadt fernhält. Wenn die Soldaten erfolgreich von ihrem Einsatz in den Outlands zurückkehren, dürfen sie sich zu ihrem privaten Vergnügen eine Sklavin nehmen – mit der sie machen können, was sie wollen. Da kommt es ihm recht, dass er die ehemalige Ärztin unter den Sklavinnen entdeckt, die seinen Bruder getötet hat.
Samantha führt ein behütetes Leben, bis sie beschuldigt wird, einen Krieger – die wie Helden gefeiert werden – ermordet zu haben. Sie kann sich entscheiden: Hinrichtung oder ein Dasein als Sklavin. Sie wählt das Sklavenleben und wird prompt vom gefährlichsten aller Soldaten gewählt: Jax, dem Unbesiegbaren. Sie weiß, dass er sich rächen möchte, daher versucht sie alles, ihn von ihrer Unschuld zu überzeugen.

Eine Leseprobe gibt es hier:

http://www.inka-loreen-minden.de/leseproben/Leseprobe_Jax.pdf


Vielen Dank für das Interview.



Das Copyright bei diesem Interview liegt bei kleeblatts bücherblog. Eine Vervielfältigung, ein teilweiser Auszug sowie die Benutzung der Bilder darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung von uns bzw. der Autorin vorgenommen werden


Montag, 29. Juli 2013

Suzanne Collins - Die Tribute von Panem: Flammender Zorn von SONJA

Quelle: Oetinger


INHALT:
Katniss wird von den Rebellen in Distrikt 13 gebracht. Doch von ihr wird viel erwartet, denn sie soll die Figur der Rebllion werden, obwohl Sie Angst um Peeta, Gale und ihre Familie hat. Auch lässt sich das Erlebte nicht so einfach ausblenden.....

FAZIT:
Nachdem ich Band 1 (Tödliche Spiele) und 2 (Gefährliche Liebe) mit zeitlichen Abstand zueinander gelesen habe, habe ich 2 und 3 direkt nacheinander gelesen und das war aufgrund des Spannungsbogens auch gut so. 

Drehen sich Band 1 und 2 um die sogenannten Hungerspiele, ist Band 3 der blutige Höhepunkt der Rebellion. Es zeigt sich, dass Rebellion gegen ein Regime bzw. Diktatur auch seine Schattenseiten haben kann, denn Macht kann auch Rebellenführer verleiten.

An Sozialkritik spart Band 3 auf keinen Fall, denn hier wird buchstäblich über Leichen gegangen. Wer hier gelangweilt das Buch weglegt, dem ist nicht zu helfen Es war Entsetzen und Fassungslosigkeit über die Situationen der Protagonisten die mich Seite um Seite haben weiterlesen lassen. Folter, Opferung von eigenen Leuten und Prioritätssetzung zu Kriegszeiten werden hier brutal dargestellt. Was ist ein Menschenleben wert, wenn man ein großes Ziel vor Augen hat? Und wer darf das festsetzen? Darf ein Diktator gerichtet werden?

Die Dreiecksgeschichte von Gale, Peeta und Katniss findet ein glaubwürdiges Ende und einen Ausblick, was die zukünftigen Generationen von Panem beachten müssen. 

Für diese heftige Sozialkritik, die leider auch in der heutigen Gesellschaft aktuelle Aspekte enthält, vergebe ich 9 von 10 Punkten. Angesichts der Brutalität empfehle ich dieses Jugendbuch nicht unter 14 Jahren zu lesen, da nicht jeder junge Leser diesem Thema schon gewachsen ist.


Verlag: Oetinger
erschienen: 2011
Seiten: 430
ISBN: 978-3789132209


© Sonja Kochmann

Bibliografie: Doris Cramer

Marokko-Saga:
01) Das Leuchten der Purpurinseln
02) Die Perlen der Wüste
03) Das Lied der Dünen

Quelle: Blanvalet
Quelle: Blanvalet
Quelle: Blanvalet


Zum Bloginterview: HIER

Bibliografie: Madeleine Roux


Sie kommen!: Ein Blog vom Ende der Welt


Quelle: egmont lyx



Homepage der Autorin


Sonntag, 28. Juli 2013

Stephenie Meyer: Seelen von CORINNA

Quelle: Carlsen
INHALT:
Irgendwann in der Zukunft...
Die Menschheit existiert in ihrer normalen Form kaum noch, denn außerirdische „Seelen“ haben den Planeten bevölkert. Sie werden in die Körper der Menschen gesetzt, übernehmen die Gewalt über den bisherigen Bewohner und leben sein Leben bis zum Ende weiter. Dann tauschen sie den Wirtskörper einfach aus.
Melanie, ihr Bruder Jaime und ihr Freund Jared gehören zu den letzten Menschen und versuchen alles um in ihrem Körper ohne „Seelen“-Bewohner zu überleben. Als Melanie dann bei einer Tour geschnappt wird und eine Seele bekommt, trennen sich ihre Wege.
Von dort an wohnt Wanda in ihrem Körper, doch Melanie ist stark. Stärker, als gedacht...




Nachdem ich vor Jahren die „Biss“-Reihe von Stephenie Meyer gelesen (und geliebt) habe, war ich schon seit längerer Zeit neugierig auf ihr Buch „Seelen“. Der Trailer zum Kinofilm machte diese Neugier nicht leichter und so kam ich nun auch endlich dazu dieses Buch zu lesen.

Auch bei „Seelen“ kann ich sagen, dass ich mit dem Schreibstil von Stephenie Meyer gut zurechtgekommen bin. Wo einige Leser ja die Einfachheit bemängeln, kam sie mir mit ihrem Stil nicht zu simpel vor. Ganz im Gegenteil, ich mag ihre Art des Erzählens.
Und ich fand auch den Beginn des Buches und die Einführung in die „Neue Erde“ recht unterhaltend und zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Die Seele Wanda kommt in diesem Buch ja auf die Erde und wird in den Körper von Melanie gesetzt. Diese neue Situationen, die sie erlebt, den Zwiespalt zwischen dem gewohnten Umgang mit anderen Seelen und die neue Erfahrung mit den Menschen allgemein, fand ich sehr gut gelöst. Gerade zu Beginn, als sie noch kein Vertrauen hatte, war ich gefesselt von der Geschichte. Dazu kommen die Unterhaltungen mit Melanie, die von Feindschaft zu Freundschaft werden und die ich immer wieder genossen habe.
In diesen Episoden, war ich vom Buch wirklich überzeugt.

Aber es gibt auch einige Dinge, die ich kritisieren muss.
Für mich wäre es schöner gewesen noch weitere Abschnitte aus Melanies Sicht zu erleben. Ich hätte gerne von ihr erfahren, wie es mit der Besetzung der Seelen losging, denn darauf wurde zu wenig eingegangen. Wie konnte es so weit kommen? Wie reagierte sie, als auch ihre Eltern besetzt wurden?

Dann kamen mir die Gefühle auch definitiv zu kurz. Damit meine ich nicht die Konflikte, die Wanda mit anderen Menschen zu lösen hat, denn diese waren gut gelöst. Nein, ich spreche von der Liebe zu Jared und Ian. Warum wurde die nie so schön beschrieben, wie man es sich als Leserin wünscht? Mir reichte das in dieser einfachen Form leider nicht.

Und, was sehr wichtig für mich ist, es fehlte ganz eindeutig ein Spannungsbogen. Natürlich passierte immer wieder etwas, aber es gab kaum kniffelige Situationen oder Gefahren, wie man es im Buch dann irgendwann einmal erwartet hätte. Natürlich ist „Seelen“ ein Jugendbuch, keine Frage, aber eine größere Bedrohung, die eine Geschichte lang immer wieder greifbar und bedrohend ist, die hätte ich gebraucht.
Die allgemeine Besiedelung der Außerirdischen reichte mir in dieser geschilderten Form leider ebenfalls nicht aus.

Mein Fazit:
„Seelen“ ist ein Buch, bei dem ich froh bin es gelesen zu haben. In bestimmten Punkten bin ich mit dem Buch sehr zufrieden, allerdings reichte mir der Inhalt nicht für 912 Seiten aus! Da hätte ich ganz eindeutig mehr Action gebraucht.
Aber trotz aller Kritik mochte ich die Personen, die im Buch vorkommen. Stepehnie Meyer mag ihre Figuren und ich finde das merkt man ihren Büchern auch an.

6 von 10 Punkten!

Verlag: Carlsen
Erschienen: 2011
Seiten: 912
ISBN:  978-3-551-31036-1


Corinna liest....

© Corinna Pehla
(Der Nagellack zum Buch ist von essence colour & go, Nr. 113 - "do you speak love?")


Ich habe das erste mal ein Buch bei Lovelybooks gewonnen und nun befinde ich mich gerade am Anfang einer Leserunde.

 Hühner Voodoo - Hortense Ullrich

gefällt mir auf den ersten Seiten schon sehr gut. Ich glaube für Leser/-innen mit schwarzem Humor ist dieses Buch perfekt, aber mehr dazu in meiner Rezi.
Und die folgt hoffentlich schon in einigen Tagen.

Samstag, 27. Juli 2013

Nashville oder Das Wolfsspiel von Antonia Michaelis von SINA

Quelle: Oetinger Verlag
Svenja ist Studentin, 18 Jahre alt und freut sich auf nichts mehr, als endlich erwachsen zu werden. Und so zieht sie mit stolz in ihre erste Wohnung. Dort angekommen findet sie im Küchenschrank einen verwahrlosten Jungen, der gerade Kopfstand macht. Svenja tut es ihm gleich und beschließt nach kurzem Überlegen, den Jungen bei sich aufzunehmen. Er spricht jedoch nicht und so nennt Svenja ihn nach dem Aufdruck auf seinem T-Shirt: Nashville. Dann werden Obdachlose getötet und alles steht irgendwie in Zusammenhang mit Nashville. Was hat er nur damit zu tun? Nach und nach kommt Svenja einem Geheimnis auf die Spur, dass ihr Leben grundlegend verändert.

Ich muss zugeben, dass ich nach einem Drittel des Buches eigentlich abbrechen wollte, weil einfach alles zu verwirrend war. Svenja und ihre Mitstudenten Friedel, Katleen, Karl und Thierry waren mir einfach zu chaotisch, zu verantwortungslos. Alkohol und Drogen stehen im Mittelpunkt. Leben, lieben und sich treiben lassen.
Erst dachte ich: Wow, Svenja nimmt mit ihren 18 Jahren einen etwas 11jährigen Jungen bei sich auf und kümmert sich um ihn. Klar, sie ist sehr jung, weiß nicht genau, was sie tun muss, aber trotzdem schafft sie es, ihn mit ihren kleinen finanziellen Mitteln nicht verhungern zu lassen und gibt ihm seinen freien Willen. Sie macht sie nur kurz Sorgen, wenn er mitten in der Nacht verschwindet, sie erträgt es, dass er ihre Zigaretten verkauft und auch sonst hat er alle Freiheiten, die er sich nur wünschen kann.
Für mich als Mutter nicht nachvollziehbar. Dann habe ich mich jedoch in Svenja hineinversetzt. Sie ist 18, jung und naiv. Sie muss selbst erst „leben lernen“, bevor sie es an jemand weitergeben kann. Und Nashville ist für seine 11 Jahre sehr selbständig. Und gegen seinen eigenen Willen anzukommen ist verdammt schwer.

Als mir dies klar wurde, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich wollte, nein musste unbedingt wissen, wer die grausamen Morde verübt, wie Nashville da mit drin hängt und vor allem, wie Svenja es schafft, mit dieser ganzen grotesken Situation umzugehen.
Mein Verdacht hat sich zwar letztendlich bestätigt, aber das Wie und das Warum waren dann doch wieder sehr interessant zu erfahren.

Dieses Buch ist eine Mischung aus Thriller und Drama. Die Welt der Obdachlosen ist schlimm, furchtbar und solch ein Leben könnte ich mir nicht vorstellen. Und trotzdem konnte ich diejenigen, die sich diesem Leben freiwillig hingegeben haben, verstehen und nachvollziehen, warum sie aus ihrem sicheren Leben ausgebrochen sind.

Svenja ist im Laufe des Buches sehr erwachsen geworden. Wie genau, kann ich nicht verraten. Für mich war dies ein grundlegender Teil des Buches: Svenja's harter Weg dorthin.
Ich muss zugeben, dass ich Nashville garantiert auch aufgenommen hätte. Der kleine Junge ist mir sehr ans Herz gewachsen.

Der leicht „irre“ (in positivem Sinne) Schreibstil der Autorin war eine willkommene Abwechslung. Ich musste mich zwar etwas einlesen, aber wenn man mal drin ist, flutscht das Buch einfach nur.

Fazit:
Hier lag mir ein Buch vor, das mich sehr berührt hat, das mir einiges vor Augen führte und das ich bedingungslos weiterempfehlen möchte.

10 von 10 Punkten.

Verlag: Oetinger
erschienen: 2013
Printseiten: 480
ISBN: 978-3-7891-4275-8


Freitag, 26. Juli 2013

Michael Fry: POW! - Pauls oberkrasser Wachdienst von Corinna

Quelle: DRESSLER
INHALT:
Paul ist in seiner Schule ein klarer Außenseiter. Er ist nicht nur klein, nein er fällt nicht einmal sonderlich auf.
OK, dies stimmt nicht ganz, denn ausgerechnet Roy, der Schulrüpel hat es auf Paul abgesehen und sperrt ihn beinahe täglich in sein Schließfach ein.
Nach einigen Sitzungen bei der Schulpsychologin wird Paul zusammen mit Molly und Karl (ebenfalls Außenseiter) zum Wachdienst beordert. Alle drei sollen fortan eine Einheit bilden und so vielleicht schneller in der Schule Fuß fassen... doch dies ist leichter gesagt als getan, denn es gibt ja auch noch Roy und der ist alles andere als gut auf Paul zu sprechen.



„POW! - Pauls oberkrasser Wachdienst“ ist ein spaßiges Buch für Jungen (und Mädchen) ab ca. 8-10 Jahren.

Für mich selber war es das erste Kinder-/Jugendbuch mit eingebauten Comiczeichnungen. Und eben diese Zeichnungen machen dieses Buch zu einem absoluten Lesevergnügen, da sie immer im rechten Moment (und ohne zu stören) auf den Seiten verteilt sind.

Michael Fry erzählt hier die Geschichte von Paul und seinen Freunden, auf eine sehr lockere und spaßige Art und Weise, vergisst aber nie den Aspekt Einsamkeit zu erwähnen. Denn dies sind Paul, Molly und Karl auf jeden Fall.
Trotzdem macht dieses Buch nicht betroffen, oder gar traurig. Ganz im Gegenteil! Ich selber (mit meinen 32 Jahren) habe es genossen Paul zu begleiten. Er hat eine besondere Art das Leben zu meistern und steckt voll wilder Pläne.

Die Handlung des Buches dreht sich, nach dem Kennenlernen, natürlich erst einmal um diese neu zusammengewürfelte Gruppe. Dabei spielen aber auch die Nebencharaktere eine Rolle. Sei es die Omami (Oma), die alles andere als normal ist und mich immer zum Lachen brachte, oder aber auch Mr. Dupree, der Hausmeister und Alt-Hippy, der mit seinen Weisheiten nur so um sich wirft und immer zum rechten Moment vor Ort ist.

Mein Fazit:
Ich war überrascht, von diesem doch sehr gelungenem Buch. Wo ich vor dem Lesen nicht vermutet hätte, dass mir diese Art des Erzählens (Geschichte unterstützt mit Comics) gefällt, so kann ich mir nun auch vorstellen weitere Bücher dieser Art zu lesen.

Gute 8 von 10 Punkten!

Verlag: DRESSLER
Erschienen: 2013
Seiten: 240
ISBN: 978-3-7915-0707-1 

Suzanne Collins - Die Tribute von Panem: Gefährliche Liebe von SONJA

Quelle: Oetinger


INHALT:
Nachdem Katniss und Peeta die Spielmacher und das Kapitol ausgetrickst haben, geraten Sie in Gefahr, denn ihre Liebe und ihr Überleben der Hungerspiele wird zum Symbol des Widerstandes. Besteht die Chance auf eine Zukunft?

FAZIT:
Band 1 "Tödliche Spiele" habe ich bereits vor einiger Zeit gelesen und war begeistert. Warum ich dann nicht gleich weitergelesen habe, mag vielleicht an de Vielzahl der Neuerscheinungen und Reihen gelegen haben, die man (ähm Frau) halt so liest.

Obwohl die unmittelbare Gefahr erst in der zweiten Hälfte zum absoluten Höhepunkt kommt, konnte ich das Buch von Anfang an kaum aus der Hand legen. Denn Katniss Verpflichtung gegenüber ihrer Familie, Gale und Peeta hat mich mit Katniss mit leiden lassen.

Da ich ja inzwischen Teil 1 auch im Kino gesehen habe (s.a. HIER) hatte ich ein vorgefertigtes Bild vor Augen, wie die einzelnen Charaktere wohl aussehen. Normalerweise versuche ich dies zu vermeiden, da ich aber die Schauspielerauswahl als gelungen empfand, freue ich mich schon jetzt auf den zweiten Teil im Kino. 
Denn die Handlung ist auch hier wieder aktionreich ohne Ende und birgt Sozialkritik und eine Geschichte um Liebe und Freundschaft.

Band 3 "Flammender Zorn" fange ich aber sofort an, denn nun muss ich wirklich wissen, wie es ausgeht: 10 von 10 Punkten.


Verlag: Oetinger
erschienen: 2010
Seiten: 431
ISBN: 978-3789132193


© Sonja Kochmann



Inka Loreen Minden - Beim ersten Sonnenstrahl von SONJA




Quelle: dead soft Verlag


INHALT:
Nach der Weltausstellung 1862 in London werden Davids Eltern ermordet. Er selbst überlebt nur, da ihm ein geflügelter Retter zur Hilfe eilt. Jahre später trifft er endlich seinen Retter und die Anziehungskraft der beiden setzt sich über alle äußeren Hindernisse hinweg. Doch die Bedrohung ist noch präsent....

FAZIT:
Dieses Buch gehört ja zur sogenannten "gay romance" und ich muss zugeben, ich war schon immer neugierig, hatte das Buch auch schon eine Weile, aber habe mich davor gescheut, es zu lesen.

Warum weiß ich auch nicht, denn die Autorin hat eine zarte Liebesgeschichte mit gefühlvollen und abwechslungsreichen Erotikszenen geschaffen, die sogar in eine interessante Krimigeschichte eingefügt wurde. Obwohl ich ja eher die Kategorie "Männlein und Weiblein gehören zusammen" bevorzuge, fand ich hier das miteinander in den Sexszenen wundervoll beschrieben. Da kann sich so manche Autorin eine Scheibe abschneiden, wo zig mal innere Göttinnen durchs Bett hüpfen.
Hier gibt es keine Wiederholungen und die Geschichte enthält mühsam recherchierte Fakten aus der Zeit, so dass man sagen muss: Hut ab. 

Die Idee Gargoyle als Fantasyfiguren zu verwenden, finde ich gelungen und bietet sicher Stoff für mehrere Romane. (Die sogenannten Wächterschwingenromane enthalten ebenfalls die besagten Gargoyle; spielen aber zeitlich nach diesem Roman. Diese Romane "Herzen aus Stein" und "Dunkle Träume" wurden übrigens bereits von meiner Mitbloggerin Sina rezensiert.)

Etwas inhaltliche Kritik muss ich allerdings doch los werden. David war mir an einigen Stellen doch etwas zu weich und antriebslos, so dass ich nicht volle Sympathie zu ihm entwickeln konnte. Daher vergebe ich 7 von 10 Punkten und werde mit Sicherheit noch einmal in dieses Genre schnuppern, da der Schreibstil  Erotik in vielfältiger ansprechender Art vermittelt. Wer da noch Vorurteile hat, verpasst was.

P.S.: Wie kommt es, dass ich bei dieser Geschichtenkonstellation an Batman denken muss? ;)

Verlag: dead soft Verlag
erschienen: 2012
Seiten: 260
ASIN: B0084OZJUU

Sylvia Day - Crossfire: Erfüllung von SONJA

Quelle: Heyne
INHALT:
Gideon und Eva können trotz der äußeren Einflüsse nicht voneinander lassen, doch was sind die Konsequenzen.....

FAZIT:
Während mich die ersten beiden Teile Versuchung und Offenbarung total begeistert haben, hatte dieser dritte Band massive Startschwierigkeiten. Denn anstatt inhaltlich mit der Problemlösung (der Mord an Evas Stalker) anzusetzen, beschäftigen sich die ersten 80 Seiten in diversen Varianten damit, ob er (also Gideons kleiner er) in ihr drin ist, ob er wieder rein darf oder immer noch dort verweilt. Ich finde das angesichts der Vorgeschichte und der psychischen Belastung äußerst realitätsfern.

Womit sich leider erstmals eine Formulierungsschwäche (oder vielleicht Übersetzungsschwäche?) in die Crossfire-Reihe einschleicht. Waren die Erotik- und Sexszenen bislang abwechslungsreich und spannend beschrieben, kommt hier wirklich in jeder Szene die Formulierung "ob, wie, wann, er drin ist" vor. (Das kennt man ja sonst von einer augenrollenden Protagonistin mit innerer Göttin aus einer anderen Erotikreihe.)

Das führte dazu, dass ich teilweise doch etwas schneller gelesen habe, um zu den spannenderen Passagen zu kommen. Die Geschichte von Eva und Gideon und auch ihrer Verwandschaft und ihrem Freundeskreis ist nämlich nach wie vor packend und interessant.

Wer bislang dachte, dass es eine Trilogie ist bzw. bleibt, liegt falsch, denn das Buch endet mit einigen Cliffhangern und einer Ankündigung der Autorin, dass es weitergeht.

Da habe ich auch nichts gegen; ich will sogar wissen, wie es weiter geht, nur müssen die Erotikszenen wieder abwechslungsreicher sein, denn "drin" allein reicht dann doch nicht: 7 von 10 Punkten.


Verlag: Heyne
erschienen: 2012
Seiten: 448
ISBN: 978-3453545601

© Sonja Kochmann


Donnerstag, 25. Juli 2013

Ivar Leon Menger (Hrsg.) - Porterville: Götterdämmerung (07) von SINA

Quelle: Psychothriller GmbH

Porterville – so geheimnisvoll wie nie. Was ist passiert? Was wird passieren? Was passiert gerade? So viele Fragen, die geklärt werden sollen. Angus Hudson, ehemaliger Bürgermeister von Porterville erzählt diesmal seine Geschichte. Das Geheimnis um Porterville wird endlich (teilweise) gelüftet.

Mit Spannung habe ich auf diese Folge hingelesen – seit der ersten Folge „Von Draußen“ wird man auf die Folter gespannt und nun wird einem – zumindest teilweise – sehr vieles erklärt. Und ich war überrascht. Denn genau dies hatte ich mir nicht vorgestellt. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, was denn nun das Geheimnis sein könnte, aber damit habe ich wirklich nicht gerechnet.

Trotzdem muss man weiterlesen, denn es bleibt immer noch zu klären, wo Emily und Jonathan sind, was es mit den Rücklicken auf Jefferson Prey auf sich hat und was mit Jerry und seinen Freunden passiert ist.

Es bleibt also weiter düster und geheimnisvoll. Das Mysteriöse nimmt zu und ich MUSS einfach wissen, wie es weitergeht. Die Spannung ist kaum auszuhalten.

Da in dieser Folge alles auf „Darkside Park“ - dem Vorgänger zu Porterville – hinweist, bleibt einem nichts anderes übrig, als diese Reihe auch zu lesen. Was ich sicherlich tun werde.

Fazit:
Folge 7 bringt Antworten auf viele Fragen, doch bleibt auch vieles ungeklärt und es werden neue Fragen aufgeworfen.


Verlag: Psychothriller GmbH
erschienen: 2013
Printseiten: ca. 65
Format: mobi
ISBN: 9783942261487

Porterville: die Reihenfolge

Chris van Harb - Es muss nicht immer Hirn sein von SINA

Quelle: Chris van Harb
Bist Du ein Zombie, magst aber kein Menschenfleisch? Dann ist dieses Buch genau das Richtige für Dich. Mit 10 schmackhaften Rezepten wird einem der Einstieg in das Zombiedasein erleichtert.

Ich muss sagen, dass mich allein der Titel schon gereizt hat. „Es muss nicht immer Hirn sein“ ist schon recht ungewöhnlich. Und es erwartet einem auch Ungewöhnliches.

10 kleine Zombiegeschichten gespickt mit jeweils einem Rezept, dass sich rund um das Zubereiten von Innereien dreht.
Ich muss zugeben, ich bin kein Fan von Innereien bzw. finde ich es teilweise auch schon recht ekelhaft, aber ich liebe Zombies und zu denen gehört eben eine ungewöhnliche Nahrung.

Die Zombies, die in diesem Buch ihr Unwesen treiben, sind nicht so, wie man sie meint zu kennen. Sie sind außergewöhnlich, da sie teilweise nicht nur Menschenfleisch essen wollen. Außerdem sind es nicht die „Schlurfer“, die man aus den Filmen kennt. Sie sind intelligent, machen sich Sorgen um ihre Zukunft und verlieben sich sogar.

Die Geschichten sind sehr kurz, aber haben einen alle einen scharfsinnigen Humor. Es macht Spaß, die Zombies in ihrem Alltag zu begleiten und ihre Ängste und Sorgen zu teilen.

Die Rezepte habe ich meist nur überflogen, für Liebhaber von Innereien sind diese aber bestimmt genau richtig.
Die Beilagen haben mich da mehr interessiert und da gibt es auch das ein oder andere Rezept, dass ich ausprobieren werde.

Ansonsten ist das Buch für Zwischendurch sehr gut geeignet, aufgrund der geringen Seitenanzahl allerdings auch sehr schnell durchgelesen. Im Moment wird die Kindle-Edition für 0,99 Euro angeboten, danach kostet es wieder den regulären Preis von 2,99 Euro. Dies wäre mir aber zu viel für die wenigen Seiten gewesen.

Fazit:
Witzig, eklig und für Fans von Innereien-Rezepten einfach perfekt. Von mir gibt es allerdings nur 6 von 10 Punkten.

Verlag: Selbstverlag
erschienen: 2013
Printseiten. ca. 99
Format: mobi 
ASIN: B00CPO3XHQ 


Wieder was Neues fürs Bücherregal...

Heute erreichte mich eine tolle Büchersendung. Sina Beerwalds neuer Roman "Mordsmöwen" ist bei mir reingeflattert.


Ein bisschen Strand mit Muscheln war auch dabei und dies passt gerade perfekt. Denn unser wohlverdienter Sommerurlaub steht an. Es geht zwar nicht nach Sylt, aber immerhin in die Nähe. St. Peter Ording wird eine Woche unser zu Hause sein und ein Tagesausflug nach Sylt ist eingeplant. Was passt dann besser, als dieses Buch mitzunehmen. Herzlichen Dank an Sina Beerwald.

Weiter hat der Art Skript Phantastik Verlag auch neue Bücher herausgebracht. Und davon sind dann auch gleich zwei neue bei mir zu Hause eingezogen.



Ich freue mich und sage auch an Grit einen herzlichen Dank fürs Zuschicken.


Montag, 22. Juli 2013

Jana Barth: Die Goldputzerin von CORINNA

Quelle: Klecks-Verlag
INHALT:
Ihr kommt mit dem Hier und Jetzt nicht zurecht? Ihr wollt raus, aus dem Alltag, raus aus dieser Welt, aus dem was ist?

Rob hat da so ein Idee. Er möchte ein neues Land, gar eine neue Welt erschaffen. Um sein Ziel verwirklichen zu können, sucht er Investoren, die mit ihm zusammen auf eine abgelegene Insel ziehen um dort komplett neu zu beginnen.
Interessierte und Teilnehmer sind schnell gefunden und so geht es für Rob, der sich nun Ivar nennt, und die anderen Bewohner los.
Doch auf der Insel schreckt Ivar nun vor nichts mehr zurück. Er steht über all den Anderen, scheut auch einem Mord nicht und sein „Volk“ hat ihm fortan zu dienen.
Dies alles ändert sich ein klein wenig, als er die Goldputzerin Mathilda kennenlernt und sie bittet seine Frau zu werden...



„Die Goldputzerin“ durfte ich zusammen mit der Autorin Jana Barth auf der Seite Buchgesichter.de lesen. Die junge Autorin schrieb dieses Buch bereits im zarten Alter von ca. 15 Jahren.

Was mir bereits vor dem Lesen sofort ins Auge gesprungen ist, war das Cover des Buches, welches ich sehr gelungen finde. Es machte mich regelrecht neugierig auf die Geschichte, die sich dahinter verbirgt. Des Weiteren hat mir auch die Qualität des Papiers und die Größe der Schrift zugesagt und da „Die Goldputzerin“ auch mein erstes Buch aus dem Klecks-Verlag ist, möchte ich dieses ebenfalls lobend erwähnen.

Beim Inhalt bin ich hingegen recht zwiegespalten.
Es geht um die Geschichte eines neuen Landes, auf einer weit entlegenen Insel. All die Menschen, die sich auf die Reise machen, kennen sich nicht, stecken voller Hoffnung und Träume. Doch es kommt anders...

Ich finde, dieser Gedanke bietet Platz für vieles, aber bereits bei der Vorgeschichte kam ich leicht ins Stolpern. Viele Dinge, die passierten, gingen mir zu schnell, waren manchmal zu unbeholfen und zu einfach gelöst.
Zum Glück legte sich dies beim Beginn des ersten Kapitels und ich startete einen Neuanfang für das Buch und für mich.

Die nächsten Seiten klangen daraufhin recht interessant und ich kam immer mehr im Geschehen an. Allerdings merkte ich nach weiteren Kapiteln, dass ich keine Ahnung hatte wohin es gehen soll. Welches Genre wird hier bedient? Warum ist Mathilda, eine der Hauptpersonen des Romans, so sprunghaft?
Denn ich denke gerade beim letzteren Punkt wäre es mir lieber gewesen eine standhafte Romanheldin zu haben, die weiß was sie will. So kam sie mir eher oberflächlich und unsympathisch rüber. Und leider trübte dies auch auf lange Sicht meinen Lesespaß.

Auch mit dem Ende, ich gehe mal nicht näher darauf ein, bin ich nicht glücklich. Ich stecke nämlich nun in der unglücklichen Lage nicht zu wissen was mir das Buch bringen soll und dabei finde ich die Autorin und ihre ursprüngliche Idee so sympathisch, aber die Umsetzung traf halt nicht meinen Geschmack. (Und dieser ist zum Glück von Person zu Person anders)

Trotzdem möchte ich noch erwähnen, dass der Schreibstil von Jana Barth sehr gut ist. Ich glaube, dass wenn sie noch genauer ein Genre bedienen würde, ich dann unheimlich viel Spaß hätte, einer weiteren Geschichte zu folgen.
Und wenn ich bedenke, wie gut sie sich mit 15 Jahren bereits ausdrücken kann, dann wäre ich gespannt auf mehr.

Mein Fazit:
„Die Goldputzerin“ ist ein Buch, welches (für mich!) zu viele Genres bedient. Die Charaktere waren leider auch eher unsympathisch und konnten mich nicht an die Geschichte binden. Allerdings ist der Schreibstil von Jana Barth sehr angenehm und ich könnte mir vorstellen noch weitere Bücher von ihr zu probieren.
Die treffen dann vielleicht auch eher meinen Geschmack.

5 von 10 Punkten!

Verlag: Klecks Verlag
Erschienen: 2013
Seiten: 282
ISBN Buch: 978-3-942884-97-6
ISBN E-Book: 978-3-942884-98-3