Samstag, 31. August 2013

Nicholas Vega - Demor: Einfach bösartig von SINA

Quelle: Nicholas Vega

Lord Demor ist ein Lich und hat eigentlich einen ganz bescheidenen Wunsch: der alleinige Herrscher über Fantastika zu sein. Doch Dank eines Gesetzes der Fantasie, in welchem niedergeschrieben steht, dass das Gute immer über das Böse triumphiert, hat er keine Chance, dass sein Wunsch in Erfüllung geht. Also macht sich Demor auf, das Gesetz zu ändern. Unterwegs trifft er auf einen Ork, der nicht kämpfen will, einen kopflosen Reiter und eine eiserne Jungfrau. Aus anfänglichen Zweifeln entwickelt sich jedoch bald eine ungewöhnliche Freundschaft und der gemeinsame Plan, den Erzfeind Gabriel Syxpack zu finden, der das angebliche Versteck der Gesetze kennt.

Schon der Klappentext verspricht einem ein herrlich sarkastisches und vor allem ungewöhnliches Lesevergnügen. Denn wann kann man mal die Geschichte aus der Sicht des Bösen lesen? Wobei ich jedoch sagen muss, dass Lord Demor gar nicht der Bösewicht ist, der er zu sein meint. Denn manchmal hat er derart gute Ansichten, dass man ihn sich leicht als den Retter des Reiches vorstellen kann.

Bei diesem Roman habe ich (fast) alles durchgemacht: lachen, erschrecken, wundern, mitfühlen und auch ein bisschen Traurigkeit. Insbesondere die Bemerkungen seitens Lord Demor haben mich immer wieder schmunzeln lassen. Sein Sarkasmus ist trocken und das ist etwas, dass ich sehr gerne lese.

Die Geschichte an sich ist stark geprägt von „Der Herr der Ringe“. Ich konnte viele Parallelen ziehen. Aber auch andere Geschichten finden Einfluss, wobei ich hier nicht alle aufzählen möchte und kann.

Bei vielen Romanen finde ich solche Parallelen nicht so gut, allerdings muss ich sagen, dass man sich Lord Demor sehr gut in Mittelerde hätte vorstellen können, der an Seiten Saurons um die Herrschaft kämpft.

Gerade der Wortwitz, der zu Hauf in der Story vorkommt, macht meiner Meinung nach die Geschichte aus. Genauso auch, dass hier mal nicht die Guten im Mittelpunkt stehen, sondern das Böse. Und die vier Bösewichte sind einem irgendwie sympathisch, auch wenn sie nichts Gutes im Schilde führen. Aber jeder der vier hat seine guten Eigenschaften, allen voran die Freundschaft, die die vier miteinander verbindet.

Einen Kritikpunkt hätte ich jedoch: die stellenweisen Längen im Buch. Manche Szenen waren einfach zu ausführlich erzählt, so dass ich Mühe hatte, wieder in den Lesefluss hineinzukommen. Dies hat mich etwas gestört und gibt auch leider etwas Abzug.

Trotzdem hatte ich großen Spaß beim Lesen und würde mich freuen, irgendwann weitere Abenteuer von Lord Demor, dem Ork Bult, der Eisernen Jungfrau und dem Kopflosen Reiter mitzuerleben.

Fazit:
Eine tolle Story gepaart mit Sarkasmus, Wortwitz und ungewöhnlichen Gestalten, die lernen, was Freundschaft ist.

Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.

Verlag. Selfpublishing
erschienen: 2013
Printseiten: 294
Format: mobi
ASIN: B00E2YXGCY 

s. a. Bibliografie Nicholas Vega

Freitag, 30. August 2013

Nora Roberts: Die O´Haras 1 - So nah am Paradies von CORINNA

Quelle: MIRA Taschenbuch
INHALT:
Alana O´Hara, die mittlere der O´Hara-Drillinge, ist verzweifelt. Die Kosten ihres Pferdegestüts fressen sie auf und sie sieht nur einen Ausweg. Die Rechte einer Bibliografie, über ihren verstorbenen Ehemann, dem Rennfahrer Chuck Rockwell, freizugeben.
Ein Verlag ist schnell gefunden und so schickt dieser den Journalisten und Autoren Dorian Crosby auf die Farm.
Dorian ist auf der Suche nach Antworten, schließlich kann er diese „Heile Welt“, die ihm von Alana aufgetischt wird, nicht wirklich glauben. Doch je länger er nach der Wahrheit sucht, je tiefer gerät er in die Familie O´Hara hinein. Zunächst ist es nur Sympathie gegenüber Alana und ihren zwei Jungs, aber aber langsam gehen seine Gefühle immer tiefer... doch was verschweigt Alana ihm?



Nachdem mein zuletzt gelesenes Buch doch noch etwas nachwirkt, brauchte ich nun einen Roman, in dem ich abtauchen kann. Was liegt da näher als Nora Roberts?

„So nah am Paradies“ ist das 1. Buch der O´Hara-Reihe und drei weitere werden noch folgen.

  1. So nah am Paradies
  2. Tanz der Sehnsucht
  3. Hinter dunklen Spiegeln
  4. Wohin die Zeit uns treibt

Und wie eigentlich immer, konnte mich Nora Roberts in ihren Bann ziehen. Sie hat so eine lockere und unterhaltende Art, ihre Geschichten zu erzählen. Ich war gefangen, von der Kulisse des Buches, eine entlegene Farm in Virginia und gespannt auf das Geheimnis, welches Alana O´Hara umgibt.

Wo manche Bücher vielleicht ein wenig brauchen um in Fahrt zu kommen, war „So nah am Paradies“ recht schnell dabei. Die Schriftgröße ist bei meiner Ausgabe recht groß und die Seiten lasen sich praktisch von allein.
Leider gab es in diesem Buch keinerlei Vorgeschichten, die Alanas Leben als Ehefrau, noch vor dem Unfalltod ihres Mannes, zeigen. Wir lernen sie bereits als taffe, zupackende Witwe kennen und lediglich im Prolog erfahren wir kurz etwas zu ihren Eltern, ihrem Bruder und den Drillingsschwestern.

Dieser Aspekt brachte meinen Lesefluss nicht zum Stoppen, allerdings hätte es für mich noch etwas ausführlicher sein können. Trotzdem fand ich gerade den Charakter von Dorian sehr gelungen. Zu Beginn noch sehr genervt von der Aussicht bei Alana zu sein, tauchte er immer weiter in das Familienleben hinein. Und es machte Spaß dies zu lesen. Gerade der Umgang mit den Kindern und auch die Kinder an sich brachten, Schwung in das Buch.
Hinzu kommt, dass ich mich immer fragte, welches Geheimnis Alana vor Dorian verstecken möchte.

Ich freue mich definitiv schon auf die drei weiteren Bücher. Und sie warten auch schon sehnsüchtig auf mich.

Mein Fazit:
Wer ein schönes, schnelles Buch für Zwischendurch sucht, kann mit „So nah am Paradies“ nichts falsch machen. Nora Roberts präsentiert ihr Buch in einem gewohnt unterhaltenden Schreibstil und die große Schrift verleitet dazu, dieses Buch in einem Rutsch zu lesen.
Mir hat es sehr gefallen.

9 von 10 Punkten!

Verlag: MIRA Taschenbuch
Erschienen: 2008
Seiten: 304
ISBN: 978-3-89941-474-5

Donnerstag, 29. August 2013

Jojo Moyes: Ein ganzes halbes Jahr von CORINNA

Quelle: rowohlt Polaris
INHALT:
Will Traynor ist erfolgreich in seinem Beruf, jung und gutaussehend. Er muss sich um nichts sorgen, geht komplett in seinem Job auf und liebt den Nervenkitzel. Doch dann kommt dieser Augenblick... und der ändert alles...!

Für Lou hat das Leben so manchen Stolperstein bereit gehalten. Ihr Job als Kellnerin wird ihr gekündigt und so geht sie auf Arbeitssuche. Doch die Zeit drängt, denn auch Lous Eltern leben von ihrem Gehalt. Dann entdeckt sie eine Stellenanzeige, die alles verändern wird...



Ich möchte mich vorab schon einmal entschuldigen. Meine Rezension enthält dieses Mal auch Spoiler, also bitte ich Leser/ -innen, die „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes noch nicht kennen, Verständnis zu haben und evtl. jetzt (!) mit dem Lesen zu enden (wenn Ihr nicht zu viel erfahren wollt).
Ich glaube es ist gut, ohne Vorkenntnisse mit diesem Buch zu starten. Aber eines sei gesagt, für mich war es eines der besten Bücher die ich bisher gelesen habe!
Und nun geht es mit der richtigen Rezension los:


Ich kaufte „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes auf der Buchmesse 2013 in Leipzig. Das Cover des Buches und auch der Klappentext brachten mich dazu, noch einmal eine ganze Messehalle abzuwandern um eben dieses Buch wieder zu finden.
Damals ging ich auch noch von einer ganz normalen Liebesgeschichte aus und hatte auch bis dato noch keine Leserstimmen vernommen...

Jojo Moyes war mir als Autorin noch nicht bekannt, aber sie konnte mich sofort von ihrem flüssigen und liebevollen Schreibstil überzeugen. Schnell merkte ich auch, dass dieses Buch Zeit braucht und zwar die richtige Zeit. Aus diesem Grund, las ich in der letzten Woche noch ein anderes Buch zu Ende, um mich dann ganz der Geschichte von Will & Lou widmen zu können.

Mein Eindruck der Geschichte war, dass sich die Autorin langsam näherte. Als Leser lernen wir Will vor dem Unfall kurz kennen und auch Lou erscheint schnell auf der Bildfläche. Gekündigt, verunsichert und in der Not, das Geld für den Unterhalt ihrer Eltern heranschaffen zu müssen. So lernen sich beide schließlich durch einen Zufall kennen und mögen sich zu Beginn noch nicht sonderlich.

Aber allein schon bei der ersten Begegnung kommt es auf die Kleinigkeiten an, die Jojo Moyes beschreibt. Ich selber konnte beide Hauptdarsteller verstehen. Sowohl Lou, die ihren Arbeitgeber nicht sonderlich mag, gerade weil er mürrisch und schlecht gelaunt ist, trotzdem aber auf die gute Bezahlung angewiesen ist und auch Will, der sich nicht wehren kann, gefangen in seinem Körper ist und einfach nicht mehr bevormundet werden möchte.

Wo manch ein Leser/ eine Leserin vielleicht auf eine Geschichte mit rosa Herzen, einem Feuerwerk und einem großen Knall hofft, so muss ich sie hier enttäuschen. Es geht auch um die Liebe, die sich langsam entwickelt. Aber eben diese ist nicht so laut, sondern kommt sehr leise, sehr zärtlich und sehr liebevoll um die Ecke. Es sind die kleinen Momente, die mir Tränen der Rührung brachten. Die Aufmerksamkeiten, die von beiden ausgehen und das große Problem, das zwischen ihnen steht.

Und natürlich, und dies war der größere Punkt für mich, ging es um Wills Leben und seine Entscheidung. Genau dieser Aspekt war es auch, der mich nicht losgelassen hat. Nicht beim Lesen und auch nicht jetzt, 12 Stunden nach Beendigung des Buches. Ich kann seine Wahl verstehen, denn dieses Leben würde ich mir auch nicht wünschen, aber ich kann auch verstehen, dass man sie nicht ohne weiteres hinnehmen möchte.

Und genau da kommt der Punkt, den Jojo Moyes für mich perfekt löste. Sie lässt die Leser entscheiden. Die Autorin schreibt nicht, dass der Weg gut und der schlecht ist. Jeder kann nach Beendigung der Geschichte selbst entscheiden wie er es sehen will.
Frau Moyes beschreibt lediglich die Umstände (und dies in einer sehr guten, neutralen Form) und die Schwierigkeiten in Wills Leben.
Und davor ziehe ich meinen Hut, denn schön geredet wird hier nichts. Ich glaube jeder der dieses Buch liest, wird allein wegen Wills Behinderung darüber nachdenken, wie es für einen selber wäre und wie er mit Menschen umgeht, die dieses Defizit haben.

Vergleiche zu „Ziemlich beste Freunde“ finde ich selber da nicht so gelungen. Die Situation scheint zunächst ähnlich, ist doch aber von der Thematik her eine komplett andere. Wo es im französischen Film/Buch um einen behinderten Mann geht, der lernt das Leben wieder zu genießen, ist es hier eher die Frage ob Will freiwillig stirbt oder nicht.

Zum Ende des Romans möchte ich noch sagen, dass ich es gut finde, wie es ist. Alles andere hätte mich sehr enttäuscht.

Mein Fazit:
Wer dieses Buch noch nicht kennt, sollte in die nächste Buchhandlung laufen und beim Lesen die Taschentücher nicht vergessen!
„Ein ganzes halbes Jahr“ lässt mich sicherlich noch eine ganze Zeit lang nicht los. Es regt zum Nachdenken an und verzaubert mit einer wunderschönen Geschichte. Nämlich die zwischen Will & Lou, die zum Glück ganz ohne Kitsch auskommt.
Eines der besten Bücher, das ich je gelesen habe!

10 von 10 Punkten!

Verlag: rowohlt Polaris
Erschienen: 2013
Seiten: 512
ISBN: 978-3-499-26703-1

Mittwoch, 28. August 2013

A. J. Hartley - Darwen Arkwright: Mr. Peregrines Geheimnis (01) von SINA

Quelle: Heyne fliegt
Darwen Arkwright zieht von England nach Amerika zu seiner Tante. Für ihn ist alles neu und anders, und er kann sich nur schwer in seinem neuen Zuhause eingewöhnen. In der Schule wird er aufgrund seines englischen Akzents gehänselt und auch sonst scheint alles irgendwie gegen ihn zu laufen. Als er im Einkaufszentrum auf ein seltsames Geschäft stößt, welches ungewöhnliche Spiegel verkauft, kommt er mit dem Ladenbesitzer Mr. Peregrine ins Gespräch, der ihm dann auch noch solch einen ungewöhnlichen Spiegel schenkt. Darwen weiß nicht so recht, was er mit dem Spiegel anfangen soll, doch als die Sonne untergeht, entdeckt er das Geheimnis des Spiegels: er ist ein Tor in eine andere Welt - und Darwen kann diese durch den Spiegel betreten. Doch die schöne Welt auf der anderen Seite des Spiegels wird von schrecklichen Monstern bedroht, die nur ein Ziel haben: in Darwens Welt zu gelangen.

Aufgrund des schönen Covers und des sehr interessanten Klappentextes bin ich auf das Buch gestoßen und hatte mich auf die Lektüre dieses Jugendbuches auch gefreut. Doch je mehr ich gelesen habe, umso enttäuschter war ich.

Nicht wegen der Geschichte, die war sehr interessant, nein, die Schreibweise des Buches hat mich nicht angesprochen und sogar teilweise etwas genervt. Dass das Buch für Kinder und Jugendliche ist, war mir von vorneherein klar. Ich lese sie auch sehr gerne. Doch war mir dieses hier zu kindlich geschrieben, obwohl es aufgrund der darin vorkommenden Monster doch eher ab 10 oder gar 12 Jahren zu empfehlen ist.

Manche Stellen der Geschichte fand ich nicht ausgereift genug bzw. zu schnell abgehandelt und deswegen dann auch nicht richtig nachvollziehbar. Darwen hat sich zu sehr auf andere verlassen, seine Freunde Rich und Alexandra waren mir zu nervig oder zu aktiv involviert.

Als Darwin die Wahrheit erfährt, hätte ich mir mehr Eigeninitiative gewünscht. Es gibt so viele Fragen, doch hat er keine gestellt bzw. nichts unternommen, um Antworten zu finden oder ewig gebraucht, um sich zu überwinden, etwas herauszufinden.

Dies hat meinen Lesefluss sehr gestört und ich wäre am Liebsten ins Buch gekrochen, um selbst nach Antworten zu suchen.

Erst am Ende kommt Fahrt auf und ein Verdacht, der sich mir im ersten Drittel des Buches aufgetan hatte, wurde bestätigt. Auch hier hätte ich mir gewünscht, dass der Autor etwas mehr Verwirrung in die Geschichte gebracht hätte, um die Spannung zu erhalten.

Trotz der vielen Kritikpunkte habe ich auch Positives an dem Buch finden können. Das Cover, welches ich schon erwähnt habe, ist ein echter Hingucker. Die Figuren, die darauf zu sehen sind, tauchen auch immer wieder am Anfang eines jeden Kapitels auf.
Alex und Rich werden Darwen im Laufe der Geschichte gute Freunde und das hat mich für Darwen sehr gefreut. Denn den Schicksalsschlag, den er erlitten hat, hat aus ihm einen sehr freudlosen Menschen gemacht und er hat dringend Freunde nötig, die ihm darüber hinweghelfen.

Fazit:
Interessantes Konzept mit nicht gelungener Umsetzung. Da die Kritikpunkte überwiegen, gibt es von mir leider nur 4 von 10 Punkten.

Verlag: Heyne fliegt
erschienen: 2013
Printseiten: 463
ISBN: 978-3-453267640


Christine Lehmann - Die Rose von Arabien von SONJA


Quelle: Carlsen


INHALT:
Finja muss wie jedes Jahr auf den Weihnachtsmarkt. Sie begleitet ihren Vater, einen Professor für Ingenieurwesen, und seine Studenten zum Glühweinstand. Dort trifft sie den jungen Scheich Chalil, der ein Jahr in Deutschland studiert. Leider ist das Jahr bereits zu Ende. Als sie erfährt, dass ihr Vater zu Chalils Familie nach Dubai reist, will sie natürlich mit. Doch hat eine Schwärmerei bei so gegensätzlichen Kulturen eine Chance zu einer Liebe mit reeller Zukunft zu werden?

FAZIT:
Auf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden, nach dem mir ein Geheimtipp eines ehemaligen Buchgesichts so gut gefallen hat und das Cover genauso wunderschön gelungen ist: Der Ruf des Kolibris.

Die Geschichte von Finja und Chalil an sich hat mir unter dem Aspekt des Jugendbuches gut gefallen. Denn hier wird schon deutlich, dass es sich um Backfischliebe handelt und die scheuen Küsse doch Seltenheitswert haben. Doch das ist auch gewollt, denn mehr wäre angesichts der fremden Kultur ein echter Stilbruch. Der jugendliche Leser soll hier mitfiebern, ob aus der Schwärmerei eine Liebe werden kann, die auch eine reelle Zukunft hat.

Nebenbei erfährt der Leser einige Kulturunterschiede, die gekonnt in die Dialoge der Hauptfiguren eingeflochten werden.

Gestört haben mich in diesem Buch jedoch die Geschichten. Manche Erzählungen und Berichte der Personen, werden wie eine Geschichte aus 1001 Nacht erzählt. Hier spricht mal eine Ziege oder ein Baum. Hier und da gibt es Vorahnungen und Träume. Diese Erzählungen zogen sich über mehrere Seiten und konnten auch nicht einfach überblättert werden, da sie doch Begründungen für das Verhalten der Protagonisten enthielten. Diese Art der "Märchenerzählung" passte irgendwie nicht in ein Jugendbuch, dass auf eine Romanze zwischen zwei Jugendlichen aus der christlichen und muslimischen Glaubensrichtung abzielt. Denn hier werden eigentlich ernste Themen wie die Rolle der Frau, Blutrache etc. angesprochen.

An drei weiteren Stellen überlegt sich Finja, was sie bereits alles in Dubai erlebt hat und zählt dies gedanklich auf. Dies machte stets eine Seite aus und fand ich total überflüssig.

Das Ende und die Auflösung wurde dann wiederum in nur 2-3 Seiten abgearbeitet und war mir angesichts des gemeinsam Erlebten der Hauptfiguren zu knapp. Es machte fast den Eindruck, als ob die Autorin keine Lust mehr hatte.

Dies war mir dann leider auch zuviel des Guten und machte das Leseerlebnis zäh. 5 von 10 Punkten.


Verlag: Carlsen
erschienen: 2013
Seiten: 576
ISBN: 978-3551310736


Dienstag, 27. August 2013

Bibliografie: Kate Harrison

Soul Beach Trilogie
01) Frostiges Paradies
bislang nur auf englisch:
02) Soul Fire
03) Soul Storm



Quelle: Loewe

Sonntag, 25. August 2013

Kerstin Michelsen: Nora Morgenroth - Der Hüter von CORINNA

© Kerstin Michelsen
INHALT:
Nora Morgenroth und ihr Freund Oliver haben sich einen Traum erfüllt. Zusammen sind sie in ein altes Haus aufs Land gezogen, dass sie liebevoll renovieren.
Alles ist perfekt, hätte Nora nicht diese Albträume.
Es beginnt mitten in der Nacht, wirkt wie ein schlimmer Traum und kommt immer wieder. Natürlich denkt Nora da recht schnell an ihre „Gabe“, die sie in die Lage bringt, sich in Verstorbene hineinzufühlen.
Doch auch Nachforschungen bzgl. des neuen Zuhauses bringen keine Erkenntnisse. Und doch kommen die Visionen immer wieder.
Nora, die daraufhin einfach keine Ruhe findet, recherchiert und gerät tiefer in einen Fall, als ihr lieb ist...



„Nora Morgenroth – Der Hüter“ ist für mich das zweite Buch, welches ich von der Autorin Kerstin Michelsen gelesen habe.

  1. Nora Morgenroth – Der Hüter

Ich selber war von „Nora Morgenroth – Die Gabe“ schon sehr begeistert, lernte ich doch dort die Vorgeschichte von Nora und ihren Visionen kennen. Im jetzigen, 2. Buch („Nora Morgenroth – Der Hüter“), fing ich die ersten Seiten schon mit sehr hohen Erwartungen an und wurden nicht enttäuscht.

Noras Leben ist nun weitergegangen. Sie ist sehr verliebt, startet mit dem Umzug in ein neues Leben und genießt dies aus vollen Zügen. Ihre Visionen verschwanden und so war Nora komplett überwältigt, als sie eines Nachts wieder durch ihre Gabe, sehr verstörende Bilder, empfing.

Kerstin Michelsen ist es in diesem 2. Band sehr gut gelungen, dass sich sowohl Neuleser, als auch Fans des ersten Buches hier gleich zurechtfinden. Natürlich ging Noras Leben weiter, aber der Einstieg ist für jeden Leser-Typ gut geeignet und man kommt sehr flüssig in das Buch hinein.
Schön fand ich hier auch wieder, dass die Visionen kursiv verfasst sind, somit war mir immer sofort klar, wo ich gerade im Buch stand.

Des weiteren überzeugte mich der flüssige und spannende Schreibstil, der natürlich auch immer diesen Hauch des Übernatürlichen mit sich brachte. Da ich selber aber gerne spannende Bücher mit einem mysteriösen Touch mag, flogen die Seiten nur so an mir vorbei.

Nora als Hauptcharakter empfand ich als sehr selbstbewusst, sehr stark und sehr sympathisch. Ich glaube, wenn ich mal in eine brenzlige Situation geraten würde, dann hätte ich sie gerne in meiner Nähe.
Hinzu kommt hier aber auch, dass sie nicht über allem steht. Natürlich ist sie verunsichert durch ihre Gabe, die ihr nicht immer Dinge zeigt, die sie sehen möchte und gerade dieser Aspekt machte das Ganze glaubwürdig. Sie ist keine „Superheldin“, die über allem steht, sondern eine normale Frau, die aber sich selbst vorantreiben kann, wenn es wichtig ist.

Mein Fazit:
Ich möchte mehr über Nora Morgenroth lesen!
Für mich waren beide Bücher ein wahrer Lesegenuss, wobei mir „Der Hüter“ noch besser gefallen hat. Das Buch besticht mit einer tollen Frau als Hauptperson und einer mysteriösen Gabe, die das Lesen unheimlich spannend macht.
Wer also Lust auf einen unterhaltend, spannenden Thriller mit einem tollen Ende (!) hat, sollte unbedingt „Der Hüter“ lesen!
Ich würde es aber in Zusammenhang mit dem ersten Buch „Die Gabe“ empfehlen und ich hoffe nun, noch weitere Bücher, dieser Reihe, von Kerstin Michelsen lesen zu können.

10 von 10 Punkten!

Verkauf durch: Amazon
Seiten: 164 

Montag, 19. August 2013

Kerstin Gier - Silber: Das erste Buch der Träume von SINA

Quelle: Fischer Verlag
Die 15jährige Olivia Silber, von allen nur Liv genannt, muss mal wieder umziehen, da ihre Mutter Ann einen neuen Job angenommen hat. Doch diesmal soll es eigentlich der letzte Umzug sein. Doch kaum sind die beiden in London angekommen, werden die ursprünglichen Pläne wieder über den Haufen geworfen. Ann hat sich in Ernest verliebt und nun ziehen sie bei ihm und seinen Kindern Florence und Grayson ein. Als Liv Grayson kennenlernt, weiß sie gleich, ihn umgibt ein Geheimnis. Aber erst im Traum kommt sie dahinter...

Ich weiß nicht genau, wie Kerstin Gier es macht, aber ich bin - wie auch bei der Liebe geht durch alle Zeiten-Trilogie - sofort in der Geschichte gefangen. Der einzigartige Schreibstil zieht einem in den Bann, lässt einem selbst in eine Art Traumzustand verfallen und mühsam wieder ins reale Leben zurückfinden.

Schon allein das Cover ist ein echter Hingucker. In tiefschwarz gehalten, mit silbernen Applikationen wie z. B. Blüten, Schüsseln, Blättern, Echsen, Eulen und noch einigem mehr. Bei jedem Mal Anschauen fällt einem neues aus. Wenn man den Schutzumschlag abnimmt, leucgtet einem auf dem Cover des Hardcovers die Tür entgegen, die in dem Buch eine wichtige Rolle spielt.

Kerstin Gier hat es einfach wieder geschafft und mich in eine Geschichte entführt, die an Fantasie nicht zu überbieten ist. Gerade in Träumen ist alles möglich und diese Vielfalt nutzt die Autorin, um eine Story zu erzählen, die am Anfang einer Highschool-Story gleicht und dann immer weiter ins Reich der Fantasie abgleitet.

Liv und ihre Schwester Mia haben einen herrlich sarkastischen Humor. Da die Geschichte in Ich-Form aus Livs Sicht geschildert wird, hat man Anteil an ihren Gedankengängen und so musste ich mehrmals schmunzeln, weil Liv manchmal genau das gedacht oder gar gesagt hat, was mir selbst im Kopf herumschwirrte.

Die anderen Figuren der Geschichte sind ebenfalls sehr sympathisch, mit Ausnahme von Henry, dem ich persönlich einfach nicht traue. Er hat sich zu sehr und zu schnell auf Livs Seite gestellt, ihr Schmeicheleien zugeflüstert und ist auch sonst einfach zu "perfekt". Da es sich ja um eine Trilogie handelt, bin ich gespannt, ob sich meine Vermutung hinsächlich ihm bestätigt, oder ob er doch ein "Guter" ist.

Mit "Silber: Das erste Buch der Träume" wurde ein traumhafter Auftakt zu einer Trilogie geschaffen, den ich gerne weiterverfolgen und wahrscheinlich auch in meine Favorits aufnehmen werde. Insoweit hoffe ich, dass der zweite Teil genauso spannend und traumhaft werden wird.

Fazit:
Ein wahrlich traumhaftes Buch, deswegen auch traumhafte 10 von 10 Punkten.

Verlag:: Fischer Verlag
erschienen: 2013
Seiten: 2013
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-8414-2105-0



Susan Mallery: Eine Marcelli geht aufs Ganze von CORINNA

Quelle: MIRA Taschenbuch
INHALT:
Für ihre Dissertation lässt sich Francesca Marcelli einiges einfallen. Ob sie sich als Rockerbraut mit angeklebten Tattoos verkleidet, oder wie jetzt gerade als hochschwangere Frau durch ein Bürogebäude irrt, sie holt sich so immer neue Erkenntnisse über den Umgang der Leute mit auffälligen Personen.
Das sie bei ihrem Experiment ausgerechnet auf den einzigen Mann trifft, der so umsichtig mit ihr umgeht wie niemand zuvor, kann sie nicht ahnen. Zumal Sam, ihr Retter, alles andere als unattraktiv ist und mitten im Leben steht.
Aber Francesca will keine feste Bindung und einen Mann schon gar nicht... doch so leicht wird es ihr nicht gemacht...



Mit „Eine Marcelli geht aufs Ganze“ bin ich bei dem 2. Teil der Trilogie gelandet.

  1. Eine Marcelli geht aufs Ganze
  2. Eine Marcelli weiß, was sie will

Zeitgleich war dieses Buch aber auch das letzte aus dieser Reihe für mich, denn ich habe den Fehler gemacht mit dem 3. Buch zu beginnen. Allerdings tut dies dem Lesespaß keinen Abbruch, denn natürlich gibt es in jedem Buch eine Frau und einen Mann, die zueinander finden werden. Dies ist den Leserinnen ja bereits vor der ersten Seite bewusst.

Francesca Marcelli war für mich bisher die Schwester, mit der ich am wenigsten anfangen konnte. Natürlich kam sie immer wieder vor, aber meist sehr kurz und ich fand sie schon ganz nett, aber sie stach auch nicht sonderlich hervor.

Dies änderte sich in „Eine Marcelli geht aufs Ganze“ natürlich schlagartig und ich lernte nun auch einmal den Grund für ihre vielen Verkleidungen kennen, blickte hinter die Fassade und mochte sie bereits nach wenigen Seiten sehr gerne.
Wo sie zuerst doch sehr taff und selbstbewusst wirkt, schimmert nach genauen betrachten, doch eine gewisse Unsicherheit mit und dies gefiel mir besonders. So zeigt sich hier, dass manchmal der äußere Eindruck täuschen kann.

Aber natürlich gibt es auch einen Mann in ihrer Geschichte und das Kennenlernen zwischen Sam und ihr hat mir sehr gut gefallen. Er ist so fürsorglich gewesen, dass man als Frau gleich dahinschmelzen möchte, gleichzeitig ist man aber auch gespannt auf das „Dahinter“.

Was die Beiden dann in ihrer Geschichte bewältigen müssen und wie das Buch dann verläuft, muss jeder für sich selber lesen. Ich persönlich fand das Buch gut, aber trotzdem auch am Schwächsten von den Dreien. Wobei dies nun ein minimaler Unterschied ist, da sich auch der 2. Teil wieder sehr unterhaltend und frisch liest. Susan Mallery sein dank, denn sie lässt mich mit ihren Büchern immer wieder abtauchen und aus dem Alltag entfliehen.

Mein Fazit:
Ihr sucht ein frisches, freches und unterhaltendes Buch? „ Eine Marcelli geht aufs Ganze“ von Susan Mallery macht unheimlich viel Spaß und lässt Frauenherzen höher schlagen. Und auch Personen, die mit dem 2. Teil starten, werden trotzdem viel Gefallen an diesem Buch finden. Man kommt ganz einfach in die Geschichte hinein und möchte nicht wieder hinaus.

9 von 10 Punkten!

Verlag: MIRA Taschenbuch
Erschienen: 2013
Seiten: 352
ISBN:  978-3-86278-508-7

Tracy Guzeman: Das Gewicht des Himmels von CORINNA

Quelle: Diana Verlag
INHALT:
Thomas Bayber ist ein weltbekannter Maler. All seine Werke sind in Kunstmuseen zu sehen, oder in privatem Besitz. Sie erzielen Höchstpreise und eigentlich kennt Thomas Freund Denny Finch all diese Gemälde, schließlich hat er eben diese, in mehreren Büchern katalogisiert.
Doch nun, am Ende seines Lebens, rückt Thomas mit einem bis dato unveröffentlichtem Werk heraus. Und damit beginnt eine große Suche, denn dieses Bild ist ein Mittelstück und die anderen beiden Kunstwerke müssten noch bei zwei Frauen liegen, die Thomas vor Jahren sehr viel bedeutet haben...
Daher landen wie Leser bei einem längst vergangenem Sommer in Neuengland und dem Beginn einer tiefen und tragischen Liebe...



Manchmal hält man ein Buch in den Händen, von dem man nicht sicher ist, was es am Ende bringen wird. Vergisst man es? Behält man es noch eine Zeit lang in Gedanken, oder begleitet es einen für eine sehr lange Zeit?

Mit „Das Gewicht des Himmels“ von Tracy Guzeman hat mich ein Buch erreicht, dass ich noch lange zu meinen Favoriten zählen werde.

Aber von vorne...
Es ist die Geschichte von zwei Schwestern, einem zunächst noch unbekannten Maler und eine Liebe, die vieles zerstören wird, die aber trotzdem immer allgegenwärtig ist.
Zugleich beginnt viele Jahre später die Suche nach unbekannten Kunstwerken. Und eben diese Suche wird viele Geheimnisse aufdecken und viele Dinge in ein neues Licht rücken.

Schon zu Beginn des Buches hat mich der Schreibstil von Tracy Guzeman unheimlich begeistert. Schreibt die Autorin doch so, dass es die Leser regelrecht mitzieht. Dinge werden ganz genau dargelegt, all ihre Beschreibungen sind sehr bildlich und ich hatte zu jedem Zeitpunkt Personen, aber auch Gegenstände und Orte vor meinem inneren Auge. Hinzu kommt, dass dies nicht etwa hölzern wirkt, sondern vielmehr sehr flüssig und unterhaltend geschrieben ist.

Beschrieben werden die Kapitel immer aus der Sicht von Alice Keppler, jener Frau, die im Jahr 1963 Thomas Bayber kennenlernte und aus der Perspektive von Denny Finch und Stephen Jameson, die sich auf die Suche nach den verschollenen Bildern machen. Dies brachte eine gute Abwechslung in die Geschichte und holte gleichzeitig einige Dinge zum Vorschein, die dieses Buch immer spannender machten.

Was mir außerdem sehr gut gefallen hat, ist das Cover, welches der Diana Verlag verwendet. Es ist passt zur Geschichte, gefällt mir auch optisch gut und auch die Qualität des Umschlags ist sehr gut fühlbar.

Mein Fazit:
„Das Gewicht des Himmels“ ist sicherlich kein Buch, welches man an einem Sommernachmittag im Freibad liest, aber für Leser/-innen, die das Besondere suchen, ist es ein sehr unterhaltender und intelligenter Roman. Mir hat es sehr gut gefallen und es tendiert dazu, mein bisheriges Buch des Jahres zu werden. Tracy Guzeman werde ich mir ganz sicher merken und hoffe daher, noch weitere Bücher von ihr lesen zu können.

10 von 10 Punkten!

Verlag: Diana Verlag
Erschienen: 2013
Seiten: 480 
ISBN: 978-3-453-29148-5

S. Quinn - Devoted: Geheime Begierde von SONJA

Quelle: Goldmann
INHALT:
Die 22jährige Sophia ist begeistert. Sie hat ein Stipendium an der berühmten Schauspielschule "Ivy College" erhalten. Doch Freude und Begeisterung werden schnell von Verwirrung und Leidenschaft abgelöst, denn der Akademieleiter ist der arrogante, herrische, junge und attraktive Hollywoodstar Marc Blackwell. Schnell wird aus der Schüler Lehrer Beziehung mehr, doch ist dies erlaubt?

FAZIT:
Die Konstellation junger, arroganter, einflussreicher und sexuell erfahrener Supermann trifft auf kleine, unerfahrene und lernbegierige junge Frau ist ein Schema, dass viele Leser/innen inzwischen sofort mit Shades of Grey verbinden. Ich gebe zu, dass es einige Autoren gibt, die dies bewusst aussuchen, um auf der "Trendwelle" mit zu schwimmen. 

Doch gebe ich zu bedenken, wenn es in einem Erotikroman um Macht, Dominanz und Unterwerfung gehen soll, so ist dies, genau wie in einem normalen Liebesroman, in dem Mister Right auf die wundervolle Heldin trifft, das klassische Muster und meines Erachtens nicht verwerflich. Die Frage ist nur, schafft der Autor es, eine eigene spannende Geschichte mit entsprechenden Charakteren zu schildern?

Sophia hat mir sehr gut gefallen, sie weiß, dass sie Schauspielerin werden will, ist naturverbunden und ist einfach ein herzensguter sympathischer Mensch. Als sie mit Marc Blackwell, den mysteriösem Hollywoodstar konfrontiert wird, gerät sie ins Wanken, schafft es aber auch, bei ihm Zweifel und Begehren auszulösen.

Die Umgebung des Ivy College wird wunderbar geschildert und man hat gleich das Gefühl, in einem alten englischen Gemäuer zu sein. Dadurch fand ich manche Szenen auch ein bisschen romantisch. Die Mitschüler, die Familie und die beste Freundin von Sophia bieten Freundschaft, Hass und Intrige. Diesbezüglich wird wohl noch einiges auf uns Leser zu kommen.

Punktabzug gebe ich allerdings für die Erotikszenen, da sich Marc hier aus Dominanzgründen teilweise zurückzieht. Dies gibt er zwar gegen Ende aus inhaltlichen Gründen auf, aber ich finde dadurch leiden die Szenen.

Etwas unpassend finde ich den "deutschen" Titel "Devoted - Geheime Begierde", da hätte man doch eher beim Original "Ivy Lessons" bleiben sollen. Das wäre passender gewesen.

8 von 10 Punkten und ich bin bei Band 2 dabei! Lasst die Schulglocke und vieles mehr erklingen.


Verlag: Goldmann
erschienen: 2013
Seiten: 352
ISBN: 978-3442480357


Ana Veloso - Das Lied des Kolibris von SONJA

Quelle: Droemer Knaur
INHALT:
Die junge Haussklavin Lua hat ein Geheimnis, sie kann lesen und schreiben. Als eine alte Sklavin namens Imaculada sie bittet, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben und der junge und attraktive Sklave Ze auf die Plantage gebracht wird, kommt eine Verkettung an Ereignissen in den Gang. 

FAZIT:
Ich gebe zu, eigentlich wollte ich mich an dem Buch "Der Duft der Kaffeeblüte" versuchen. Leider war dies in der Bücherei gerade vergriffen, so dass ich zu diesem Buch der Autorin griff.

Die Sprache und die Schilderungen der Autorin haben mir gut gefallen und ließen sich gut "herunter" lesen. Man konnte sich bildlich das Herrenhaus, die Sklavenunterkunft und die Plantage vorstellen. Leider war mir der Handlungsstrang etwas zu sehr aufgefächert. 

Normalerweise gibt es ja bei historischen Romanen ein paar Hauptfiguren, deren Weg sich mehrfach kreuzen oder die sich an irgendeinem Ziel treffen und der Leser hat eine "Ahnung" wohin die Handlung führt. Irgendwie war mir das hier nicht so ganz eindeutig. Es gab so viele Haupt- und Nebenfiguren und das eigentliche "Ziel" war lange unklar, so dass ich die 528 Seiten als sehr schleppend empfand. Daher vergebe ich 6 von 10 Punkten, werde aber dennoch wie eigentlich geplant das Buch "Der Duft der Kaffeeblüte" demnächst lesen.

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2011
Seiten: 528
ISBN: 978-3426663349


Carly Phillips - Noch ein Kuss von SONJA


Quelle: Heyne

INHALT:
Carly steht kurz vor der Hochzeit. Doch soll dies nicht der schönste Tag im Leben voll mit Liebe und Leidenschaft sein? Für Carly nicht, denn so kann man Enttäuschung und Verrat vorbeugen. Bei den Hochzeitsvorbereitungen mit dem ehrgeizigen Anwalt Peter lernt Carly dessen attraktiven und vorlauten Bruder Mike kennen, der ihre Art zu Denken, ins Wanken bringt.

FAZIT:
Bei Liebesromanen ist ja häufig der männliche Part "beratungsresistent" und muss erst für die Liebe empfänglich gemacht werden. Hier ist es mal andersherum. Hier ist Carly, die Person, der die Liebe nahe gebracht werden muss. Dies fand ich auch mal sehr erfrischend und abwechlungsreich. Denn sie wirkt äußerst dickköpfig und störrisch dabei. Dadurch entstehen wundervolle Szenen mit Mike, die einen ordentlich schmunzeln lassen.

Die Gründe, die zu dieser Konstellation geführt haben, fand ich gut herausgearbeitet  so dass der Leser nicht einfach in eine feste Dreieckskonstellation geworfen wurde. Hier merkt man doch, das Carly Phillips mit zu den führenden Liebesromanautorinnen gehört. 

Leider fand ich das Buch etwas kurz geraten. Ein paar mehr Szenen zwischen Carly und Peter und dann mit Mike hätten es doch sein dürfen, so dass ich 8 von 10 Punkten vergebe.


Außerhalb der Wertung muss ich leider anführen, dass wohl die erste Fassung der ebook-Version entweder technische Fehler oder aber Übertragungsfehler enthält. Denn leider fehlen hier Wörter, Namen und Satzteile. Manchmal macht auch die Zeichensetzung keinen Sinn, so dass der Lesefluss doch erheblich gestört wurde. Man konnte sich doch alles zusammenreimen, dennoch fand ich dies ärgerlich.

An meinem Reader kann es auch nicht gelegen haben, da ich dies auf dem tolino shine, dem sony und dem Leseprogramm meines PCs ausprobiert habe. Inzwischen gibt es auf amazon eine Rezension einer Kundin, die Ähnliches mit ihrem Kindle festgestellt hat. Diese Rezension wurde auch schon kommentiert, so dass es damit schon 3 Leser sind, die diesen Mangel festgestellt haben. Des weiteren findet man auch in den Online-Leseproben ein paar Fehler.

Schade, da muss wohl noch einmal nachgebessert werden.


Verlag: Heyne
erschienen: 2013
Seiten: 304
ISBN: 978-3453409613



Lori Handeland - Wolfsfeuer von SONJA

Quelle: egmont lyx


INHALT:
Alexandra verspürt nur Rache bei ihrer Jagd nach Werwölfen, denn einst ermordeten Werwölfe ihre Eltern. Doch als sie die Frau des Alphawolfes Julian tötet, dreht dieser den Spieß um. Er verwandelt sie in einen Werwolf, um sie mit Schuldgefühlen zu quälen. Doch dann kommen noch andere Gefühle hinzu.

FAZIT:
Grandios! Die Autorin versteht ihr Handwerk. Dies ist nun der 9. Band der Night Creature Reihe und dieser ist packend vom Anfang bis zum Ende.

Dies gelingt der Autorin, in dem sie nun einmal ein paar friedliche Werwölfe kreiert, in deren Reihen ein Verräter existiert. Wie fühlt es sich an, keine körperlichen Einschränkungen zu haben? Nie mehr krank zu werden? Nicht zu altern? Freunde zu haben, die einige Jahrhunderte alt sind?

Diese Aspekte machen die Suche nach dem Bösewicht und die aufkeimende ungewollte Liebe zwischen Alex und Julian richtig interessant. Da Alex und Julian einander eigentlich nicht ausstehen können, fliegen hier verbal und auch körperlich die (Fell-)Fetzen. Hier kommt es teilweise zu spritzigen Dialogen und anderen feurigen Szenen.

Es ist sicherlich schwierig eine Reihe so lange interessant zu gestalten, aber hier war ich sehr positiv überrascht.

Der Bösewicht wurde tatsächlich erst im letzten Viertel durch eine kleine inhaltliche Finte deutlich, so dass man mitgefiebert hat. Daher vergebe ich 10 von 10 Punkte.

Die Vorbände sind kein unbedingtes Muss. Namen und bestimmte Handlungsstränge können auch aus den inhaltlichen Beschreibungen entnommen werden.


Verlag: egmont lyx
erschienen: 2012
Seiten: 368
ISBN: 978-3802587887


© Sonja Kochmann



Sonntag, 18. August 2013

Chris P. Rolls - Irgendwie Top von SINA

Quelle: Chris P. Rolls

Markus ist ein Jäger. Seine bevorzugte Beute: Männer, die er vernaschen kann. Keine feste Beziehung, Gefühle lässt er nicht zu. Eines Abends trifft er auf Alex. Markus ist fasziniert von ihm, doch merkt er bald, dass Alex genauso ist, wie er: ein Jäger. Doch Markus bekommt Alex nicht aus dem Kopf und will nur eins: Alex zu seiner Beute machen. Bis Gefühle ins Spiel kommen...

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und muss sagen, das „Irgendwie Top“ irgendwie Top ist. Die Geschichte hat mich schlichtweg umgehauen, was das gefühlsmäßige betrifft.

Doch muss ich gleich zu Anfang die Kritik loswerden, dass das Sprachliche diesmal sehr hart war und die Autorin das Wort „geil“ in mehrfacher Ausfertigung benutzt hat. Und das hat mich teilweise dann doch sehr gestört, gerade wenn Markus nachdenkt. Zu Anfang war dies noch in Ordnung, da Markus ja ein Jäger ist, der nichts anderes im Sinn hat als One-Night-Stands, aber später hinaus hat es mir einfach nicht mehr gefallen. Dieser harte Sprachstil hat mir das Lesen nicht einfach gemacht.

Trotzdem war es faszinierend zu lesen, wie sich Markus entwickelt, worüber er sich Gedanken macht und was er ändern will. Genauso auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Alex und Markus. Beide schleichen umeinander, wie mach anderer um den heißen Brei. Sie checken sich ab, sie wollen den jeweils anderen unterlegen machen und merken dabei nicht, dass sie dabei sind, sich ineinander zu verlieben. Für einen Jäger natürlich undenkbar.

Zwei Nebenfiguren (Tim und Mark) ist eine eigene Geschichte gewidmet (Irgendwie Anders). In „Irgendwie Top“ wird deren Geschichte aus Sicht von Markus geschildert. „Irgendie Anders“ habe ich noch nicht gelesen, bin jetzt aber neugierig geworden, weil ich Tim von seiner Art her einfach nur goldig finde.

Viele Charaktere im Buch haben eine eigene Geschichte gewidmet bekommen. Ich finde die Idee der Autorin, eine eigene kleine Welt mit verschiedenen Charakteren in eigenen Büchern zu schaffen, wunderbar gelungen.

Die Geschichte ist sehr von der erotischen Ausstrahlung und Anziehung von Markus und Alex geprägt, teilweise war es mir auch zu viel „Sex“, aber letztendlich geht es bei den beiden Hauptcharakteren auch nicht anders. Ihr ganzes Leben ist von Sex geprägt, sie sind dafür geboren.

Fazit:
Eine sehr erotische Geschichte mit hartem Sprachstil, aber trotzdem gefühlvollen Charakteren. 


Ich vergebe 9 von 10 Punkten.

Verlag: Selbstverlag
erschienen: 2013
Printseiten: 642
Format: mobi
ASIN: 978-3-426-63170-6

Bibliografie: Anna Koschka


01) Naschmarkt
02) Mohnschnecke


Quelle: Droemer Knaur


Quelle: Droemer Knaur


Homepage der Autorin

Es handelt sich um das Pseudonym von Claudia Toman.

Bibliografie: Christine Lehmann


Kynopolis
Der Masochist
Training mit dem Tod
Der Pferdekuss
Der Bernsteinfischer
Der Winterwanderer
Die Racheengel
Die Liebesdiebin
Harte Schule
Höhlenangst
Vergeltung am Degerloch
Gaisburger Schlachthof
Allmachtsdackel
Auf den Spuren der Liebe
Pferdekuss
Nachtkrater
Der Ruf des Kolibris
Mit Teufelsg’walt
Notorisch Nerz
Malefizkrott
Die Rose von Arabien
Totensteige
Eukalyptusmond 


Quelle: Carlsen
Quelle: Carlsen