Mittwoch, 29. Januar 2014

Jan Anderson: Hilfe, mein Kaktus hat Herpes! von CORINNA

Quelle: blanvalet
INHALT:
Das Internet bietet viele Plattformen, in denen persönliche Fragen und Interessen besprochen werden können. Was dabei herauskommt ist teilweise skurril, sehr oft witzig und unterhaltend.
So werden in diesem Buch nicht nur Themen wie „Hilfe, mein Kaktus hat Herpes!“ im O-Ton diskutiert, sondern noch viele andere Bereiche.



Ich selber muss gestehen, das Buch „Hilfe, mein Kaktus hat Herpes!“, hat mich nicht nur durch seinen lustigen Titel, sondern auch durch sein quietschbuntes und lustiges Design, neugierig gemacht.
Zusätzlich lese ich immer wieder gerne diese Bücher, die mit O-Tönen geschrieben wurden und über die man sich wirklich kringelig lachen kann. Sei es, dass ein Autor Gespräche belauscht und diese niederschreibt, oder wie in eben diesem Buch, Fragen und Antworten aus dem Internet veröffentlicht.

Der Autor Jan Anderson hat dieses Buch in verschiedene Themen unterteilt. So geht es mal um die „lieben“ Nachbarn, um Haustiere, die Liebe, Pflanzen, Autos, Familie und Styling.
Jedes Thema wird durch eine kurze Einführung des Autors gestartet und teilweise auch unterbrochen. Dies geschieht jedes Mal flüssig, teilweise sarkastisch und immer recht unterhaltend.

Auch ich hatte so manches Mal ein dickes Grinsen im Gesicht, denn es wundert dann doch schon, was für Fragen die Menschen haben und welche sie dann auch im Internet (öffentlich!) besprechen möchten.
Und trotzdem war dieses Buch, für mich, ein Auf und Ab. Denn sicher, ich habe schon ab und an sehr gelacht, dann gab es aber auch wieder Seiten, die ich einfach nur langweilig und belanglos fand.
Denn bei bestimmten Beiträgen hätte ich mir durchaus einen bissigen Kommentar des Autors gewünscht, um ein wenig mehr Schwung in das Geschriebene zu bringen.

So ist dieses Buch eine gute Mischung, von der man nicht immer die beste Unterhaltung erwarten darf, aber wenn ein Knaller dabei ist, dann hat man auch wirklich Spaß beim Lesen.

Mein Fazit:
„Hilfe, mein Kaktus hat Herpes!“ von Jan Anderson ist ein stellenweise unterhaltsames Buch, das durchaus seine Längen hat.
Ich selber habe in diesem Bereich schon bessere Bücher gelesen, würde es Fans aber durchaus zum Testen empfehlen.

5 von 10 Punkten!


Verlag: blanvalet
Erschienen: 2014
Seiten: 208
ISBN: 978-3-442-38235-4
ISBN eBook: 978-3-641-11102-1


s.a. Bibliografie von Jan Anderson   

Bibliografie: Jan Anderson

Der Autor Jan Anderson wurde 1974 in Schleswig-Holstein geboren. Nachdem er im elterlichen Fischereibetrieb gearbeitet hatte, studierte er in Helsinki  Kommunikationswissenschaften.
Jan Anderson lebt heute in Dithmarschen.

 

Bisher erschienene Bücher:

- Hilfe, mein Kaktus hat Herpes!

Quelle: blanvalet

Dienstag, 28. Januar 2014

Suzanne Young - Du.Wirst.Vergessen (01) von SINA

Quelle: Blanvalet

Eine Selbstmord-Epidemie scheint unter den Jugendlichen ausgebrochen zu sein. Die Regierung hat dagegen das „Programm“ ins Leben gerufen. Gefährdete Jugendliche werden aufgenommen und ihre Erinnerungen gelöscht. Sloane verschließt ihre Gefühle vor der Außenwelt, damit sie nicht als gefährdet eingestuft wird. Sie und ihr Freund James stützen sich gegenseitig. Doch dann begeht ihr bester Freund Miller Selbstmord und James bricht zusammen. Er wird in das „Programm“ geholt und Sloane weiß, dass er niemals wieder so sein wird, wie er war. Und sie selbst auch nicht mehr....

Suzanne Young hat mich positiv überrascht. Es ist schwer, eine Dystopie zu schreiben, die sich durch ihren Inhalt von anderen unterscheidet. Der Autorin ist dies jedoch gelungen.

Die Autorin hat sich einem schweren Thema gewidmet. Selbstmord, Depressionen und das Auslöschen von Erinnerungen. Warum es zu einer Selbstmord-Epidemie kommt bzw. was der Auslöser dafür war, wird nicht beschrieben. Man macht sich Gedanken über das Wieso.

Sloane ist eigentlich ein ganz normaler, junger Teenager, der durch unglückliche Schicksalsschläge in eine Depression getrieben wird. Nur durch ihren Freund James hält sie sich aufrecht. Aber sie ist auch James eine große Stütze. Gemeinsam versuchen sie ihr Leben zu meistern.

Durch die realistische Beschreibung konnte ich mich sehr gut in Sloane, aus deren Sicht die Story beschrieben wird, hineinversetzen. Sie ist eine sehr emotionale Person und man merkt, dass es der Autorin auch darum geht, Emotionen in eine hohe Position zu heben. Denn letztendlich geht es darum, dass Gefühle nicht öffentlich zur Schau gestellt werden dürfen, schon gar nicht, wenn sie eher negativ sind. Trauer, Missmut, Wut oder einfach mal schlechte Laune könnte ja gleich dazu führen, in eine Depression zu verfallen.

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Der Erste ist eine Art Vorgeschichte, um Sloane und James kennenzulernen. Im zweiten Part geht es um das Programm und der dritte Teil handelt von Sloane und ihrem Weg als Rückkehrer zurück in ein normales Leben.

Durch die meist düstere Stimmung im Buch bekommt man fast keine Erholungsphase und dies war auch das einzige, was mich gestört hat.

Das Ende beinhaltet keinen Cliffhanger, trotzdem sind einige Fragen offen.

Die Reihe ist als Dilogie angelegt. Der zweite Teil erscheint im Englischen im April 2014 unter dem Namen „The Treatment“.

Fazit:
Düster, emotionsgeladen und überraschend gut.

8 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Format: ebook
Printseiten: 448
ISBN: 978-3-641-09629-8


Montag, 27. Januar 2014

Tana French: Totengleich von CORINNA

Quelle: Fischer Verlage
INHALT:
Sie sieht aus wie ich!

Als Cassie Maddox zu einem Tatort gerufen wird, ahnt sie nicht, dass sie dem Mordopfer bis aufs Haar gleicht.
Und nicht nur das, sofort stellt sich ihr die Frage, auf wen es der Täter abgesehen hat. Denn die ermordete Frau gleicht Cassie nicht nur, nein, sie lebt auch mit ihrer vor Jahren erfundenen Identität. Damals ermittelte sie als Alexandra J. Maddison und eben diese Identität schnappte sich das Opfer nach der Stilllegung.
Ganz klar, dass Cassie zurück in die Rolle muss, um hier zu ermitteln. Schließlich schwebt auch sie in Gefahr...



Von Tana French hatte ich im Vorfeld schon einiges gehört. So gab es nach ihrem ersten Buch „Grabesgrün“ einige Fans, aber auch viele Leute, denen das Buch nicht gefallen hat.
Ich selber kenne diesen ersten Fall für Cassie Maddox nicht und bin mit „Totengleich“ sofort bei Band 2 eingestiegen.

Hier noch einmal die richtige Reihenfolge:

    1) Grabesgrün
    2) Totengleich
    3) Sterbenskalt
    4) Schattenstill

Auch wenn ich, wie schon gesagt, den Vorgänger nicht kenne, kam ich wunderbar in das Buch hinein. Tana French hat, so glaube ich, alles wichtige noch einmal beschrieben, zeitgleich aber so viel offen gelassen, dass ich persönlich sehr gerne noch „Grabesgrün“ lesen würde.

Aber zum Buch „Totengleich“... der Plot bietet ja schon einmal viele Möglichkeiten und auch die Seitenzahl von 784, verspricht eine spannende und verzwickte Geschichte.

Und doch war das Buch so anders, als ich es erwartet hatte. Natürlich gab es spannende Momente, aber sie waren nicht so packend, wie ich es im Vorfeld vermutete.
Insgesamt wird auch schnell klar, dass Tana French sich sehr viel Zeit in ihrem Buch nimmt. Sie beschreibt halt sehr genau die Umgebung, hält Dialoge über viele Seiten (!) und als Leser/-in hat man jegliche Szenen ganz genau vor Augen.
Dies ist natürlich perfekt, aber zeitgleich auch so, dass ich es ein wenig schwer hatte in das Buch zu finden. Denn es dauert schon ca. 200 Seiten, bis Cassie im Fall ist und dann auch ermittelt.
Dies war für mich, gleich zu Beginn, etwas zu lang.

Aber ab dann macht der Thriller Spaß. Cassie ist sehr sympathisch, zeitgleich ist das was dann passiert aber auch voller Nervenkitzel und es steht immer die Frage im Raum, wer der Täter ist.
Ich hatte permanent neue Verdächtige, habe aber mit dem Ausgang des Buches in dieser Form nicht gerechnet. Und ich würde lügen, wenn ich schreiben würde, dass dieses Ende mich nicht berührt. Ganz im Gegenteil, ich hänge dem Buch noch ein wenig nach und hätte mir, wenn ich einen Wunsch frei haben würde, für einige Personen ein etwas anderes Ende ersehnt.
Wobei es hier ja ein durchaus logischer Verlauf ist und gerade das ist ja auch das Schöne, die Leser werden immer mal wieder überrascht.

Zu dem Ende möchte ich noch anmerken, dass es Ähnlichkeiten mit dem Anfang hatte. Tana French hat auch hier einen langen Anlauf genommen und ist dann sehr ausführlich zu der Auflösung gekommen. Manchmal ist weniger mehr, zumindest für mich.

Trotz dieser kleinen Bemängelungen, möchte ich aber dennoch die weiteren Bücher von Tana French lesen, denn der größte Teil dieses Buches war einfach nur gut.

Mein Fazit:
„Totengleich“ ist ein Thriller, der nicht mal eben gelesen wird. Schließlich mag Tana French es,den Lesern ausführliche Dialoge und Handlungen zu bieten.
Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen und ich habe mich hier über einen komplett anderen Verlauf gefreut, den ich zu Beginn so nicht erwartet hatte.

7 von 10 Punkten!

Verlag: Fischer
Erschienen: 2010
Seiten: 784
ISBN: 978-3-596-17543-7
ISBN eBook: 978-3-10-400105-0



s.a. Bibliografie Tana French

Sonntag, 26. Januar 2014

Anjali Banerjee - Die Bücherflüsterin von SINA

Quelle: Blanvalet
Jasmines Ehemann hat sie mit einer anderen betrogen. Nun versucht Jasmine sich ein neues Leben aufzubauen – alleine. Als ihre Tante Ruma sie bittet, für einen Monat ihren Buchladen zu übernehmen, da sie in Indien etwas dringendes zu erledigen hat, sagt Jasmine zu. Was sie jedoch für einen leichten Job hält, ist gar nicht so einfach wie gedacht. Und dann passieren auch noch merkwürdige Dinge und Jasmine sieht Menschen, die kurz darauf wieder verschwinden. Und sie lernt Dr. Connor Hunt kennen. Aber eigentlich wollte Jasmine keinen Mann mehr. Doch Connor ist nicht das, was er zu sein scheint.

Der Klappentext des Buches hat mich angesprochen: ein Buchladen und geheimnisvolle Dinge. Meine Erwartungen waren nicht hoch, wurden dann jedoch mit einer bezaubernden Geschichte belohnt.

Die Hauptcharaktere Jasmine ist eine ehrgeizige junge Frau, die von ihrem Ex-Mann betrogen wurde und nun sehr darunter leidet. Zeitweise versinkt sie in ihrem Selbstmitleid, doch versucht sie auch, alles etwas rational anzugehen und von vorne anzufangen. Nur von Männern hat sie die Schnauze voll.
Zu Büchern hat sie kein enges Verhältnis, jedoch ändert sich dies sehr schnell.

„Ein Buch ist keine gewöhnliche Ware. Bücher enthalten unsere Kultur, unsere Vergangenheit, andere Welten und sind das Mittel gegen Traurigkeit.“

Dieses Zitat hat mir sehr gut gefallen und wollte ich unbedingt in meiner Rezension miteinbauen. Denn diese zwei Sätze sprechen mir aus dem Herzen.

Die Autorin Anjalie Banerjee hat einen wunderbar leichten Schreibstil. Man fliegt förmlich durch das Buch.
Es muss einem klar sein, dass einem keine hochtrabende Literatur erwartet, auch wenn ständig solche erwähnt wird.

Trotzdem geht von dem Buch ein kleiner Zauber aus und man genießt die Liebesgeschichte, die eigentlich gar keine richtige ist und wünscht sich, das Jasmine einfach nur glücklich wird.

Die kurzen Erwähnungen über Indien machen Lust, das Land kennenzulernen. Vielleicht sollte ich in Jasmines Buchladen mal selbt nach einem Reiseführer über Indien stöbern.

Fazit:
Eine liebenswerte Geschichte über Liebe und Bücher, der ich dafür 6 von 10 Punkten gebe.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2011
Printseiten: 320
Format: ebook
ISBN: 978-3-641-06542-3

s. a. Bibliografie Anjali Banerjee

Bibliografie Anjali Banerjee

Die Bücherflüsterin

Quelle: Blanvalet

Die Traumsucherin

Quelle: Blanvalet

Samstag, 25. Januar 2014

George R. R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer: Sturm der Schwerter (05) von SINA

Quelle: Blanvalet
Der Bürgerkrieg tobt, die Intrigen gehen weiter, das Spiel um den Thron ist noch lange nicht fertig. König Joffrey versucht, den Thron zu halten. Hier hat er Hilfe von seinem Großvater und seiner Mutter. Robb Stark hofft auf die Hilfe seiner Verbündeten, um König des Nordens zu bleiben. Und Daenerys will sich die Krone zurückerobern. Dafür kauft sie sich eine Armee von Unbefleckten, die keine Schmerzen kennen.

Der fünfte Teil ist grausamer und gleichzeitig emotionaler als seine Vorgänger. Gerade durch die wechselnden Perspektiven der einzelnen Kapitel – jedes Kapitel wird aus Sicht einer anderen Figur erzählt – bekommt man einen guten Einblick in die Gefühle und Gedanken der einzelnen Charaktere.

So hat mich diesmal Jaime positiv mit seinen Gedanken überrascht. Fast wächst er einem ans Herz, wenn nicht doch immer wieder das Schlechte überwiegen würde.
Meine Lieblinge sind jedoch immer noch Tyrion Lennister, Jon Schnee und Daenerys Targaryen.
Jon und Daenerys entwickeln sich zu zwei sehr selbständigen Personen. Dany wird sehr selbstständig, während Jon sein Ehrgefühl entdeckt.

Viele Kämpfe werden ausgefochten und diese auch im Detail beschrieben. Und diese Detailtreue zeigt sich auch bei anderen Dingen. Kleider, Landschaften, Emotionen – gerade dies ist mir wieder positiv aufgefallen.

Faszinierend finde ich, dass der Autor bei den gefühlt 1000 verschiedenen Namen nicht den Überblick verliert. Seine Notizen über die einzelnen Personen müssen allein ein paar Bücher füllen.

Besonders erwähnenswert ist in diesem Band Samwell Tarly, ein Mann der Nachtwache. Er stellt sich seinen Ängsten – von denen er nicht wenige hat. Durch gewissen Umstände muss er Mut beweisen und wird so zu meinem persönlichen Helden. Hier bin ich gespannt, wie es mit ihm in den Folgebänden weitergeht.

Fazit:
Die Reihe wird einfach immer besser.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2010
Printseiten: 768
Format: ebook
ISBN: 978-3-641-04718-4

Freitag, 24. Januar 2014

Gena Showalter - Alice im Zombieland (01) von SINA

Quelle: Darkiss
Alice und ihre Schwester Emma dürfen nach Anbruch der Dunkelheit nicht das Haus verlassen. Ihr Vater verbietet es, denn er sagt, es seien Monster unterwegs und diese haben nur Töten im Sinn. Alice glaubt ihrem Vater nicht und tut ihn als liebenswerten Spinner ab, sehnt sich aber nach einem normalen Leben mit Partys, Dates und Freunden. Als sie ihre Eltern an ihrem 16. Geburtstag drängt, das Haus zu verlassen, geschieht für Alice das Unvorhersehbare. Sie haben ein Autounfall. Doch was sie kurz nach dem Unfall sieht, raubt ihr den Atem – und die Familie.

Was sich verheißungsvoll anhört – gerade in Zeiten von Serien wie The Walking Dead oder Filmen wie World War Z – hat mich leider nicht überzeugen können.
Die Idee, sich ein Märchen wie Alice im Wunderland als Beispiel zu nehmen, ein paar Zombies hinzuzufügen und mit einer kleinen Liebesgeschichte zu vermischen, fand ich sehr interessant. Nur die Umsetzung war nicht gelungen.
Die Parallelen zu Alice im Wunderland konnte ich ziehen. Es finden sich das Kaninchen mit der Uhr, viele Geheimnisse und Kuriositäten und eine böse Königin in Form einer gierigen Firma, die sich die Zombies zu Nutze machen will.

Der Hauptcharakter Alice war mir jedoch von Anfang an nicht sympathisch, ihre Versuche, sarkastisch zu wirken, schlugen fehl und ihre Neugier hat sie mehrmals in unnötige Gefahr gebracht.

Cole, ein Zombiejäger, wirkt auf Alice unwiderstehlich. Ich fand ihn jedoch sehr arrogant. Seine zu Anfang zögerlichen Auskünfte werden zwar immer mehr, sind jedoch nicht sehr aussagekräftig und er ist mir manchmal zu besorgt um Alice.

Wie es zu den Zombies kam, wird zwar erklärt, jedoch nicht ausführlich genug. Man muss sich viel dazu denken.

Zeitweise hat mich das Buch an eine Mischung aus den Filmen Zombieland und Resident Evil erinnert.

Fazit:
Die Grundidee hat mir gefallen, die Umsetzung jedoch nicht. Ich hoffe, dass im zweiten Teil einige Fragen näher geklärt werden und Alice sowie ihre Freunde sympathischer rüberkommen.

Ich vergebe 4 von 10 Punkten.

Verlag: Darkiss
erschienen: 2014
Printseiten: 416
Format: ebook
ISBN: 978-3-86278-905-4


S. Quinn - Devoted: Verbotene Leidenschaft von SONJA


Quelle: Goldmann

INHALT:
Nachdem Sophia und Marc von Paparazzis fotografiert wurden, beschließen beide ihre Beziehung öffentlich zu machen. Doch dies birgt ungeahnte Gefahren. Ein fieser Journalist macht Jagd auf die beiden und Marc versucht die Situation und damit auch Sophia zu kontrollieren und zu dominieren. Während Sophia dies beim Sex interessant und aufregend findet, will sie jedoch selbst ihr Leben in die Hand nehmen.

FAZIT:
Momentan schießen ja die Trilogien mit Liebe, Sex und Dominanz wie Pilze aus dem Boden. Da etwas Neues oder Interessantes zu finden ist schwer. Bei diesem Duo muss ich einfach sagen: Ich bin begeistert! Die Mischung aus Liebe, Sex und Hollywood ist wirklich gelungen.

Ein Schauspielstar mit dunklen Geheimnissen, dessen Herz von einer blutjungen aufstrebenden Schauspielschülerin mit Dickkopf geheilt werden muss, bietet genug Stoff um drei Teile auszufüllen.

Die Steigerung vom ersten Band (Devoted – Geheime Begierde) zu diesem Band ist gelungen und lässt den Leser mitfiebern. So kann man sich das Leben eines Schauspielers durchaus vorstellen. Denn hier läuft trotz Geld und Beziehungen nicht alles glatt.

Auch die Nebenfiguren sind hier gut gelungen, so gibt es hier natürlich ein Biest, was eigentlich gar nicht aus ihrer Haut kann und zwei verlässliche Freunde, die …. Mehr verrate ich hier nicht. Lest selbst, aber seid auf einen ordentlichen Cliffhanger gefasst. Ich freue mich schon auf Band drei (Devoted – Gefährliches Verlangen) der im März 2014 erscheint.

10 von 10 Punkten.


Verlag: Goldmann
erschienen: 2013
Seiten: 320
ISBN: 978-3442480401


Sonntag, 19. Januar 2014

Bibliografie: Tana French

Cassie-Maddox-Reihe:

1) Grabesgrün
2) Totengleich
3) Sterbenskalt
4) Schattenstill

Quelle: Fischer Verlage
Quelle: Fischer Verlage
Quelle: Fischer Verlage
Quelle: Fischer Verlage

Zur Autorenseite von Tana French

Samstag, 18. Januar 2014

Martina Rosenberg - Mutter, wann stirbst du endlich von SONJA


Quelle: Blanvalet

INHALT:
Die Autorin berichtet vom Zerfall eines normalen Familienalltages: Durch eine Demenzerkrankung, Depressionen und einem Schlaganfall werden beide Eltern zum Pflegefall und damit zur Zerreißprobe für sie als Tochter, Schwester, Mutter und Ehefrau.

FAZIT:
Dies ist kein Buch, zu dem man zur Unterhaltung greift. Denn das Thema ist nicht gesellschaftsfähig. Man redet nicht bei Kaffee und Kuchen über das Alter, die Erkrankungen, Pflegebedürftigkeit und den Tod. Dies macht es auch für Betroffene so schwer. Denn Verständnis und Unterstützung muss man sich suchen und bekommt es nicht einfach angeboten.

Warum ich dieses Buch freiwillig gelesen habe? Ich bin betroffen. Beide Elternteile. Inzwischen habe herausgefunden, dass es so nicht weitergehen kann. Ich habe bereits einiges an Hilfe und Unterstützung gefunden und habe - trotz des schlechten Gewissens - zu diesem Buchtitel gegriffen. Denn irgendwie fühlt man sich nicht gut dabei, so etwas über die eigenen Eltern zu denken.

Die offene Schreibweise der Autorin sorgte beim Lesen dafür, dass ich mich schnell mit ihr verbunden fühlte. Es waren in den ersten Kapiteln noch fast lustige Situationen, in denen die Eltern Dinge eingefordert haben, die sich bei mir genauso abgespielt haben. Leider werden diese Situationen zu "Krafträubern". Nettigkeiten verschwinden. Es wird nur noch kritisiert oder sogar die eigene Tochter gegenüber Fremden schlecht gemacht.

Es ist erstaunlich, dass sich bei den identischen Krankheitsbildern die gleichen Situationen ergeben, die die Pflegenden "kaputt machen". Wie schrieb die Autorin so passend: Welches Recht haben Eltern dazu?

Dieses Buch hilft zu verstehen, dass es Erkrankungen gibt, bei der der Erkrankte sich selbst isoliert, keine Hilfe von Externen wie z. B. einem Pflegedienst oder einer Haushaltshilfe annehmen will und schließlich Situationen erfindet bzw. hervorruft, um im Mittelpunkt zu stehen.

Krankenversicherungen, Behörden und Ärzte sorgen für zusätzliche Belastungen mit Tonnen an Formularen, Gutachten und Fristen.

Der Pflegende wird ausgenutzt und seine Tätigkeit als selbstverständlich empfunden - vom Erkrankten und vom Umfeld -. Wenn dieser dann gesundheitliche Einbußen erfährt, ist es fast zu spät, um auf Distanz zu gehen.

Die Autorin schrieb u.a., dass sie ihre Eltern durch die Krankheit bereits vor einiger Zeit verlassen haben. Diese Erkenntnis ist schwer zu bekommen. Daher empfehle ich dieses Buch allen, die ein oder zwei pflegebedürftige Eltern oder nahe Verwandte haben. 10 von 10 Punkte für diese mutige Unterstützung in Buchform.


Verlag: Blanvalet:
erschienen: 2012
Seiten: 256
ISBN: 978-3764504687


Bibliografie: Martina Rosenberg


Mutter, wann stirbst du endlich?: Wenn die Pflege der kranken Eltern zur Zerreißprobe wird
Anklage: Sterbehilfe

Quelle: Blanvalet

Kristina Ohlsson - Tausendschön von SONJA

Quelle: Limes

Quelle: Blanvalet


INHALT:
Mittsommer. Auf einer Wiese mit Blumen wird ein junges Mädchen vergewaltigt. Jahre später stirbt ein Ausländer bei einem Unfall mit Fahrerflucht und ein Pfarrer und seine Frau sterben. Viele Geheimnisse und Rätsel für das Team um Alex Recht und Fedrika Bergman.

FAZIT:
Nach der Lesung mit Kristina Ohlsson habe ich mich ja sofort an den ersten Band Aschenputtel gemacht. Während ich im ersten Band noch kritisiert habe, dass mir die Einführung der Charaktere zu lange gedauert hat, fand ich mich in diesem Band recht schnell "im Team zurecht".

Die Thrillerhandlung ist scheinbar verworren und verzwickt. Doch die Autorin schafft es geschickt, die einzelnen Puzzlestückchen, die das große Ganze ergeben, in einzelnen Schachteln zu verstecken. Hier und da wird ein Deckel geöffnet und es findet sich eine neue Schachtel oder ein Puzzelteil.

Grandios. Ich habe mich die 480 Seiten (Taschenbuchausgabe) nicht eine Seite gelangweilt. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass es einigen Lesern auch schwer fallen könnte, diesen verschachtelten und verwobenen Handlungssträngen zu folgen.

Das Thema Asylanten und Rassismus ist brisant und aktuell. Dies in einen Thriller einzuarbeiten, mag ordentlich Recherche und auch Mut gekostet haben. 

Die kreierten Charaktere müssen durch Hochs und Tiefs, so dass ich auf den dritten Band Tausendschön bereits gespannt bin. Ich empfehle, aufgrund der Weiterentwicklung der Charaktere, die richtige Reihenfolge einzuhalten. 8 von 10 Punkten.

gebundene Ausgabe:
Verlag: Limes
erschienen: 2012
Seiten: 464
ISBN: 978-3809025924

Taschenbuchausgabe:
Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Seiten: 480
ISBN: 978-3442375813
© Sonja Kochmann



Linda Lael Miller - Big Sky Country: Das weite Land von SONJA


Quelle: Mira Taschenbuch


INHALT:
Parable ist ein kleines Örtchen in Montana. Hier geht es friedlich zu: Bis das persönliche Chaos für Sheriff Slade Barlow ausbricht: Er erbt die Hälfte einer riesigen Farm, obwohl ihn sein Vater zu Lebzeiten nie anerkannt hat. Sein Halbbruder Hutch hasst ihn dafür. Dessen Exfreundin Joslyn kehr dafür nach Parable zurück und verdreht ihm den Kopf. Als Sahnehäubchen wird seine pubertierende Stieftochter den Sommer bei ihm verbringen.

FAZIT:
Die Autorin schafft es hervorragend eine moderne Cowboygeschichte in eine kleine niedliche amerikanische Kleinstadt zu verlegen.

Kleine amerikanische Kleinstädte gibt es ja in den Liebesromanreihen einige, denn hier gibt es immer schrullige Figuren, Intrigen, Hass, Versöhnung und die Liiiiiiiiiiiiiiiiiiebe.

Dies war mein erstes Buch von Linda Lael Miller, obwohl ich mit Erschrecken feststellen musste, dass es bereits unzählige Bücher von ihr gibt. Doch nach Abschluss dieses Buches freue ich mich darauf, diese alle zu lesen.

Die Harmonie von Slade und Joslyn hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte dreht sich nicht allein um "das Zusammenbringen der Figuren", sondern auch Lösungen für die kleinen Problempäckchen der Protagonisten zu finden. Diese fand ich sehr gelungen, werde aber an dieser Stelle nicht mehr verraten.

Die Nebenfiguren wie z.B. Slades Mutter, seine Haushälterin, seine Stieftochter oder der verrückte Landstreicher ließen mich teilweise ordentlich auflachen. Auch zeigten sich hier und da Personen mit gebrochenen Herzen, die sich demnächst mit Sicherheit heilen lassen.

Auf den Folgeband "Big Sky Mountain - Berg der Sehnsucht" freue ich mich schon. Denn Kendra und Hutch haben wirklich ein eigenes Buch verdient.

10 von 10 Punkten für diese moderne Liebesgeschichte. (Für Fans von McLeods Töchtern ein MUSS.)

Verlag: Mira Taschenbuch
erschienen: 2013
Seiten: 348
ISBN: 978-3862787432


Interview: Anna Koschka


Quelle: Droemer Knaur
Quelle: Droemer Knaur

Nachdem ich letztes Jahr Naschmarkt gelesen habe, war ich schwer begeistert und musste unbedingt Mohnschnecke lesen. Da die Autorin Anna Koschka (Claudia Toman) genau wie ihre Heldin im Netz präsent ist, ergab sich ein netter Kontakt und ich hatte Gelegenheit einige Fragen zu stellen.


Peter Bosch


Woher kam die Idee für Dotti?

In meiner Singlezeit habe ich selbst einige Flirtplattformen im Internet getestet und dabei gemerkt, dass ich die Angelegenheit nicht so richtig ernst nehmen konnte. Diese ironische Energie habe ich für Blogartikel genutzt, in denen ich meine skurrilen Erfahrungen mit Parship, Friedscout&Co beschrieben habe. Und meine Lektorin hat den Blog gelesen und mir eine E-Mail geschickt. „Könnte man daraus nicht einen Roman machen?“ So habe ich angefangen, darüber nachzudenken, und mir war schnell klar, dass die Hauptfigur jemand sein musste, der gerne Single war und dem Thema Dating, Partnervermittlung und Flirten so kritisch wie ich gegenüberstand. Ein waschechtes Mauerblümchen eben. 
J Nachzulesen sind diese Ur-Blogartikel übrigens noch unter: 


Dotti nutzt Facebook, Twitter, Instagram und Co.: Nutzen Sie diese multimedialen Foren auch?

Sehr viel. Facebook mittlerweile am meisten. Aber untereinander vernetzt alle drei. Dotti hat ja auch einen Twitter-Account, der wiederum von der Facebook-Seite des Mauerblümchenclubs Input bekommt. Und auch den Instagram-Account vom @mohnschnecke55 gibt es. In meinen Büchern finden sich selten Links, Adressen oder Accounts, die ins Leere führen. ;-)

In Naschmarkt und Mohnschnecke wird auf eine Vielzahl an Personen und Szenen aus Büchern, Serien, und Filmen verwiesen. Wie haben Sie es geschafft, dies alles zusammen zu tragen? Wie verläuft ein Arbeitstag bei Ihnen?
Wichtigster Punkt ist, dass ich quasi in Büchern, Serien und Filmen lebe. Fiktive Geschichten waren immer schon mein Zuhause, da kenne ich viel, weiß ich viel und fühle mich sicher. Wobei ich mich trotz allem nicht als Nerd bezeichnen würde, weil ich erstens sehr, sehr „mainstreamig“ unterwegs bin und mir zweitens meist das Hintergrundwissen fehlt. Und weil mir die Story wichtiger ist als wer Autor, Regisseur, Schauspieler, Kameraleute sind, welche Sprachen man erlernen kann und wie alles entstanden ist. Mein Tagesablauf: Aufstehen, den Tag restlos vertrödeln, mit lesen, fernsehen, essen und dann nachts wie ein Vampir munter werden und schreiben. Bis auf die Tage, wo ich Kinder durch Schloss Schönbrunn führe, mit meinen Freunden Ufos oder Werwölfe jage, nach Hogwarts reise oder einen Roadtrip mit Katze unternehme ...

Mohnschnecke enthält viele leckere Rezepte. Woher stammen diese und haben Sie die auch ausprobiert?

Ich bin ja leider die untalentierteste Köchin und Bäckerin aller Zeiten. Die Rezepte stammen aus Kochbüchern und dem Internet, immer auf Basis von „Omas Geheimtipps“, weil ich authentisch böhmische Süßspeisen mit dem gewissen Etwas wollte. Powidltascherln, Buchteln, Kaiserschmarrn, Liwanzen … Kindheitserinnerungen. Meine Lektorin sagt, man kann sie auch gut nachbacken. Und wenn sie das sagt, dann glaub ich es ihr, sie kann nämlich backen.

Wie kam es zum Pseudonym „Anna Koschka“?





Ich durfte mir ja selbst einen Namen geben, was an sich schon ein aufregendes Erlebnis war. Und weil ich einen Namen wollte, der etwas mit mir zu tun hat und ich immer schon die Katze oder das Kätzchen war, seit ich denken kann, habe ich nach der Katze in anderen Sprachen gesucht. Und das russische Koschka war sofort der richtige Name. Anna wiederum war der Name meiner Großtante väterlicherseits, die ein hinreißendes Mauerblümchen war und als Vorlage für meine Figur Annili gedient hat.

Was hat es mit „Steampunktussi“ auf sich?

Das ist ein Projekt in Zusammenarbeit mit meiner Autorenkollegin Victoria Schlederer. Beide sind wir große Steampunk-Fans und üben uns in der DIY-Kunst. Ich bastle Schmuck aus Heißkleber und Victoria näht. Es tut gut, etwas mit den Händen zu machen, wenn man sonst bloß im Kopf Dinge baut.

Auf der Autorenseite von Diana wird auf Tätigkeiten in Wien, Tokyo und Tel Aviv hingewiesen. Welche Stadt ist Ihrer Meinung nach die vielseitigste Stadt und warum?

Ich muss ja eigentlich Wien sagen, nicht wahr? Wien ist mein Zuhause, und wenn es um Vielfalt geht, hat Wien einiges zu bieten. Kulturen, Geschichte, Offenheit, Eigenheit, Kunst, Kultur. Aber sowohl Tokyo als auch Tel Aviv werden für mich immer Traumstädte sein. Tokyo noch mehr. Tokyo ist irre, nicht eine Stadt, sondern ganz viele, voll von bunten, lauten, blinkenden Ecken. Und Getränkeautomaten überall. Ich vermisse die Getränkeautomaten. Heißer Tee mit Milch in der Dose aus dem Automaten. Fußgängerampeln mit Musikuntermalung. Erhöhte Cholesterinwerte. Das ist Tokyo.

Gibt es bei Ihnen auch eine Katze, die Ihren Alltag durcheinander bringt?

Oh ja, eine waschechte Madame, Madame Grisou La Belle (siehe Autorenfoto), kurz Sushi genannt. Madame kam vor 8 Jahren als Scheidungswaise zu mir, zusammen mit Neko, dem Dicken. Leider mögen die beiden sich nicht, deshalb lebt Neko bei meinem Vater, wurde aber in Naschmarkt und Mohnschnecke als Dottis Kater verewigt.

Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?

Kurz und bündig: Stephen King.


Was ist Ihr Lieblingsbuch?

Es gibt drei, die etwa gleichbedeutend für mich sind. Stephen Kings „Es“, J.R.R Tolkiens „Herr der Ringe“ und J. K. Rowlings „Harry Potter“. Ich habe sie alle mehrfach gelesen, stand für Harry Potter mehrmals mitternachts in der englischen Buchhandlung Schlange, habe alle Filme gesehen, geliebt, besitze diverse Fanartikel und mein Kindle heißt Bill Denbrough. Noch Fragen? Ich sagte doch: Ich liebe Mainstream. 
J 

Haben Sie neben dem Schreiben noch Hobbys?

Viel zu viele. Bücher natürlich. Aber auch Filme. Jedes Jahr um die Oscarverleihung herum laufe ich exzessiv ins Kino, um alle nominierten Filme zu sehen und sitze dann bei der nächtlichen Liveübertragung im Burg-Kino und versuche, die Oscar-Wette zu gewinnen. Im Winter überkommt mich meist ein Handarbeitsrausch, dann stricke und häkle ich Wollschals. Theater natürlich auch, und Musik. Dreimal im Jahr muss ich nach London, um die Städtereise- und Musicalsucht zu befriedigen. Ich schaue Castingshows, Reality-Soaps, bin ein Serienjunkie, liebe Spieleabende mit Freunden, Dominion, Black Stories, Werwölfe, Tabu, singe leidenschaftlich gern Karaoke, gehe im Winter schifahren, und das waren nur die allerwichtigsten Dinge in meinem Leben. ;-)

Was lesen Sie gerade?

The Geek Handbook, zur Recherche. Die Rettung der Regenwürmer, zur Unterhaltung. Und Facebook, dauernd.

Wie stehen Sie zum Ebook?

Ich bin schon ein kleiner Papierjunkie. Ich schnüffle an Büchern seit ich lesen kann. Aber das E-Book hat andere Vorteile. Ich merke, dass ich mich daran gewöhne, immer eine kleine Bibliothek in der Tasche rumzuschleppen. Es gibt einem als Büchermensch das gute Gefühl, immer lesefertig zu sein. Als Autor wiederum beobachtet man die Entwicklungen und ist noch unentschlossen. Ist es wirklich gut, dass alles ungefiltert zum Buch wird? Ich weiß es nicht. Aber es ist spannend, die neuen Trends mitzuerleben.

Wie stehen Sie zu Buchreihen? Sind Sie davon begeistert, oder mögen Sie lieber Einzelbücher?

Ich mag dicke Einzelbücher. Solche, die am besten nie enden. So gesehen sind Reihen schon fein, lange Geschichten mit den liebgewonnenen Helden. Aber ich lese sie seit Harry Potter eigentlich nicht mehr, ehe sie nicht abgeschlossen sind. Ich bin ein ungeduldiger Mensch. Auf Fortsetzungen warten ist die Hölle. Daher habe ich mir angewöhnt, Reihen, die ich lesen will, zu sammeln, aber nicht zu beginnen, bevor sie nicht fertig sind. Sorry George R.R. Martin! Für „Silber“ von Kerstin Gier habe ich die einzige Ausnahme seit langem gemacht und merke schon wieder, dass ich es kaum aushalte.


Wollen Sie zukünftig auch in verschiedenen Genres Bücher schreiben?


Das würde ich sehr gern. Eigentlich bin ich ja von Jugend an die klassische Thriller- und Fantasyleserin. Und irgendwann möchte ich beides schreiben, weil ich in beiden Genres schon lange so kitzelnde Ideen mit mir herumschleppe.

Wollten Sie schon immer Autor/in werden?

Wenn es irgendeinen Job gäbe, bei dem man mich dafür bezahlt, dass ich den ganzen Tag nur lese (nein, nicht drüber schreibe oder so, nur lesen!) und Filme schaue, Rund-um-die-Uhr-Testerin fiktiver Geschichten, dann wäre das mein Traumjob. Aber Geschichten selbst erfinden ist auch schön. Bloß das Aufschreiben ist so anstrengend...

Welche/n Autor/in würden Sie gerne mal treffen? Welche Frage würden Sie stellen?

Das war ja immer schon Stephen King. Und jetzt war er in Deutschland und ich war so nah dran. Aber es kam nicht dazu. Meet&Greet hab ich keins gewonnen und als das Mikro im Circus Krone in Reichweite war, habe ich nicht aufgezeigt, obwohl ich meine Frage schon so lange kenne: Lieber Herr King, haben Sie auch ein Fahrrad wie Silver oder irgendeinen sonstigen Gegenstand, der Ihnen jeden Tag hilft, den Teufel zu besiegen? Weil es nichts auf der Welt gäbe, das ich lieber hätte.

Vielen Dank für das ausführliche Interview. 




Das Copyright bei diesem Interview liegt bei kleeblatts bücherblog. Eine Vervielfältigung, ein teilweiser Auszug sowie die Benutzung des Bildes darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung von uns bzw. der Autorin vorgenommen werden.

Bibliografie: Claudia Toman


01) Hexendreimaldrei
02) Jagdzeit
03) Goldprinz

Quelle: Diana



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Claudia Toman schreibt auch unter dem Namen Anna Koschka.

Freitag, 17. Januar 2014

Beatrix Lohmann: ...weg bist du von CORINNA

Quelle: Miko-Verlag
INHALT: 
21 Kurzgeschichten, in denen nicht so ist, wie es scheint.
Es geht mörderisch, mysteriös und seltsam zu, aber lest selbst...!



Kurzgeschichten sind eigentlich nicht unbedingt mein Fall. Ich lese immer mal wieder einen Sammelband, bin manchmal auch positiv überrascht und doch ist es so, dass ich mich oft an der Länge und an den abrupten Wendungen störe.

Beim Sammelband „... weg bist du“ von Beatrix Lohmann war jedoch alles anders und mein Interesse sofort geweckt. Dies mag zum Teil an dem sehr ansprechenden Cover liegen, welches mich regelrecht aufforderte das Buch zu versuchen, oder daran, dass mich die Autorin bereits mit ihrem Roman „Satansbraten“ begeisterte.

Ich gebe zu, mit solchen Geschichten, wie ich sie nun gelesen habe, hatte ich zu Beginn noch nicht gerechnet.
Jede der 21 Episoden ist so ganz anders als die Anderen und doch haben sie alle den hohen Spannungsgrad, das perfekte Ende und die richtige Länge gemeinsam.

Beatrix Lohmann schafft es hier, mit ihrem sehr lebendigen und flüssigen Schreibstil, die Geschichten so zu verpacken, als würde jede von ihnen ein ganzes Buch füllen. Also genau richtig!
Zu keinem Zeitpunkt empfindet man es so, dass vorzeitig zum Ende gekommen wird, oder die Geschichte gar unausgearbeitet ist, was mich bei anderen Autoren dann doch so manches Mal stört.

Aber auf das Besondere komme ich jetzt zu sprechen.

Ich habe natürlich favorisierte Geschichten, wie z.B. „Die Tür“, „Die fremde Frau“, oder auch „Das Leben geht weiter“, aber trotzdem gab es keine Story, die mir nicht gefallen hat.
Und das Schöne ist, bei jedem Werk aus diesem Buch, wird dem Leser nach Beendigung des letzten Satzes der Mund offen stehen bleiben. Versprochen!

Ich selber bin schlichtweg begeistert und habe somit einen großen Favoriten für meinen „Liebling des Monats“ gefunden.

Mein Fazit:
Ich habe noch nie einen Kurzgeschichtenband gelesen, der so gut war wie „... weg bist du“. Für Leser/-innen, die das Ungewöhnliche mögen und die Spaß an kleinen, mysteriösen Geschichten haben, ist dieses Buch ein Muss!

Und das Schöne ist, es gibt eine Kindle-Ausgabe, aber diesen Sammelband nun auch als Taschenbuch. Eine Kaufempfehlung von mir!

10 von 10 Punkten!

Verlag: Miko-Verlag
Erschienen: 2014
Seiten: 104
ISBN:  978-3981521764

Donnerstag, 16. Januar 2014

Jessica Sorensen: Für immer Ella & Micha von CORINNA

Quelle: Heyne
INHALT:
Ella und Micha sind zusammen und doch getrennt. Während Ella weiterhin in Las Vegas studiert, tourt Micha mit seiner Band durch die Staaten.
Und doch, wenn sie sich sehen, dann scheint die Zeit still zu stehen und nichts und niemand existiert mehr.
Aber es gibt auch die Zeit dazwischen und Ella, die ziemlich mit ihrer familiären Vergangenheit zu kämpfen hat, bekommt Angst. Sie kann an keine gemeinsame Zukunft glauben, zeitgleich liebt sie Micha über alles.
Trotzdem trifft sie eine schwere Entscheidung.



Nachdem ich von dem ersten Teil dieser Reihe „Das Geheimnis von Ella & Micha“ total begeistert war, freute ich mich tierisch über die Fortsetzung „Für immer Ella & Micha“. Endlich wieder die beiden Protagonisten „treffen“ und schauen wie es weitergeht.

Hier noch einmal die Bücher in der Übersicht:
  1. Für immer Ella & Micha
  2. Verführt. Lila & Ethan (erscheint am 14. Juli 2014)

Aber nun zum Buch, denn dieses möchte ich hier unbedingt besprechen.
Wieder einmal bin ich dem Schreibstil von Jessica Sorensen verfallen. Sicher, sie schreibt stellenweise recht einfach, aber trotzdem so voller Gefühl und Wärme. Dies merkte ich schon auf den ersten Seiten und ich hatte arge Last dieses Buch aus der Hand zu legen.

Ella und Micha sind sich gleich zu Beginn des Buches deutlich näher, als noch im Vorgängerroman. Trotzdem spürt man sofort, dass für Ella noch nicht alles geklärt ist. Ihre Vergangenheit holt sie immer wieder ein und auch ihre Gefühlswelt steht Kopf.
Das Schöne an diesem Buch ist, dass ich es der Autorin zu jedem Zeitpunkt abgenommen habe. Auf der einen Seite konnte ich Ella sehr gut verstehen und auf der anderen Seite habe ich gehofft, dass alles für sie gut wird.
Immer neue Momente aus ihrer Kindheit kommen im Laufe des Buches ans Licht, was der Geschichte spannende Wendungen brachte und den Roman zu keiner reinen Liebesgeschichte machte.

Zeitgleich kommt immer neue Abwechslung durch die verschiedenen Erzählperspektiven auf. So lesen wir Geschehnisse aus Ellas Sicht und dann nach ein paar Seiten geht es mit Michas Sichtweise weiter. Auch dies ist ein Punkt, den ich erneut gelungen finde. Denn manchmal ist man als Leserin selber so festgefahren in einem Blickwinkel, dass man durch diesen Wechsel die Geschehnisse ganz anders sieht und fühlt.

Für Neueinsteiger der Reihe sei auf jeden Fall gesagt, dass sie unbedingt die Reihenfolge einhalten müssen. Es gibt keine großartige Wiederholung der Vorfälle aus dem ersten Buch, was mir allerdings sehr willkommen war. Doch für jemanden, der Ella und Micha noch nicht kennt, wirkt dies alles sicherlich sehr verwirrend.

Einen ganz kleinen Punktabzug gebe ich dennoch, um einfach fair zu bleiben. Denn dieser 2. Teil hat mir unheimlich gut gefallen, allerdings kam er, durch Ellas Stimmungsschwankungen, nicht an das erste Buch heran.

Mein Fazit:
Ihr kennt Ella & Micha noch nicht, liebt aber Liebesgeschichten, die anders als die üblichen Bücher sind? Jessica Sorensen hat mit ihren ihren Romanen echte Pageturner geschaffen. Ich kann diese Reihe nur wärmstens empfehlen!
Es ist einmal etwas anderes, auch gerade für junge Erwachsene.

8 von 10 Punkten!

Verlag: Heyne
Erschienen: 2014
Seiten: 352
ISBN:  978-3-453-41773-1