Samstag, 31. Mai 2014

M. Leighton: Addicted to you - Atemlos von CORINNA

Quelle: Heyne
INHALT:
Auf dem Junggesellinnen-Abschied ihrer besten Freundin, lernt Olivia den Bar-Besitzer Cash kennen. Zwischen ihnen sprühen sofort die Funken, doch Olivia ist fest entschlossen, sich nicht noch einmal auf einen Bad-Boy einzulassen. Denn genau so einer ist Cash in ihren Augen.

Ein paar Tage später lernt sie endlich auch den Freund ihrer Mitbewohnerin und Cousine Melissa kennen. Nash sieht nicht nur aus wie sein Zwillingsbruder Cash, nein, auch er übt eine Anziehungskraft auf Olivia aus.
Kann sie sich den beiden Männern entziehen? Und will sie dies überhaupt?



„Addicted to you – Atemlos“ von M. Leighton hat mich nicht nur überrascht, sondern mich auch komplett ans Buch gebunden, so dass ich Schwierigkeiten bekam, den Roman überhaupt aus der Hand zu legen.

Natürlich ist dieser erste Band auch Teil einer Reihe:
  1. Addicted to you – Atemlos
  2. Addicted to you – Schwerelos
  3. Addicted to you – Bedingungslos
Zu Beginn des Romans muss ich zugeben, dass ich nicht einschätzen konnte, ob es sich hier um eine Liebesgeschichte, oder um einen Erotikroman handelt. Nun, nach Beendigung des Buches würde ich eher zu einer Liebesgeschichte mit erotischen Szenen tendieren.
Ich selber lese unheimlich gerne diese Dreieckgeschichten, die gespickt mit ein paar Liebesszenen sind und neben dem ganzen Hin und Her auch eine spannende Geschichte bieten.

Allerdings, bevor ich mit meinem Lob fortfahre, muss ich sagen, dass ich die Namen der Zwillinge nicht gelungen finde. Denn mal ehrlich... „Cash“ und „Nash“... ich finde sie eher einfallslos und hätte mir andere Vornamen gewünscht, auch wenn es natürlich der Geschichte und dem Lesefluss keinen Abbruch tat.

Die Story der Drei wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. So switchen wir nach jedem Kapitel zwischen Olivia, Cash und Nash hin und her. Allein diese Art fand ich im ersten Moment verwirrend, dann aber total unterhaltend.
Natürlich mochte ich Olivia sofort und auch die Tatsache, dass sie sich ihrer Wirkung auf Männer nicht bewusst ist, denn genau dieser Punkt brachte zu Beginn des Buches immer wieder tolle Momente, wenn ich aus der Sicht von Cash oder Nash weiterlesen durfte.

Was dann, im Laufe des Buches passiert, machte mich sprachlos, weil es so ganz anders war als die üblichen Geschichten mit ihren Enthüllungen (auch wenn ich einen bestimmten Punkt bereits vermutet habe) und war so fesselnd, dass ich dieses Buch nicht aus den Händen legen konnte. Genaue Tatsachen und Enthüllungen möchte ich natürlich nicht verraten, aber ich weiß, dass ich um den zweiten Teil nicht herumkomme und ihn schnellstens lesen möchte und muss.

Die Autorin M. Leighton erzählt hier flüssig und sehr unterhaltend und davon kann ich gerne mehr vertragen.

Mein Fazit:
„Addicted to you – Atemlos“ von M. Leighton macht nicht nur Spaß, sondern hat auch eine gewisse Spannung vorrätig, die an das Buch bindet. Ich selber bin begeistert und freue mich auf den zweiten Teil.

10 von 10 Punkten

Verlag: Heyne
Erschienen: 2014
Seiten: 336
ISBN: 978-3-453-41832-5  

Dienstag, 27. Mai 2014

Priska Lo Cascio - Das Herz des Sternenbringers von SINA


Quelle: Thienemann Verlag

Alwynn kümmert sich um das kleine Hofgut Wertlyng, solange ihr Bruder als Housecarl für den angelsächsischen Harold Godwinson durch die Lande zieht. Eines Tages kommt ein Fremder auf das Hofgut. Garred Garredson ist jedoch ein normannischer Spion, der die Invasion seines Herzogs William vorbereiten soll. Garred jedoch merkt bald, dass die Menschen in Wertlyng seinen Schutz brauchen und allen voran Alwynn, zu der er sich hingezogen fühlt. Alwynn geht es genauso, doch dann verheiratet ihr Bruder sie mit Turoc, einem tyrannischen Angelsachsen, dem Rache wichtiger ist, als Friede und Liebe.

Allein das Cover des Buches ist schon ein Augenschmauß. Nicht nur, dass es in meiner Lieblingsfarbe Orange gefertigt ist, wirkt es insgesamt sehr stimmig und man weiß schon, was sich im Inneren des Buches verbirgt. Eine Geschichte um Freundschaft, Liebe, Krieg und Vernunft.

Die Autorin hat mit der jungen Alwynn of Wertlyng eine sehr sympathische Frau geschaffen, die allen Widrigkeiten zum Trotz versucht, sich und ihren Leuten auf dem Gutshof ein schönes Leben zu schaffen. Sie führt ihren Haushalt mit strenger Hand, aber jeder weiß dies zu schätzen und ist ihr treu ergeben. Ihr Talent, alles in die richtigen Bahnen zu leiten, ist bewundernswert.
Bis Garred auftaucht.

Garred ist ebenfalls sehr sympathisch. Seine Vergangenheit lässt einem sein Handeln entschuldigen und nach und nach merkt man, dass er mit allen Mitteln versucht, eine Lösung zu finden, die für beide Parteien ein gutes Ende findet.

Ich war aufgrund des faszinierenden Schreibstils sofort in der Geschichte gefangen. Die Autorin weiß mit Worten umzugehen, fügt diese zu Sätzen zusammen, die einem bildlich aufzeigen, wie es damals ausgesehen haben könnte und vor allem zugegangen ist.

Gerade durch den Stil habe ich mich gerne in die Welt von Alwynn und Garred entführen lassen und werde mir die Autorin auch im Hinterkopf behalten und hoffen, dass noch weitere schöne Geschichten von ihr den Weg zu mir nach Hause finden.

Die sehr gefühlvolle Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht Alwynns und Garreds erzählt. So bekommt man einen schönen Einblick in die Gedankengänge der beiden. Ihr Hang zur Gerechtigkeit ist sehr ausgeprägt und führt zu allerhand Situationen, die für alle Beteiligten brenzlig sind.

Besonders ans Herz gewachsen ist mir der ungestüme Junge Aelfric, der mich vom Verhalten her sehr an meinen kleinen Sohn erinnert hat. Sein lausbubenhaftes Grinsen konnte ich mir förmlich vorstellen und so hat Aelfric für mich auch ein Gesicht bekommen.

Fazit:

Eine mittelalterliche Geschichte rund um Liebe und Krieg. Ich vergebe die volle Punktzahl.

Verlag: Thienemann Verlag
erschienen: 2014
Printseiten: 430
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-522-20183-4


Sonntag, 25. Mai 2014

Alexandra Pilz - Verliebt in Hollyhill (02) von SINA

Quelle: Randomhouse

Nach dem ersten aufregenden Abenteuer in Hollyhill kann es Emily immer noch nicht richtig fassen, dass sie in der Zeit zurückgereist ist. Und auch, dass Matt sie geküsst hat, lässt Emily nicht mehr los. Als sie überlegt, ob sie in Hollyhill bleiben will oder zurück zu ihrer Großmutter nach München geht, bleibt ihr fast keine Zeit, sich zu entscheiden. Denn der nächste Zeitsprung steht an und Emily ist mittendrin im Jahr 1811. Eine Kutsche rollt heran und heraus fällt eine bewusstlose junge Frau, die in Hollyhill für Aufregung sorgt. Emily und Matt finden schnell heraus, dass die Spur der Frau zu einem Herrenhaus führt. Dort bringen Briefe Emily auf die Spur einer geheimnisvollen und komplizierten Liebe. Und Emily weiß, dass sie sich selbst entscheiden muss. Für Matt oder für München.

Der erste Teil Zurück nach Hollyhill hatte mich ja bekanntlich schon nicht richtig vom Hocker reißen können, ich wurde aber mit offenen Fragen zurückgelassen, von denen ich hoffte, dass diese im zweiten Teil erklärt würden. Doch leider war dies nicht der Fall. Im Gegenteil, es kamen neue Fragen hinzu und ich bin mehr als neugierig, wie diese ganzen Zeitreisen denn eigentlich genau vonstatten gehen.
Außerdem wird eine geheimnisvolle Maschine erwähnt, mit deren Hilfe sich die Zeitreisenden in den jeweiligen Zeiten zurecht finden können, doch auch hier wird nur erwähnt und nicht richtig erklärt.

Ich, an Emilys Stelle, würde Fragen um Fragen stellen, um genau zu verstehen, wie denn so etwas Spannendes wie der Zeitsprung genau funktioniert und warum dies denn nur in Hollyhill der Fall ist.
Aber Emily hat mehr mit sich und ihren Gefühlen zu tun und den Entscheidungen, die sie treffen muss. Fast nebenbei wird daher geklärt, um wen es sich bei der bewusstlosen jungen Frau handelt.

Sehr gut gefallen haben mir die Beschreibungen des Jahres 1811, genau die Art und Weise, wie sich damals das Leben in einem Herrenhaus abgespielt hat. Da Emily hier immer wieder vergleicht, wie es denn im 21. Jahrhundert zugeht und mit ihren „modernen“ Manieren dann doch ab und zu mal in ein Fettnäpfchen tritt, wurde hier von der Autorin für kleine Schmunzler gesorgt, die mir den zweiten Teil der Reihe dann doch etwas sympathischer als den ersten gemacht haben.

Langsam kann man sich durch kleinere Andeutungen einen Reim auf die Zeitsprünge machen, wird jedoch am Ende wieder mit seinen Fragen alleine gelassen.

Das Ende hat mich dann doch überrascht und ich werde auch zum dritten Band greifen, um herauszufinden, wie sich denn nun alles (letztendlich?) entwickelt.

Vom Schreibstil her hat sich gegenüber dem ersten Teil nichts geändert. Manche Szenen waren wieder etwas schnell abgehandelt und ich bin überzeugt, dass dem Buch ein paar Seiten mehr garantiert gut getan hätten.

Emily, die mir im ersten Teil am Ende nicht mehr richtig sympathisch rüberkam, hat es dann doch wieder geschafft, sich einen kleinen Platz in meinem Herzen zu erschleichen, gerade weil sie auch ihr Herz an andere weitergegeben hat, die ein bisschen Zuneigung dringend gebraucht haben.

Fazit:
Eine bislang nicht recht überzeugende Reihe, die aber durch überraschende Wendungen am Ende doch das Weiterlesen lohnenswert machen.
7 von 10 Punkten.

Verlag: Heyne fliegt
erschienen: 2014
Printseiten: 382
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-453-26917-0

Bibliografie Alexandra Pilz

Vita
Am gleichen Tag wie Jane Austen Geburtstag zu haben, ist eine große Ehre für Alexandra Pilz. Dies schlägt sich auch in ihrem Romanen nieder. Auch, weil die Journalistin England liebt und gerne in einem Cottage in Cornwall leben würde. Ihre Zeit verbringt sie aber in München zusammen mit ihrem Mann und einer Katze.

Bibliografie

Hollyhill
01 Zurück in Hollyhill
02 Verliebt in Hollyhill
03 Für immer Hollyhill 

Heyne fliegt
Heine fliegt
Heyne fliegt

Donnerstag, 22. Mai 2014

Betty Kay: Adolescentia Aeterna – Die Entdeckung der ewigen Jugend von CORINNA

Umschlagdesign: Tom Jay
Titelfoto: Copyright © Michael Hohmann / pixelio.de (Körper);
© Zerbor / Fotolia.com (Buch)
Adolescentia Aeterna-Logo: Tom Jay

INHALT:
Eva ist verzweifelt. Für ihre Dissertation im Soziologiestudium möchte sie sich dem Thema „Sekten“ widmen. Allerdings ist dies nicht so leicht wie vermutet, denn ihr Professor lehnt jeden ihrer Vorschläge ab.

Als sie dann, durch einen Hinweis, auf eine sehr alte Verbindung mit dem Namen „Adolescentia Aeterna“ stößt, scheint sie das passende Thema gefunden zu haben.

Doch gleichzeitig lernt sie bei der Recherche Julian kennen, er ist der Älteste von „Adolescentia Aeterna“ und darauf bedacht, ihr Geheimnis zu wahren. Doch warum übt Julian so eine Faszination auf Eva aus und welches Geheimnis umgibt ihn?







Die Autorin, Betty Kay, beschreibt ihr Buch „Adolescentia Aeterna – Die Entdeckung der ewigen Jugend“ als einen Romance-Mystery-Erotikroman und genau diesem Genremix würde ich den ersten Band der Trilogie auch zuordnen.

Gleich zu Beginn sei gesagt, für Leserinnen unter 18 Jahren ist dieses Buch sicherlich nicht unbedingt geeignet, da es doch vor Erotik nur so strotzt. Erfahrene Leser/-innen werden allerdings ihre Freude damit haben.



  1. Adolescentia Aeterna – Die Entdeckung der ewigen Jugend
  2. Adolescentia Aeterna – Die Neuordnung der ewigen Jugend
  3. Adolescentia Aeterna - Die Bedrohung der ewigen Jugend 



Ich persönlich muss zugeben, dass ich mit dem Namen „Adolescentia Aeterna“ erst einmal warm werden musste. Natürlich habe ich erkannt, dass es sich hier um Latein handelt und nach den ersten Seiten habe ich auch die Übersetzung „Ewige Jugend“ gefunden, allerdings gehen meine Sprachkenntnisse gen Null und ich musste mich wirklich daran gewöhnen.

Für die Geschichte und natürlich den Namen der Sekte, macht diese Bezeichnung allerdings viel Sinn. Und keine Sorge, ich freundete mich recht schnell damit an.



Zum Buch an sich kann ich nur sagen, dass ich es verschlungen habe. Wir lernen im ersten Kapitel Eva kennen und sie war mir sofort sympathisch. Ein Mensch, mit dem man gerne befreundet sein möchte. Als sie bei einem Mädelsabend das erste Mal auf Julian trifft, schmettert sie seine Flirtversuche sofort ab. Und doch, ihn umgibt etwas mysteriöses, was mich selbst sofort neugierig machte.

Wie man sich sicherlich denken kann, bleibt es nicht bei einem Treffen und je mehr die Geschichte voranschritt, um so mehr wollte ich wissen was ihn umgibt.

Diese dunkle Aura und das Geheimnis um die Bruderschaft war einfach so seltsam, dass ich wissen musste, wie es weitergeht.



Dabei schreibt die Autorin Betty Kay ihr Buch recht flüssig, sehr detailreich, aber auch mit humorvollen und mit sensiblen Elementen. Beide Protagonisten werden lebendig, aber auch mit Geheimnissen behangen vorgestellt und wir dürfen, im Laufe des Buches, auch einen Blick hinter ihre Fassade werden.

Da es sich bei „Adolescentia Aeterna – Die Entdeckung der ewigen Jugend“ um ein Buch mit Schwerpunkt Erotik handelt, kann man sich sicherlich vorstellen, wohin die Reise hier gehen wird. Zu zart sollte man sicherlich nicht besaitet sein um diesen Roman zu mögen, wer sich allerdings darauf einlassen kann und will, der wird jede Seite gerne lesen.



Ich persönlich freue mich jetzt bereits auf den zweiten Teil dieser Trilogie und bin gespannt, wie es mit Eva weitergehen wird.



Mein Fazit:

Ich bin in Sachen Erotikroman sicherlich nicht so belesen, allerdings hat mir dieses Buch sehr gefallen. Es lebt durch seine Protagonisten und das große Geheimnis der Bruderschaft. Freunde des Genres sollten hier unbedingt zuschlagen.

10 von 10 Punkten!

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erschienen: 2014
Seiten: 278
ISBN: 978-1495277993

Mittwoch, 21. Mai 2014

George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer: Der Sohn des Greifen (Band 09) von SINA

Quelle: Randomhouse
Tyrion muss fliehen und es verschlägt ihn auf ein Schiff in Richtung Meereen bzw. Quarth. Sein Ziel: Daenerys. Diese wiederum hat mit anderen Widrigkeiten zu kämpfen. Hunger, Not und Intrigen. Und Jon Schnee findet sich in seiner Rolle als Lord Kommandant der Nachtwache immer mehr zurecht.
Doch das Spiel um die Throne wird immer undurchsichtiger und die Eifersucht der einzelnen Häuser kostet Leben und bringt einem an den Rand der Verzweiflung.

Das ist ein begeisterter Fan der Reihe bin, braucht nicht nochmals erwähnt zu werden. Und so stimmt es mich schon sehr traurig, dass ich mittlerweile beim neunten Teil der Reihe angelangt bin und meine Reise durch Westeros schon bald vorzeitig beendet sein wird. Vor mir liegt nur noch Band Nr. 10 und dann heißt es erstmal warten. Wie lange, weiß man nicht. Doch hoffe ich, dass der Autor mich bzw. die ganze Fangemeinschaft nicht mehr lange warten lässt.

Der neunte Teil widmet sich wieder den Personen, die meiner Meinung nach die Wichtigsten der ganzen Handlung sind. Allen voran Jon Schnee, Daenerys Targaryen und Tyrion Lennister. Als zweiten Handlungsstrang verfolgen wir Ramsey Bolton und Theon Graufreund. Zwischendurch gibt es Einwürfe aus Rosengarten.

Die Handlung nimmt Fahrt auf, Hintergründe werden offengelegt und man bekommt wieder einen Einblick in das Gefühlsleben der einzelnen Charaktere.
Insbesondere die Entwicklung von Theon Graufreund und Daenerys waren interessant und teilweise wieder sehr überraschend.

Das Buch fordert einem aber auch einiges an Orientierung ab. So war ich manchmal etwas verwirrt, da wieder eine Unmengen an Namen ins Spiel kommen und neue Wege offen gelegt werden.

Aber auch alte Personen drängen sich wieder in den Vordergrund, werden zu interessanten Charakteren, die durch ihr Handeln einiges verändern können.

Der Autor fasziniert mich wieder mit seinem Einfallsreichtum und seinen unergründlichen Wegen in immer neue Abenteuer.

Fazit:
Westeros ist immer wieder eine Reise wert. Deswegen wieder volle Punktzahl.

Verlag: Penhaligon
erschienen: 2012
Printseiten: 832
Format: ebook
ISBN: 978-3-7645-3104-1

Reihenfolge der Bücher

Dienstag, 20. Mai 2014

Zeigt her.....Eure Cover: Blumen von SONJA



Die Sonne scheint, die Blümchen lachen: im Garten und auf Covern....


BLUMEN sind etwas Wunderbares, oder?


© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann

Montag, 19. Mai 2014

Marlies Lüer: Midirs Sohn von CORINNA

Quelle: Marlies Lüer
INHALT:
Celia, das junge Waisenkind, wird als Aushilfe in einer großen Villa benötigt. Dort angekommen, scheint nicht so zu sein, wie es ist. So macht sie Bekanntschaft mit einer merkwürdigen Lady, die halb nackt im Haus herumläuft und mehr gefallen an Algen, als am normalen Essen findet. Als sie dann auch noch durch ein Portal in die Anderwelt gelangt, ist es für die verwirrend, aber gleichzeitig auch ein Geschenk.
Der Elbe Fearghas ist ihr dort eine große Hilfe und dank ihm gelangt sie zurück in ihre Welt.

Jahre später braucht Fearghas dringend die Hilfe von Celia, ist er doch auf der Erde gestrandet. Ein Abenteuer beginnt...



Das Genre „Fantasy“ ist eigentlich nicht so mein Fall. Zwar habe ich schon diverse Vampir-, Gestaltenwandler- und Engel-Romane gelesen, trotzdem brauchte ich immer meine Portion Liebeskitsch in diesen Büchern.
Zu „Midirs Sohn“ bin ich durch die Autorin Marlies Lüer gekommen, die mich schon mit zwei anderen Büchern begeistern konnte (Miras Welt/ Melissas Welt). Kurz gesagt, ich war neugierig und wollte unbedingt wissen, wie sie in diesem Genre erzählen kann.

Wir lernen gleich zu Beginn der Vorgeschichte Celia kennen, die mir sofort ans Herz gewachsen ist. So allein, ohne Eltern, ist ihr Leben nicht einfach, aber sie schlägt sich wacker durch und hat ein Talent Geschichten zu erzählen.
Aber auch Fearghas, der Elb, taucht recht schnell in der Geschichte auf. Musste ich mit ihm erst noch warm werden, mochte ich ihn mit der Zeit dann immer lieber. Er ist ein treuer Soldat der Königin in der Anderwelt und begeisterte mich durch seinen Charakter und seine Hilfsbereitschaft.

Beide Protagonisten, aber auch die kommenden, wurden von Marlies Lüer sehr liebevoll beschrieben. Ich hatte recht schnell ein Bild vor Augen, konnte ihren Charakter einschätzen und bin mit den Figuren gerne durch das Abenteuer gegangen.

Insgesamt war es auch der Schreibstil, der mich immer wieder ans Buch zog. Die Autorin hat so ein Talent, sehr mitreißend und mitfühlend zu schreiben. So sitzt man nicht vor einem Buch, sondern man nimmt regelrecht am Ganzen teil.
Mich selber kann dies unheimlich begeistern und es war eine Bestätigung, auch dieses Buch von Marlies Lüer zu versuchen.

Einen kleinen Punktabzug muss ich dennoch geben. Leider hatte der Mittelteil für mich ein wenig Leerlauf. Das heißt, dass die Geschichte nicht so voran kam, wie ich es mir gewünscht hätte. Natürlich war auch dieser Teil für die Bindung der Charaktere wichtig, trotzdem fand ich ihn ein Stückchen zu lang.

Aber ich habe dank „Midirs Sohn“ festgestellt, dass mir auch Fantasy gefällt, wenn es nicht vor Kitsch und Liebe nur so trieft (um es mal übertrieben darzustellen).

Mein Fazit:
Ein spannender und unterhaltender Fantasy-Roman, der zwar seine Längen hatte, mich aber wunderbar unterhalten konnte.
Marlies Lüer ist eine Autorin, von der ich immer wieder Bücher lesen würde.

7 von 10 Punkten!

als eBook erhältlich!
Erschienen: 2014
Seiten: ca. 312

Autorenseite von Marlies Lüer

Quelle: Marlies Lüer

 

Dienstag, 13. Mai 2014

Sandra Regnier - Pan: Das geheime Vermächtnis des Pan (01) von SINA

Quelle: Carlsen
Felicity, von allen nur abwertig City genannt, weiß, dass sie nicht dem Schönheitsideal entspricht und kümmert sich auch dementsprechend nicht darum, was andere von ihr denken. Ein paar Kilo zuviel, die doofe Zahnspange und bedingt durch ihren Job im Pub ihrer Mutter gibt sie ihren Mitschülerin auch allen Anlass dazu, nicht gerade in höchsten Tönen von ihr zu schwärmen. Gut, dass sie ihre Clique hat, die stets zu ihr halten und sie so nehmen, wie sie ist. Bis der gutaussehende Leander FitzMor auftaucht. Felicity rechnet sich keinerlei Chancen bei ihm aus, außerdem scheint er arrogant und eingebildet. Doch Leander und Felicity freunden sich an, rein platonisch zuerst. Bis komische Dinge passieren und Felicity nachhakt. Was sie herausfindet, sprengt ihre Vorstellung von Dimension und Zeit.

Die Hauptprotagonistin Felicity ist nicht das, was man so in Büchern gewohnt ist. Sie ist vorlaut, frech, hat ein paar Kilo zuviel auf den Rippen, kümmert sich nicht um ihr Aussehen und hat auch sonst einige Probleme, die sie nicht lösen kann. Ihr schlagfertiges Mundwerk rettet sie zwar aus manchen Situationen, doch ist sie im Grunde eigentlich ein Mädchen, dass nur eins will: ein normales Leben führen mit einer normalen Familie und normalen Freunden. Doch dies ist ihr nicht vergönnt und so schlägt sie sich mehr schlecht als recht durch ihr Leben.
Sie war mir von Anfang an sehr sympathisch, vor allem auch wegen ihrer Schlagfertigkeit.

Mit Leander, von allen Lee genannt, hatte ich schon mehr Probleme, warm zu werden. Sein arrogantes Verhalten ganz zu Anfang hat mich zur Weißglut gebracht, doch dies hat sich kurz darauf verändert. Felicity gegenüber war er anständig, half ihr, wo es ging und gab ihr das Gefühl, ein wertvoller Mensch zu sein.

Ich gebe zu, dass mich das Buch von Anfang an gepackt hat, nicht, weil es eine schriftstellerische Meisterleistung ist, sondern einfach, weil es gerade durch die manchmal hitzigen Wortgefechte von Felicity und Lee ein wahres Vergnügen war. Beide sind eigentlich wie Feuer und Wasser und passen doch wieder zusammen wie die berühmte Faust aufs Auge.

Bis sich ungefähr im letzten Drittel des Buches plötzlich einiges ändert. Man wird überschüttet mit neuen Informationen, ein Abenteuer der besonderen Art bildet sich und Felicity weiß plötzlich nicht mehr, wie ihr geschieht.

Ich war etwas überrascht, dass die Geschichte erst Highschool-mäßig vor sich hinplätschert und dann urplötzlich eine Wendung nimmt.
Doch muss ich sagen, dass dann so richtig Fahrt in die Geschichte kam und ich mich auch gefreut habe, dass nun endlich eigentlich das Thema angesprochen wird, um das es in der Story eigentlich geht.

Die volle Punktzahl vergebe ich trotzdem nicht, weil ich hoffe, dass in den nächsten beiden Bänden der Trilogie der Fantasyanteil höher ist und das eigentliche Abenteuer erst richtig beginnt.

Fazit:
Felicity und Lee – ein ungewöhnliches Team. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen
erschienen: 2013
Format: Taschenbuch
Printseiten: 416
ISBN: 978-3-551-31380-5 

Bibliografie Sandra Regnier

Vita
Sandra Regnier wurde in der Vulkaneifel geboren. Ihr Traum, nach der Schule und der Ausbildung nach Frankreich zu gehen, hat sich leider nicht erfüllt. So hat sie einen Mann mit französischem Nachnamen geheiratet und ist in Deutschland geblieben. Sie ist selbstständig und liebt es zu schreiben.

Werke

Pan-Trilogie
01 Das geheime Vermächtnis des Pan
02 Die dunkle Prophezeiung des Pan
03 Die verborgenen Insignien des Pan

Quelle: Carlsen
Quelle: Carlsen
Quelle: Carlsen

Ellen Alpsten: Sommernachtszauber von CORINNA

Quelle: Coppenrath

INHALT:
Die junge Schauspielerin Caroline steckt in einer wichtigen Phase ihres Lebens. Denn ausgerechnet die begehrte Rolle der „Julia“, aus Shakespeares Stück, ging an sie.
Nun probt sie Tag und Nacht für den großen Auftritt, der für ihre Karriere so wichtig ist. Eines Abends trifft sie dabei auf den geheimnisvollen Johannes und verliert prompt ihr Herz an ihn.
Doch Johannes hat ein Geheimnis... und keines, das man einfach so hinnehmen kann...



„Sommernachtszauber“ von Ellen Alpsten ist ein Buch, welches mich sofort durch sein goldiges Cover anzog. Wirkt es doch, ohne den Inhalt zu kennen, bereits magisch und voller Geheimnisse.

Auf den ersten Seiten musste ich allerdings ein wenig Schlucken. Ein Jugendbuch mit Schauplatz Berlin? Ich mag die Hauptstadt, aber damit habe ich zu Beginn nicht unbedingt gerechnet (den Klappentext sollte man lesen können). Allerdings fiel es mir zum Glück auch nicht schwer, mich auf die Geschichte und die Stadt einzulassen, die auf der einen Seite sehr mitfühlende Charaktere bietet, aber auch geschichtliche Fakten und menschliche Züge bereit hält.

Alles dreht sich hier um Caroline, die einen begehrten Job am Bimah, einer alten berliner Bühne, ergattert. Dort lernt sie, bei einer nächtlichen Probe, Johannes kennen. Beide finden sich sofort anziehend und haben doch mit einigen Dingen zu kämpfen.

Ellen Alpsten erzählt diese Geschichte sehr menschlich, lebendig und schlüssig. Denn auch wenn Situationen verzwickt erscheinen, von der Handlung her sind die Dinge durchaus nachvollziehbar.

Allen voran Mia, Carolines beste Freundin und ebenfalls Schauspielerin. Sie durchlebt in der Geschichte eine Wandlung von einer Freundin zu einer Feindin. Mir hat hier sehr gut gefallen, dass diese Veränderung für mich nachvollziehbar war. Natürlich wünscht man sich eine heile Welt, aber Ellen Alpsten liefert Hintergründe und so konnte ich die Gefühle der Charaktere durchaus verstehen.
Denn auch Caroline und Johannes bieten Platz für eine private Geschichte, neben dem Hauptbuch. So lernt man auch sie kennen, erlebt ihr Umfeld und den Verlauf vor ihrer ersten Begegnung.

Gerade dieser Aspekt war für mich besonders, denn er wird hier so real und fühlbar beschrieben, dass ich mich in die Personen gut versetzen konnte.

Was ich dennoch etwas schade fand war, dass ich keine wirkliche Beziehung zu der Geschichte zwischen Caroline und Johannes aufbauen konnte. Beide mochte ich sehr und trotzdem fehlte mir, für eine Liebe, noch die nötige Tiefe der Geschichte.
Ich für meinen Teil brauche ein Feuerwerk, das auf mich übergreift und dafür hätte mir dieser Roman entweder noch ein paar Szenen mehr bieten, oder einen anderen Verlauf geben müssen.

Aber dies ist nur ein kleiner Teil, einer unterhaltenden und fesselnden Geschichte, die ich Jugendlichen und Freunde des Genres durchaus empfehlen kann.

Mein Fazit:
„Sommernachtszauber“ ist ein Buch, welches mit optisch umhaut und total meinen Geschmack trifft. Der Inhalt ist spannend und fesselnd erzählt, allerdings musste ich bei der Liebesgeschichte kleine Abstriche machen.

8 von 10 Punkten!

Verlag: Coppenrath
Erschienen: 2013
Seiten: 416
ISBN: 978-3-649-61056-4

Bibliografie: Ellen Alpsten

Ellen Alpsten wurde 1971 in Kitale in Kenia geboren. 
Nach der Rückkehr nach Deutschland machte sie ihr Abitur in Augsburg und studierte erst in Köln, dann in Paris Jura, Politik, Philosophie und Wirtschaft.
Heute lebt Ellen Alpsten mit ihrem Mann und den drei Söhnen in London.


Historische Romane:
- Die Zarin
- Die Lilien von Frankreich
- Die Quellen der Sehnsucht

Kinder- und Jugendbücher:
- Eine Liebe in Paris
- Halva, meine Süße
- Sommernachtszauber

Quelle: Coppenrath

- Vincelot und der Feuerdrache
- Vincelot und der schwarze Ritter

Weitere Romane:
- Die Schwestern der roten Sonne
- Die Löwen von Kilima

Montag, 12. Mai 2014

Linda Lael Miller - Big Sky River: Am reißenden Fluss von SONJA



Quelle: Mira Taschenbuch


INHALT:
Boone Taylor hat es schwer im Leben. Seine Frau verstarb an Krebs und ließ ihn mit zwei kleinen Kindern zurück. Da er sich nicht in der Lage sah, diese aufzuziehen, gab er die beiden Jungen an seine Schwester Molly. 

Obwohl er als Sheriff der Stadt Parable eine Vorbildfunktion hat, haust er einem heruntergekommen Trailer und schert sich nicht um seine Nachbarin Tara, die diesen als Schandfleck bezeichnet. Doch das Schicksal sorgt für eine Menge Kinder, denn Molly ist gezwungen, die Kinder zu Boone zurück zubringen und Taras Stiefkinder sorgen auch für ordentlich Wirbel. Bei all diesem Trubel wird auch für Boone und Tara ordentlich Staub aufgewirbelt....

FAZIT:
Das Örtchen Parable bietet eine Menge einsamer Herzen, die verkuppelt werden wollen. Dies ist ja ein inzwischen ein bewährtes Konzept von Liebesromanen. Man nehme eine kleine idylische Kleinstadt, ein paar einsame Herzen, verschrobene und schrullige Nebenfiguren und paar Dialoge zum Lachen und fertig ist das Ganze!?

So einfach ist es dann meist doch nicht. Schließlich müssen die Hauptfiguren sympathisch sein. Boone ist aufgrund seines persönlichen Leidensweges zum Einsiedler geworden, der sich nur schwer auf andere einlassen kann. Diese harte Schale wird erst einmal von seinen eigenen Kindern und einem kleinen verkommenen Hund bearbeitet. Allein diese Dialoge lassen einem das Herz erweichen. Als Boone dann nach einigen zickigen Dialogen Sympathien und.... für Tara entwickelt, nimmt die Handlung Fahrt auf, denn auch Tara hat zwei Mädchen, einen Hund und eine Schar voll Hühner im Schlepptau. Sie ist selbst durch eine Scheidung durcheinander und muss sich an das Kleinstadtleben noch gewöhnen. 

Schön, das die beiden duch schrullige Nebenfiguren (Opal) und nette Freundinnen (siehe Vorbände Big Sky Country und  Big Sky Mountain) die Schubser in die richtige Richtung erhalten. Man muss diese Vorbände übrigens nicht gelesen haben, da diese in sich abgeschlossen sind. Allerdings tauchen die Bewohner von Parable immer wieder auf und es ist wie ein Wiedersehen mit alten Freunden.

Der Lesefluss ist stimmig und ununterbrochen,da man es kaum abwarten kann, wie es weitergeht. Opal (die Kupplerin vom Dienst) droht auch schon weitere Bündnisse an.

In dem Diner der Stadt möchte ich auch mal einen Burger essen und den Dialogen der Tratschtanten lauschen....10 von 10 Punkten.


Verlag: Mira Taschenbuch
erschienen: 2014
Seiten: 304
ISBN: 978-3862788026


© Sonja Kochmann



Viola Krauß, Martina Kiesel - Das Bastelbuch für alle, die sich im Büro langweilen von SONJA


Quelle: Blanvalet



INHALT:
No risk no fun. Wer sich am Arbeitsplatz langweilt, der sollte basteln. Womit? Mit allerlei Büromaterial und Einrichtungsgegenständen kann die Zeit bis zum Feierabend überbrückt werden. Doch Vorsicht, wenn der Chef naht.

FAZIT:
Man und auch frau sollte dieses Buch nicht allzu ernst nehmen. Denn ich wage mal zu behaupten, dass nicht jeder einen toleranten Arbeitgeber hat, der bereit ist, für lustige Bastelspielchen Arbeitszeit, Büromaterial und Einrichtungsgegenstände zu opfern.

Denn mit einem Schwamm die Bürowände zu verzieren oder Bürostuhlrollen zu demontieren, tonnenweise Druckerpapier zu entwenden, könnte doch schnell zum Kündigungsgrund werden.

Das Buch hat allerdings zu jedem "Bastelerzeugnis" witzige Einleitungen bei denen man ordentlich schmunzeln muss. Daher eignet sich das Buch vielleicht als Geschenk für ein Dienstjubiläum.

Ein Paar Ideen finde ich allerdings auch geeignet, um sie mit Kindern nachzubauen. Hier meine kleine Filtertütentaube:


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann


7 von 10 Punkten. Da ich manche Ideen etwas zu ausgefallen fand ;)


Verlag: Blanvalet
erschienen: 2014
Seiten: 192
ISBN: 978-3764504915

Melvin Burgess - Death von SONJA


Quelle: Chicken House


INHALT:
Death ist eine Todesdroge. Wer sie nimmt, hat 7 berauschende Tage und stirbt danach glücklich! 

Wirklich? 

Adams Leben scheint nach dem Tod seines Bruders in einer Gegenwart mit politischen Umbrüchen aussichtslos, warum sollte er also nicht Death probieren? Wird dies die beste Woche seines Lebens?

FAZIT:
Ich gebe zu, dass ich mir nach der Vorankündigung unter dem Buch ein bisschen was anderes vorgestellt habe: Denn der Rockstar Jimmy Earle ist lediglich der inhaltliche Auslöser für eine Reihe von politischen Gegebenheiten. Das Buch spielt in naher (?) Zukunft in London. Die Armen werden immer ärmer und die wenigen Reichen, werden immer reicher. Es gibt eine politische Untergrundbewegung, die den Sturz und den Umbruch vorantreiben will. Dafür nutzen diese die Todessehnsucht und den Wunsch für eine kurze aber wundervolle Lebenswoche aus.


Quelle: Carlsen

Das Buch hat mich sehr stark an Rachel Ward "Numbers" erinnert. Denn die Konstellation von Politik, Industrie, soziale Armut etc. waren nahezu identisch. 

Ein großer Schwerpunkt wird hier auf die Frage gelegt: Was ist der Sinn des Lebens? Was tut man, wenn man nur noch eine Woche hat, aber körperlich nicht eingeschränkt ist, da die Droge einen in Hochstimmung und Bestform versetzen. Hier werden Listen über Listen gemacht und geplant. Klar ist, dass bei einem Jugendbuch in dieser Form "Baum pflanzen" nicht ganz oben auf der Liste steht. Hier sollen Mädchen abgeschleppt werden, Fieslinge getötet werden und und und.

Diese Überlegungen und Planerei waren mir streckenweise etwas zu eintönig. Denn die eigentliche Handlung, um den politischen Umbruch, der Kampf um die Bösen und das EINE Mädchen werden erst im letzten Viertel des Buches spannend. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, denn auch Adam muss in diesem Buch auf die ein oder andere Art erfahren, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint. 

Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken über Sterbehilfe, Lebensmut, politisches Engagement, Idole, Drogen an und ist daher kein Buch was für unter 14 jährige geeignet ist. Aufgrund der Längen vergebe ich 6 von 10 Punkten, obwohl mir die Idee dahinter gut gefallen hat.

Kleiner Kritikpunkt am Cover: Die Death-Kapsel ist hier rot-weiß-schwarz. Im Buch ist sie jedoch nur schwarz-weiß. Sicherlich ist die Gestaltung des Covers in den Leuchtfarben eine Frage des Marketings, aber es passt leider nicht inhaltlich.


Verlag: Chicken House
erschienen: 2014
Seiten: 352
ISBN: 978-3551520616



Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2014 
© Sonja Kochmann



Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2014 
© Sonja Kochmann