Donnerstag, 28. August 2014

Veronica Roth - Die Bestimmung: Tödliche Wahrheit (Band 02) von SINA

Randomhouse
Tris ist am Boden zerstört. Ihre Eltern kamen bei dem Angriff der manipulierten Ferox-Soldaten ums Leben und sie selbst hat einen guten Freund aus Notwehr erschossen. Ihre Schuldgefühle sind groß und ihr Leben ist derart aus der Bahn geworfen, dass sie ohne Rücksicht auf Verluste anfängt, gegen die angreifenden Ken zu kämpfen. Selbst, wenn sie ihr eigenes Leben dafür lassen muss.

Der zweite Teil der Trilogie hat mir bedeutend besser gefallen, als Band 01. Dies lag jedoch daran, dass ich die Charaktere schon kannte, kein langes Vorgeplänkel vorhanden war und man gleich am Anfang mitten in der Geschichte ist, die nur drei Tage nach dem ersten Teil spielt.

Tris ist mir jedoch immer noch unsympathisch. Ihr impulsives Handeln dient zwar nur dem Zweck zu helfen, doch nimmt sich dabei keinerlei Rücksicht auf ihre Freunde. Vor allem die Gefühle der anderen scheinen ihr teilweise sogar egal zu sein.

So ist es fast kein Wunder, dass sie und Four einige Probleme miteinander haben. Und da bin ich ganz auf der Seite von Four, auch wenn ich die Schwärmerei für ihn nicht ganz begreifen kann. Er ist zwar nett und scheint auch einen tollen Charakter zu haben, doch fehlt mir bei ihm dann doch der nötige Ehrgeiz.

Die Story an sich hat sich rasant entwickelt. Ein Ereignis jagt das nächste und wieder fällt mir auf, wie detailgetreu die Autorin gerade auf die Eigenschaften der einzelnen Fraktionen eingeht. Sie beschreibt präzise, wie sich die anderen verhalten, kleiden und welche Fähigkeiten sie genau haben. Und da wird einem wieder klar, das Tris eine Unbestimmte ist und eigentlich in fast jede Fraktion hineinpasst.

Spannung und Action wechseln sich ab, jedoch war dies in meinen Augen dann auch wieder zu viel. Zeitweise gab es dann doch wieder Längen und Personen, die man eigentlich schon aus Band 01 zu kennen glaubte, entwickeln sich dann doch nicht so, wie gehofft oder überleben gar den zweiten Teil nicht.

Auch das ewige Hin und Her von Tris und Four hat etwas die Luft aus der Geschichte genommen. Lieben sie sich oder lieben sie sich nicht? Das ist hier die Frage, die ich gerne im letzten Teil endgültig beantwortet sehen möchte.

Bis jetzt reißt mich die Trilogie nicht vom Hocker, da ich den letzten Teil aber auch hier habe, werde ich ihn mir noch vornehmen und hoffen, dass ich danach diesen Aha-Effekt erleben darf, den wohl die meisten Leser bei der Reihe haben.

Fazit:
Besser als Band 01, jedoch auch noch nicht überzeugend. Wieder 6 von 10 Punkten.

Verlag: cbt
erschienen: 2012
Printseiten: 512
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-570-16156-2

M. Leighton: Addicted to you - Bedingungslos von CORINNA

Quelle: Heyne
INHALT: 
Marissa ist frei! Ihr Leben hat sich in den letzten Tagen um 180° gedreht und sie versucht nun, komplett von vorne zu starten. Vorbei sollen die Zeiten der Arroganz und der Oberflächlichkeit sein und so geht sie auch auf Personen zu, die sie sonst gemieden hätte.
Und auch für ihre Sicherheit ist gesorgt, denn auch wenn die Gefahr nicht mehr greifbar ist, sie ist immer noch da. Außerdem ist ihr „Beschützer“ alles andere als unattraktiv...



Da es sich bei „Bedingungslos“ um den dritten Teil der Addicted to you-Trilogie von M. Leighton handelt, bin ich bewusst nicht auf jede Kleinigkeit in der Zusammenfassung eingegangen. Denn welche Rolle hier zu einer wichtigen wird, muss schließlich jeder selber lesen.

Die Reihenfolge:
  1. Addicted to you – Bedingungslos
Ich muss gestehen, dass ich diese Trilogie sehr gerne gelesen habe und mir jetzt, am Ende, besonders das Zusammenspiel der Bücher gefallen hat.
Aber... und dies muss ich leider ebenfalls anmerken, gerade bei diesem letzten Buch habe ich mich ein wenig schwer getan.

Der Schreibstil war wie immer gut und flüssig, allerdings bin ich auf den ersten 80 Seiten nicht in das Buch gekommen. Ich konnte mich in die Protagonisten nicht hineinfühlen und fand sie auch nicht sonderlich sympathisch. Dies mag sicherlich an den beiden Vorgängern liegen, denn gerade Marissa schnitt dort ja nicht besonders gut ab, aber mir lag die Geschichte schon ein wenig quer im Magen und ich war (zu Beginn) auch ein wenig enttäuscht.
Trotzdem sprühen die Bücher nur so vor Spannung, Erotik und Unterhaltung und es war klar, dass der erste Eindruck sich täuschen kann.

Wie immer, so wechselt M. Leighton auch hier die Erzählweise. Zwei Personen beschreiben was aus ihrer Sicht passiert. Dies ist so abgestimmt, dass man als Leser/in einen perfekten Überblick hat und sich in die wichtigsten Personen hineinfinden kann.
Für mich hat die Autorin dieses kleine Spiel der Charaktere perfekt umgesetzt, denn die Geschichte lebt durch die unterschiedlichen Sichtweisen und bringt Unterhaltung und Spannung in das Buch.

Und ich gebe zu, nach den holprigen 80 Seiten kam ich immer besser mit dem Roman zurecht. Die aktuellen Figuren änderten bzw. öffneten sich immer mehr und brachten Farbe in ihr Sein. So kam es auch, dass ich am Ende wirklich sagen kann, dass mir auch dieses letzte Buch gefallen hat und die Geschichte von Kapitel zu Kapitel gewachsen ist.

Für Quereinsteiger sei gesagt, dass man bei den Addicted to you-Büchern auf die Reihenfolge achten sollte. Hier gibt es keine unnötigen Wiederholungen und die Story geht ihren Weg immer weiter.
Wenn man aber auf die Reihenfolge achtet, wird man mit einer spannenden und auch erotischen Geschichte belohnt werden.

Mein Fazit:
Eine gelungene Trilogie, die man gut in einem Rutsch lesen kann und die mir viel Lesefreude gebracht hat. Leider zwar dieses Buch das schwächste der Reihe, trotzdem kommt auch dieses, nach einem kleinen Fehlstart, in Schwung.

7 von 10 Punkten!

Verlag: Heyne
Erschienen: 2014
Seiten: 368
ISBN: 978-3-453-41447-1
Format: Taschenbuch
ISBN eBook: 978-3-641-13249-1

Dienstag, 26. August 2014

Claire Legrand - Das Haus der verschwundenen Kinder von SINA

Heyne

Victorias Leben ist geordnet. Alles hat seinen Sinn und sie mag es nicht, wenn Unordnung herrscht. Alles muss geregelt sein, außergewöhnliches passt nicht und muss zurechtgebogen werden. Nur Lawrence passt nicht so recht zu ihr. Er ist unordentlich, verträumt und vergisst gerne Dinge. Trotzdem ist er Victorias bester Freund und sie versucht, aus ihm einen ordentlichen Jungen zu machen.
Eines Tages verschwindet Lawrence und Victoria will wissen, wo Lawrence denn ist. Sie stellt Nachforschungen an und kommt bald dahinter, dass Lawrence in der Erziehungsanstalt von Mrs. Cavendish am Ende der Straße ist. Kinder, die dort hinkommen, kehren entweder nicht zurück und wenn, dann benehmen sie sich ungewöhnlich still und brav.
Doch Victorias Fragen bleiben nicht ungehört und auch Mrs. Cavendish wird auf sie aufmerksam. Und plötzlich befindet sich Victoria auch im Heim.

Der Anfang des Buches war vielversprechend. Man lernt Victoria und Lawrence sowie einige Bewohner der Straße kennen, in der Victoria wohnt. Alle scheinen nett, aber auch etwas verquer.

Victoria ist keine typische 12jährige. Sie ist darauf aus, in allem die Beste zu sein. Und ihr Zwang zur Ordentlichkeit mutet eher krankhaft an.
Trotzdem hat sie nette Züge an sich und ihre Freundschaft zu Lawrence macht ihr verhalten wieder wett.

Lawrence ist ein zerstreuter, sympathischer 12jähriger Junge, der sich der Musik verschrieben hat. Außerdem ist er glücklich, eine Freundin wie Victoria zu haben.

Beide Charaktere sind das krasse Gegenteil. Die ordentliche Victoria und der chaotische Lawrence.

Als Lawrence verschwindet, kommt die Geschichte in Fahrt. Victorias Nachforschungen allerdings fand ich dann doch etwas „unordentlich“. Man lernt sie als zielstrebiges Mädchen kennen, dass nichts unversucht lässt, hinter die Antwort auf die Frage zu kommen und bei einem so großen Ereignis wie das Verschwinden ihres besten Freundes lässt sie alles etwas schleifen.

Die Geschichte zieht sich aber der Hälfte des Buches und wird auch etwas wirr. Teilweise konnte ich der Autorin nicht mehr folgen. Viele Wiederholungen brachten mich auch etwas aus dem Konzept.

Das Buch wird als „Jugendbuch“ angepriesen, doch war ich teilweise überrascht, mit welch Horror-Elementen die Autorin versucht, Spannung reinzubringen.
Auch war ab Mitte des Buches vorhersehbar, wie die Geschichte endet. Wirkliche Überraschungen hat es keine mehr gegeben.

Das letzte Kapitel gibt dann doch ein Rätsel auf und man fragt sich am Ende, ob die Geschichte vielleicht der Auftakt einer Reihe geplant ist. Leider konnte ich darüber nichts genaues finden.

Fazit:
Schade, war die Idee zu Anfang noch ausgereift, ließ sie mit jeder weiteren Seite nach. Von mir gibt es nur 4 von 10 Punkten.

Verlag: Heyne
erschienen: 25. August 2014
Printseiten: 318
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-453-26778-7

Montag, 25. August 2014

Anna Romer: Das Rosenholzzimmer von CORINNA

Quelle: Goldmann
INHALT:
Nach dem Tod ihres Ex-Freundes erben Audrey und die gemeinsame Tochter Bronwyn das Familienanwesen im ländlichen Queensland.
Beide verlieben sich sofort in das in die Jahre gekommene Haus und beschließen aufs Land zu ziehen und einen Neuanfang zu wagen. Doch Audrey findet keine Ruhe, schleicht nachts durchs Haus und entdeckt schließlich ein Foto von Samuel. Dieser ist der Großvater ihres Ex-Freundes und soll vor Jahren einen Mord begangen haben.
Audrey spürt eine Verbindung, glaubt an die Unschuld und gräbt alte Familiengeheimnisse aus, die besser nicht ans Tageslicht gekommen wären. Und schon bald scheint ihr die Vergangenheit zum greifen nahe zu kommen und möchte der jungen Frau nicht nur Gutes...



„Das Rosenholzzimmer“ von Anna Romer ist ein Buch, welches mich von Beginn an gepackt hat. Noch vor dem Lesen stolperte ich über dieses wunderbare Cover. Ich sah das Haus und hatte bereits eine Geschichte in meinem Kopf. Doch dann, nach genauerer Betrachtung, wirkte dieses Haus auf einmal so anders. Mir fiel erst auf dem zweiten Blick auf, dass es in keinem guten Zustand ist und auch recht einsam liegt. Die Neugierde wurde geweckt...

Anna Romer hat mit „Das Rosenholzzimmer“ ihren fantastischen Debütroman vorgelegt und ich glaube, es war die Art wie sie Geschichten erzählt, die mich gepackt hat. Sie schreibt nicht nur flüssig und bildlich, nein, dies wäre zu einfach. Sie verzaubert, bringt Landschaften zu ihren Lesern und führte mich selbst sehr tief in die Geschichte hinein. Dies alles passiert auf einem hohen Niveau. Nein, keine Sorge, damit meine ich nicht die Schwierigkeitsstufe in der sie schreibt, sondern eher den Bereich der die Atmosphäre betrifft, die ihre Leser bei diesem Buch umgibt.
Ich war fasziniert vom Haus, den Personen und der Umgebung. Auch wenn ich mir Australien so anders vorgestellt habe, konnte ich doch den Busch spüren, die Loris hören und die Hitze fühlen.

Dies alles ist natürlich für das Lesevergnügen sehr gut, wäre aber nichts, wenn die Geschichte nicht fesseln könnte. Doch „Das Rosenholzzimmer“ schafft es auch in diesem Bereich zu punkten.

Wir starten mit Audrey und Bronwyn in ein neues Leben. Beide haben nur noch sich selbst und erben dieses Haus. Doch dieses Geheimnis, welches dann Tony (Audreys Ex-Freund) umgibt, wird schnell spürbar. Und es entwickelt sich ein Netz aus Geschehnissen und die Frage, wer für die schrecklichen Taten in der Vergangenheit verantwortlich war.

Dies alles war so spannend, unterhaltend und fesselnd. Ich selber musste erst einmal die Personen sortieren, überlegen wer vielleicht gut und wer böse ist, um dann wieder neu zu beginnen.
Dabei ist dieses Buch kein Krimi, sondern eine Familiengeschichte mit einem dunklen Geheimnis, das immer weiter an die Oberfläche dringt und bei dessen Auflösung man gerne helfen möchte.

Man merkt sicherlich, dass ich sehr begeistert von diesem Roman bin und ihn nur empfehlen kann. Das Beste, was ich seit längerem gelesen habe!

Mein Fazit:
Eine spannende Familiengeschichte, mit vielen Geheimnissen und einer Story, die von der ersten, bis zur letzten Seite fesselt.

10 von 10 Punkten!

Verlag: Goldmann
Erschienen: 2014
Seiten: 576
ISBN: 978-3-442-31377-8
Format: Hardcover
ISBN eBook: 978-3-641-14273-5

Sonntag, 24. August 2014

Michelle Schrenk: Unter halbblauem Himmel von CORINNA

Quelle:Canim Verlag
INHALT:
Fünf lange Jahre sind vergangen seit Lena und Robin sich zum letzten Mal begegnet sind. Dabei waren sie Freunde fürs Leben. Freunde, die sich schon immer kannten und für einander durchs Feuer gingen.
Doch ein Abend ändert alles. Beide verlieren sich aus den Augen und begegnen sich durch Zufall auf dem Nürnberger Stadtfest wieder. Alles ist wieder da und doch haben sie sich verändert.
Nun ist die Frage ob sie weiterhin „Unter halbblauem Himmel“ bleiben wollen, oder ob es doch noch einen gemeinsamen Weg geben kann...



„Unter halbblauem Himmel“ von Michelle Schrenk ist ein Buch, welches mich die letzte Nacht wirklich beschäftigt hat. Nicht nur, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte, nein, nach Beendigung denkt man auch über sein eigenes Leben nach. Wie es früher war, wie es nun ist und wie es in Zukunft sein könnte...

Es geht um die beiden Freunde Lena und Robin. Sie kennen sich bereits seit sie 6 Jahre alt sind, gehen zusammen mit Anne als Dreierteam durch das Leben und verlieren sich durch eine blöde Sache aus den Augen. Gerade Lena schlaucht dieses. Empfindet sie doch für Robin mehr als nur Freundschaft.

Es ist die Art wir Michelle Schrenk in ihrem Buch erzählt, die mich so begeistert hat. Für mich war es beinahe so, als würde mir eine Freundin ihre Geschichte erzählen. Mal ist diese sehr unterhaltend und man möchte die Protagonisten in die richtige Richtung schubsen, dann wieder sehr emotional und schließlich kann man sich auch ein Grinsen nicht verkneifen.
Diese Mischung macht das Buch aus und wird durch die wunderbare Musik von Gabriel Strack unterstrichen, der extra für „Unter halbblauem Himmel“ zwei Songs geschrieben hat.


Ich selber hörte beim Lesen immer mal wieder in die Lieder rein und sie passen wirklich genau zum Roman. Man merkt, wie viel Mühe dahinter steckt und wie gut sie auch in die Geschichte eingebaut wurden. Ein tolles Erlebnis, das man während der Lesezeit hat.

Zusätzlich merkt man aber auch, dass Michelle Schrenk ihre Figuren und auch die Stadt Nürnberg liebt. Sie baut die Geschichte der Stadt in das Buch ein und schreibt dies so, dass selbst ich als Nordlicht sehr neugierig geworden bin. Alte Sagen, schöne Plätze und historische Gebäude finden so ein Zuhause in „Unter halbblauem Himmel“ und machen alles sehr greifbar. Aber auch Film- und Buchzitate, gespickt mit aktuellen Songs aus dem Radio, geben diesem Roman ein Gesicht und so gehen wir Leser/-innen auf eine Reise, während wir in diesem Roman lesen.

Ganz am Ende kann ich sagen, dass man nach Beendigung des Buches sicherlich sein Leben reflektiert. Wie war es bisher? Habe ich Dinge getan, die ich tun/schaffen wollte und genieße ich mein Leben so, wie es sein sollte?
Ich gebe dazu mal einen Originalabschnitt wider:

„Unter halbblauem Himmel: das Gefühl, wenn Du zurückdenkst und spürst, dass etwas fehlt.

Also genießt Euer Leben! Denn der Himmel soll blau sein und nicht nur halbblau. ;)

Mein Fazit:
Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Liebe und das Leben. Unterstrichen durch tolle Songs, die diese Story unterstützen.
Lesen und abtauchen!

8 von 10 Punkten!

Verlag: Canim Verlag
Erschienen: 2014
Seiten: 340
ISBN: 978-3942790079  
Format: Taschenbuch
Auch als eBook erhältlich!

Freitag, 22. August 2014

Veronica Roth - Die Bestimmung (Band 01) von SINA


cbt

Beatrice gehört der Fraktion der Altruan an, die als höchstes Ziel Selbstlosigkeit anstrebt. Am Tag ihrer Initiation kann sie sich nun entscheiden, ob sie weiter den Altruan angehören will oder sich einer der vier anderen Fraktionen anschließen möchte. Vorher kommt jedoch der Tag der Bestimmung, an welcher Beatrice erfährt, für welche Fraktion sie am Besten geeignet ist. Doch dort kommt alles anders. Beatrice ist eine Unbestimmte, sie passt zu mehreren Fraktionen. Und damit ist sie eine Gefahr für alle Fraktionen. Ihr Ergebnis wird vertuscht, aber Beatrice weiß, dass sie nun auch selbst in Gefahr ist. Ein Geheimnis jagt plötzlich das andere und ihre letztendliche Entscheidung für eine Fraktion schockt alle. Doch dann trifft sie auf Four und weiß, dass es sich lohnt, zu kämpfen.

Nach vielen Empfehlungen und letztendlich auch der Verfilmung des ersten Teils der Trilogie (welche ich jedoch noch nicht gesehen habe), habe ich mich nun auch entschieden, zum Auftakt der Reihe zu greifen. Aber nach Beenden des Buches kann ich nicht genau sagen, was ich davon halten soll.

Es war gut, ohne Zweifel, aber trotzdem hat mir irgendwas gefehlt. Da es sich um den ersten Teil der Trilogie handelt, kommen viele Erklärungen, bis Beatrice endlich dort landet, was sie selbst für ihre Bestimmung hält. Das anschließende Training nimmt auch nochmals eine beträchtliche Menge im Buch ein. Erst am Ende kommt Fahrt auf und es bildet sich ein roter Faden heraus.

Beatrice Entwicklung war sehr rasant. Sie hat innerhalb weniger Tage eine 180-Grad-Wendung gemacht. Ihr softes Auftreten zu Anfang wird tough und teilweise auch sehr frech. Diese Entwicklung hat mir persönlich nicht sehr gut gefallen, da sie in meinen Augen sehr negativ war. Die teilweise gewaltbereite Haltung hat so gar nicht zu ihr gepasst.

Die Story an sich ist hochinteressant, da sie sich von anderen Dystopien doch unterscheidet. Es gibt nicht ein System, dass seine Anhänger unterdrückt und ihnen vorschreibt, was sie zu tun oder zu lassen haben, sondern es gibt fünf Fraktionen, die mehr oder weniger friedlich nebeneinander leben und sich gegenseitig mit ihren Erfindungen oder ihrem sozialen Verhalten unterstützen und versuchen, dem idealen Leben am nächsten zu kommen.

Aber wie auch im wahren Leben gibt es immer einen, der nach höherem strebt und die Macht an sich reißen möchte.

Four hat mir von seiner Art sehr gut gefallen. Erst undurchsichtig, aber trotzdem sachlich und ruhig, hat er zu Beatrice einen Gegenpol gebildet, der ihr manchmal den Wind aus den Segeln nahm und sie wieder auf den Boden der Tatsachen herunterbrachte.

Auch wenn ich mit Beatrice oder kurz Tris nicht sehr warm geworden bin, hat das Buch doch Spaß gemacht, was auch an der angenehmen Schreibweise der Autorin lag. Sie hat es auch mit wenig eingeworfenen Details doch geschafft, mir ein Bild der Welt zu verschaffen, in der Tris und Four leben und mit welchen Mitteln sie versuchen müssen, ihr Leben zu schützen.

Fazit:

Interessanter Ansatz mit einer noch unsympathischen Protagonistin. Deswegen gibt es leider nur 6 Punkte.

Verlag: cbt
erschienen: 2012
Printseiten: 480
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-570-16131-9

Sonntag, 17. August 2014

Taylor Jenkins Reid: Neun Tage und ein Jahr von CORINNA

Quelle: Diana Verlag
INHALT: 
Neun Tage sind Elsie und Ben verheiratet, als Ben geht. Bei einem Verkehrsunfall kommt er ums Leben und ist nach einer kurzen und intensiven Liebe aus Elsies Leben verschwunden.
Für die junge Frau geht die Welt unter, sie fällt von jetzt auf gleich in ein Loch und weiß nicht wie ihr Leben ohne Ben weitergehen soll.
Als sie dann im Krankenhaus auf Bens Mutter triff, stößt sie auf Ablehnung. Treffen die beiden Frauen sich doch zum ersten Mal und Susan, Bens Mutter, reagiert zunächst alles andere als freundlich auf ihre Schwiegertochter.
Doch langsam nähern sich die Beiden immer weiter an und das Unglück scheint die Frauen aneinander zu binden.



Ich habe bei „Neun Tage und ein Jahr“ geweint, gelacht und wieder geweint. Die Taschentücher sollten beim Lesen nicht fehlen.

Wir lernen gleich zu Beginn das frisch verheiratete Paar Elsie und Ben kennen. Erleben ihre letzten Minuten und auch den Unfall mit.

Ich gebe zu, ganz zu Beginn dachte ich nicht, dass mich dieses Buch so packen könnte. Ich fand den Schreibstil zwar im kompletten Buch sehr flüssig, aber dieses emotionale und das gefühlvolle Miteinander wuchs erst im Laufe der Geschichte weiter an.
Der Unfall und die erste Trauerzeit war zwar sehr schockierend und realistisch, aber ich konnte sie nüchtern betrachten und ich glaube dies war auch sehr gut und sicherlich so gewollt.

Taylor Jenkins Reid schreibt ihr Buch in verschiedenen Zeiten. Wir beginnen mit dem Juni, dem Monat des Unfalls und gehen mit Elsie weiter durch ihr Leben. Nach einigen Seiten wechselt das Buch jedoch in den Januar zurück. Dort haben sich die Zwei kennengelernt und als Leser/-in darf man Teil von ihrer Liebe werden.

Es ist also, durch diesen stetigen Wechsel, ein Auf und Ab der Gefühle. Wo man in einem Moment noch vor Trauer zerspringen könnte, lacht und freut man sich im nächsten Abschnitt wieder.

Das Zusammenspiel dieser Zeitenwechsel war für mich aber das Entscheidende. Kleinigkeiten aus dem Hier und Jetzt bekommen mit einem Blick zurück, eine ganz andere Bedeutung und je mehr das Buch voranschritt, je mehr trauerte ich um Ben mit. Ein ganz großes Lob an die Autorin, dies hat mich unheimlich begeistert.

Aber es gibt auch noch etwas wichtiges, dass ich nicht vergessen möchte.
Die Charaktere um Elsie herum sind sehr gut beschrieben und haben eine sehr große Kraft. Allen voran Susan, mit der ich ebenso leiden konnte, wie mit Elsie. Eine wunderbare Person, die neben Ana und Mr. Callahan (wer dies ist muss jeder selbst entdecken), eine sehr gute Unterstützung war.

Was mich ganz am Schluss noch sehr gefreut hat war, dass das Ende so geschrieben wurde wie es ist. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, aber für mich war es so genau richtig.

Mein Fazit:
„Neun Tage und ein Jahr“ von Taylor Jenkins Reid ist ein Buch, das eine ehrliche Trauer beschreibt. Aber auch die Wichtigkeit eines jeden Momentes wurde mir hier noch einmal deutlich. Man muss das Leben immer genießen (egal was kommt) dies sollte man einfach nicht vergessen.

9 von 10 Punkten!

Verlag: Diana Verlag
Erschienen: 2014
Seiten: 368
ISBN: 978-3-453-29164-5 
Format: Paperback
ISBN eBook: 978-3-641-13259-0

Bibliografie: Taylos Jenkins Reid

Tailor Jenkins Reid wurde in Massachusetts geboren und studierte am Emerson College in Boston.
Sie lebt mit ihrem Mann in Los Angeles und arbeitet momentan an ihrem nächsten Buch.


Romane:
- Neun Tage und ein Jahr


Quelle: Diana Verlag

Donnerstag, 14. August 2014

Diverse (Hrsg. Grit Richter) - Steampunk Akte Deutschland von SINA

Art Skript Phantastik Verlag

Steampunk Akte Deutschland. 15 Kurzgeschichten rund um dieses futuristische Thema, welche einem in eine Welt entführen, die nur so gespickt ist mit Dampfmaschinen, kleinen Erfindungen, die das Leben leichter machen und Waffen, die einem das Leben retten, aber auch kosten können. Kupfer und Dampf beherrschen die Welt. Aber auch andere Gestalten machen einem das Leben schwer. Denn auch Vampire, Werwölfe und andere Fabelwesen treiben ihr Unwesen.

Wieder ein kleines Juwel aus dem Art Skript Phantastik Verlag, das einem kurzweiliges Lesevergnügen verspricht.

Steampunk ist für mich persönlich ein Genre, zu dem ich erst mit „Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ von Kady Cross gekommen bin und seit dem liebe ich es, solche Geschichten zu lesen. Eine Anthologie dazu war natürlich für mich ein Muss.

Und wieder haben sich 15 Autoren so ihre Gedanken zu dem Thema gemacht, die unterschiedlicher nicht sein können.

So erlebt man Abenteuer mit mechanischen Menschen, Werwolfjägern, einer ungewöhnlichen Konservendose, einem skrupellosen Grafen, dem nur das Wohl seiner Tochter am Herzen liegt und noch viele andere außergewöhnliche Ideen.

Wieder möchte ich zwei Geschichten hervorheben, die mir besonders gut gefallen haben.

Katharina Fiona Bode – Erasmus Emmerich & der Messing-Türknauf:
Mit viel Witz und einer ungewöhnlich liebenswerten Qualmfee macht sich Erasmus Emmerich daran, herauszufinden, warum an einer Eisentür, an der sich schon immer ein Eisenknauf befunden hat, nun plötzlich ein Messing-Türknauf befindet.
Die Idee an sich finde ich schon ungewöhnlich und die Umsetzung ist bestens gelungen. Vor allem die Fee Marie hat mir sehr gut gefallen, da sie sehr schlagfertig ist.

Isabelle Wallat – Das einfallsreiche Fräulein Helena Roth:
Helena ist eine toughe junge Frau, die mit ihren ungewöhnlichen Erfindungen das Leben leichter macht und mit ihrem Mut und ihrer Liebe zu ihren Freunden alles in Bewegung setzt, um diese auch zu beschützen. Zusammen mit dem Gargouille Remi bildet sich ein starkes Team.
Hier hat es mir natürlich der vorlaute kleine Gargoyle Remi angetan, der aber für Helena ein guter Freund und Begleiter ist.

Ich hoffe, dass das Thema Steampunk für die Herausgeberin der Bücher, Grit Richter, noch lange nicht erledigt ist und sich noch viele weitere Geschichten finden werden, die es ermöglichen, weiter Anthologien herauszubringen.

Aber nicht nur das Buchinnere, das Buch an sich ist auch zu loben. Das Cover passt hervorragend zum Inhalt und hier gerade zum Vorwort und auf dem Buchschnitt wiederholt sich das Thema. Selbst damit ist das Buch ein Schatz fürs Bücherregal.

Fazit:
Steampunk Deutschland – wunderbar umgesetzt. 10 Punkte.

Verlag: Art Skript Phantastik Verlag
erschienen: 2014
Printseiten: 224
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3945045008

Mittwoch, 13. August 2014

Kristan Higgins: Ein Goldfisch räumt auf von CORINNA

Quelle: MIRA Taschenbuch
INHALT:
Parkers Leben wird gerade komplett umgekrempelt. Heute lebt sie noch im Luxusanwesen ihrer Familie, zieht ihren Sohn groß und braucht sich um den finanziellen Teil keine Sorgen zu machen. Doch von jetzt auf gleich ist alles anders...
Harry, ihr Vater landet im Gefängnis, das komplette Geld der Familie (auch Parkers!) ist weg und sie steht vor einem kompletten Neuanfang.
Gut ist, dass ihre Tante ihr vor Jahren ein Häuschen im beschaulichen Gideon´s Cove vermacht hat. Dieses möchte sie nun für einen Verkauf aufbereiten um dann finanziell besser dazustehen. Es wäre auch bestimmt zu schaffen, wäre da nicht James Cahill, der Anwalt ihres Vaters, den Parker sicherlich als letzten Menschen auf dieser Welt sehen möchte.
Doch wo er schon da ist, kann er ja auch helfen...



Ich liebe die Bücher von Kristan Higgins! Sie sind lustig, romantisch, unterhaltend und machen einfach Spaß.

„Ein Goldfisch räumt auf“ ist hier das erste Buch, in dem ich die Protagonisten bereits aus einem vorangegangenen Roman kannte. Aus diesem Grund kommt hier die Reihenfolge:

  1. Ein Goldfisch räumt auf

Was mich an diesem Buch so beeindruckt hat, war die Gefühlswelt die Parker durchlebt. Ihr Leben ändert sich von einer Sekunde zur nächsten, sie kommt aus sehr reichem Hause und musste noch nie hart arbeiten.

Trotzdem schafft sie es, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Ganz im Gegenteil! Parker krempelt hier die Ärmel hoch und beginnt voller Tatendrang, auch wenn es sicherlich kein einfacher Start ist. Damit machte die Autorin für mich noch deutlicher, dass man alles schaffen kann, wenn man es nur wirklich versucht.
Etwas, dass man sich sicherlich immer wieder sagen sollte, auch wenn mir natürlich bewusst ist, dass es sich hier nur um Romanfiguren handelt.

Die Geschichte an sich wird aus zwei Perspektiven erzählt. Da haben wir natürlich Parker auf der einen Seite, die den Hauptteil übernimmt, aber auch James darf immer wieder seine Sicht der Dinge schildern.
Gespickt ist der Roman dann mit kleinen Rückblenden um auf die Gefühlswelt der Beiden noch genauer eingehen zu können. Selbstverständlich haben beide Personen ja auch eine Vergangenheit und diese kleinen Rückblenden machten so manche Handlung verständlicher, waren aber zu keinem Zeitpunkt störend.

Was ich dann noch hervorheben möchte war der Ort Gideon´s Cove, der wohl schon eine wichtige Rolle in Kristan Higgins Buch „Fang des Tages“ spielte. Mir persönlich hat diese nette, heimelige und freundschaftliche Atmosphäre einfach gut gefallen. Auch diese hat das Buch aufgewertet.
Während des Lesens stellt man sich durchaus vor in dem kleinen Ort zu leben, der sich um seine Bewohner kümmert und in meiner Vorstellungskraft sehr romantisch wirkt.

Aber was schreibe ich... Kristan Higgins schafft es einfach immer wieder, dass ich beim Lesen abschalten kann, mich prächtig amüsiere und einfach jede Seite genieße. Sie ist in gut 1,5 Jahren zu meiner Lieblingsautorin in diesem Genre geworden und ich kann bisher jedes ihrer Bücher empfehlen. Taucht einfach ab und genießt!

Mein Fazit:
„Ein Goldfisch räumt auf“ ist eine wunderbare Geschichte mit tollen Charakteren. Ich hatte beim Lesen unheimlich viel Spaß und kann auch dieses Buch von Kristan Higgins nur empfehlen.

10 von 10 Punkten!

Verlag: MIRA Taschenbuch
Erschienen: 2014
Seiten: 416
ISBN: 978-3-95649-021-7
Format: Taschenbuch
ISBN eBook: 978-3-95649-322-5   

Dienstag, 12. August 2014

Diverse (Hrsg. Grit Richter) - Die Damen der Geschichte: Dark Fantasy-Geschichten mit historischem Hintergrund von SINA

Art Skript Phantastik Verlag

12 historische, weibliche Persönlichkeiten, die in dieser Anthologie in einem anderen Licht erstrahlen. Man denkt, man weiß alles über sie, doch ihre dunkelsten Geheimnisse blieben verborgen. Bis jetzt!

Eine neue Anthologie aus dem Art Skript Phantastik Verlag, der sich in meinen Augen mittlerweile zu einem kleinen Geheimtipp entwickelt hat.
Diesmal hat sich die Herausgeberin Grit Richter den Damen der Geschichte zugewandt und verschiedene Autoren dazu aufgerufen, die dunkelsten Geheimnisse dieser Ladys hervorzubringen. Entstanden sind dabei 12 Dark-Fantasy-Geschichten, die geheimnisvoller und fantastischer nicht sein könnten.

Man begegnet den Borgias, wie sie gegen die Medici kämpfen. Doch nicht so, wie gewohnt. Sondern Werwölfe gegen Vampire. Indianische Mythen werden Wirklichkeit und führen in dunkle Abgründe. Die Mutter von Ivan, dem Schrecklichen schließt einen Pakt mit einer Hexe und sieht nicht, wer ihr wahrer Feind ist.
Piratenköniginnen, Anna von Österreich und ihr Sohn mit der eisernen Maske. Kaiserin Sisi's Kampf gegen das Älterwerden. Madam Pompadoure, Mary Stuart oder auch Florence Nightingale. Und noch weitere Damen der Geschichte.

Mit Staunen habe ich die einzelnen Geschichten gelesen und mich immer wieder gefragt, wie es die Autoren schaffen, so geschickt eine fantastische Geschichte in die eigentliche Geschichte der weiblichen Persönlichkeit miteinzuarbeiten. Man könnte nach Lesen des Buches meinen, dass es sich wirklich so abgespielt haben könnte.

Mir haben die unterschiedlichen Schreibstile sehr gut gefallen. Zwei Geschichten möchte ich besonders hervorheben, da sie zu meinem Favoriten in dieser kleinen Anthologie gehören.


Andrea Bienek – Wenn ich sprechen könnte: Die Autorin schreibt aus Sicht eines Graupapageis, der sich selbst als „dumm“ hinstellt, da er ja nur „ein einfältiger, alter Vogel“ ist. Doch ist er ein wichtiger Bestandteil im Leben von Anna von Österreich. Diese geht einen Pakt mit einem Dämon ein, da sie nach etlichen Fehlgeburten endlich einen Sohn und Stammhalter in den Armen halten will.
Mir hat die Sicht des Vogels sehr gut gefallen. Er hat alles mitbekommen, konnte aber nicht eingreifen und stellt seine eigenen Thesen auf, die dann letztendlich zeigen, dass er gar nicht so dumm und einfältig ist.

Isabel Schwaak – Kalte Spiegel: Da die Kaiserin von Österreich, Elisabeth auch genannt Sisi für mich eine faszinierende Frau war, fand ich es sehr schön, auch von ihr eine Geschichte in der Anthologie zu finden. So griff die Autorin die Angst der Kaiserin vor dem Älterwerden auf und flocht daraus eine fantastische Geschichte, die es letztendlich fast unmöglich macht, nicht daran zu glauben. Die Kaiserin wird darin als sehr neugierig, aber auch besonnen dargestellt, gerade so, wie ich sie auch sehe.

Alles in allem hat mir die Anthologie sehr gut gefallen, vor allem eben auch, weil manche mächtigen Frauen der Geschichte im Mittelpunkt stehen und ihre Männer mal außen vor sind.
Durch die abwechslungsreichen Sichtweisen entsteht so ein kleines Highlight.

Fazit:
Eine fantastische Reise durch die Geschichte. Von mir gibt es deswegen die volle Punktzahl.

Verlag: Art Skript Phantastik Verlag
erschienen: 2014
Printseiten: 175
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3945045015


Donnerstag, 7. August 2014

Ivo Pala - H2O: Das Sterben beginnt von SINA

Randomhouse

Rätselhafte Tode stellen das Team um Julian Berg von der Terrorabwehr und Dr. Alexander Kehlhausen vom Bundesamt für Strahlenschutz vor eine schwierige Aufgabe. Bis sie herausfinden, dass eine Terrorgruppe das Trinkwasserreservoir im Bayerischen Wald mit Atommüll verschmutzt hat. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn die Terroristen wollen noch weitere Trinkwasserreservoirs verschmutzen.

Der Klappentext las sich sehr interessant und ich versprach mir eine spannende Story, die den Eindruck erweckt, dass solch ein Akt des Terrorismus tatsächlich möglich ist.
Doch wurde ich gleich zu Anfang von meinem hohen Roß heruntergeholt. Und dies lag nur am dem Protagonisten Julian Berg. Der erste Eindruck, den er in mir hegte, war Mitleid. Doch dann hat er mit seinem sehr unkonventionellen und auch brutalen Methoden meine Antipathie sich gegenüber geweckt. Ich wurde einfach nicht mit ihm warm.

Julian Berg verkörpert mit seinem Handeln all das, was ich persönlich verabscheue. Er ist brutal, schonungslos ehrlich gegenüber seinen Mitarbeitern und Freunden, schreckt auch nicht vor Gewalt zurück und aufgrund seiner Wutausbrüche und seinem Hang zum Selbstmitleid sieht er manchmal so dermaßen Rot, dass er nicht klar denken kann und sich einem falschen Handeln hingibt.

Dies legt sich zwar im Laufe der Zeit, hat jedoch bei mir persönlich einen sehr bitteren Nachgeschmack hinterlassen.
Dr. Alexander Kehlhausen, der im Klappentext so groß erwähnt wird, findet bei mir leider auch wenig Anklang, da er gegenüber Julian Berg dann doch eher eine untergeordnete Rolle als Beamter des Strahlenschutzes spielt.

Auch die Story an sich war am Anfang noch sehr interessant, zog sich dann jedoch immer mehr in die Länge, bis ich ca. in der Mitte des Buches kurz davor war, abzubrechen und mich einer interessanteren Lektüre zu widmen.
Ich quälte mich dann doch weiter. Und siehe da, es kam dann doch nochmal Fahrt auf. Zwar nicht rasant und auch nicht mit dem nötigen Maß, das Buch in den Himmel zu loben, sondern schleichend und mit einem kleinen Teil Neugier, der mich bewog, weiter dranzubleiben und doch noch auf ein interessantes Ende zu hoffen.

Auch die Protagonisten um Julian Berg herum blieben für mich blass und formlos. Ich hatte zu keinem einen richtigen Draht. Auch wenn der Autor bei vielen Dingen ins Detail geht, hat er an den Stellen damit gespart, in denen es für mich persönlich von Wert gewesen wäre, etwas mehr über die Charaktere zu erfahren.

Letztendlich hatte ich also nach Beendigung des Buches eine Story hinter mir, die mich nicht richtig packen konnte. Schade, war es doch vielversprechend, mal das Wasser als Auslöser eines Endzeitszenarios zu sehen und nicht irgendwelche Vampire, Außerirdische oder sonstige Fabelwesen.

Fazit:
Kraftlos und nichtsaussagend. Für mich leider ein Buch, dass eher zu den Flops zählt. Von mir gibt es leider nur 4 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2014
Printseiten: 445
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-442-38293-4

Dienstag, 5. August 2014

Linda Lael Miller: Big Sky Summer - Zeit der Entscheidung von CORINNA

Quelle: MIRA Taschenbuch
INHALT:
Die Beziehung zwischen Walker Parrish und Casey Elder ist alles andere als einfach. Nicht nur, dass die beiden Eltern von zwei Teenagern sind und niemand dies weiß, Casey die berühmte Sängerin, ist nun auch nach Montana gezogen.
Nun gibt es natürlich einige Dinge zu klären, denn Walker möchte nicht nur der nette Onkel sein, sondern auch zu seiner Vaterschaft stehen. Casey ist alles andere als begeistert und trotzdem versucht auch sie einen Schritt auf den Vater ihrer Kinder zuzugehen. Schließlich ist immer noch etwas zwischen ihnen und auch dies möchte nach Jahren endlich raus...



„Big Sky Summer – Zeit der Entscheidung“ von Linda Lael Miller ist der vierte Teil der Reihe rund um den kleinen Ort Parable, Montana.

Hier kommt die bisherige Reihenfolge:

  1. Zeit der Entscheidung

Linda Lael Miller mit ihrer Big Sky-Reihe heißt für mich jedes Mal ein Besuch bei Freunden. Längst bin ich in ihren Geschichten angekommen, freue mich auf die bekannten Gesichter und bin gespannt, welches Paar sich die Autorin dieses Mal ausgedacht hat.

Hier treffen wie Leserinnen sogar zwei Charaktere aus den vorangegangenen Büchern wieder. Denn Walker und auch Casey sind uns bereits bekannt.
Allerdings wurde es für mich dadurch nur noch spannender, da sich in den Vorgängern langsam eine Geschichte aufbaute, die nun hier weitergeht.
Casey ist eine sehr berühmte Countrysängerin und Walker ein sehr bodenständiger Züchter. Nun wohnen die Zwei nicht mehr weit entfernt und nähern sich langsam an.

Ich selber habe auf diese Geschichte sehr gewartet und finde generell Liebesgeschichten mit (Buch-)Prominenten immer sehr spannend. Dies ist ja eine Welt für sich und natürlich ist man neugierig auf das, was da kommen wird.

Der Schreibstil der Autorin ist wie immer flüssig, liebevoll was die Umgebung und ihre Figuren angeht und unterhaltend.
Selbstverständlich muss man für diese Bücher die Welt der Cowboys mögen. Ich selber kann mich nicht mit jeder konservativen Einstellung anfreunden, trotzdem ist es auch kein Problem darüber hinweg zu sehen und zu genießen.

Was mich bei „Zeit der Entscheidung“ erwartet hat, war ein abwechslungsreicher Teil, der Protagonisten zeigte, die sich sehr lange kennen und auch schätzen. Wie sie langsam zueinander finden, war gut gelöst, realistisch und spannend zu betrachten.

Für mich gibt es einen kleinen Punktabzug, da ich ein paar Dinge vermisst habe, die mich komplett an das Buch binden. Dazu zählt sicherlich ein spannenderes Zusammenkommen und ein größeres Hin und Her, bis es endlich soweit ist.
Trotzdem hatte ich durchaus Lesespaß und würde Fans der Reihe zu diesem Buch raten. Es ist ein sympathisches Paar und eine tolle Familie, die ich gerne begleitet habe.
Ein paar Seiten mehr hätten hier sicherlich die Geschichte aufgewertet, waren aber nicht zwingend notwendig.

Mein Fazit:
Ein passender 4. Teil der Big Sky-Reihe und ein Buch, dass sich liest als würde man Freunde besuchen. Perfekt für schöne Leseabende.

8 von 10 Punkten!

Verlag: MIRA Taschenbuch
Erschienen: 2014
Seiten: 304
ISBN: 978-3-95649-030-9  
ISBN eBook: 978-3-95649-331-7

Nancy Atherton - Tante Dimity und der verschwundene Prinz (18) von SINA

sina frambach

Lori hat es diesmal mit einem besonders kniffligen Fall zu tun. Aus Verzweiflung heraus macht sie zusammen mit ihren Zwillingen und Bree Prym einen Ausflug nach Skeaping Manor, einem Museum, dass eher gruselige Dinge beherbert. Im ersten Stock allerdings macht Lori eine eher ungewöhnliche Entdeckung. Daisy, ein kleines Mädchen, erzählt Lori eine geheimnisvolle Geschichte von einem verschwundenen Prinzen und dies in so eindringlicher Art, dass Lori gleich weiß, dass sie diesen Prinzen unbedingt finden muss.

Mittlerweile ist dies der 18. Band der Tante Dimity-Reihe und ich bin immer wieder überrascht, dass die Autorin es schafft, mich weiterhin an sie zu fesseln. Durch den lockeren Schreibstil, die liebevollen, detailgenauen Beschreibungen der einzelnen Orte, Plätze, Häuser oder Landschaften und eben ihrer unvergleichlichen Art ist man immer wieder fasziniert, wie Lori sich durch den Fall plaudert und rätselt.

Die Reihe ist einfach liebenswert und ich freue mich jedesmal wieder über eine neue Geschichte. Lori, Tante Dimity und ihre ungewöhnlichen Fälle sind jedesmal wieder eine Bereicherung, weil man nicht groß nachdenken muss, alle Beteiligten schon kennt und auch neue Protagonisten werden gleich ins Herz geschlossen.

Diesmal ist es Bree Prym, die Lori tatkräftig zur Seite steht. Kennen lernt man Bree in dem Band Tante Dimity und die Geister am Ende der Welt. Sie ist mit ihren 19 Jahren ja eigentlich sehr jung, sieht aber in Lori eine große Schwester, die sie auch dringend braucht. Lori braucht zwar einen kleinen Anstoß von Tante Dimity, merkt aber bald, dass auch sie für Bree eine Bezugsperson sein möchte.

Bree verändert sich zusehends. Ihre Vergangenheit ist nicht leicht und sie braucht auch noch einige Zeit, um diese richtig zu verarbeiten, aber ich denke, dass sie durch ihre Freundschaft zu Lori und durch ihre Handeln in der Geschichte vielleicht auch endlich ihre Bestimmung gefunden hat.

Schade fand ich mal wieder, dass Loris Ehemann Bill wieder keine große Rolle bekommen hat. Im Gegenteil, Lori lässt kein gutes Haar an ihm aus und suhlt sich in Selbstmitleid.
Ich hoffe, dass Lori in den nächsten Bänden eine Aufgabe findet, der sie sich intensiv widmen kann und so ihre persönliche Lücke im Leben füllen kann.

Fazit:

Wie immer ein kleines Lesevergnügen. 10 Punkte.

Verlag: Bertelsmann
erschienen: 2014
Printseiten: 351
Format: Taschenbuch

s. a. Bibliografie Nancy Atherton