Sonntag, 28. September 2014

Stilton, Thea - Die Thea Sisters und das Rätsel von New York von CORINNA

Quelle: Rowohlt
INHALT:
Thea Stilton, die Schwester des berühmten Geronimo Stilton, erlebt zusammen mit 5 ganz besonderen Mädchen, aufregende Abenteuer.
In ihrem 5. Buch geht es für die „Thea Sisters“ nach New York. Nicht nur das Nicky am New York-Marathon teilnimmt, nein, auch der „Phönix“ treib sein Unwesen im Stadtteil Tribeca. Wer steckt hinter diesem Verbrecher und werden die Thea Sisters den Fall lösen können?



Wenn mein Töchterchen (fast 8 Jahre alt) von einem Buch schwärmt, dann wird es für mich auch Zeit, dieses zu lesen.

Aus dem Fernsehen kenne ich bereits die Kinderserie Geronimo Stilton und ich gebe zu, als ich von den Abenteuern seiner Schwester gehört habe, musste ich die Thea Sisters unbedingt haben.

Vortesterin war wie gesagt meine ältere Tochter und direkt nachdem sie das Buch beendet hat, habe ich es auch unserer jüngeren Tochter (5) vorgelesen.
Bis gerade eben konnten wir das Buch nicht zur Seite legen. Wir sind Quereinsteiger und dieser 5. Fall ist das erste Buch für uns. Auch wenn ich jetzt schon auferlegt bekommen habe, die anderen Bücher ebenfalls zu kaufen, man kann mit jedem Buch der Reihe beginnen.

Gleich zu Beginn stellt sich jede der Thea Sisters einzeln vor. Es gibt einen Steckbrief und man kommt den Mäusen sehr schnell nahe. Das heißt, für jeden Mädchentyp ist eine Maus dabei, die gefallen wird.

Das Besondere des Buches ist aber die Art, wie die Geschichte geschrieben wurde. Immer wieder kommen Worte vor, die einen besonderen Schrifttyp haben. Als Beispiel kann ich das Wort „Weihnachten“ nennen, dass winterlich in rot-grün geschrieben wurde. Oder das Wort „Sirup“ zerläuft regelrecht... „bunte Blätter“ leuchten in Brauntönen. Es ist klar, dass man damit natürlich komplett in die Geschichte eintauchen kann. Gerade für Kinder veranschaulicht diese unterhaltende Art natürlich das Gelesene und macht noch mehr Spaß.

Da die Geschichte in New York spielt, kommen immer mal wieder kleine extra Abschnitte mit Infos der Stadt vor und man lernt nebenbei auch noch etwas. Perfekt. Dies stört übrigens zu keinem Zeitpunkt und unterhält wunderbar.
Auch Hinweise zum Fall werden mit einer Lupe markiert und erhöhen so die Spannung des Buches.

Dieses Buch ist sicherlich für Kinder ab ca. 8 Jahren geschrieben worden, trotzdem war ich selbst gefesselt und habe jede Seite genossen. Ich bin halt immer noch ein Kind im Herzen.

Mein Fazit:
Die Kinder sind begeistert und ich bin es auch. Die Thea Sisters rocken und machen Lust auf weitere Bücher. Eine tolle Reihe für Mädchen und die Alternative zu Geronimo Stilton. Sehr zu empfehlen!

10 von 10 Punkten!

Verlag: Rowohlt
Erschienen: 2014
Seiten: 176
ISBN:  978-3-499-21290-1 
Format: Paperback

Bisherige Bücher der Reihe:
1) Die Thea Sisters und der Drachencode
2) Die Thea Sisters und die geheime Stadt
3) Die Thea Sisters und der Modedieb
4) Die Thea Sisters und der tanzende Schatten
5) Die Thea Sisters und das Rätsel von New York
6) Die Thea Sisters und die Jagd nach dem blauem Skarabäus
7) Die Thea Sisters und der Schatz im Eis
8) Die Thea Sisters und der indische Prinz

Freitag, 26. September 2014

Petra Schier - Der Hexenschöffe von SINA

rororo
Hermann Löher ist ein angesehener Kaufmann und auch jüngster Schöffe am Gericht in Rheinbach. Im Jahre 1636 allerdings kommt es in dem beschaulichen Ort zu einer Hexenjagd, wie schon fünf Jahre zuvor. Löher hat Angst um seine Familie, gehört diese doch zur versengten Art, d. h. dass schon Verwandte der Familie als Hexe und Hexer verbrannt wurden.
Doch Löher versucht sich zu wehren und die Bürger von Rheinbach davon zu überzeugen, dass es so etwas wie Hexen gar nicht gibt. Doch bringt ihn dies in arge Bedrängnis. Und so kämpft er bald darum, nicht selbst auf dem Scheiterhaufen zu landen.

Mit ihrem neuen historischen Roman greift die Autorin Petra Schier eine wahre Begebenheit auf. Wie sich aus dem Nachwort und auch aus ihren Darstellungen auf ihrem Blog ergibt, hat Hermann Löher tatsächlich gelebt und in Rheinbach versucht, sich und seine Familie vor den Hexenverbrennungen zu schützen.

Dies hat den Roman für mich sogar doppelt interessant gemacht. Allein das Thema Hexenverfolgung und die damit einhergehenden Problematik sich dagegen zu wehren, als auch der wahre historische Hintergrund waren hochinteressant.
Mit ihrem packenden Schreibstil hat die Autorin dann auch noch die wahren Begebenheiten mit fiktiven Szenen in Verbindung gebracht und so einen Roman geschaffen, der einem fesselt und viele historische Begebenheiten näher bringt.

Hermann Löher und seine Familie waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Das Leben, wie es geschildert wird, war für sie nicht einfach, vor allem, als es wieder zu Anfeindungen und Anschuldigungen kommt, die nicht belegt werden können. Wie es die Inquisitoren mit der Verdrehung von Wahrheiten dazu gebracht haben, dass die Unschuldigen ein Geständnis ablegen, grenzt an Gehirnwäsche. Die Foltermethoden sind grausam und ich war zeitweise geschockt, mit welcher Vehemenz gegen die angeblichen Hexen vorgegangen wurde.

Durch die Einfädelung der wahren Begebenheiten, die durch Aufzeichnungen von Hermann Löher belegt sind, ist die Geschichte so authentisch, als wäre sie bis ins kleinste Detail so geschehen.

Fazit:
Eine packende Story mit wahrem Hintergrund. Von mir gibt es 10 von 10 Punkten.

Verlag: rororo
erschienen: 01.10.2014
Printseiten: 512
Format: Taschenbusch
ISBN:  978-3-499-26800-7 

Donnerstag, 25. September 2014

Agnes Christofferson - Elsas Stern von SINA

Acabus Verlag

Elsa ist gerade 18 Jahre alt, als sie zusammen mit ihrer Familie nach Auschwitz verlagert wird. Dort wird sie von ihren Eltern getrennt und muss zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Hanna versuchen, jeden Tag aufs Neue ums Überleben zu kämpfen. Als sie das Interesse des skrupellosen KZ-Arztes Erich Hauser weckt, fängt ein Martyrium der grausamsten Art an. Denn Hauser ist bekannt für Experimente, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Und Elsa ist für Hauser das perfekte Opfer.
Jahre später findet Leni, Elsas Tochter das Tagebuch ihrer Mutter und liest mit Entsetzen, was in Auschwitz passiert ist. Schreckliche Geheimnisse kommen ans Tageslicht und Leni setzt sich ein Ziel: Erich Hauser muss dafür büßen.

Wie immer ist es schwer, Bücher, die mit der dunklen Geschichte Deutschlands verbunden sind, in einer Rezension darzustellen. Kann man sie als „gut“ bezeichnen, wo sie doch ein Thema beinhalten, über das niemand gerne nachdenkt oder sich gar erinnern will?
Und doch bin ich froh, dass man solche Bücher zu lesen bekommt, kann man sich als Deutscher doch nicht der Vergangenheit des Landes entziehen.

Die Grausamkeit des zweiten Weltkrieges und gerade die Verfolgung der Juden ist ein Teil dieser Geschichte und sollte nicht in Vergessenheit geraden.

Agnes Christofferson hat sich ein Herz genommen, und über das Thema „Judenverfolgung“ einen Roman geschrieben, der einem ab der ersten Seite packt. Die Protagonistin Elsa ist eine Frau, die ein schlimmes Schicksal über sich ergehen lassen musste. Erst das Verstecken vor den Nazis, dann die Deportierung nach Auschwitz, die Ungewissheit, ob sie ihre Familie wiedersieht und die Grausamkeiten seitens des KZ-Arztes.

Trotz allem merkt man ihren Mut, der zwar erst unterschwellig zu sehen ist, dann doch immer mehr an die Oberfläche kommt. Der Wille zu Überleben ist groß, trotz mancher mutloser Gedanken.

Leni, Elsas Tochter, ist ihr in vielen Dingen gleich. Ihr Wille ist genauso stark und ihr Kampf für die Gerechtigkeit ist ein Ziel, das sie noch stärker macht.

Manche Szenen im Buch sind sehr detailliert beschrieben und manchmal musste ich mehrmals schlucken und mich überwinden, weiterzulesen, bin aber froh, dies letztendlich getan zu haben und dass ich so Elsas Geschichte mitverfolgen konnte. Ihre Schicksal steht stellvertretend für viele tausende Menschen, die zur Zeit des zweiten Weltkrieges gelebt haben und gestorben sind.

Fazit:
Eine mitreißende Geschicht um den Kampf ums Überleben im zweiten Weltkrieg. Von mir gibt es dafür 10 Punkte.

Verlag: Acabus Verlag
erschienen: 2014
Printseiten: 276
Format: ebook
ISBN (Taschenbuch): 9783862823109

Dienstag, 23. September 2014

David Safier - 28 Tage lang von SINA

Rowohlt
Mira lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Hannah während des zweiten Weltkrieges im Jahr 1943 im Warschauer Ghetto. Um sich und ihre Familie über Wasser zu halten, schmuggelt sie Essen und verkauft dieses. Die Nachricht, dass die gesamte jüdische Bevölkerung des Ghettos umgebracht werden soll, wirft ihr eh schon so karges Leben aus der Bahn. Sie beschließt, sich dem Widerstand anzuschließen. Doch birgt auch dies sehr große Risiken. Und dann sind da noch Daniel und Amos und die Entscheidung, wem ihr Herz gehört.

Ich bin mit gemischten Gefühlen an dieses Buch herangegangen. Einerseits ist es die Geschichte von Mira, die sich als Rebellin dagegen wehrt, dass die Nazis unschuldige Juden abschlachten. Andererseits ist es ein Stück unserer Geschichte, dem wir uns nicht verschließen dürfen. Trotzdem ist es aber dann doch ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte und etwas, auf das man nicht stolz sein darf.

Umso interessanter ist es, diese Zeit dann aus der Sicht der Opfer erklärt zu bekommen. Die Angst, die zu jeder Zeit um sie schwebte, die Sorgen und das Gefühl der Hilflosigkeit.
Mira ist eine sehr starke Person, die sich Sorgen um ihre Familie macht und mit allen Mitteln versucht, ihnen das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Sie sieht die Gefahren, versucht dagegen anzukämpfen und letztendlich weiß sie doch, dass es fast unmöglich ist, ein normales Leben zu führen.

Das Schicksal, dass sich von Tag zu Tag näher an sie heranschleicht, ist unaufhaltsam und kann wahrscheinlich nur durch eins aufgehalten werden: durch Widerstand. Und dies wird Miras Ziel. Sich zu widersetzen und damit immer wieder einen Tag „neues Leben“ zu erhalten.

David Safier beschreibt Miras Gefühlswelt so eindringlich und realitätsnah, dass ich mich in sie hineinversetzen konnte, dass ich selbst diese Gefühle miterleben konnte. Das Kopfkino hatte mächtig zu tun. Manchmal viel zu viel.

Einige Stellen im Buch haben mich sehr getroffen und die Tränen konnte ich nicht zurückhalten. Und tief in meinem Hinterkopf wusste ich, dass es sich damals genau so abgespielt haben muss. Die Grausamkeit kannte kein Ende. Miras Verzweiflung war greifbar und ich hätte sie am Liebsten aus dem Buch herausgeholt in unsere heutige Zeit, um ihr wenigstens ein bisschen Ruhe und Frieden zu gönnen.

Ich finde, man muss harte Nerven haben, um dieses Buch zu lesen und ohne Gefühlsausbrüche zu überstehen. Bei mir hat es tiefe Spuren hinterlassen.

Überrascht hat mich der Autor aber auch noch. Er ist eigentlich bekannt für lustige Romane wie „Plötzlich Shakespeare“ oder „Jesus liebt mich“. Diesmal packt er ein Thema an, dass hochinteressant und gleichzeitig schockierend ist. Diese Sprung ist ihm sehr gut gelungen.

Fazit:
Ein Stück Geschichte bildhaft in einen gefühlvollen Roman verpackt. Von mir gibt es 10 Punkte.

Verlag: Rowohlt
erschienen: 14.03.2014
Printseiten: 412
Format: ebook
ISBN: 978-3-644-31241-8 

s.a. Bibliografie David Safier

Montag, 22. September 2014

Ute Krause - Die Muske(l)tiere von SINA

Randomhouse
Picandou führt ein beschauliches Leben. Er wohnt im Keller eines Feinkostgeschäfts und kann sich nicht beklagen. Eines Tages erfährt er jedoch, dass das Geschäft viele Schulden hat und kurz vor der Schließung steht. Zur gleichen Zeit lernt er Gruyere kennen, eine weiße Ratte, die ihr Gedächtnis verloren hat. Zusammen versuchen die beiden herauszufinden, woher Gruyere kommt und warum er sein Gedächtnis verloren hat. Hilfe bekommen sie von Pomme de Terre, einer echten Hamburger Maus sowie Bertram von Backenbart, einem Hamster, der ein Fan der Muskeltiere ist und am liebsten genauo solche Abenteuer bestehen will, wie seinen Helden. Was die vier Freunde jedoch herausfinden, ist viel größer als die Beule, die Gruyere das Gedächtnis gekostet hat.

Schon das Cover ist einfach nur zuckersüß. Die vier Freunde Picandou, Pomme de Terre, Gruyere und Bertram sind darauf abgebildet, wie sie ihren Plastikdegen auf Abenteuersuche gehen.
Und diese vier so unterschiedlichen Tiere wachsen einem auch gleich ans Herz.

Im Gegensatz zum Klappentext ist nicht Bertram die Hauptfigur in dem Kinderbuch, sondern Picandou, eine Maus, die eigentlich ein beschauliches Leben führt. Durch Zufall macht er die Bekanntschaft von Gruyere, einer Ratte, die ihr Gedächtnis verloren hat. Picandou mag eigentlich keine Veränderungen, doch wird langsam seine Neugier geweckt und so entschließt er sich, der armen Ratte zu helfen. Und damit nehmen die Abenteuer ihren Lauf.

Das Kinderbuch ist mit vielen wunderschönen Zeichnungen gespickt, die die vier Freunde bei ihren Abenteuern zeigen. Die Zeichnungen sind sehr detailgetreu und so kann man sich natürlich auch ein besseres Bild machen. Für Kinder sind diese Zeichnungen sehr hilfreich und auch mein Sohn (5) war ganz begeistert.

Die Kapitel sind angenehm kurz und fürs Vorlesen auch bestens geeignet. Die Sprache ist kindgerecht und ohne weitere, eigene Erklärungen verständlich. Die Autorin lässt eine Ratte etwas Hamburger Dialekt sprechen, die eingebauten Wörter sind jedoch durch den Satzbau selbsterklärend bzw. werden nachstehend übersetzt.

Einzig die Erklärung für Gruyeres Gedächtnisverlust fand ich nicht so passend, ist es für Kinder doch recht schwer zu erklären, was Gruyere durchgemacht hat.

Die Geschichte bleibt jedoch durchweg spannend und interessant. Viele neue Freunde kommen hinzu, die den vier Muskeltieren helfen. Die geschlossenen Freundschaften führen zu interessanten Kombinationen und ich denke, dass es noch einige weitere Abenteuer der vier Muskeltiere geben wird.

Fazit:
Spannend, interessant und durch Zeichnungen nochmals aufgewertet. Von mir gibt es 9 von 10 Punkten.

Verlag: cbt
erschienen: 22.09.2014
Printseiten: 208
Format: Hardcover
ISBN:  978-3-570-15903-3


Lena Hooge: Bauchgefühle von CORINNA

Quelle: Knaur
INHALT:
Mari ist Restaurant-Kritikerin, liebt natürlich gutes Essen und auch einem One-Night-Stand gegenüber, ist sie nicht abgeneigt.
Gefühle und Beziehungen lässt sie nicht zu und versucht in ihrem Job eine bessere Position zu ergattern. Doch als sich die „Bauchgefühle“ melden und Mari bereits schwanger ist, muss sie sich entscheiden. Kind und Karriere, oder doch nur Karriere? Und wer ist eigentlich der Vater? Der zurückhaltende Simon, der ihr ein Kribbeln bringt, oder Ben, der ein ganz schöner „Arsch“ sein kann...?
Eine aufregende Zeit beginnt...



Mit „Bauchgefühle“ hat die Autorin Lena Hooge mir wunderbare Lesestunden bereitet.

Ich selber habe mir bereits durch die kostenlose Vorgeschichte „Appetithappen“, sehr viel Lust auf dieses Buch geholt und wurde nicht enttäuscht.

Maris Welt ist gutes Essen. Bereits als Kind musste sie ihre verwitweten Vater auf Geschäftsessen begleiten und so entwickelte sie mit der Zeit das Gespür, das man als Restaurant-Kritikerin braucht. Allerdings, in Sachen Liebe sieht es bei ihr alles andere als gut aus. Bindungsscheu und nur auf ein schnelles Abenteuer aus... diesen Weg hält die Journalistin für genau den richtigen.

Mir hat bei „Bauchgefühle“ genau dieser Balanceakt von Mari gefallen. Auf der einen Seite ist sie einer schnellen Affaire nicht abgeneigt, trotzdem sehnt sie sich im Inneren nach einer richtigen Familie. Dies wirkte auf mich aber nicht billig, sondern sie schützt sich damit selbst und braucht die Unabhängigkeit um nicht verletzt zu werden.

Lena Hooge mag ihre Protagonistin, dies merkt man. Mari muss in ihrem Buch sicherlich einige Hindernisse überwinden und doch wächst sie auch über sich hinaus und geht Wege, die sie selbst nicht für möglich gehalten hätte.

Dieses Menschliche, das Mari umgibt, hat mir sehr gut gefallen. Das heißt, dass sie jemand wie du und ich ist. Mari kann man sich als gute Freundin vorstellen, die ein offenes Ohr hat und hilfsbereit ist. Das macht sie so sympathisch und deswegen habe ich sie auch sehr gerne durch ihre Geschichte begleitet.

Was mir auch sehr gut gefallen hat war, dass Lena Hooge dieses Buch nicht nur aus einer Sicht erzählt. So dürfen wir auch aus der Sicht weiterer Charaktere verfolgen, was in Maris Umfeld passiert. Sehr gut fand ich hier Thomas (Maris Vater) und dessen Ex-Freundin Kirsten (Maris bester Freundin). Beide haben ebenfalls eine verzwickte Liebe hinter sich, bieten Platz für mehr und zeigen gerade durch Thomas auf, warum Mari zum Teil handelt, wie sie eben handelt.
Gerade dieser kleine Abstecher war für mich zu Beginn noch etwas ungewöhnlich, brachte am Ende aber viel Klarheit und machte Spaß.

Der Schreibstil von Lena Hooge ist sehr genau. Das heißt, dass ich mir Räume, aber auch Gesten sehr gut vorstellen konnte. Zusätzlich schreibt sie so flüssig, dass man sich in diesem Buch verliert und die Seiten nur so an uns Lesern vorbeifliegen.

Eine Kleinigkeit hätte ich mir nach Beendigung aber dennoch anders gewünscht. Für mich war am Ende noch Luft nach oben. Aus diesem Grund tendiere ich dazu, dass Maris Geschichte noch nicht zu Ende ist. Sollte ich hier aber falsch liegen, so hätten gerne noch ein paar Buch-Monate ins Land gehen können. Ich bin doch so neugierig, was noch kommen wird und habe noch so viele Fragen.

Mein Fazit:
„Bauchgefühle“ ist ein lustiges und unterhaltendes Buch mit einer leicht chaotischen Protagonistin. Mir hat es Spaß gemacht und ich hoffe auf ein Wiederlesen.

8 von 10 Punkten!

Verlag: Knaur
Erschienen: 2014
Seiten: 336
ISBN:  978-3-426-51472-6
Format: Taschenbuch
ISBN eBook: 978-3-426-42280-9

Bibliografie: Andrea Hackenberg/ Lena Hooge

Lena Hooge ist das Pseudonym der Autorin und Journalistin Andrea Hackenberg.
Die 1973 geborene Autorin lebt mit ihrer Familie in Frankfurt am Main.

Bücher von Lena Hooge:
- Appetithappen (20 S. Vorgeschichte)
- Bauchgefühle

Quelle: Knaur
Quelle: Knaur

Bücher von Andrea Hackenberg:
- Abgeferkelt
- Schnucken gucken (erscheint am 02.02.2015)

Quelle: Knaur
Quelle: Knaur

Mittwoch, 17. September 2014

Stefanie Maucher - Fida (SINA)

Stefanie Maucher
Tatjana ist verzweifelt. Von ihrer 13jährigen Tochter fehlt seit Monaten jegliche Spur und die Polizei hat die Suche schon aufgegeben. Doch Tatjana fühlt, dass sie nicht aufgeben darf und versucht durch Plakate und gezieltes Fragen von Personen einen Spur von ihrer Tochter zu finden. Doch mit jedem weiteren Tag wird alles schwerer. Tatjanas Leben droht zu zerbrechen. Durch einen Zufall findet sie einen kleinen Hinweis und geht diesem nach. Was sie findet, ist die Hölle.

Lange habe ich mich nicht an das Buch herangetraut, aber immer wieder ging eine kleine Faszination davon aus. Was genau würde mich erwarten. Könnte ich es durchhalten, ein Buch über das Verschwinden eine Kindes zu lesen, wo ich doch selbst Mutter bin und mir solch ein Horrorszenario nicht mal vorzustellen wage?

Dies wird eine schwierige Rezension, geht es ja um die Entführung und den Missbrauch eines minderjährigen Mädchens, das mit Ängsten konfrontiert wird, welches es gar nicht kennenlernen sollte. Das unbeschwerte Leben ist vorbei und sie muss sich Dingen stellen, denen sie gar nicht gewachsen sein kann.

Die Autorin beschreibt mit einem detailverliebten Schreibstil das Leben von Tatjana, Mutter und Ehefrau, die nach dem Verschwinden ihrer Tochter Laura versucht, eine Spur von ihr zu finden. Doch es geht nicht nur um die Suche nach Laura, sondern auch um die Zukunft von Tatjana. Ihr Bestreben, alles zu tun, um ihre Tochter wiederzufinden, füllt ihr ganzes Leben und so vergisst sie sich selbst und ihren Ehemann Jochen.

Der zweite Handlungsstrang beschreibt Laura und ihr Martyrium. Dieser Strang ist schockierend und zeitweise ruft er ein Kopfkino hervor, das man leider nicht abschalten kann.
Die Gedanken kreisen um Laura und ihren Entführer und man möchte am liebsten in da Buch hineinkrabbeln, den Kerl am Kragen packen und...

Das Leiden von beiden Hauptpersonen, Tatjana und Laura ist schlimm und man kann ihnen leider beiden nicht helfen.

Die Thematik ist hart, die Psyche wird stark gereizt und durch den packenden Schreibstil der Autorin ist man gezwungen, komplett bis zum Schluss durchzuhalten und zu hoffen, dass es ein Happy End gibt.

Fazit:
Nur zu empfehlen, wenn man harte Nerven hat. Eine Bewertung des Buches durch Punkte möchte ich außen vor lassen.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2013
Printseiten: ca. 230 
Format: ebook
ASIN: B00D1BQK0O

Veronica Roth - Die Bestimmung: Letzte Entscheidung (03) von SINA

Randomhouse
Tris und Four finden heraus, dass ihr gesamtes Leben auf einer Lüge aufgebaut ist. Es existiert eine Welt außerhalb des Zauns. Ihr gemeinsamer Kampf für Gerechtigkeit wird von Freunden unterstützt, die sich ihnen anschließen, weil sie daran glauben, dass das Leben nicht vorherbestimmt sein darf. Die Welt, wie sie sie kennen, befindet sich im Umbruch. Die Fraktionen lösen sich auf und die Welt außerhalb des Zauns ist auch nicht das, wofür sie einzustehen scheint.

Meine ganze Hoffnung lag auf dem dritten Teil der Trilogie. Ich wünschte mir wirklich sehnlichst, dass mich dieser so sehr vom Hocker haut, dass ich diese Reihe in meinen Favoritenstatus miteinfügen könne. Aber leider hat die Autorin es nicht geschafft, mich gänzlich von ihrer Sache zu überzeugen.

Trotzdem muss ich zugeben, dass der dritte Teil für mich der Beste von der Story her war. Es geschah endlich etwas, auch wenn sich zwischendurch immer wieder einige Seiten an Länge einschoben. Doch es kam Bewegung in die Sache und es ging nicht zu sehr um das „Geschnulze“ zwischen Tris und Four.

Aber es fehlte mir auch einiges. Erklärungen wurden nur andeutungsweise oder gar nicht geliefert und wieso es zu allem kam, ist auch nicht richtig geklärt. Nur die Zukunft wurde schön geschildert und man hatte den Eindruck, als ob die Autorin sich doch noch ein bisschen alles offen halten wolle, um die Reihe weiterzuführen.

Das Ende war für mich dann doch sehr überraschend. Ich hätte nicht gedacht, dass es so abschließen würde. Doch war es stimmig und passte auch sehr gut.

Tris wurde mir leider nicht sympathischer. Ihre impulsive Art hat mich manchmal dazu gebracht, mich über sie zu ärgern. Ich hätte ihr am Liebsten ins Gewissen geredet, dass sie nicht der einzige Mensch auf der Welt ist, sondern noch einige andere um sie herum existieren. Ihr teilweise sehr respektloser Umgang mit den anderen passte so gar nicht zu ihrer ursprünglichen Fraktion, den Altruan, in der sie ja aufgewachsen ist.

Four ist mir dafür umso sympathischer geworden, auch wenn ich immer noch nicht verstehe, was so „sexy“ an ihm sein soll. Er ist einfach menschlicher geworden, aber auch nur, weil er sich seinen Ängsten stellte.

Die Idee der Trilogie ist gut, bei der Umsetzung hat in meinen Augen die mangelnden Erklärungen das Niveau etwas heruntergezogen.

Fazit:
Eine solide Story, aus der man einiges mehr hätte herausholen können. Wieder 6 von 10 Punkten.

Verlag: cbt
erschienen: 2014
Printseiten: 512
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-570-16157-9

Montag, 15. September 2014

DAS super-duper-mega-Gewinnspiel zur Fantasy-Romance-Buchreihe ,,Die Jägerin” von Nadja Losbohm

Die Veröffentlichung vom vierten Abenteuer der quirligen Jägerin steht an. Aus diesem Anlass verlosen wir zusammen mit der Autorin Nadja Losbohm zwei tolle Buchpakete

Was du tun musst, um in den Lostopf zu kommen?
Beantworte folgende Frage, schicke die Antwort an “buecherkleeblatt{at}gmx.de”, teile noch Deine Adresse mit und schon bist du dabei.

Hier kommt die Frage: 

Wie heißt die Fantasy-Saga von Nadja Losbohm, die im Oktober 2012 veröffentlicht wurde und von einer magischen Blüte mit Heilkräften handelt? 

 (Tipp: zu finden ist sie in diversen Online-Shops) 

Was es zu gewinnen gibt?
1. Ein GROSSES Buchpaket bestehend aus den TASCHENBÜCHERN ,,Die Jägerin” (Teile 1-3), eine Tasse, Postkarten, Lesezeichen und einen Schlüsselanhänger im Jägerinnen-Look plus anderen kleinen Überraschungen.



2. Ein ,,kleines” Buchpaket bestehend aus den TASCHENBÜCHERN ,,Die Jägerin” (Teile 1 und 2), Lesezeichen und Postkarten im Jägerinnen-Look und anderen kleinen Überraschungen. 


Wir von Kleeblatts-Buecherblog und die Autorin wünschen euch viel, viel Glück!

Einsendeschluss ist der 21. September 201, 23.59 Uhr. Am 22. September wird ausgelost und wir leiten Eure Mail an die Autorin weiter, die sich dann mit Euch in Verbindung setzen wird.
Wir versichern, dass die Daten nur für das Gewinnspiel gespeichert und nach Beendigung desselbigen sofort gelöscht werden.


Sonntag, 14. September 2014

Lena Hooge: Appetithappen zu Bauchgefühle von CORINNA

Quelle: Knaur
INHALT: 
Mari ist Restaurantkritikerin und befindet sich auf der Eröffnungsfeier eines neuen Sterne-Restaurants. Das sie dort praktisch dem Essen hinterherlaufen muss, dann mit ihrer Erdnuss-Allergie zu kämpfen hat und schließlich von einer „Überraschung“ in der Prada-Tüte ihrer Kollegin erfährt, ist erst der Anfang. Aber es gibt ja auch noch ihren Kollegen Simon...



20 Seiten umfasst „Appetithappen“, die Kurzgeschichte zum Buch „Bauchgefühle“ von Lena Hooge. Ich selber werde gleich mit „Bauchgefühle“ beginnen und konnte so schon einen kleinen Einblick erhaschen.
Denn dieses Buch macht durchaus Appetit, bietet interessante Charaktere und eine unterhaltsame Geschichte.

Lena Hooge konnte mich mit ihrem flüssigen und komischen Schreibstil unterhalten und ich bin nun sehr gespannt, was Mari noch alles passieren wird. Und auch ihr Kollege Simon wird ja sicherlich im Hauptbuch vorkommen... ich freue mich schon und bin neugierig!

Mein Fazit:
„Appetithappen“ von Lena Hooge ist genau das was der Name sagt... eine kleine Geschichte, die Lust auf das Hauptbuch „Bauchgefühle“ macht. Ich habe nichts zu meckern und bin sehr gespannt.

Dieses eBook ist übrigens für alle Leser kostenlos!

10 von 10 Punkten

Verlag: Knaur
Erschienen: 2014
Seiten: 20
ISBN: 978-3-426-43308-9
Format: eBook

Mittwoch, 10. September 2014

Mila Roth - Janna Berg und Markus Neumann: ...dein Freund und Mörder (07) von SINA

Mila Roth

Janna denkt immer noch darüber nach, ob sie weiterhin für das Institut arbeiten soll. Der letzte Fall steckt ihr noch in den Knochen, stand ja dort ihr Leben auf dem Spiel. Doch so richtig zum Nachdenken kommt sie nicht, denn beim Aufräumen des Speichers fällt ihr eine CD in die Hände, die ihr unbekannt vorkommt. Beim Abspielen auf dem Computer sieht sie nur verschlüsselte Daten und passtwortgeschützte Ordner. Was sie nicht weiß: beim Anklicken der Ordner wurde automatisch Alarm geschlagen und Sander steht plötzlich vor ihrer Tür, um ihr zu erklären, dass nun eine kriminelle Organisation hinter ihm und ihr her ist. Janna's erster Gedanke gilt Markus, den sie ins Vertrauen zieht. Und plötzlich befindet sich Janna mit Markus und Sander auf einer einsamen Hütte im Schwarzwald. Aber Janna hat dort nicht nur mit Gangstern zu rechnen, sondern auch mit der Eifersucht von zwei Männern.

Ich dachte eigentlich, es wäre nicht möglich, immer wieder den vorherigen Band zu toppen. Doch diesmal ist es der Autorin gelungen, mein Herz wieder etwas mehr für Markus zu öffnen.

Ich bin ja erst bei Band 05 so richtig mit ihm warm geworden, aber jetzt hab ich mich auch ein bisschen in ihn verliebt.
Er war ja fast wie ausgewechselt, hat private Worte mit Janna ausgetauscht. Geflirtet, geneckt, gespielt und ihr ein Gefühl der Freundschaft vermittelt.
Ich war richtig erstaunt, diese Seite von ihm kennenzulernen.

Doch war er auch gleichzeitig wieder der knallharte Typ, der nur eins im Sinn hat. Alle zu beschützen und den Gangstern das Handwerk zu legen.

Aber auch über Janna habe ich richtig gestaunt. So langsam kommt sie in ihre "Arbeit" als Spionin hinein, fängt an zu kombinieren und bildet letztendlich mit Markus ein gut eingespieltes Team.

Diesmal hat die Autorin noch den Ex-Freund von Janna mit ins Boot geholt. Sander, den man eigentlich nur vom Hören-Sagen kannte, bekam eine größere Rolle und ich muss sagen, ich weiß jetzt auch genau, warum Janna mit ihm keine Beziehung haben möchte.
Ich mochte ihn von Anfang an nicht richtig, was vielleicht auch daran lag, dass er von Beruf Zahnarzt ist *g*

Alles in allem war der siebte Teil der Reihe sehr rasant und von vielen Überraschungen seitens Markus und Janna geprägt. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und manchmal musste ich schmunzeln beim Lesen gewisser Szenen.

Fazit:
Wieder eine gelungene Geschichte um Janna und Markus. Volle Punktzahl.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2014
Printseiten: 173
Format: ebook
ISBN: 978-3-95690-188-1

Dienstag, 9. September 2014

[Hrsg.] George R.R. Martin - Wild Cards: Spiel der Spiele (01) von SINA

Penhaligon

Jonathan Hive ist ein Ass, weil er sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann. Aufgrund dessen bewirbt er sich bei der Fernsehshow „American Hero“, die neueste Casting Show im Fernsehen, die herausfinden will, wer Amerikas größter Held ist. Er kämpft mit anderen Assen um eine Million Dollar. Doch seine Chancen stehen eher schlecht und so nimmt er sich vor, die Show als Recherche für seinen Blog zu nutzen und die Hintergründe zu erkunden.
Als aufgrund eines Attentats in Ägypten Unruhen ausbrechen und die dortigen Lebenden Götter angegriffen werden und unschuldige Menschen sterben müssen, beschließt Jonathan zusammen mit anderen Assen, etwas gegen diese Unruhen zu unternehmen.
Die Show läuft jedoch weiter, aber bald merken die Mitspieler, was wahre Helden ausmacht.

Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, was mich erwartet, aber ich wusste schon vor Lesen des Buches, dass ich es lieben werde. Es ist mein persönliches Highlight des bisherigen Jahres. Ich habe mich sofort verliebt.

Die Geschichte erinnert an die X-Men, mutierte Wesen mit besonderen Fähigkeiten, gepaart mit Antihelden, die durch ihre miesepetrige Stimmung eher in die Kategorie „unsympathisch“ fallen. Man meint gerade, in eine Mischung aus den Comichelden von DC und Marvel geraten zu sein.

Was harmlos als Fernsehshow beginnt, die ein bisschen an Dschungelcamp vs. Big Brother erinnert, wird zu einem Kampf für Gerechtigkeit und gegen das Verbrechen.

Der Auftakt der Reihe fesselt gleich von Anfang an. Man lernt Charaktere kennen, die man auf den ersten Blick nicht leiden kann und Menschen, die einem gut erscheinen, in denen man sich aber komplett irrt.

Ein außerirdischer Virus ist dafür verantwortlich, dass manche Menschen ungewöhnliche Fähigkeiten entwickelt haben. Dies führt über „normale“ Fähigkeiten wie außergewöhnliche Stärke oder Größe, bis hin zu fliegen, teleportieren oder das Wetter beeinflussen. Andere können aus dem Nichts Stahlträger entstehen lasse oder durch bloßes berühren der Erde, Löcher buddeln oder Sandtürme entstehen lassen. Die Fähigkeiten sind weitreichend und der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die wohl außergewöhnlichste Figur war ein Mann mit sechs Armen, der auf der Brust mehrere Trommelfelle besitzt und somit als menschliches Schlagzeug in einer Band fungiert.

Das weitere Ungewöhnliche an dem Buch ist, dass jeder Charakter von einem anderen Autoren erfunden wurde und sich das Buch quasi aus Kapitel zusammensetzt, die immer von einem anderen Autoren geschrieben wurden. Dabei passen die ganzen Schreibstile jedoch so perfekt zusammen, dass man die Unterschiede fast gar nicht merkt. Sie sind eben ein eingespieltes Team.

Die von den Autoren so erschaffene neue Welt ist weitläufig und nach Belieben erweiterbar.

Im Amerikanischen gibt es bereits mehrere Bände dieser Wild Cards-Reihe, hier dann immer aus der Sicht eines Asses oder Jokers. Ich freue mich schon, dieses komplette Universum rund um die Wild Cards zu erforschen und hoffe, dass noch mehrere Bände auf deutsch erscheinen werden.

Fazit:

Ungewöhnlich gut, ungewöhnlich stark, ungewöhnlich wild. 10 von 10 Punkten.

Verlag: Penhaligon
erschienen: 2014
Printseiten: 544
Format: Paperback
ISBN: 978-3-7645-3127-0

George R.R. Martin - Das Lied von Eis und Feuer: Ein Tanz mit Drachen (Band 10) von SINA


Randomhouse

Und wieder geht der Kampf um die Throne in eine neue Runde. Viele mischen mit und verlieren dadurch ihr Leben. Doch Daenerys Targaryens Plan geht nicht auf und ihre Herrschaft über die Drachen gibt ihr nicht das, was sie erhofft hat.
Gleichzeitig ist in Königsmund die Zeit der Wahrheit angebrochen. So muss Cersei sich dieser stellen und ihre Sünden büßen.
Tyrion dagegen lernt die Sklaverei kennen und kommt seinem Ziel, Daenerys zu finden, einen Schritt näher.
Jon Schnee dagegen muss sich der Treue seiner Männer vergewissern, denn die Anderen jenseits der Mauer verfolgen unerbitterlich ihr Ziel.

Band 10 ist nun fertig gelesen und nun heißt es warten auf die nächsten Teile. Gut, dass es noch einige andere Bücher gibt, die man lesen muss, um sich so die Zeit zu verkürzen.
Doch werde ich es sehr vermissen, mich jetzt erstmal nicht mehr in Westeros aufhalten zu können, um Neues zu erfahren.

Auch kann ich nicht viel Neues über den zehnten Band sagen. Dass es der Autor schafft, das Niveau über einen so langen Zeitraum zu halten, ist erwähnenswert.
Sein Schreibstil ist einfach weiterhin fesselnd und es ist auch weiterhin erstaunlich, dass er den Überblick bewahrt und sich in seiner Welt so gut auskennt.

Die von dem Autoren erschaffene Welt rund um die Häuser Stark, Targaryen und Lennister wird in diesem Band noch um das Haus Tyrell erweitert, welches nun auch eine größere Rolle spielt. Wieder werden die einzelnen Kapitel aus Sicht jeweils anderer Personen geschildert. Befindet man sich im einen Kapitel noch in Königsmund auf Westeros, ist man im nächsten Kapitel schon auf dem anderen Kontinent Essos, um dort die Geschehnisse von Daenerys und vielen anderen zu verfolgen.

Die Ereignisse überschlagen sich. Bei vielen ist es ungewiss, wie es denn nun mit ihnen weitergeht.

Der Autor schöpft aus den Vollen und seine Ideenvielfalt ist einfach nur genial. Ich bin wieder erstaunt darüber, habe aber gleichzeitig auch nichts anderes von ihm erwartet. Mit kleinen Cliffhangern an den Enden der Kapitel ist man fast gezwungen, weiterzulesen, bis man endlich wieder bei den jeweiligen Personen ankommt und erfährt, was nun weiter geschieht.

Aber nun heißt es warten bis zum nächsten Teil.

Fazit:
Gut, besser, George R.R. Martin. Von mir gibt es wieder die vollen 10 Punkte.

Verlag: Penhaligon
erschienen: 2012
Printseiten: 800
Format: ebook
ISBN: 978-3-641-08518-6

Kendall Kulper: Salt & Storm. Für ewig Zeiten von CORINNA

Quelle: FISCHER Sauerländer
INHALT:
Avery Roe ist die jüngste, der bekannten Roe-Frauen auf Prince Island. Jede Frau ihrer Familie trägt Magie in sich und beschützt die Inselbewohner, gegen Bezahlung, vor großem Unglück. So fertigen sie z.B. einen Talisman für das Heimkommen der Seefahrer an, bezwingen die Winde vor der Insel und helfen bei alltäglichen Beschwerden.
Doch der jungen Avery fehlt noch die Ausbildung, um in die Fußstapfen ihrer Großmutter, der amtierenden Hexe von Price Island, schlüpfen zu können. Immer wieder werden dem Mädchen Steine in den Weg gelegt. Und die Zeit rast, denn nur sie kann das Erbe der Roe-Frauen antreten.
Als sie sich dann auch noch in den jungen Seefahrer Tane verliebt, muss sie sich entscheiden. Denn trifft sie die falsche Wahl, ist der Preis dafür ihr eigenes Leben...



„Salt & Storm. Für ewige Zeiten“ von Kendall Kulper besticht ganz sicher durch sein aufwendiges Cover. Ich selber habe mich sofort in eben dieses verliebt und bereits beim ersten Kontakt wäre ich am Liebsten in die Wellen eingetaucht. Ich liebe es, wenn ein Verlag sich Mühe gibt und daher kann ich hier auch nur mein großes Lob aussprechen. Dieses Buch fällt sofort auf und macht neugierig.

Mir selbst hat bereits die Leseprobe zu „Salt & Storm. Für ewige Zeiten“ gut gefallen und ich war gespannt auf Averys Geschichte.
Bereits auf den ersten Seiten hob sich besonders der Schreibstil von Kendall Kulper hervor. Die Autorin schafft es wirklich ihre Leser direkt in das Buch zu bringen. Für mich war alles sehr atmosphärisch und Zeile für Zeile las sich sehr besonders. Zwar würde ich nicht unbedingt behaupten, dass man dieses Buch „mal eben“ lesen kann, trotzdem ist es gerade die Sprache der Autorin, die ich hier loben möchte. Sie schreibt zwar aus Averys Sicht, trotzdem konnte ich den Abstand zur Protagonistin wahren, hatte gleichzeitig aber alles im Blick. Die Insel, das Haus der Großmutter und auch die Figuren bauten sich direkt vor mir auf und dies auf eine sehr gelungene Art und Weise.

Trotzdem war dieser Roman ein kleines Auf und Ab für mich. Es gibt Längen in der Geschichte, die das Weiterlesen doch erschweren. So wird, gerade zu Beginn, auf alles sehr genau eingegangen und es dauert, bis ein wenig Schwung in das Buch kommt.
Sicherlich, um zu begreifen was mit Avery geschieht, muss man ein wenig ausholen und auch genauer auf ihre Familienverhältnisse eingehen, ich selber hätte aber immer etwas mehr Abwechslung gebrauchen können.

Im Mittelteil war ich dann gefangen im Buch. Es wurde spannend, es kamen Gefühle auf und ich wollte Avery helfen ihr Schicksal abzuwenden bzw. zu bezwingen. Ich wollte verstehen, was mit ihr passiert und ich wollte den jungen Tane noch besser kennenlernen.
Es wurde, wie geschrieben, spannend und ich selber war immer mal wieder erstaunt, wie viel Buch noch übrig war, denn es fühlte sich durchaus so an, als wäre alles erzählt und es würde auf das große Ganze zugehen.

Dies passierte dann wiederum anders als ich vermutet hätte und brachte, für mich, zu viele Längen mit sich. Wieder zog sich die Geschichte und ich gebe zu, die letzten 50 Seiten waren zwar interessant, aber für mich doch etwas zu langatmig. Ich hätte es mir anders gewünscht und brauchte auch hier einfach aufwendigere Geschehnisse um mich begeistern zu können.

Ihr merkt, ein Buch mit Höhen und Tiefen, aber auch mit einer Geschichte die mich stellenweise mitnehmen konnte. Ich weiß selber noch nicht genau ob ich es nun mochte oder nicht. Ein wichtiger Punkt ist aber, dass ich gerade am Ende mehr Gefühl gebraucht hätte. Ich bin beim Lesen sehr schnell sehr emotional und dies traf hier leider nicht zu.

Mein Fazit:
„Salt & Storm. Für ewige Zeiten“ von Kendall Kulper ist ein Buch, das mich mit dem Schreibstil der Autorin zwar überzeugen konnte, trotzdem hatte die Geschichte einfach zu viele Längen um mich begeistern zu können.
Für mich war es ein Hin und Her zwischen meiner Unlust weiter zu lesen und meinem Jubel, weil mir wieder ein großer Abschnitt sehr gefallen hat.

5 von 10 Punkten!

Verlag: FISCHER Sauerländer
Erschienen: 2014
Seiten: 448
ISBN: 978-3-7373-5100-3
Format: Hardcover
ISBN eBook: 978-3-7336-0041-9


© Corinna Pehla

Mittwoch, 3. September 2014

Sylvia Day: Crossfire - Offenbarung von CORINNA

Quelle: Heyne
INHALT:
Eva und Gideon sind nun seit kurzer Zeit ein Paar und doch kommen immer wieder Zweifel auf. Beide haben ihre Probleme und Traumata, die sie nicht bewältigen können und für das Paar steht immer wieder ihre Beziehung auf dem Prüfstand. Dabei sorgt sich gerade auch Eva darum, ob die Liebe zu Gideon sie nicht am Ende ruinieren könnte.
Steckt dieser doch voller Geheimnisse und gibt keines davon preis...



„Crossfire – Offenbarung“ ist das zweite Buch der bekannten Crossfire-Reihe von Sylvia Day.
  1. Crossfire – Offenbarung
  2. Crossfire – Erfüllung
Es ist schon eine Zeit lang her, dass ich mit der Crossfire-Reihe begonnen habe. „Versuchung“ konnte mich damals ziemlich überzeugen und so war ich dann auch auf die nachfolgenden Romane gespannt.

Sicherlich, Erotikromane schwimmen auf einer kleinen Erfolgswelle und auch vor mir hat diese keinen Halt gemacht. Ich bin in diesem Genre gewiss nicht sonderlich belesen, merke aber schnell was mir gefällt und was nicht.

So kann ich ohne Umschweife behaupten, dass der Schreibstil von Sylvia Day gelungen ist. Oder sage ich es noch genauer, er fesselt mich und bringt mich dazu am Buch zu bleiben. Ich kann nicht einmal genau sagen warum, aber er liest sich sehr flüssig und unterhaltend.

Und da kommen wir schon zum Punkt dieses Buches, denn das muss der Schreibstil hier auch wirklich tun! „Crossfire – Versuchung“ umfasst 416 Seiten und bei dieser Zahl habe ich schon gewissen Erwartungen, bevor ich mit dem Lesen beginne. Natürlich sollte es hier nicht an Erotik mangeln und dies ist sicherlich erfüllt, aber es muss auch eine Handlung geben und die fehlte mir doch schon sehr.

Natürlich geht es weiter mit Eva und Gideon, keine Frage. Und es gibt auch immer noch das Geheimnisvolle, das den Milliardär umgibt, aber es passiert nichts. Gut 2/3 lang habe ich das Gefühl von einem emotionalen Chaos ins nächste zu stürzen. Dies ist natürlich auch unterhaltend, aber kann doch keine 250 Seiten füllen. Erst auf dem letzten Drittel kommt ein wenig Schwung in das Buch. Aber dies passiert leider auch nur im Ansatz und ich persönlich hätte mir da mehr gewünscht.

So schreibt die Autorin dieses Buch aus Evas Sicht. Dies ist auch kein Problem, aber gerade in Hinblick auf Gideons Vergangenheit und auf bestimmte Handlungen die er ausübt, hätte ich mir zumindest kleine Einblicke in seine Sichtweise gewünscht.

Auch zum Thema Erotik möchte ich hier noch eine Anmerkung machen. Ich fand diese Szenen gut und anregend geschrieben. Mir haben sie durchaus gefallen, auch wenn ich sie, zum Teil, etwas „übertrieben“ dargestellt fand.

Aber trotz dieser Kritik, die ich einfach loswerden muss, werde ich das dritte Buch lesen. Ich bin doch mit den Protagonisten warm geworden und hoffe einfach, dass es sich hier um eine Verdeutlichung ihrer Beziehung handelt, um dann im dritten Buch voll aufzudrehen.
Der Schreibstil von Sylvia Day konnte mich, wie schon geschrieben, überzeugen.

Mein Fazit:
Für mich gab es im zweiten Crossfire-Buch einfach zu wenig Handlung für 416 Seiten. Es fehlte nicht an Erotik, aber ich hätte mir eine ausführlichere Geschichte gewünscht.

5 von 10 Punkten!

Verlag: Heyne
Erschienen: 2013
Seiten: 416
ISBN: 978-3-453-54559-5
Format: Taschenbuch
ISBN eBook: 978-3-641-09943-5