Freitag, 13. November 2015

Meet and Greet mit Rebecca Gablé von SONJA


© Sonja Kochmann

Die Frankfurter Buchmesse hatte dieses Jahr ein besonderes Highlight für mich: Einer von zehn Plätzen beim Meet and Greet mit Rebecca Gablé.

Als mir vor ein paar Jahren die Waringham Reihe von meiner Mitbloggerin Sina empfohlen bekam, schaute ich erstmal skeptisch drein. Historisch? Und soviele Seiten? Doch ich verschlang alle Bände und als die Autorin letztes Jahr den Erscheinungstermin für "Der Palast der Meere" bekannt gab, konnte ich es kaum noch erwarten.


© Sonja Kochmann


Das von Bastei Lübbe organisierte Treffen fand im abgetrennten Bereich von Bastei Lübbe statt und es war auf Anhieb gemütlich dort. Die Autorin nahm uns auch gleich die Hemmungen und wir konnten mit den ersten Fragen gleich loslegen. Es ergab sich ein lockeres Gespräch mit Getränken und Keksen während die Autorin für jeden signierte.


© Sonja Kochmann


In ihrem neuen Buch nimmt die Seefahrt einen großen Raum ein, da dies für diese Zeit sehr wichtig und prägend war. Zur Recherche nutzte Rebecca Gablé ihre alte Uniblibliothek. Doch wie es nun mal so ist, muss man geliehene Bücher immer dann zurück geben, wenn man sie benötigt. Daher verschafft sie sich gern einen Überblick über die notwendigen Bücher und kauft sie dann selbst. Hierbei ist erforderlich, dass sie auch die Sprache des Quellenbuches versteht, um Übersetzungsfehler zu vermeiden.

Gerne würde sich auch über spanische Ereignisse schreiben, aber ihr Spanisch sei hierfür noch zu schlecht.

Bei der Recherche werde dann eine Art stichwortartiges Verzeichnis angelegt, in dem sie zum Beispiel unter "Blitzschlag im Hauptmast" das Quellenbuch und die Seitenzahl notiert. Da die Autorin chronologisch schreibt, kann dann bei der entsprechenden Szene sofort darauf zurückgegriffen werden. Klingt eigentlich einfach. Erfordert aber auch sehr viel Vorbereitung.

Wir waren uns übrigens alle einig: unser historisches Wissen über England (und auch Otto) wurde durch ihre packenden Romane gefestigt. Denn in der Schule gibt es große Themengebiete, die einfach nicht oder kaum behandelt werden. (Übrigens wird es von Otto "Das Haupt der Welt" vorraussichtlich 2017 eine Fortsetzung geben.) Ob sie die Waringhams nun nach diesem Zeitabschnitt direkt fortsetzt, ist fraglich, denn nun würde die Perückenzeit beginnen und dies könne sie sich nicht so ganz für ihre Romanfiguren vorstellen.

Nach "Das Haupt der Welt" hat Rebecca Gablé übrigens die weibliche Hauptfigur für sich entdeckt. Denn Eleanor, die ursprünglich "nur" Hofdame werden sollte, bekommt eine tragende Rolle als Auge der Königin, deren Agieren und die Dialoge der Autorin beim Schreiben sehr viel Spaß gemacht haben. 

Spaß ist bei ihren Büchern auch ein wichtiger Faktor. Denn bei aller Recherche möchte die Autorin nicht belehren, so dass sie sich beim Schreiben häufig fragt: "Ist dieses historische Detail für das Buch wirklich wichtig?"

In einer kürzlich gesendeten Reportage ("Der Bestseller Code") führte sie selbst an, dass die Titel "Der dunkle Thron" und auch "Der Palast der Meere" nicht von ihr selbst stammen. Eine Nachfrage ergab aber, dass sie nicht den Schlüssel, der zum Buchkauf führe habe und damit überlasse sie dies lieber der Lektorin.


© Sonja Kochmann


Die neuen Cover sind sehr schön gestaltet und wer noch alte Ausgaben besitzt, kann die neuen Cover auf der Homepage der Autorin (HIER) ausdrucken. 

Sie selbst greift gerne zu Stephen King und hat ja auch schon selbst Krimis geschrieben.


© Sonja Kochmann


Das Treffen endete mit Fotos für jeden und war wie im nu um. Danke an die Autorin und an die Organisatoren!



© Olivier Favre







1 Kommentar:

  1. Herzlichen Glückwunsch auch noch einmal an dieser Stelle zum Meet & Greet Platz bei Rebecca Gable. Toll, dass alles geklappt hat und das Treffen in einer so angenehmen Atmosphäre stattfinden konnte. Hoffentlich ist Rebecca Gable ganz bald mal wieder hier zu Gast, so dass wir sie bald wiedersehen bzw. auch mal sehen können.

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