Mittwoch, 9. Dezember 2015

Lesung: Sebastian Fitzek - Das Joshua Profil von SONJA



Quelle: Bastei Lübbe

Meine erste Lesung mit Sebastian Fitzek fand in einer besonderen Kulisse statt: in einer Kirche! 

Bevor es losging, saßen wir alle ganz andächtig auf unseren Plätzen und warteten. Als Sebastian Fitzek seinen Platz am Mikrofon antrat, gab es erst einmal einen donnernden Applaus. Trotz der großen Erwartungshaltung führte Sebastian Fitzek in spannender und lebendiger Weise durch den Abend. 


© Sonja Kochmann

So wurden Anekdoten aus den Anfängen seiner Autorenzeit und aktuelle Lebensgeschichten berichtet:

Wusstet Ihr, dass fast jeder Autor sein Buch in Buchhandlungen sucht  und unauffällig werter vorne platziert? Herr Fitzek hat dies getan (das muss wohl damals vor dem Kartoffelkrieg gewesen sein, denn mittlerweile sind die Bücher immer gut platziert). UND er hat seine eigenen Verkaufsquoten in die Höhe getrieben. Peinlich ist das nur, wenn man dann beim Zahlen mit der EC Karte von der Verkäuferin gefragt wird : "Sind Sie etwa der Autor?"

Sebastian Fitzek wird häufiger gefragt, warum er so etwas Irres Schreiben würde. Daraufhin kann er einfach nur antworten: Und warum lesen sie sowas? Recht hat er. Dennoch bezeichnet er sich selbst als "Irrenmagnet" selbst alltägliche Situationen lassen sich in einen Thriller umwandeln oder sind zu realistisch für einen Thriller.

Situation 1: Herr und Frau Fitzek haben Besuch. Es soll sich das Staffelfinale von True Detectives  (wurde gleich gekauft) angeschaut werden. Leider geht das TV Gerät im Wohnzimmer kaputt und es muss auf das Schlafzimmer ausgewichen werden. Dort setzt sich der weibliche Gast auf das Bett und findet die Klobürste des Jüngsten  unter der Bettdecke (für Kinderlose: Kleinkinder können Vorlieben für lustige Dinge entwickeln): Die Fitzeks: Ach das ist nur Spielzeug. Diverse Lacher. Abwandlung eines Thrillerautors. Im TV läuft ein selbstgedrehtes Urlaubsvideo auf der eine Frau mit Muschelkette erscheint, die im Urlaub spurlos verschwand. Bei der Übernachtung findet der weibliche Gast unter der Decke diese Kette. So einfach wird ein Thriller bei Herrn Fitzek gemacht.

Situation 2: Ein Freund fährt trotz Warnungen des Betreibers mit dem eigenen Kfz in ein befahrbares Wildgehege. Der Elefant dort findet das Auto zum Kuscheln und tritt dagegen. Bei der Polizeikontrolle am nächsten Tag wird ungläubig geschaut, als der Schaden am Auto erklärt wird.

Ja, Geschichten, die das Leben schreibt und den Abend füllen. Ich hätte stundenlang zu hören können. Denn das Interesse am Menschen führt für diesen redegewandten Autor offensichtlich von einer interessanten Situation in die nächste. Oder haben sie schon einmal Tätowierer gefragt, ob sie Schutzgeld zahlen müssen? Nein. Sie sollten darauf achten, ob diese vielleicht den Hells Angels angehören. Herr Fitzek hat dies übersehen, jedoch unbeschadet überstanden.

Gern verwendet er Eigenschaften von bekannten Personen. Bei Namen ist er jedoch aufgrund des Genres etwas vorsichtiger. Denn vielleicht findet Hannibal Lecter im nach hinein es nicht mehr witzig, dass sein Name damals verwendet wurde, wenn er sich eine Pizza bestellt?!


© Sonja Kochmann

Ein unterhaltsamer Abend und definitiv eine Wiederholung wert. Ich bin 2016 bei der Jubiläumsshow dabei und Ihr?


© Sonja Kochmann

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