Montag, 30. März 2015

[Hörbuch] Charles Dickens - Oliver Twist von SINA

der Hörverlag
Oliver wird in einem Armenhaus geboren. Bei der Geburt stirbt seine Mutter. Als Oliver mit 9 Jahren das Elend im Armenhaus nicht mehr erträgt, flieht er nach London. Aber dort trifft er auf eine Diebesbande, die ihn aufnehmen will. Erst nachdem er auch hier entwischen kann, findet er endlich etwas Frieden bei Mr. Brownlow, der ihn bei sich aufnimmt. Doch die Diebesbande rund um Mr. Fagin holt Oliver zurück, unterdrückt ihn und zwingt ihn dazu, zu stehlen. Oliver tut dies, weil ihm sein Leben lieb ist, doch sehnt er sich zurück zu Mr. Brownlow und dem schönen Leben, nicht wissend, dass ihn ein Geheimnis umgibt, dass sein komplettes Leben verändern würde.

Das Charles Dickens dafür bekannt ist, Geschichten zu schreiben, in denen es um Not, Elend und Kummer geht, ist bekannt. Diesmal beschreibt er das leidige Leben des Oliver Twist, der schon als Säugling im Armenhaus landet und dort ein tristes Leben führen muss.

Die verschiedenen Sprecher des Hörspiels geben eine wunderbare Darstellung des Lebenswegs von Oliver. Man ist mittendrin und wird auch durch die (leider etwas spärliche) Geräuschkulisse durch das London einer früheren Zeit geschoben. So fühlt man sich fast, als wäre man mittendrin. Allen voran Anton Sprick, der den jungen Oliver Twist spricht.

Schon der Anfang ist geheimnisvoll, wird vom Erzähler Hannes Hellmann nur angedeutet, wo sich Oliver bei seiner Geburt befindet. Es tue nichts zur Sache und gibt allem einen mysteriösen Touch.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, obwohl ich negativ anmerken muss, dass Oliver durch doch ganz schön viele Zufälle mehr Glück als Verstand hat. Dies hat meiner Meinung nach der Story dann doch etwas an Glaubwürdigkeit genommen.

Leider kenne ich das Buch (noch) nicht, deswegen kann ich leider nicht sagen, ob die gekürzte Version des Hörbuchs wichtige Dinge aus dem Roman auslässt.
Ich hatte jedoch das Gefühl, dass mir nichts Wichtiges vorenthalten wurde und am Ende alles aufgeklärt ist.

Fazit:
Kinderbuchliteratur interessant als Hörspiel verpackt. Von mir gibt es dafür 7 Punkte.

Verlag: Hörverlag
Länge: ca. 130 Minuten
Format: 2 CDs, gekürzte Fassung
ISBN: 978-3-89940-939-0

Jennifer Benkau - Mit Rosen bedacht von SINA

Bastei Lübbe
Wandas Leben ist eigentlich perfekt. Sie hat einen guten Job, steht kurz vor der Hochzeit mit Karim und fühlt sich einfach pudelwohl. Bis ein Unfall alles zerstört. Karim liegt ihm Koma, seine Chancen zu überleben stehen bei 10 %. Wanda fängt an, diverse Dinge für ihn zu regeln und stößt bei Sichtung der Unterlagen auf diverse Ungereimtheiten. Sie fängt an tiefer in Karims Angelegenheiten einzudringen und stößt so auf seine Vergangenheit, über die sie nie viel erfahren hat. Und je tiefer sie gräbt, umso höher wird der Haufen an Geheimnissen und Lügen, die dabei ans Tageslicht kommen.

Jennifer Benkau kannte ich nur von ihrer Dark-Reihe. Hier muss ich allerdings zugeben, dass mich diese nicht richtig vom Hocker reißen konnte.

sina frambach
Nun legt sie hier eine Geschichte vor, die eine Mischung aus Liebesgeschichte und Thriller verbirgt.
Wanda, eine junge, enthusiastische Frau, wird mitten aus ihrem Alltag gerissen, da ihr Geliebter und Verlobter Karim seit einem schweren Verkehrsunfall im Koma liegt. Seine Chancen stehen sehr schlecht und Wanda muss sich damit abfinden, dass er bald stirbt.

Bastei Lübbe
Schon allein diese Tatsache ist sehr schwer nachzuvollziehen und bleibt auch hoffentlich vielen erspart.
Als Wanda jedoch anfängt, für Karim einige Dinge zu regeln, stößt sie auf Ungereimtheiten, denen sie nachgeht und so einem Geheimnis auf die Spur kommt.

Vor vorne bis fast ganz hinten ist das Buch ein Rätsel. Man fragt sich ständig, was Karim verbirgt, warum er manchmal geheimnisvoll tut, nicht über seine Familie reden will und Dinge tut, die nicht nachzvollziehbar sind.

Bastei Lübbe / sina frambach
Das Buch ist so aufgebaut, dass man einen Abschnitt der Gegenwart liest und dann eine Szene, die in der Vergangenheit liegt, angefangen beim Kennenlernen von Wanda und Karim.

Dabei kam eine Szene vor, die ich so wundervoll fand, dass mir danach fast die Tränen in den Augen standen. Ein unglückliches Bio-Hühnchen, eine kleine Küche sowie ein kochender Karim und eine staunende Wanda spielen darin eine Rolle und sie endet mit einer wunderschönen Zärtlichkeit. Die Szene ist einfach toll geschrieben und ist mir nach Beendigung des Buches in Erinnerung geblieben.

Bastei Lübbe
Alles in allem erwartet einem eine spannende Geschichte mit traurigen, aber auch fröhlichen Momenten.

Das Ende ist in meinem Augen gut gelungen und es bleibt noch etwas der eigenen Phantasie überlassen.

Die von der Autorin geschaffenen Figuren sind alle sehr realistisch dargestellt. Ecken und Kanten sind vorhanden. Selbst bei Wanda, die mir am Anfang etwas zu perfekt rüberkam, stellten sich im Laufe der Story einige Dinge ein, die sie menschlicher machten.

Ich hatte das Glück, auf der Leipziger Buchmesse Jennifer Benkau persönlich zu treffen. Sie ist eine sehr sympathische junge Frau, die mit viel Witz und Charme durchs Leben geht.

lbm15 / sina frambach
Ich hatte beim Lesen sehr oft das Gefühl, dass einiges von ihr in das Buch miteingeflossen ist. Bei Wanda hatte ich deshalb das Bild von Jennifer vor Augen. Und sei es nur beim farblichen Sortieren der M&M`s.

Fazit:
Eine einfühlsame Geschichte. Von mir gibt es dafür 8 von 10 Punkten.

Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 12.03.2015
Printseiten: 319
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-431-03915-3

s. a. Bibliografie Jennifer Benkau


Sonntag, 29. März 2015

Emma Sternberg: Die Breznkönigin von CORINNA

Quelle: Heyne
INHALT:
Eigentlich hatte Fanny andere Pläne für ihr Leben. Sie wollte herumkommen, als Goldschmiedin arbeiten und viel erleben. Nun ist sie immer noch in der heimischen Gastwirtschaft bei ihrer Familie.
Aber manchmal kommt es anders als man denkt und von jetzt auf gleich geht es für Fanny raus aus Bayern und rein in die Hauptstadt. Durch einen Zufall landet ausgerechnet ein hipper Geschäftsmann aus Berlin in der Gaststube und der möchte dieses urige Gefühl, samt Fanny in die Hauptstadt bringen.
Gesagt, getan und für Fanny beginnt das Abenteuer, das sie sich immer gewünscht hat...


© Corinna Pehla

Ich muss gestehen, ich bin bei Büchern immer vorsichtig, in denen ich mir vorstellen könnte, dass ein Dialekt eine tragende Rolle spielt. Und so bin ich doch eine Zeit lang um „Die Breznkönigin“ von Emma Sternberg geschlichen.
Nun ist es aber auch so, dass mir dieses bunte, und mit kleinen Verzierungen gestaltet Cover, so gut gefällt, dass ich es einfach gewagt habe.

Fanny in der Großstadt. Mädchen vom Land im gigantischen Berlin. In die Protagonistin konnte ich mich gut versetzen, zumal ich diesen Schritt vom Land in die Stadt bereits selber gewagt habe.
Hinzu kommt, dass Fanny ein so liebenswürdiger Mensch ist, dass man sie einfach mögen muss. Sie findet an sich selbst Dinge schrecklich, die die meisten Frauen nicht mögen, ist offen, sagt aber auch ihre Meinung und diese Mischung hat es mir angetan.

Der Dialekt ist in diesem Buch durchaus vorhanden, dies sei gesagt, aber so wunderbar eingebaut, dass ich alles verstehen konnte und ihn einfach herzlich fand. Es passte einfach, wenn Fannys Omilein schimpft, oder auch so mal ein Satz im bayrischen herausrutscht. Einfach herrlich.

© Corinna Pehla

Der Schreibstil von Emma Sternberg ist herzlich, flüssig und super unterhaltend. Man fühlt sich einfach in der Geschichte wohl und beginnt Fannys neues Leben zu begleiten.

Auch wenn der Roman kleine Pausen hatte, in denen ich ein wenig verschnaufen konnte, ich habe ihn gerne gelesen und mich gefreut, dass die Protagonistin sie selbst bleibt. Auch die Wendungen fand ich nicht immer überraschend, aber gelungen und bis zum Ende hin bin ich am Buch geblieben, um zu erfahren, wie es mit Fanny weitergehen wird.

Eine tolle Protagonistin, von der ich durchaus mehr vertragen könnte.

Mein Fazit:
Wer ein Buch sucht, in das man abtauchen kann, das aber auch vor Herzlichkeit nur so sprüht, ist hier richtig. Es ist Fannys Geschichte, mit Liebe, Bratwürsten und der Heimatverbundenheit. Wirklich schön und unterhaltend.

8 von 10 Punkten

Verlag: Heyne
Erschienen: 2013
Seiten: 400
ISBN: 978-3-453-40911-8
Format: Taschenbuch
ISBN eBook: 978-3-641-10282-1


© Corinna Pehla

 

Freitag, 27. März 2015

Anna McPartlin - Die letzten Tage von Rabbit Hayes von SINA


Rororo
Rabbit Hayes hat Brustkrebs im Endstadium und hat nur noch wenige Tage zu leben. Diese Tage verbringt sie im Hospiz, umgeben von ihren Eltern, Geschwistern, ihrer Tochter und Freunden. Keiner gibt auf, jeder kämpft um Rabbits Überleben. Doch wissen auch alle, dass dieser Kampf aussichtlos ist. Und so müssen sie langsam Abschied nehmen, von Rabbit und dem alten Leben.

Gleich am Anfang muss ich loswerden, dass dieses Buch tieftraurig ist, dass es einem zum Weinen bringt und zum Nachdenken.
Doch gleichzeitig musst ich oftmals lachen, weil die Familie von Rabbit Hayes einfach nur so sympathisch, durchgeknallt und herzzerreissend liebevoll ist.



Rororo / sina frambach
Ich habe alle in mein Herz geschlossen, habe mich ihnen zugehörig gefühlt und mit ihnen gelitten.
Sei es die resolute Molly, Rabbits 72 Jahre alte Mutter, die als Kämpferin der Familie dafür sorgt, dass alle zusammenhalten. Sie kümmert sich um alles, gibt sich stark und leidet meist still in sich hinein. Zusammen mit ihrem 77jährigen Mann Jack bildet sich ein Powerteam. Und Jack braucht seine Frau, denn alleine ist er hilflos.
Die Geschwister Grace und Davey lieben ihre Familie bedingungslos. Während Grace den Tod ihrer Schwester fast schon akzeptiert hat, gibt sich Davey fast etwas teilnahmslos. Doch gibt ihm Rabbits bevorstehendes Ende auch die Kraft, für sich einen Neuanfang zu starten.

Rororo
Marjorie ist Rabbits beste Freundin und gibt Rabbit Halt, in dem sie entweder so tut, als wäre nichts oder mit sarkastischen Bemerkungen versucht, die Stimmung zu heben.

Und dann ist da noch Juliet, Rabbits 12jährige Tochter, die viel zu früh erwachsen werden musste. Sie hat keine Chance, Kind zu sein bzw. zum Teenager zu werden.



rororo / sina frambach
Und Rabbit – die Hauptperson, die mit ihrem tragischen Schicksal umgehen muss. Sie ist tapfer, würde gerne noch tapferer sein, aber aufgrund ihres geschwächten Zustandes ist ihr dies nicht möglich.

Die Geschichte handelt von Zusammenhalt, Freundschaft und den letzten Tagen von Rabbit Hayes. In wechselnden Szenen wird von der Vergangenheit und der Gegenwart berichtet. Die Vergangenheit erzählt von der Freundschaft zwischen Rabbit, Johnny, Davey und einigen anderen. Hier wird hauptsächlich von Johnny berichtet, der als Leadsänger einer Garagenband zusammen mit seinen Bandmitgliedern ziemlich erfolgreich ist.
Die Gegenwart beschäftigt sich mit dem Warten auf Rabbits Tod.

Rororo
Ich habe selten so eine berührende, traurige und wunderschöne Geschichte gelesen. Witzige Passagen lockern das Buch auf, während wiederum andere die Tränen in die Augen treiben.
Die Hoffnungslosigkeit ist fast greifbar, sie frisst sich in alle unaufhörlich hinein und trotzdem wird gekämpft, gelacht, geliebt.

Ich persönlich kenne diese Gefühl, wenn man nichts mehr tun kann, wenn man hilflos daneben steht und abwarten muss, dass eine geliebte Person stirbt. Es ist unerträglich. Die Lösung der Familie Hayes mag für viele bestimmt nicht nachvollziehbar sein, aber ich persönlich finde, dass es so für alle einfacher ist, weil sie eben eine Familie ist, die sich liebt, unterstützt und weiß, dass das Leben nach dem Tod weitergeht.

Fazit:
Tragisch, wunderschön und liebevoll. Rabbit Hayes war krank, aber nicht allein.

Verlag: Rororo
erschienen: 2015
Prinseiten: 464
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-499-26922-6

Robert Kirkman - The Walking Dead 2 von SINA

Heyne
Lilly Caul versucht, ihr Überleben so gut wie möglich zu meistern. Zusammen mit Josh, Megan, Scott und Bob schlägt sie sich durch, bis sie zu der Siedlung Woodbury kommt. Hier haben sich viele eingefunden, die Siedlung vor den Zombies abgeschottet und versuchen so etwas, wie ein normales Leben zu führen. Nur wird die Siedlung von einer harten Hand regiert. Der Governor hat auf alles ein Auge und teilt Befehle aus, die auch anstandslos ausgeführt werden. Lilly merkt bald, dass sie hier ebenso in Gefahr ist, wie vor dem Zombies und fasst einen folgenschweren Plan.

Im ersten Teil der The Walking Dead-Reihe ging es darum, wie der Governor überhaupt zum Governor wird. Band zwei allerdings knüpft nicht gleich an das Ende seines Vorgängers an.

Zuerst lernt man Lilly kennen, die zusammen mit vielen anderen versucht, während der Zombieapokalypse ein „normales“ Leben zu führen. Sie lebt in einer kleinen Zeltstadt, zusammen mit Josh, der in sie verliebt ist, Bob, der medizinische Kenntnisse hat, ihrer ehemals besten Freundin Megan und deren Zur-Zeit-Freund Scott.
Ein unglücklicher Vorfall führt dazu, dass sie aus der Gemeinschaft verbannt werden.

Heyne
Was ist schlimmer? Die Zombies, die ihrem Trieb folgen, um an frisches Menschenfleisch zu kommen oder die Menschen, die durch ihre Taten oder Worte verletzender sein können als jeder Zombiebiss? Dies fragt man sich unweigerlich, wenn man sich längere Zeit mit dem The Walking Dead-Universum befasst.

Jeder hat sein Päckchen zu tragen, sei es wegen seiner Vergangenheit oder halt der Gegenwart in unmittelbarer Gefahr vor einem Angriff.

Die Trauer um verlorene Menschen ist groß und auch verständlich, doch das Mitgefühlt tritt oft an die letzte Stelle, wenn es darum geht, seine eigene Haus zu retten. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Gefühlen und Taten der Überlebenden. Die Zombies treten in den Hintergrund, spielen eine untergeordnete Rolle und laufen eigentlich mehr als Nebenstrang.

Heyne
Gerade hier ist es sehr deutlich. Die kleine Siedlung Woodbury hat viele Überlebende zusammengerottet. Und es ist einiges, was hier zusammenkommt. Der Neid vieler „Mit“Bürger wird fast noch übertroffen von der Gier nach Macht, welche teils mit Waffengewalt ausgeführt wird.

Der Govenor ist dafür das beste Beispiel. Hier wird sehr deutlich, was ein krankes Hirn aus Menschen macht und welche Machtposition sie dabei einnehmen können.

Die Spannung zieht sich bis ans Ende und man fiebert ständig mit, ob Lilly und ihre Freunde es schaffen, sich ihr Überleben zu sichern und vielleicht einer friedlichen Zukunft ins Auge blicken können. Gepaart mit einigen Überraschungen und Wendungen kommt dabei ein Roman der etwas anderen Art hervor.

Fazit:
Brutal spannend. Wieder volle Punktzahl.

Verlag: Heyne
erschienen: 2013
Format: Taschenbuch
Printseiten: 409
ISBN: 978-3-453-52953-3


Donnerstag, 26. März 2015

Ella Green: Portside Beach. Halley & Gregory von CORINNA

© Klarant Verlag
INHALT:
Mit Halleys Selbstbewusstsein ist es nicht weit her. Zwar ist sie hübsch und sehr intelligent, trotzdem ist es für sie, die mit ihren Eltern im Trailerpark wohnt, nicht so einfach. Denn in Portside Beach ist ein großer Teil der Bevölkerung sehr vermögend.
Als Halley sich immer mehr mit dem beliebten Gregory anfreundet, weiß sie sich nicht anders zu helfen, als ihre momentane Lebenssituation vor ihm etwas aufzubessern. Denn Gregorys Eltern sind das komplette Gegenteil von ihren, seine Mutter ist Ärztin und sein Vater Börsenmakler.
Allerdings werden Halleys Lügen immer größer, denn zwischen den beiden entwickelt sich langsam mehr und wie soll sie da nur wieder rauskommen?



Da ich diesen Monat bereits den ersten Teil der „Portside Beach“-Reihe von Ella Green gelesen habe, fühle ich mich schon richtig wohl in der Küstenstadt.

Hier kommt die Reihenfolge:

  1. Portside Beach. Halley und Gregory

Wo ich beim ersten Buch noch eine kleine Eingewöhnungszeit mit den Protagonisten brauchte, habe ich Halley und auch Gregory gleich in mein Herz geschlossen. Beide sind so sympathisch, dass man sich wunderbar vorstellen kann, mit ihnen befreundet zu sein.

Gerade Halley, die ein offener und trotzdem sehr schüchterner Mensch ist, habe ich gerne begleitet. Auch ihre Notlüge, was die finanzielle Situation der Familie betrifft, war für mich schlüssig und gut nachzuvollziehen.
Hinzu kommt, dass dieses Buch vor Romantik nur so sprüht. Dieses Paar ergänzt sich so wunderbar und Gregory als männlicher Part ist ein absoluter Traum. Höflich, lustig, zuvorkommend und zärtlich, ganz so, wie sich fast alle Frauen ihren (Traum-)Mann vorstellen.

Der Schreibstil von Ella Green war sehr flüssig und ich merkte, dass sie ihre Figuren sehr mag. Und gerade der letzte Aspekt bringt uns Lesern natürlich noch mehr Lesespaß. Sie schreibt so, dass ich Handlungen verstehen kann und Reaktionen vielleicht ähnlich ausgeführt hätte.

Und auch die Tatsache, dass ich bereits ein paar Leute aus Portside Beach „kenne“ war dann noch ein kleiner Zusatzpunkt, den ich genossen habe. Denn auch Claire und Bradley trifft man hier wieder und (was ich toll finde) sie spielen auch eine kleine Rolle in diesem Buch.
Ella Green hat sie, im Gegensatz zu manch anderen Autoren, nicht vergessen. Sehr schön.

Also ich bin fast wunschlos Glücklich mit diesem New Aduld-Roman. Lediglich in der Länge hätte ich mir noch ein paar Seiten gewünscht, allerdings hat es dem Spaß keinen Abbruch getan und die Geschichte war auch so wunderschön und spannend.

Mein Fazit:
Ein zweiter Teil, der mir noch besser als das erste Buch gefallen hat. Halley & Gregory waren mir beide auf Anhieb sympathisch und es war sehr unterhaltend, ihre Geschichte zu lesen.

9 von 10 Punkten!

Verlag: Klarant Verlag
Erschienen: 2015
Seiten: ca. 86
ISBN-eBook: 978-3955732134
Format: eBook

Zur Kindle-Ausgabe (auch als epub erhältlich)

Mittwoch, 25. März 2015

Siegfried Langer: Alles bleibt anders von CORINNA

ebook Cover
© Siegfried Langer
INHALT:
Frank Miller hat sein Gedächtnis verloren. Durch die Stadt irrend, findet er schließlich seine Mutter, die ihren Sohn bereits vor Jahren beerdigt hat. Doch nicht nur das... es kommt immer wieder zu Vorkommnissen, die Frank zweifeln lassen. Was ist wirklich los?

Langsam kommt seine Erinnerung wieder. So befindet sich Frank im Jahr 2008, die NSDAP ist immer noch an der Macht und grausamer als je zuvor. Und Frank merkt, dass er handeln muss. Für sich, für seine Liebe zu Claire und für viele andere Menschen.



Bei „Alles wird anders“ von Siegfried Langer handelt es sich um den Debütroman, des bekannten Thriller-Autors. Ich selber kannte vor allem Bücher wie „Leide!“ oder „Sterbenswort“ von Siegfried Langer und habe diese bekannten Thriller auch verschlungen.

Nun war ich gespannt, wie der Autor begonnen hat. Und allein die Tatsache, dass Frank Miller in einem Deutschland lebt, dass zwar von der Zeit her bekannt ist, aber durch die Tatsache das dieses Land noch in der dunklen Vergangenheit vegetiert, so ganz anders daherkommt, als man es selber kennt.
Auf eben diesen Aspekt war ich sehr neugierig und ich empfand ihn auch als sehr gelungen.

Für mich war die Atmosphäre in „Alles wird anders“ sehr bedrückend. Frank ist allein, ihm fehlen wesentliche Dinge in seinem Gedächtnis und er muss stetig aufpassen. So hatte ich beim Lesen immer das Gefühl mir über die Schulter schauen zu müssen. Zusätzlich wissen wir Nachkriegskinder ja was zum Glück hinter uns geblieben ist und zu sehen „was wäre wenn“ ist sehr beengend.

Der Schreibstil von Siegfried Langer ist hier atmosphärisch und unterhaltend, auch wenn ich sagen muss, dass er mir mit seinem heutigen Schreibstil nun viel besser gefällt. Ich merkte einfach, dass es sich hier um einen Debütroman handelt, der zwar gut durchdacht und ausgearbeitet ist, gleichzeitig aber auch an manchen Stellen noch nicht ausgereift wirkt.

Trotzdem bleibt man am Buch und muss wissen wie es mit Frank weitergehen wird. Gewohnt spannend halt, ganz nach der Art, die mir von Siegfried Lager bekannt ist.

Mein Fazit:
„Alles wird anders“ ist ein unterhaltender Roman, der uns in das Jahr 2008 entführt, das so komplett anders ist als das Jahr 2008, wie wir es kannten.
Frank Miller als wichtigste Figur ist so menschlich, dass man sich in ihn hineinfühlen kann.
Und trotzdem, komplett überzeugt bin ich leider nicht.

6 von 10 Punkten!

Verlag: Atlantis Verlag
Erschienen: 2008
Seiten: 240
ISBN: 978-3936742954
Format: Paperback

Print Cover
© Siegfried Langer

[Hörbuch] Thomas Thiemeyer - Chroniken der Weltensucher: Die Stadt der Regenfresser (01) von SINA

Jumbo Verlag

Karl-Friedrich von Humboldt ist ein illegitimer Sprössling des berühmten Alexander von Humboldt. Doch Karl-Friedrich hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinem Vater nachzueifern und dessen nicht abgeschlossene Expeditionen zu vervollständigen. Der junge Oskar gerät durch Zufall an Humboldt, der ihm daraufhin das Angebot macht, an einer Expedition teilzunehmen. Zusammen mit Humboldt, seiner Nichte Charlotte und der Voodoopriesterin Elisa macht sich Oskart nun auf nach Peru, um dort die legendäre Stadt der Regenfresser zu finden. Bald merken sie, dass sie Plan einer uralten Prophezeiung sind. Außerdem werden sie von Valkrys verfolgt, die noch eine Rechnung mit Humboldt offen hat.

Mein erstes (Hör)Buch von Thomas Thiemeyer und ich habe Blut geleckt. Hervorragend vorgetragen von Dietmar Wunder wird man in das Peru 1893 verfrachtet und mitten in eine Geschichte geschmissen, die vor Fantasie, Abenteuer und historischen Elementen nur so strotzt.

Ich habe mich so gut unterhalten gefühlt, dass ich gleich zum zweiten Hörbuch gegriffen habe. Bin ich froh, dass meine Bücherei solch tolle Hörbuchtitel bereit stellt.

Oskar, ein junger Mann, der sich durch kleine Diebstähle über Wasser hält, ist mir gleich von Anfang an sympathisch. Er hat eine sehr offene, direkte Art, weiß aber auch im richtigen Moment damit hinterm Berg zu halten. Für seine Freunde tut er alles und er weiß, dass er als Expeditionsmitglied von Humboldt eine zweite Chance erhält, die er auch ergreift, um sich ein besseres Leben zu ermöglichen.

Dietmar Wunder, der Vorleser, ist unter anderem bekannt als Synchronstimme von Daniel Craig aka James Bond. Dies merkt man teilweise deutlich, handelt es sich gerade gegen Ende doch um reichlich actionlastiges Vorlesematerial. Hier gibt Dietmar Wunder alles und so fühlt man sich fast so, als wäre man mittendrin.
Im richtigen Moment wechselt er die Stimmung, gibt jedem Charakter die eigene Stimmfarbe und bringt die Atmosphäre der einzelnen Szenen rüber.

Die Protagonisten sind allesamt sehr sympathisch, selbst die „bösen“ Charaktere wachsen einem ans Herz. Im richtigen Moment gibt es Aha-Effekte, gefolgt von „Oha“ und „Och nee“. Das macht eine richtig gute Geschichte aus und die Lust auf den nächsten Band steigt um ein Vielfaches.

Fazit:
Spannung pur mit sympathischen Figuren und einer mitreißenden Geschichte. Von mir gibt es die volle Punktzahl.

Verlag: Jumbo Verlag
erschienen: 2009
Format: gekürzte Lesung
Länge: 450 Minuten
ISBN: 978-3-8337-2437-4

Leipziger Buchmesse 2015 von SINA

The same procedure as every year - mittlerweile kann ich das wirklich sagen. Denn dies war nun unser vierter Leipzig-Besuch und wie jedes Jahr war es einfach nur herrlich anstrengend, voll und laut, inspirierend, interessant, reizvoll und macht einfach nur Lust auf nächstes Jahr (Hotelzimmer ist schon gebucht).

Donnerstag, 12.03.2015
Donnerstag war Anreisetag - und der war anstrengend. Ich hatte auf dem Weg nach Leipzig einen Stau nach dem anderen, einen brennenden Bus und einen Kleinlaster, der mit radioaktivem Material beladen in den Graben gefahren ist. Sonjas Zugreise war auch nicht besser. Der ursprüngliche Zug fiel aus, durch Zufall fand sie heraus, dass sie nun einen anderen Zug nehmen muss und kam dann auch mit ordentlicher Verspätung in Leipzig an.
Aber als wir uns dann am Bahnhof zusammengefunden hatten, bezogen wir unser Zimmer und machten uns dann auch gleich auf zur Buchmesse, da ich dort um 16 Uhr auch schon meinen ersten Interviewtermin hatte.

sina frambach
Es ist schon wie ein nach Hause kommen. Alles ist vertraut und man kennt sich auch schon etwas aus (obwohl ich immer noch nicht richtig weiß, welche Halle auf welcher Seite liegt und dies auch teilweise zu etlich langen Fußmärschen geführt hat).

Um 16 Uhr traf ich mich mit Grit Richter, der Verlegerin des Art Skript Phantastik Verlages. Wir hatten eine tolle Unterhaltung, auch mit Susanne Pavlovic, die unter anderem das Buch Feuerjäger: Die Rückkehr der Kriegerin geschrieben hat. Hier haben wir dann auch die traurige Nachricht erhalten, dass Terry Pratchett gestorben ist.
Das Interview mit Grit könnt ihr HIER nachlesen. 

sina frambach
Danach hatten wir "Freizeit", schlenderten durch die Hallen, sahen uns um und sammelten schon neue Buchtitel für unsere Wunschliste (die mittlerweile von hier bis Timbuktu reicht).

sina frambach
sina frambach
Zurück im Hotel wurde der nächste Tag geplant. Und dann fielen wir todmüde ins Bett.

Freitag, 13.03.2015
Bis 12 Uhr hatten wir Zeit, denn dann hatte ich einen Interviewtermin mit Oliver Wenzlaff, der unter anderem die Hörspiele "Galerie der Phantasten" herausgebracht hat. Das Interview könnt Ihr HIER nachlesen. Viel Zeit hatte ich nicht, denn um 13.30 Uhr trafen wir uns schon mit Sina Beerwald, die nun ihren zweiten Möwen-Krimi herausgebracht hat "Möwenalarm". Das Buch wanderte dann gleich mal in meinen Besitz über und ich freue mich auf ein Wiederlesen mit Ahoi und seiner Bande.

sonja kochmann
Um 17 Uhr stand das große Bloggertreffen bei Randomhouse an. Das Gedränge war groß und es war auch toll, viele bekannte Bloggergesichter zu sehen. Vor allem Corinna wieder zu treffen, war super. Sie hatte ihre Tochter Beeke dabei, die mit einem strahlenden Lächeln, aber auch müden Augen bei ihrer Mama stand. Leider sehen Corinna und ich uns nur einmal im Jahr, meist auf der Leipziger Buchmesse, aber zwischen unseren Heimatorten liegen dann doch einige viele Kilometer.

sonja kochmann
Samstag, 14.03.15
Großkampftag mit dem Highlight Bloggertreffen des Chicken House Verlages anlässlich dessen fünften Geburtstages. Hier habe ich schon ausführlich berichtet (KLICK).
Danach ging es fast nahtlos über in das Carlsen impress Treffen, bei welchem drei Autorinnen ihre Bücher vorgestellt haben. Gelesen haben Julia K. Knoll, Martina Fussel sowie Stefanie Hasse. 

sina frambach
Um 16 Uhr gab es ein Treffen mit der Autorin Jennifer Benkau, die ihr neues Buch "Mit Rosen bedacht" vorgestellt hat und sich den Fragen es Publikums stellte. Dieses Treffen war sehr zwanglos, Jennifer war überaus sympathisch und ich hätte ihr noch stundenlang zuhören können. 

sina frambach
sina frambach
Auch wenn wir fast den ganzen Tag nur gesessen und zugehört haben, waren wir doch ziemlich fertig. Eigentlich wollten wir noch zur "Was liest Du?-Preisverleihung" für den ungewöhnlichsten Buchtitel 2014 gehen, aber aufgrund schmerzender Füsse, Kopfschmerzen und einfach nicht mehr können, sind wir noch zum Italiener und haben uns unser Abendessen redlich verdient. 

[Hörbuch] Otfried Preußler - Krabat von SINA

DAV
Mit seinen 14 Jahren hat es Krabat als Waisenjunge nicht leicht. Er schlägt sich mehr recht als schlecht durchs Leben. Jede Nacht jedoch hört er Stimmen, die ihn dazu bringen wollen, sich nach Schwarzkollm zum Koselbruch aufzumachen. Dort angekommen, wird er als Lehrling in die Mühle aufgenommen. Doch Krabat merkt bald, dass dies kein gewöhnlicher Mühlbetrieb ist. Denn jedes Jahr kommt einer der Lehrlinge ums Leben und keiner weiß, was passiert ist. Der Lehrmeister selbst scheint sich der schwarzen Magie verschrieben zu haben und Krabat weiß, dass alle in Gefahr schweben.

Ich muss zugeben, dass dieses Hörbuch meine erste Geschichte von Otfried Preußler ist. Aber sicherlich nicht meine letzte.
Dies liegt auch daran, dass der Autor selbst sein Buch vorgelesen hat und dies auf packende, spannende und unnachahmliche Weise. Ich bin vollends in die Geschichte abgetaucht, habe mir fast bildlich vorstellen können, wie alles abläuft und hatte ein kräftig mitspielendes Kopfkino.


DAV
Der Autor hat eine sehr eingehende Stimme und seine Art des Vorlesens hat mich am Anfang zwar überrascht, doch gleichzeitig auch gepackt.

Die Geschichte an sich ist ebenso spannend. Wir folgen dem Waisenjungen Krabat, der sich auf den Weg zur Mühle im Koselbruch macht. Dort wird er von dem Müller als Lehrling angestellt und muss ab sofort mit schwerer Arbeit und kargem Auskommen zurecht kommen. Doch gleichzeitig wird ihm in Aussicht gestellt, dass er durch seine Arbeit in der Mühle auch eine weitere Ausbildung bekommt, nämlich die in schwarzer Magie.

Krabat stellt keine Fragen, bringt sich ein und ist einfach froh, endlich ein Dach über dem Kopf zu haben und auch ein paar Freunde unter den anderen Lehrlingen zu gewinnen. Allen voran Tonda.
Doch als Tonda stirbt, fängt Krabat an, alles zu hinterfragen.


DAV
Die Geschichte basiert auf einer sorbischen Volkssage und ist laut Otfried Preußler „meine Geschichte, die Geschichte meiner Generation und die aller jungen Leute, die mit der Macht und ihren Verlockungen in Berührung kommen und sich darin verstricken.“

Da Otfried Preußler für dieses Buch zehn Jahre gebraucht hat, kann man zurecht sagen, dass ihm damit auch ein Meisterwerk der Jugendliteratur gelungen ist. Insoweit werde ich sicherlich auch versuchen, diese Geschichte meinem Kind nahezulegen, wenn er denn alt genug dafür ist.

Fazit:
Eine spannende, packende Geschichte um den jungen Krabat und seinem Kampf gegen die schwarze Magie. 10 Punkte dafür.

Verlag: DAV
erschienen: 2007
Format: gekürzte Autorenlesung
Länge: 212 Minuten
ISBN: 978-3-89813-609-9


Dienstag, 24. März 2015

Messebericht zur Leipziger Buchmesse 2015 von CORINNA


© Corinna Pehla

Die Buchmesse in Leipzig war auch in diesem Jahr mein Ziel. Monate zuvor kribbelt es mich bereits, weil ich es kaum erwarten konnte, wieder durch die Messehallen zu schlendern.

In diesem März war es noch etwas mehr. Denn zum ersten Mal hat mich meine Tochter Beeke (8) begleitet. Natürlich war ich stolz, liest sie doch jetzt schon recht viel und ich war nervös, denn wie wird sie den Trubel empfinden?

© Corinna Pehla

Am Freitag, den 13.03.2015 um ca. 6 Uhr ging es für uns mit dem Auto los und pünktlich um 10 Uhr waren wir, nach einer Pause und einigen Kilometern, endlich da.

Unser Schwerpunkt lag in diesem Jahr natürlich deutlich im Bereich der Kinder- und Jugendbücher. Denn ich habe mir absichtlich nur einen Termin genommen, um in Ruhe mit ihr stöbern zu können.
Das Gesicht von Beeke wurde immer strahlender. Sie hatte zwar ordentlich ihr Taschengeld gespart, aber so viel Bücher, so viele Kleinigkeiten und so viele schöne Dinge die man gerne hätte, ließ ihr, aber auch mal wieder mein Herz strahlen.

© Corinna Pehla

Und so schlenderten wir langsam voran und entdeckten durch Zufall Frauke Scheunemann, die aus ihrem aktuellen Buch „Winston – Agent auf leisen Pfoten“ gelesen hat. Neugierig haben wir dann der Autorin gelauscht und waren sehr gefesselt von diesem vorgetragenen Ausschnitt des Buches. Ich glaube auch diese Reihe sollte demnächst gelesen werden. Die Lesung machte auf jeden Fall Lust auf mehr. 


(Frauke Scheunemann liest aus "Winston") © Corinna Pehla

(Frauke Scheunemann liest aus "Winston") © Corinna Pehla

Gregor Gysi habe ich dann aus der Ferne auch erhaschen können. Auf dem Blauen Sofa war er zu Gast, nur zugehört habe ich nicht... es war vielmehr eine spontane Entdeckung.


(Gregior Gysi auf dem Blauen Sofa) © Corinna Pehla

Um 17 Uhr waren wir dann pünktlich beim Blogger-Treffen von Randomhouse. Es gab ein großes Wiedersehen mit meinen Mitbloggerinnen Sina und Sonja und es wurde ein wenig geschnattert. Es ist ja doch so, dass gerade Sina und ich uns nur an diesem Termin im Jahr sehen.
Also Sina, ich freue mich schon auf 2016! :)

Ich für meinen Teil möchte mich aber auch bei den Mitarbeitern von Randomhouse bedanken. Es ist immer wieder schön, wie Ihr Euch um uns Blogger bemüht und uns mit tollen Autorinnen und Autoren überrascht. Vielen Dank!


© Corinna Pehla

Mein Töchterchen und ich sind dann am Abend ins Hotel nach Halle gefahren, haben gemütlich Pizza gegessen und am Samstag die Innenstadt unsicher gemacht.

Für 2016 haben wir den Messe-Freitag wieder ins Auge gefasst. Zum Glück sind dann auch Ferien und somit steht der Termin für uns ziemlich sicher fest.

JUHU :)

(Leo Lausemaus) © Corinna Pehla

Sonntag, 22. März 2015

Robert Kirkman - Graphic Novel: The Walking Dead - Gute alte Zeit (01) von SINA

Cross Cult
Rick Grimes erwacht im Krankenhaus, ist jedoch völlig allein. Alles ist wie ausgestorben und als Rick versucht, herauszufinden, was passiert ist, stößt er auf Zombies, die jeden lebenden Menschen angreifen. Ab sofort befindet er sich auf der Flucht und schlägt sich durch das Land. Als er nach Atlanta kommt, weil er glaubt, dass sich dort seine Frau und sein Sohn aufhalten, findet er sich plötzlich umzingelt von Zombies. Hier wird er von Glenn gerettet und merkt bald, dass es in der Stadt nicht mehr sicher ist. Doch wohin kann er sich wenden, um sicher zu sein?

Da ich ein großer Fan der „The Walking Dead“-Reihe bin, war es für mich dann ein Muss, auch mal die Graphic Novels auszuprobieren. Und ich wurde nicht enttäuscht. Da ich eigentlich kein Manga- bzw. Comic-Leser bin, mich aber in letzter Zeit doch mit einigen Graphic Novels befasst habe (u. a. Game of Thrones), wagte ich mich nun an den ersten Band von“ The Walking Dead“.

Cross Cult
Ich muss zugeben, dass ich Anfangs erst enttäuscht war, dass die Zeichnungen in Grautönen angefertigt sind, sich dies beim Lesen jedoch geändert hat, und es einfach zu der Geschichte passt. Das Cover ist zwar farbig, im Falle des ersten Bandes in rot, sepia und grau gehalten, aber im Inneren erwartet einem das The Walking Dead-Universum in den schönsten (Grau)Tönen.

Wenn man von der Serie beeinflusst ist - so wie ich - , hat man von den einzelnen Personen bzw. Schauspieler ja Bilder im Kopf; insoweit muss man hier komplett umdenken. Alle Charaktere sehen anders aus, teilweise sogar passender, als in der Serie. Ich finde z. B. Lori in den Comics interessanterweise besser gelungen.

Cross Cult
Da die Serie auf den Comics bzw. Graphic Novels von Robert Kirkman und Tony Moore basiert, kommt einem gleich alles sehr bekannt vor.

Rick Grimes, der Hauptcharakter der Serie, wirkt gleich sympathisch und von Anfang an ist man mit ihm auf der Flucht, hofft, dass er nicht angegriffen wird und wenn ja, dass er sich verteidigen kann. Da er vor der Zombieapokalypse ja ein Cop war, hat er ja einige Erfahrung darin.

Auch die anderen Protagonisten sind spannend dargestellt und fügen sich je nach Charakter mehr oder weniger in die Handlung ein.

Erst gegen Ende des ersten Bandes gehen die Serie und die Comics getrennte Wege und es entwickeln sich einige andere Dinge.

Die Zeichnungen sind klar, alles wichtige ist dargestellt und der Text ist in einer angenehmen Schrift geschrieben, so dass man keine Mühe hat, zu lesen.

Cross Cult
Die Zusammenarbeit von Robert Kirkman und den Zeichnern Tony Moore und Cliff Rathburn ist gelungen und heraus kam ein gezeichnetes Abenteuer, dass an den richtigen Stellen Biss zeigt und das Menschliche oder gar Unmenschliche darstellt.

Für schwache Nerven ist das Comic allerdings nichts. Auch wenn keine Farbe im Spiel ist, ist trotzdem detailliert dargestellt, wenn ein Kampf stattfindet und ein Zombie sein untotes Leben lassen muss.

Fazit:
Ich bin schlichtweg begeistert. Von mir gibt es dafür die volle Punktzahl.

Verlag: Cross Cult
erschienen: 2005
Printseiten: 144
Format: Hardcover
ISBN:  978-3-936480-31-3 

Reihenfolge
01 Gute alte Zeit
02 Ein langer Weg (Rezension)
03 Die Zuflucht (Rezension)