Sonntag, 31. Januar 2016

Rezension // Bassermann - Waffeln, Pfannkuchen und Crêpes von SONJA


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Quelle: Bassermann



INHALT:

Der Titel des Buches sagt hier alles....

FAZIT:

.... und beim Blättern entdeckt man Rezepte für den "süßen" Zahn oder Herzhaftes. Die Fotos sind in leuchtenden Farben und sehr ansprechend gestaltet, so dass man gleich Lust hat anzufangen. Ob man alle Zutaten im Haus hat, kann man an der übersichtlichen Rezeptdarstellung gleich erkennen. (Und ob die Zeit dafür reicht auch.)

Hier ein paar lockende Beispiele, die die klassische Art ergänzen: Apfelwaffeln, Kaffeewaffeln, Amarettini-Waffeln, Pfannkuchentorte nach Schwarzwälder Art, Tomaten-Mozzarella-Pfannkuchen, Kräuterpfannkuchen mit Rote-Bete-Füllung, Schokoladen Crêpes mit Vanillecreme.....so jetzt reicht es mit den Appetitanregern.

Mein Sohn und ich haben schon ausgiebig getestet (s. Beweisfoto) und es gab ab und an Kampf um das letzte Stück Waffel. Absolut empfehlenswert. Volle Punktzahl.


© Sonja Kochmann

© Sonja Kochmann


Verlag: Bassermann
erschienen: 2015
Seiten: 80
ISBN: 978-3809435204


Rezension // Bassermann - Dschungel-Inspirationen von SONJA


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INHALT:

70 Ausmalbilder zum Thema Dschungel.

FAZIT:

Die Bilder sind wundervoll gestaltet. Durch die Thematik "Dschungel" greift man automatisch zu vielen Grüntönen und bunten Farben, um dem Thema Urwald gerecht zu werden. Diese Farbgebung fand ich optisch sehr ansprechend und das dominante Grün beruhigend.

Das Papier ist schön fest, so dass man tatsächlich auf beiden Seiten Malen kann, ohne dass sich eine Prägung ergibt bzw. die Farben durchscheinen. Ich habe dies mehrfach mit Buntstiften und auch mit Filzstiften getestet. 

Auch lassen sich die Seiten ohne Probleme herauslösen, um sie ggfs. Aufzuhängen oder weiter zu verwerten. Ein absolutes überzeugendes Ausmalbuch, was sich von der Qualität deutlich von den übrigen Büchern oder Zeitungen auf dem Markt abhebt. Volle Punktzahl.



© Sonja Kochmann


© Sonja Kochmann


Verlag: Bassermann
erschienen: 2015
Seiten: 72
ISBN: 978-3809436027

Sonntag, 24. Januar 2016

Rezension // Michelle Madow - Diamond Sisters: Las Vegas kennt keine Sünde von SONJA


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Quelle: cbt


INHALT:

Peyton, Courtney und Savannah Diamond leben ein normales Leben in einer Kleinstadt in der Nähe von San Francisco. Finanziell sieht es nicht gerade rosig aus und als die Umstände es erfordern, dass sie zu ihrem Vater ziehen müssen, fallen sie aus allen Wolken: ihr Vater ist ein milliardenschwerer Hotelmagnat aus Las Vegas! Für die drei ändert sich alles: Wohnen auf dem Strip, die schwarze American Express.....doch es gibt auch negative Seiten an dem Leben in der Wüstenstadt.

FAZIT:

Obwohl ich in letzter Zeit einige Jugendbücher als zu kindisch empfunden habe, hat mich der Klappentext des Buches sofort gepackt. Ich wollte unbedingt mit den drei Diamond Sisters mitfiebern, wie sich ihr Leben in Las Vegas ändert.

Bereits nach ein paar Seiten war ich mittendrin im Geschehen - genau wie die Geschwister. Denn die Autorin fackelt nicht lange und "schubst" ihre Protagonisten direkt in die überraschenden Geschehnisse.

Der Leser erfährt genau wie Peyton, Courtney und Savannah erst im Verlauf der Handlung, warum sie bislang keinen Kontakt zu ihrem Vater hatten. Dies erhöht den Spannungsbogen und nimmt nicht zuviel vorweg.

Die drei Protagonistinnen sind hervorragend gelungen: das Küken Savannah, die erst einmal bis zum Umfallen shoppt, die ernste Peyton, die durch ihren Gothic-Look und ihr Verhalten rebelliert und die sachliche und ehrgeizige Courtney, die zögerlich reagiert.

Damit hat die Autorin geschickt drei Verhaltensweisen abgedeckt, wie man auf solch eine unglaubliche Situation reagieren könnte. Wer hätte nicht gern eine schwarze American Express in Las Vegas! (Da packten mich dann doch Tagträume beim Lesen.)

Doch die Handlung ist nicht nur für Träumer, denn wo Macht und Geld ins Spiel kommen, gibt es auch Intrigen und Hass und die drei Mädels müssen auf die harte Tour erfahren, wem sie trauen können. Auf der Suche nach Freundschaft, Liebe und Sex gibt es einige Entdeckungen.

Begleitet wird die Handlung zwischen den Kapiteln von den Kommentaren des Schulblogs. Denn die zukünftigen Mitschüler analysieren ihre Umgebung genau. Band 2 "Diamonds in the Rough" und 3 "Diamonds are Forever" gibt es bereits im Englischen und es wird ein spannender Ausblick auf das anstehende Schuljahr gewährt. Bleibt zu hoffen, dass der Verlag schnell übersetzt, denn ich MUSS wissen, wie es weiter geht! Volle Punktzahl!

Verlag: cbt
erschienen: 2016
Seiten: 464
ISBN: 978-3570310403



Donnerstag, 21. Januar 2016

Interview // mit Kathryn Taylor von SONJA



Nach dem ich begeisterter Fan der Colours of Love Reihe bin und Band 1 und 2 der Daringham Hall Reihe verschlungen habe, durfte ich auf der Frankfurter Buchmesse 2015 Kathryn Taylor kennen lernen. Im Nachgang ergab sich ein interessanter Einblick, den ich Euch hier präsentieren möchte:


© Sonja Kochmann



Wer oder was hat Sie zum Schreiben gebracht? Wollten Sie schon immer Autor/in werden?

Wirklich dazu gebracht hat mich niemand. Bei uns liegt das Schreiben und die Liebe dazu ein bisschen in der Familie, und ich habe schon als Kind Schulhefte mit kleinen Erzählungen gefüllt. Später waren es dann Gedichte und längere Geschichten, und ich wusste auch schon recht früh, dass mein Beruf etwas mit Schreiben zu tun haben sollte. Deshalb habe ich zuerst als Redakteurin bei verschiedenen Zeitungen und beim Fernsehen gearbeitet und später als freie Lektorin und Übersetzerin. Dann erst hat sich das mit den Büchern ergeben, und das mache ich jetzt natürlich am liebsten.

© Sonja Kochmann


Woher kamen die Ideen für die Colours of Love und die Daringham Reihe? Welche Reihe ist Ihre Lieblingsreihe?

Die Frage, wie man auf die Idee zu einer Geschichte gekommen ist, wird einem als Autor sehr oft gestellt – und sie bleibt extrem schwer zu beantworten. Eigentlich besteht ein Buch nämlich nicht aus nur einer Idee, sondern aus Hunderten, und oft sind es auch eher Entscheidungen. Ich entscheide, was für eine Geschichte ich schreiben will, und suche dann nach den Ideen, um sie mit Leben zu füllen. Bei einigen Handlungssträngen weiß ich noch, wie ich auf die Idee dazu gekommen bin, bei anderen hat sich das einfach ergeben oder ist mir erst nach langem Nachdenken eingefallen. So pauschal lässt sich das deshalb nicht sagen. Eine Lieblingsreihe habe ich nicht, ich liebe alle meine Bücher und habe sie sehr gerne geschrieben. Da könnte ich mich gar nicht entscheiden. 

Sie haben nun mehrere erfolgreiche Reihen geschrieben. Wie stehen Sie zu Buchreihen? Sind Sie davon begeistert, oder mögen Sie lieber Einzelbücher?

Ich mag beides. Bei Buchreihen kehrt man immer wieder zu den schon vertrauten Figuren zurück und lernt sie besser kennen, kann oft mehr in die Tiefe gehen. Aber ich mag auch in sich abgeschlossene Geschichten sehr.

Die Nebenfiguren Peter und Tilly sind durch die Dialoge super gelungen. Wäre ein „lustiger Frauenroman“ wie z.B. von Kerstin Gier auch ein mögliches Schreibprojekt? (Wollen Sie zukünftig auch in verschiedenen Genres Bücher schreiben?)

Ich liebe Kerstins Bücher, sie ist eine meiner Lieblingsautorinnen und ihr Humor ist absolut einzigartig. So lustig schreiben könnte ich nicht, da bin ich ziemlich sicher. Mir liegen eher die romantischen und leidenschaftlichen Liebesgeschichten, und im Moment habe ich noch keine Pläne in eine andere Richtung. Aber ich will nicht ausschließen, dass ich irgendwann auch noch mal was Neues versuche. 


© Sonja Kochmann

Wie lange dauerte das Schreiben pro Buch in etwa?

Das ist ganz unterschiedlich und liegt auch an der Geschichte und daran, wie viel Ruhe ich habe. Aber meistens brauche ich für den Rohtext so zwischen drei und sechs Monate.  

Wie lange dauerte es, bis Sie einen Verlag für Ihr Buch gefunden haben?

Gar nicht lange. Mein Verlag suchte damals nach genau so einem Stoff wie die „Colours“, deshalb konnte ich schon nach einem halben Jahr mein erstes Buch in den Händen halten. Was mir als sehr ungeduldigem Menschen natürlich sehr recht war. J  


© Sonja Kochmann


Wie schreiben Sie? Wie verläuft ein Arbeitstag bei Ihnen?

Viele Leute glauben komischerweise immer, dass Schriftsteller gerne in Cafés schreiben. Oder an anderen sehr spannenden Orten. Leider ist es in der Realität häufig sehr viel unromantischer. Schreiben ist harte Arbeit und braucht viel Geduld, und sie findet meistens am Schreibtisch statt. Jedenfalls bei mir. Die Zeiten dafür sind sehr unterschiedlich. In der Regel setze ich mich vormittags, wenn die Kinder in der Schule sind, für ein paar Stunden hin, und nachmittags auch noch mal, wenn ich die Ruhe dafür habe. Am liebsten schreibe ich aber abends und auch nachts, wenn alles ruhig ist im Haus. Da bin ich oft am kreativsten. Man könnte also sagen, dass ich eigentlich immer schreibe, wenn ich Gelegenheit habe. Es sei denn, ich beantworte gerade Interviewfragen oder bin auf Messen oder beim Verlag oder muss Dinge erledigen, die der Alltag eben so von einem verlangt ;-) Als Autor hat man nie wirklich frei, es kann immer passieren, dass mir in einem sehr unpassenden Moment etwas einfällt, deshalb habe ich immer ein Notizbuch dabei, und so richtig los lässt einen die Geschichte, an der man gerade sitzt, eigentlich nie. Meine Familie kennt das schon, dass ich dann manchmal nur körperlich anwesend bin und in Gedanken ganz weit weg, und sie nehmen auch oft Rücksicht, wenn ich gerade kurz vor der Manuskriptabgabe stehe und kaum ansprechbar bin. Genauso gut kann es aber auch passieren, dass mir zwei oder drei Tage hintereinander gar nicht recht etwas einfällt, dann erledige ich andere Dinge, bis es wieder läuft. Es braucht oft Zeit, bis die Geschichte sich in meinem Kopf so entwickelt hat, dass es wirklich passt, das kann man nicht erzwingen. Es ist jedenfalls nie so, dass ich mich hinsetze und entscheide: so, heute schreibst du soundsoviele Seiten. Das lässt sich nicht vorhersehen, wie gut es läuft, und von zwei Zeilen bis zwanzig Seiten pro Tag ist alles drin. : -)  


© Sonja Kochmann


Was für ein Gefühl ist es auf der Messe sein eigenes Gesicht im Großformat zu sehen?

Ein gutes Gefühl. :-) Es erinnert mich daran, wie viel Glück ich hatte, dass meine Bücher von Anfang an so gut angekommen sind bei meinen Lesern da draußen, und ich hoffe, dass das auch noch lange so bleibt.

Welche/n Autor/in würden Sie gerne mal treffen? Welche Frage würden Sie stellen?

Mein Großvater war auch Schriftsteller, aber er starb, als ich noch relativ jung war. Damals war mir nicht klar, dass ich einmal das Gleiche machen würde wie er, und ich denke oft, wie gerne ich die Gelegenheit gehabt hätte, mit ihm über das Schreiben zu sprechen. Es ist sehr schade, dass das nicht mehr geht.

Haben Sie neben dem Schreiben noch Hobbys?

Ich lese natürlich viel, ich liebe es, ins Kino zu gehen, und ich treffe mich sehr gerne mit Freunden.  

Was lesen Sie gerade?

Im Moment gerade den letzten Teil der „Silber“-Trilogie von Kerstin Gier.

Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?

Ich liebe die Bücher von Kerstin Gier, Eva Völler und Sabine Zett. Alle drei schreiben großartige Geschichten, die ich immer wieder sehr gerne lese.


© Sonja Kochmann


Was ist Ihr Lieblingsbuch?

Da könnte ich mich gar nicht für eins entscheiden. Es gibt so viele tolle Bücher, und auch nur einen Bruchteil davon hier aufzuführen, würde den Rahmen sprengen.

Wie stehen Sie zum Ebook?

Ich liebe echte Bücher, die ich anfassen und ins Regal stellen kann, aber ich finde, dass Ebooks durchaus ihren Reiz und ihre Vorteile haben. Auf Reisen zum Beispiel möchte ich auf meinen E-Reader nicht mehr verzichten. Allerdings muss ich manche Bücher auch physisch besitzen, da reicht eine elektronische Ausgabe nicht. Letztlich hat beides seine Berechtigung, finde ich, und ich habe weder ein Problem mit dem einen, noch mit dem anderen.


© Sonja Kochmann

Vielen Dank für diesen Einblick und ich freue mich schon jetzt auf die nächsten Bücher auch wenn ich gerade das neuste Buch Daringham Hall - Die Rückkehr beendet habe.


Rezension // Kathryn Taylor - Daringham Hall: Die Rückkehr von SONJA


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Quelle: Bastei Lübbe


INHALT:

Ben gibt alles, um Daringham Hall zu retten. Doch seine Mühen scheinen vergebens zu sein. Als dann auch noch ein Saboteur einen großen finanziellen Schaden anrichtet und Gerüchte im Dorf gestreut werden, scheint die gemeinsame Zukunft von Kate und Ben auf Daringham Hall verloren..... 

FAZIT:

Nach dem gemeinen Cliffhanger aus Band 2 und monatelangem Warten kommt hier endlich der Abschluss der Trilogie und der hat es noch mal ordentlich in sich. Denn Kate und Ben müssen ihre Gefühle füreinander gegen allen Widerstand festigen, einen Saboteur finden und das Gut vor dem finanziellen Ruin wahren.

Und da wir ja aus den Vorbänden noch einige schrullige und auch liebe Familienmitglieder und Dorfbewohner übrig haben, die auch noch unbedingt Platz in diesem hübschen Buch finden wollen, wird es auch auf keiner Seite langweilig. Man fiebert mit Tilly und ihrem kauzigen Amerikaner mit, pubertierende Mädels werden überführt, demente Familienangehörige verbreiten Angst und ein junger Mann findet sich zwischen Spielhölle und Herrenhaus wider. Allen muss klar werden: wer bin ich, was will ich und der Weg dahin kann schwer werden.

Neugierig? Dann lest alle drei Bände! Ein separates Lesen ist aufgrund der aufbauenden Handlung schwierig und verkürzt nur den Lesegenuss.

Nach Abschluss der Reihe bin ich schon ein bisschen traurig mich von Daringham Hall verabschieden zu müssen, denn diese literarische Landschaft mit ihren netten und auch kauzigen Bewohnern war wirklich was fürs Herz: volle Punktzahl!


Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2015
Seiten: 320
ISBN: 978-3404172283


© Sonja Kochmann

Dienstag, 19. Januar 2016

Rezension // Jennifer Niven - All die verdammt perfekten Tage von SINA

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Quelle: Limes
Theodore Finch und Violet Markey gehen auf die gleiche Schule, aber ausgerechnet auf dem Glockenturm der Schule lernen sie sich kennen. Beide hatten das gleiche Ziel: zu springen. Doch Finch überredet Violet, wieder nach unten zu steigen - und geht mit. Ab diesem Zeitpunkt verbindet die beiden eine Gemeinsamkeit und langsam kommen sie sich näher. Und merken beide, dass der jeweils andere Hilfe braucht, um wieder Freude am Leben zu empfinden. Es entsteht eine ungewöhnliche Liebesgeschichte mit unbestimmten Ausgang.


Theodore Finch ist ein außergewöhnlicher Junge. Seine Stimmungsschwankungen führen dazu, dass er jeden Tag daran denkt, sich das Leben zu nehmen und wie er es wohl am Besten tun könnte. Bis er Violet kennenlernt. Ab diesem Zeitpunkt hat er nur eine Mission: Violet das Leben wieder schmackhaft zu machen.

Die Art, wie die Autorin an das Thema herangeht, lässt vermuten, dass sie selbst mit dem Thema "Selbstmord bei Jugendlichen" konfrontiert war. Dies bestätigt sie auch im Nachwort und ihre hingebungsvolle Recherche ist im Roman auch spürbar.

Limes
Damit ist auch nachvollziehbar, dass sie manchmal schon etwas sehr ins Detail geht und anfängt, sich etwas zu verzetteln. 

Ihr Hauptprotagonist Finch ist eine sehr traurige Gestalt. Er versteckt sich hinter seinem gekünstelten Gehabe und einer von ihm selbst bestimmten Art von Sarkasmus. Keiner kennt den wahren Finch, den sensiblen, hochintelligenten und depressiven jungen Mann, der durch seine verkorkste Kindheit den Lebenswillen so gut wie verloren hat. 

Violet hat bei einem Unfall ihre ältere Schwester verloren und versinkt in Schuldgefühlen und ihrer Trauer. Keiner kann sie herausholen. Sie zieht sich von allen zurück. Auch bei ihr scheint der Lebenswille abhanden gekommen zu sein. Nur ist es bei ihr die pure Trauer, die sie davon abhält, wieder in ihr altes Leben zurückzukehren. 

Limes
Ich bin mit gemischten Gefühlen an das Buch herangegangen. Selbstmord bei Jugendlichen ist kein leichtes Thema, aber ich muss letztendlich sagen, dass die Autorin dies sehr gut umgesetzt hat. Mit viel Gefühl, umfangreicher Kenntnis und dem Hang zu Dramatik ergibt sich hier eine gelungene Mischung. 

Gerade Finch ist ein sehr gelungener Charakter. Aber auch die Nebencharaktere sind in meinen Augen hervorzuheben. So Finchs Mutter oder seine Schwester Kate. Bei beiden ist die Hilflosigkeit schon fast spürbar und ich habe mir mehrmals gewünscht, dass ich einfach helfen könnte.

Aber nicht nur der Wunsch nach dem Selbstmord steht im Mittelpunkt. Es wird auch die Freude am Leben vermittelt, die Möglichkeiten, die man hat, die Zukunft, die man sich selbst gestalten kann und wie man sich selbst lieben lernt. Dabei finde ich es bemerkenswert, wie sensibel die Autorin mit allem umgeht und dass sie es schafft, dass man am Ende des Buches zum Nachdenken angeregt wird. 

In mehreren Rezensionen haben ich gelesen, das Parallelen zu "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gesehen werden. Ich musste zwar am Ende auch daran denken, finde aber, dass die Autorin eine vollständig andere Geschichte geschaffen hat, weil sich im Gegensatz zu "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" die Protagonisten aussuchen, ob sie ihrem Leben ein Ende setzen oder nicht. 

Limes
Finch und Violet arbeiten zusammen an einem Schulprojekt und haben es sich zum Ziel gesetzt, einige Ziele in Indiana, dem Staat, den sie leben, zu erwandern. Die Ziele, die die beiden erkunden, sind dabei so banal, dass sie wieder so interessant sind, dass ich sie mir gerne mal ansehen würde.

Die tragische Geschichte um die beiden Teenager steigert sich allmählich und bietet einem am Ende dann doch eine kleine Überraschung, die mich etwas sprachlos zurückgelassen hat. Ich hatte wirklich gehofft, dass die Autorin das Ruder noch einmal herumreißt. Aber trotzdem war ich zufrieden mit dem Ausgang.

Fazit:
Zwei Teenager auf ihrem Weg zurück in das Leben, dass sie sich wünschen. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.

Verlag: Limes
erschienen: 2015
Printseiten: 400
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-8090-2657-0

Rezension // Kate Defrise - Winter und Schokolade von SONJA

© Sonja Kochmann
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Quelle: Heyne



INHALT:

Magali, Jacqueline und Colette sind Schwestern. Nach dem Tod ihrer Mutter haben sie zwar, obwohl sie alle nicht mehr in der gleichen Stadt wohnen, untereinander Kontakt, aber ihren Vater sehen sie nur, wenn es zwingend nötig ist. Sie pflegen das Andenken an ihre Mutter durch Kochen und Backen und den Genuss von leckeren Speisen. Denn die verstorbene Mutter war eine leidenschaftliche Köchin und Bäckerin.

Als ihr Vater sie zu einem gemeinsamen Weihnachtsfest einlädt, sind die Schwestern verunsichert: Was wird sie erwarten?

FAZIT:

Das Buch ist nichts für diätgeplagte Menschen, denn die drei Schwestern wirbeln in ihrer Küche einige Kalorien umher. Das Buch hat mich sehr an "Julie und Julia" erinnert, da Magali Kochbuchautorin ist und einige Rezepte zu Papier bringt. 

Aus psychologischer Sicht ist das Verhalten bei Stress und Sorgen zu Kochen oder zu Backen und im schlimmsten Fall dieses auch allein zu Essen (aber hier sind genug Familienangehörige vorhanden) sicherlich eine Analyse wert. So musste ich leider als Leserin, das ein oder andere Mal auch zu etwas Kalorienhaltigem greifen und fragte mich, woher in Magalis Küche die endlosen Vorräte stammen.

Essen und das gemeinsame Einnehmen der Mahlzeiten untermalen in diesem Buch den besonderen Status der Familie. Magalis Familie bietet Geborgenheit für alle und so treffen nach und nach ihre Schwestern ein. Alle haben noch ihre eigenen Probleme (on-off Beziehung, Kinderlosigkeit, Jobverlust) die über das Buch hinweg angesprochen werden und zum Ende hin eine Lösung oder einen Lösungsweg bekommen.

Daher bin ich auch der Meinung, dass es kein reines Weihnachtsbuch ist. Denn die Handlung findet lediglich an den Weihnachtstagen ihren Höhepunkt. Wer das Buch deswegen nicht zur Hand nehmen will, der verpasst eine wundervolle Familiengeschichte mit leckeren Rezepten, die teilweise sogar mit abgedruckt sind. Volle Punktzahl!



Verlag: Heyne
erschienen: 2015
Seiten: 448
ISBN: 978-3453418950


© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann


Rezension // Jennifer Niven - All die verdammt perfekten Tage von SONJA


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Quelle: Limes


INHALT:

Die Jugendlichen Finch und Violet treffen sich nicht irgendwo und irgendwann: nein, beide wollen sterben und stehen auf dem Dach des Glockenturms. Doch der Blick nach unten und der in das Gesicht des anderen lassen Zweifel aufkommen. Sie steigen hinunter und werden aufgrund eines Schulprojektes gezwungen, gemeinsam Orte ihrer Umgebung aufzusuchen und zu dokumentieren.

Dabei lernen sie einander und ihre Beweggründe kennen. Die Dinge ändern sich. Gefühle entstehen. Kann das den Wunsch zu sterben, auslöschen?

FAZIT:

Das Buch behandelt ein schweres Thema: Selbstmord und noch dazu bei Jugendlichen. Ein Thema, was man nicht unbedingt mit leichtem Herzen angeht. Doch Finch übernimmt eine Starthilfe für den zögernden Leser. Denn er beginnt das Buch mit einem Redeschwall, in dem er dem Leser quasi alle Gedankengänge offenbart, die er in dem ersten Moment auf den Glockenturm hat. Interessanterweise sind dabei auch komische Aspekte und der Leser erfährt im Verlauf des Buches, dass Finch trotz seines Kummers eine lustige und offene Seite an sich hat, mit der er Violet gerade zu mitreißt.

Die zögerliche Violet und der impulsive Finch haben mich ein wenig an Hazel und Augustus aus "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" erinnert. Auch hier ist den beiden Hauptfiguren das geschriebene und auch das gedruckte Wort sehr wichtig und führt zu einigen schönen Szenen mit bekannten Büchern. 

Hervorgehoben wird dies  u.a. auch anhand der vielen verschiedenen Schriften (mehr als 4) innerhalb des Buches, was mich optisch manchmal ein bisschen überforderte, da es den Lesefluss störte.

Finch und Violet unterscheiden sich in ihren Problemen, auf die ich an dieser Stelle nicht eingehen werde, um dem Leser das Kennenlernen von Finch und Violet nicht zu zerstören.

Finch ist morbide. Während er Listen und Artikel über Selbstmordarten schreibt, beginnt Violet sich über Liebe und Leben Gedanken zu machen. Wohin das führt und ob beide den gemeinsam begonnen Weg beenden, müsst ihr selbst lesen......Volle Punktzahl.

Außerhalb der Wertung muss ich anführen, dass der Verlag im Anhang eine Liste mit Anlaufstellen für selbstmordgefährdete Teenager und andere Hilfestellen aufgelistet hat. Eine vorbildliche Handhabung des Themas. Denn vielleicht findet sich ja der ein oder andere Leser in den Gedanken von Finch und Violet wieder und braucht nur ein bisschen Hilfe?


Verlag: Limes
erscheinen: 2015
Seiten: 400
ISBN: 978-3809026570

Montag, 18. Januar 2016

Rezension // Kristina Andres: Mucker & Rosine von CORINNA

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Quelle: Beltz
INHALT:
Der kleine Hase Mucker, der bei seiner ordnungsliebenden Tante wohnt, erbt plötzlich ein Haus auf dem Lande. Ein Haus mit einer blauen Tür. Mehr weiß Mucker nicht, als er sich auf die Reise seines Lebens macht.
Eine Reise in der er viele neue Freunde finden wird, aber auch viele Abenteuer erleben darf.


© Corinna Pehla

Ja ich lese Kinderbücher. Ob mit oder ohne Kind dabei, ich finde es schön in eine kindliche Umgebung abtauchen zu können.

„Mucker & Rosine“ von Kristina Andres ist ein Buch, dass besonders durch sein Äußeres ins Auge sticht. Für mich war es auf jeden Fall so, denn die Zeichnungen auf dem Cover gehen auf jeder Seite, der 165 Seiten langen Geschichte, weiter und machen so Mucker und seine Freunde für uns Leser sichtbar.
Entstanden sind diese kleinen Besonderheiten durch die Illustratorin Barbara Scholz. Meine Tochter (6), mit der ich dieses Buch begonnen habe, aber auch ich, waren von diesen Zeichnungen sehr angetan.

© Corinna Pehla


Die Geschichte beginnt sofort mit Muckers großem Abenteuer und wir waren sehr neugierig, was er bei seinem Umzug alles erleben wird.
Dabei lernt man recht schnell seine neuen Freunde kennen, allen voran Mäusedame Rosine, die Kochbücher liebt und die schnell seine beste Freundin wird.

© Corinna Pehla

Ich muss zugeben, dass ich ein wenig Schwierigkeiten hatte in der Geschichte zu bleiben. Für mich war der Lesefluss nicht so leicht zu genießen und auch ein wirkliches Hauptthema gibt es nicht. Sicher, Mucker ist aufs Land gezogen und er erlebt auch einiges, trotzdem war der rote Faden nicht greifbar.

© Corinna Pehla
 

Die Kinderbuchautorin Kristina Andres hat sich sehr liebevolle Figuren erschaffen, die man auch einzeln gerne begleiten möchte. Allein schon die Elefantendame Berta, die ihre Worte beim Sprechen verdreht, hat ihren ganz eigenen Charme.

Aber auch hier war das Lesen für meine jüngste Tochter recht schwierig. Sie fand zwar Bertas Wortspiel lustig, hatte aber Probleme jeden Satz sofort zu verstehen. Klar, sie ist ja auch Leseanfängerin.

Mir selbst hätte es bei „Mucker und Rosine“ besser gefallen, wenn es sich um viele kleinere Bücher gehandelt hätte, die abgeschlossen sind und ein Hauptthema behandeln. Ich glaube das hätte dem Lesefluss und der Spannung besser gestanden.

© Corinna Pehla

Mein Problem ist nun, dass ich auf der einen Seite die Idee und auch die Zeichnungen sehr mag, auf der anderen Seite konnte mich das Buch nicht überzeugen. Sehr schade und ich habe mich auch sehr schwer mit dieser Rezension getan.


Mein Fazit:
Passende Zeichnungen und eine super Grundidee reichten für mich hier leider nicht, um mich vom Inhalt wirklich zu überzeugen.
Mucker und Rosine verdienen vielleicht kleinere Geschichten, in denen die Spannung und das Abenteuer mehr zur Geltung kommt.

4 von 10 Punkten

Verlag: Beltz
Erschienen: 2015
Seiten: 165
ISBN: 978-3-407-82092-1  

© Corinna Pehla

Rezension // Liliana Le Hingrat - Das dunkle Herz der Welt von SONJA

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Quelle: Droemer Knaur


INHALT:
Vladislav Basarab Draco hat eine fürstliche Herkunft, er ist Sohn des Herrschers der Walachei. Er wuchs jedoch als Geisel am Hof König Sigismunds auf und wurde zum Ritter des Drachenordens.

Doch seine Herkunft kann er nicht abstreifen, so dass er den Kampf um den walachischen Thron antritt. Doch Polen, Ungarn und einige andere Feinde stellen sich ihm in den Weg. Das unter seinen Feinden auch sein einstiger Waffenbruder sein könnte, hätte Vladislav niemals angenommen, doch die Liebe einer Frau und ein Konkurrenzkampf kann alles verändern.....


FAZIT:

Bereits Monate vor der Veröffentlichung war ich sehr gespannt auf dieses Buch, denn die Geschichte um das heutige Rumänien ist bislang kaum in historischen Romanen verarbeitet worden. Auf der Buchmesse 2015 in Frankfurt erfuhr ich einiges über die Autorin und ihre Recherche und wurde noch neugieriger. Schließlich ist es etwas Besonderes, wenn eine Autorin nicht nur recherchiert, sondern eigene Erlebnisse aus dem Herkunftsland mit einfließen lässt.

Der Einstieg fiel mir leider etwas schwer. Denn die Vielzahl der Namen und auch die ungewohnten Schreibweisen (dies erging mir auch schon einmal bei einem japanischen und einem französischen Roman so) ließen mich immer wieder zur "Dramatis Personae" blättern. Auch musste ich einige Male auf die Karte zurückgreifen, da ich diverse Städte und Entfernungen überhaupt nicht einschätzen konnte.

Obwohl ich in der Schule Geschichte Leistungskurs und auch Latein belegt habe, stellte ich große Wissenslücken fest, so dass ich dank dieses Buches einiges über die balkanischen Rosenkriege und die Auswirkungen des osmanischen Reiches erfahren durfte. An einigen Stellen hätte ich mir jedoch Fußnoten für die lateinischen Zitate gewünscht, da auch dieses Wissen etwas eingerostet ist und es doch einige Leser gibt, die lateinische Texte nicht verstehen.

Die Autorin hat die Namensgleichheit historischer (echter) Personen und damit möglicher Verwechselungen geschickt durch Vergabe von Spitznamen und Kampfnamen vermieden, so dass der Leser vor extremer Verwirrung bewahrt wurde.

Die Hauptperson Vladislav muss nicht nur Kriege führen und Intrigen überstehen - nein er darf auch die Liebe zweier Frauen genießen und verursacht dadurch Hass, Wut, Leidenschaft und bedingungslose Treue. Durch einen treuen Gehilfen kommt auch eine Prise Glaube und Unerklärliches hinzu, über das ich gern noch mehr erfahren hätte.

Dieser historische Roman beinhaltet also eine Menge Stoff für gemütliche Leseabende: 8 von 10 Punkten!



Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2015
Seiten: 768
ISBN: 978-3426517598


© Sonja Kochmann


© Sonja Kochmann

Rezension // Julia Engelmann - Wir können alles sein, Baby von SONJA


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Quelle: Goldmann

INHALT:

Julia Engelmann präsentiert hier weitere poetische Texte querbeet durch ihren Alltag und durch ihre Gefühlswelt.

FAZIT:

Während das erste Buch von Julia Engelmann "Eines Tages, Baby" sich hauptsächlich aus temporeichen Poetry Slam Texten zusammensetzte, hatte ich bei diesem Band das Gefühl, dass hier auch tiefgreifendere Gedanken, Gefühle und Zukunftsträume ihren ruhigen Platz gefunden haben.

Familie, Freunde, Reisen, Aussehen, Beziehung, Alter umgeben von kleinen blauen Karikaturen finden ihren thematischen Weg ins Büchlein.

Nach einer etwas melancholischen Anfangsthematik fanden sich dann doch farbenfrohe (miamihimmelfarbene und rhabarberschorlefarbene) Erinnerungen an Gänseblümchenketten und andere schöne Dinge ein.

Auch wurde hier nicht die Frage nach dem Ei und dem Huhn sonder nach dem Kirschkern und dem Kirschbaum gestellt. Da dies opitisch und lyrisch mehr her macht: 8 von 10 Punkten.


Verlag: Goldmann
erschienen: 2015
Seiten: 96
ISBN: 978-3442484089


© Sonja Kochmann