Samstag, 31. Dezember 2016

Oliver Plaschka - Marco Polo: Bis ans Ende der Welt von SINA

Droemer Knaur

Marco Polo macht sich zusammen mit seinem Vater Nicoló und seinem Onkel Maffeo auf, um die Wunder Asiens zu erkunden. Sie reisen bis zum Hofe des Kublai Khan und Marco schafft es, dessen Gunst zu gewinnen. Marco steigt zu einem der wichtigsten Männer im Reich das Khan auf. Dies alles erzählt er zumindest Rustichello, der zusammen mit ihm im Gefängnis in Genua einsitzt. Rustichello weiß nicht, ob er den Erzählungen glauben kann, denn was Marco zu berichten weiß, ist schier unglaublich.

Der Autor entführt uns ins Jahr 1298, wo er uns zuerst Rustichello vorstellt. Er verbringt schon längere Zeit im Gefängnis in Genua. In der Nachbarzelle wird ein neuer Gefangener eingesperrt. Ein Venezianer, der mit großen Worten seine Geschichte erzählt und sich letztendlich als Marco Polo vorstellt. Rustichello lauscht andächtig den Abenteuern des Mannes und fragt sich mehrmals, ob solch unfassbaren Dinge tatsächlich geschehen können.

© Sina Frambach

Man kommt sich ein bisschen vor wie in 1001 Nacht. Man liest Szenen aus dem Gefängnis, wenn sich Rustichello und Marco unterhalten. Dann wieder fängt Marco an zu erzählen, wie es ihm im fernen Asien ergangen ist. An spannenden Stellen hört er auf, und man befindet sich dann wieder im Gefängnis in Genua. So geht es immer weiter. Ich finde, durch diese Art wird die Spannung gehalten, man möchte wissen, wie es weitergeht und was Marco noch so alles erlebt hat.

Der Autor hat einen wirklich fesselnden Schreibstil, der einem an das Buch bindet. Und das ist auch Nötig, denn mit knapp 900 Seiten ist das Buch nicht mal so eben was für Zwischendurch. Es braucht Talent, über einen so langen Zeitraum den Leser bei der Stange zu halten. Wie schon geschrieben, dem Autor ist dies auch sehr gut gelungen. 

© Sina Frambach
Die Abenteuer Marco Polos sind schon wirklich haarsträubend. Mit 15 Jahren ist er aufgebrochen, zusammen mit seinem Vater und seinem Onkel das ferne Asien zu besuchen. Ihr Weg führt sie von Venedig über diverse Orte in Asien bis hin in das wundersame Xanadu (heute Shang-du in China). Dort trifft er auf den Khan des Landes, Kublai. Und auf weitere für ihn faszinierende Personen. So den Sohn des Khans, Chinkim, die Tochter des Khans, Kokachin und auch einen Kurier namens Zurficar. 
Diese Personen entwickeln sich neben vielen weiteren zu wichtigen Charakteren in der Geschichte.

Die Spannung wird sehr langsam aufgebaut und doch ist man von Anfang an mittendrin in der unglaublichen Lebensgeschichte Marco Polos. Ich habe mir mehrere Artikel im Internet über Polo angeschaut und kann sagen, dass der Autor sich von den zeitlichen Geschehnissen her weitestgehend daran gehalten hat. Einige kleine Dinge hat er abgeändert, was er aber auch im Nachwort selbst anmerkt. Dies tut jedoch der Geschichte keinen Abbruch.

© Sina Frambach
Ob Marco Polo wirklich zu einem der mächtigsten Männer in Reich des Kublai Khan aufgestiegen ist, kann natürlich nicht mehr richtig belegt werden - außer Zeitreisen werden erfunden ;) - und doch hat alles eine gewisse Glaubwürdigkeit. 

Marco Polo wird einem in seiner (Reise)Geschichte als sehr besonnener Mann vorgestellt. Er tut, was ihm aufgetragen wird, gibt jedoch auch seine Meinung dazu ab. Und doch hat er eine Abenteuerlust, die gestillt werden muss. Dies wirkt sich dann natürlich auch auf sein Umfeld aus und so stürzt er so manchen in Verzweiflung, manche sind jedoch auch sehr froh über seine Entschlüsse.
Rustichello dagegen, Marco Polos Mitgefangener, hängt fast an dessen Lippen, als Marco über seine Reise und seine Abenteuer erzählt. Er schüttelt zwar den Kopf ob der mysteriösen Dinge, die Marco passieren, doch zählt für ihn in erster Linie die Aussicht darauf, ein gutes Buch zu schreiben und erfolgreich zu werden. 
Bis er merkt, dass Marco Polo nicht mehr nur der Erzähler ist, der er am Anfang war, sondern mehr und mehr zu einem Freund wird. Und so ist es für Rustichello auch fast ein Muss, auch mal anzuzweifeln, was Marco erzählt.

© Sina Frambach
Viele Namen erwarten einem. Sei es für Personen, Städte oder Länder. Wenn man jedoch in den hinteren Teil des Buches blättert, gibt es eine Auflistung aller Namen und deren Bedeutung. So konnte ich immer wieder nachschauen, falls ich mir unsicher war. Sehr gut finde ich, dass es auch eine Auflistung gibt, wie die Namen zu Marco Polos Zeit waren und wie die Städte heute heißen. Google Maps war mein ständiger Begleiter auf Marcos Reise. 

Wer sich auf die Geschichte einlässt, den erwartete ein exotischer Mix aus Abenteuer, Liebe, Intrige und Krieg, ein spannender historischer Roman über ein unbekanntes Land mit großartigen Charakteren.

Fazit:
Eine wortgewaltige Reise ins Land der Mongolen. Von mir gibt es 10 von 10 Punkten.

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2016
Printseiten: 864
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-426-28138-3



Montag, 26. Dezember 2016

[Hörbuch] Nicholas Sparks: Wenn du mich siehst von CORINNA

Quelle: Randomhouse Audio

INHALT:
Mit einer Reifenpanne im strömenden Regen liegenzubleiben ist nicht gerade das, was Maria sich wünscht. Als dann auch noch ein geheimnisvoller Mann anhält, der auf den ersten Blick gefährlich wirkt, schrillen bei der jungen Anwältin die Alarmglocken.
Colin, der eine schwierige Vergangenheit hinter sich hat, baut sich gerade ein neues Leben auf. Zwar ist es keine Liebe auf den ersten Blick, doch die beiden werden ein Paar.
Nur kann die Liebe auch Hindernisse aus der Vergangenheit eliminieren? Und ahnen Maria und Colin, welche Geister da auf sie warten?




Nicholas Sparks ist ein Garant für gute Unterhaltung. Für mich, die gerne auf Fahrten ein Hörbuch genießt, ist „Wenn du mich siehst“ nicht das erste Hörerlebnis von diesem Autor.

Die Geschichte beginnt langsam und leise. Wir lernen die Protagonisten kennen, wir dürfen den Lebensweg begleiten und sind Zuschauer beim ersten Zusammentreffen des Paares. Gleichzeitig gibt es aber auch diese Stimme, die sich immer wieder meldet und nichts gutes verkündet. Die Gefahr, die gegenwärtig für uns ist, bleibt immer spürbar.

Auf der anderen Seite ist da nicht nur diese Spannung, sondern auch eine Liebesgeschichte, die einfach glücklich macht. Nicholas Sparks hat eine Art zu schreiben, bei der man sich zurücklehnt, genießt und gut und gerne in diesem Zustand der Zufriedenheit bleiben möchte.
Auch dieses Paar ist da keine Ausnahme. Beide passen gut zusammen, beide sind sympathisch und beide gehören zusammen.

Der Erzählstil des Autors ist wie immer flüssig, sehr emotional, bildlich und fesselnd. Zu jeder Minute ist man im Geschehen und nie verliert die Geschichte an halt.
Trotzdem ist dieses Buch gelungen, gehört aber nicht zu meinen Top-Favoriten. Es macht Spaß, ich würde mich über eine Verfilmung sehr freuen, aber ich muss sie halt auch mit anderen Büchern vergleichen. Es ist für mich im oberen Drittel der Nicholas Sparks Bücher gelandet.

Die Stimme von Alexander Wussow, die uns hier begleitet, ist Nicholas Sparks pur. Für mich, die beim ersten Hörbuch nicht zu 100% angetan war, ist jetzt anderer Meinung. Es ist die Wiedererkennung, die Freude bringt und das schon beim ersten Satz. Der Sprecher und die Hörbücher des Autors sind fest verbunden und ich wüsste nicht, wie ich bei jemand anderes reagieren würde.

Mein Fazit:
Nicholas Sparks ist ein Autor, bei dem man als Fan von Liebesgeschichten nichts falsch machen kann. Hier gibt es eine gute Priese Spannung, die Pepp ins Buch bringt. Ich habe es genossen und würde es auf jeden Fall empfehlen.

8 von 10 Punkten

Verlag: Randomhouse Audio
Erschienen: 2016
Laufzeit: 7 Std und 51 Min., 6 CDs
ISBN: 978-3-8371-2876-5



Eine Hörprobe zum Hörbuch

Freitag, 23. Dezember 2016

[Hörbuch] George Mann - Doctor Who. Die Dynastie der Winter: Die Erinnerung (4) von SINA




Schon wieder erreicht den Doctor und Clara ein Hilferuf, der ausgelöst wird durch die geheimnisvolle Visitenkarte, die dazu genutzt werden kann, am schlimmsten Tag seines Lebens den Doctor um Hilfe zu rufen. Der Doctor möchte nun endgültig diese Hilferufe abstellen und nimmt die Karte an sich. Aber trotzdem versucht er Julius Winter, einem Zeitreisenden aus dem 25. Jahrhundert, zu helfen. Denn dieser hat eine ganz besondere Aufgabe: Jean d`Arc zu beschützen. Clara ist fasziniert von Jeanne und der Doctor merkt bald, dass die Stimmen, die Jeanne heimsuchen, die Timelords betreffen. Der Doctor macht sich auf die Suche nach den Stimmen und schon bald geraten alle in große Gefahr.


© Sina Frambach

Der letzte Teil der Reihe "Die Dynastie der Winter" führt in die Vergangenheit, genauer mitten in den Hundertjährigen Krieg. Eine sehr interessante Zeit, die man auch in vielen historischen Romanen nachlesen kann. Hier jedoch trifft Mitteltalter auf die moderne Art des Doctors. 

Geheimnisvolle Stimmen suchen die uns bekannte historische Figur Jeanne d`Arc, die Jungfrau von Orleans heim. Dies ist ja auch geschichtlich so belegt, würde aber heute wahrscheinlich eher damit erklärt, dass Jeanne wahrscheinlich nicht ganz richtig im Kopf war. Der Doctor hat dafür eine ganz andere Lösung. Jeanne wird wirklich von Stimmen heimgesucht, und diese sind nichts anderes als eine Gefahr für die Rasse des Doctors, die Timelords. Und so muss er natürlich handeln.

© Sina Frambach

Im vorhergegangenen Hörbuch "Die Sünden" hatte ich ja geschrieben, dass mir der Doctor diesmal so gar nicht gefallen hat. "Die Erinnerung" merzt dies jedoch mehr als aus. Denn es wird recherchiert, kombiniert, getüftelt und gehandelt - eben ganz Doctor-like. Auch Clara bekommt eine interessantere Rolle und wird miteinbezogen. Vor allem ihre Gespräche mit Jeanne sind sehr informativ und geben auch einiges über den Hundertjährigen Krieg und das Mittelalter preis. Etwas lehrhaft darf es dann auch mal sein.

Der Sprecher Lutz Riedel gibt nochmal sein Bestes und schafft es, mich so dermaßen an das Hörbuch zu fesseln, dass ich es in einem Rutsch durchgehört habe und nicht - wie üblich - zwei bis drei Arbeitsfahrten dafür gebraucht habe. 

© Sina Frambach
Die Story an sich war auch sehr spannend, vor allem da ich mittelalterlicher Geschichten sehr liebe und wenn es dann noch um belegte historische Figuren geht, die fantastisch angehaucht sind, kann mich fast gar nichts halten. So geht es mir auch mit meiner aktuellen Lektüre "Marco Polo: Bis ans Ende der Welt" von Oliver Plaschka. 

Ich schweife ab. "Die Erinnerung" ist das bis jetzt beste Doctor Who-Hörbuch, dass ich gehört habe und ich freue mich auf viele weitere Hörerlebnisse dieser Art. 

Die Gefahr, die dem Doctor und Clara droht, ist fast greifbar und ich fieberte bis zum Ende mit. Das Ende enthält übrigens eine Überraschung, die mich sehr schmunzeln ließ. Diese kann ich nicht verraten, sondern müsst Ihr selbst erhören.

Fazit:
Ein toller Abschluss der Tetralogie. Doctor Who forever. Von mir gibt es 10 von 10 Punkten

Verlag: Lübbe Audio
erschienen: 2016
Format: 2 CDs
Länge: 73 Minuten
ISBN: 978-3-785754207

Donnerstag, 22. Dezember 2016

[Graphic Novel] Rick Riordan - Percy Jackson: Diebe im Olymp (1) von Sina


Carlsen

Percy Jackson ist 12 Jahre alt und schon mehrmals von Schulen geflogen, weil ihm seltsame Dinge passiert sind, die angeblich von ihm verursacht wurden. Was Percy nicht weiß: Sein Vater ist jemand Besonderes. Seine Mutter hatte nämlich ein Verhältnis mit einem Gott. Und nicht mit irgendeinem Gott, sondern mit Poseidon, dem Gott des Meeres, einem der großen Drei.
Percy kann sich nun einiges erklären. Doch dann wird er verdächtigt, den Herrscherblitz von Zeus sowie den Helm der Finsternis von Hades gestohlen zu haben. Die halbe griechische Mythologie ist nun hinter ihm her. Zusammen mit seinen neuen Freunden Annabeth und Grover macht er sich auf die Suche nach dem wahren Dieb.

© Sina Frambach

Leider bin ich bis jetzt nur dazu gekommen, den ersten Teil der Percy Jackson-Reihe in Romanform zu lesen - dies liegt daran, dass es einfach zu viele gute Bücher und Reihen gibt, die ich weiterverfolgen möchte. Aber ich werde mich sicherlich noch den weiteren Bänden widmen.

Für "Zwischendurch" darf es dann auch mal ein Comic oder eine Graphic Novel sein. Und so bin ich auf den Percy Jackson-Comic aufmerksam geworden, das perfekte Mittel, um mein Wissen über den ersten Band aufzufrischen und sich danach den nächsten Bänden zu widmen.

Die Idee, den Olymp mit seinen Göttern mit der modernen Welt zu verknüpfen finde ich persönlich sehr gut.

© Sina Frambach

Der Comic fasst das Nötigste des Buches zusammen und so ist man in relativ kurzer Zeit  leider auch schon durch. Ein paar Seiten mehr hätten es ruhig sein dürfen. 

Und doch fühlt man sich gut unterhalten, da zu den geführten Dialogen sehr schöne Zeichnungen dazu kommen. Die Illustrationen sind stilvoll und passen zu der eigentlichen Geschichte.

Wie auch im Buch hat mich gestört, dass Percy und seine Freunde manchmal zu einfach aus den gefährlichen Situationen herauskamen. 
Außerdem habe ich doch einige Parallelen zu Harry Potter ziehen können (ein Junge, mit besonderen Fähigkeiten, ein Freizeitcamp mit Ausbildung zum Helden, ein mächtiger Feind, den keiner beim Namen nennen sollte, etc.).

© Sina Frambach
Und doch wurde schon etwas eigenständiges geschaffen. Percy ist eigentlich ein ganz normaler Junge, der sein neues Schicksal mit Leichtigkeit annimmt und sich nicht dagegen sträubt. Er macht sich selbst Mut und beweist auch, dass er für die, die er liebt, sterben würde.

Die Mischung der griechischen Götterwelt mit dem Amerika von heute, die antiken Darstellungen im Camp und die Moderne außerhalb sind sehr gelungen. Nicht nur vom Autor Rick Riordan, sondern auch von den Zeichnern des Comics.

© Sina Frambach
Eigentlich ist der erste Teil abgeschlossen, doch will man natürlich wissen, wie es mit Percy weitergeht. Seine neue Zukunft hält bestimmt noch einiges für ihn parat und er muss sich ja auch nun zurechtfinden und für sich selbst einen neuen Weg antreten, so als Sohn eines Gottes.

Ich freue mich sehr auf die nächsten Teile und werde diese in meine Leseplanung für 2017 miteinschließen.

Fazit:
Antike und Moderne sehr gut kombiniert. Aufgrund der Story gibt es Punkteabzug, der Comic an sich gleicht dies aber wieder aus. Deswegen 8 von 10 Punkten.

Verlag: Carlsen Comic
erschienen: 2011
Format: Hardcover
Printseiten: 128
ISBN: 978-3-551-77561-0

© Sina Frambach




Mittwoch, 21. Dezember 2016

Lars Vasa Johansson - Anton hat kein Glück von SINA

Wunderlich

Anton ist am Tiefpunkt seines Lebens. Seinen 45. Geburtstag verbringt er auf einem Parkplatz, wo er sich 10 Minuten Ruhe gönnt, um sich selbst zu gratulieren. Als er dann auch noch von seinem Manager erfährt, dass sämtliche Auftritte als Zauberer in der nächsten Zeit storniert wurden und er damit keine Einnahmequelle hat, möchte er nur noch die Nacht im Hotel verbringen und sich dann wieder auf den Nachhauseweg machen. Doch auch eine ruhige Nacht ist ihm nicht vergönnt und so macht er sich übermüdet und sauer auf den Weg nach Hause. Ein rotes Sofa macht ihm dann einen Strich durch die Rechnung und demoliert sein Auto. Auf der Suche nach Hilfe, trifft Anton im Wald auf ein Mädchen, welches ihn auffordert, ihr beim Blumenpflücken zu helfen. Doch Anton lehnt ab.
Kurz darauf trifft er auf Gunnar und Greta, die ihm mitteilen, dass er mit einem Todesfluch belegt ist. Anton glaubt nicht daran, muss aber bald merken, dass er vielleicht doch netter zu allen hätte sein sollen.

© Sina Frambach

Welch skurrile Geschichte! Ich war total fasziniert von der bildgewaltigen Umsetzung.
Anton ist ein recht eigenwilliger Mensch. Er ist arrogant, denkt nur an sich, gibt allen anderen die Schuld und meint, dass er recht zufrieden mit seinem Leben ist.

Bis er auf ein rotes Sofa stößt, im wahrsten Sinne des Wortes. Das Sofa steht mitten im Weg und Anton fährt mit seinem Auto dagegen. Und ab da nimmt das Pech seinen Lauf. Anton zieht es förmlich an. Er wird zu einem regelrechten Pechvogel. Sein Leben besteht nur noch aus einer Abfolge unglücklicher Situationen. 

© Sina Frambach
Die Geschichte spielt im schönen Schweden. Die Hintergrundkulisse passt perfekt zu der Story und bietet auch viel Platz für Skurilitäten.

Schon die Charaktere muss man einfach gern haben. Sei es Anton oder das verschrobene Ehepaar Gunnar und Greta, dass Anton kennenlernt. Die beiden stehen mit guten Ratschlägen zur Seite, haben aber auch ihre Macken.

Skandinavische Autoren haben es meiner Meinung nach einfach drauf, wenn es um herrlich schräge Geschichten geht.
Dies fängt allein schon damit an, dass Anton als Berufszauberer von Altersheim zu Altersheim tingelt, und dort Vorstellungen gibt.

© Sina Frambach
Das Buch ist so aufgebaut, dass die eigentliche Geschichte in der Gegenwart spielt, aber immer wieder Szenen aus der Vergangenheit eingeblendet werden. Anton denkt oft an seine Kindheit und die Teenagerzeit. 
Man bekommt tiefe Einblicke in Antons Leben und das Leben seines damals besten Freundes Sebastian. 

Das Buch ist einerseits sehr komisch, gerade weil Anton vom Pech verfolgt ist. Andererseits jedoch merkt man, dass auch noch etwas tiefgründigeres dahinter steckt, eben durch die Rückblicke. 

Das Buch lebt von den "märchenhaften" Momenten, den mehr oder minder fabelhaften Wesen und den vielen, schrulligen Menschen, denen Anton begegnet. 
Als Anton sich auf sein Schicksal einlässt, beginnt sein aktiver Part und es wird skurril, unwirklich, traumhaft sarkastisch, und vor allem eins: unglaublich.
Anton fängt an, sein Leben zu überdenken. Und sein Handeln zu ändern.

Fazit: 
Es geht um Glück, um Zukunftsängste, magische Wesen, Verständnis, Freunde und vor allem darum, zu sich selbst zu finden. Von mir gibt es dafür die volle Punktzahl.

Verlag: Wunderlich
erschienen: 2016
Format: Hardcover
Printseiten: 416
ISBN: 978-3-8052-0387-6

© Sina Frambach










Dienstag, 20. Dezember 2016

Sam Hearn - Sherlock & Co. jagen den Museumsräuber (1) von Sina

© Sina Frambach

John Watson kommt nach einem Schulwechsel an die Baker-Street-Schule. Gleich am ersten Schultag lernt er Martha kennen, die ihn herumführt und die Schüler vorstellt. Darunter ist auch Sherlock Holmes. Und ab da ist Johns Leben ein einziges Abenteuer. Schon der erste Schulausflug ins Museum führt dazu, dass John, Martha und Sherlock einem Juwelendieb auf der Spur sind. Und wie wir Sherlock kennen, ist seine Kombinationsgabe natürlich hervorragend, selbst in seinen jungen Jahren.

Als Buchflüsterer bei buecher.de weiß man nie, was einem für ein Buch erwartet. Diesmal war ich sehr überrascht, ein Kinderbuch erhalten zu haben, welches eine Mischung aus Comic, Kinderbuch und Internet- sowie Zeitungsartikeln ist.

© Sina Frambach
Sherlock Holmes ist jedem bekannt, die meisten kennen ihn jedoch im Erwachsenenalter. Es gibt eine Buchreihe, in welcher es um den jungen Sherlock Holmes (Young Sherlock Holmes) geht, doch Sherlock in Zeichentrickformat war für mich dann doch noch einen Ticken neuer.

Zu Anfang lernt man erst mal John Watson kennen, der durch einen Schulwechsel an der Baker-Street-Schule landet und dort auf Martha trifft. Martha hilft ihm am ersten Tag, sich zurechtzufinden. Und so trifft John auch auf Sherlock. Es herrscht gleich Sympathie zwischen den beiden und schon bald sind Sherlock, John und Martha unzertrennlich. Erst recht, als es im Museum zu einem Diebstahl des Alpinsteines kommt.

© Sina Frambach

Sherlock Holmes, bekannt dafür, dass er durch brillante Kombinationsgabe jeden Fall lösen kann, wird uns nun in jungen Jahren vorgestellt. Und auch hier ist er schon leicht arrogant dargestellt, trotzdem kommt ab und zu etwas kindliches zum Vorschein.

Natürlich tauchen auch weitere uns bekannte Figuren auf. Alle eben nur etwas jünger. Allen voran James Moriarty, Sherlocks fieser Gegenspieler. Auch als Jugendlicher ist er schon sehr fies und will sich alles unter den Nagel reißen. 

© Sina Frambach
Dann gibt es da noch den Schulhund namens Baskerville, was natürlich auch eine Anspielung auf den von Arthur Conan Doyle geschriebenen Fall "Der Hund von Baskerville" ist. 

© Sina Frambach
Ach, es gibt so viele Anspielungen, die meisten habe ich bestimmt nicht verstanden. Aber nicht nur der "alte Sherlock" wird hier jung dargestellt, es gibt auch weitere Dinge, die einem bei näherer Betrachtung auffallen. Zuerst einmal die Baker-Street-Schule, dann wohnt Martha in der Baker Street 221 b, in der zufällig das obere Stockwerk freisteht und die Kinder es nun als Hauptquartier nutzen. 
Der Reichenbachfall wird erwähnt, aber auch die verschiedenen Schauspieler von Sherlock Holmes werden geschickt miteingeflochten. So gibt es z. B. einen Journalisten namens Benedict Cabbagebat.

Der junge Sherlock "raucht" Lakritzpfeifen, spielt gerne Geige, findet im Kostümfundus von Marthas Mutter Mütze und Mantel und auch sein Bruder Mycroft spielt eine Rolle.

© Sina Frambach

Alles in allem eine gelungene Umsetzung als Kinderbuch, da es einiges vereint, was für Kinder wichtig ist. Bilder, kurze Texte, spannende Szenen, ein niedlicher Hund, tolle Charaktere und natürlich der Diebstahl eines teuren Juwels.

Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und mitgerätselt, wer denn wohl der Dieb ist, aber wie in allen Sherlock-Fällen komplett daneben gelegen. 

Die Zeichnungen sind ebenfalls liebevoll gestaltet. Ich muss nur zugeben, dass ich manchmal nicht wusste, wo genau bei dem Comic denn das nächste Bild weitergeht, weil es zeitweise dann etwas wirr war. Aber das tat der tollen Geschichte keinen Abbruch.

Fazit:
Ein tolles Kinderbuch mit allem, was dafür nötig ist. Von mir gibt es für den ersten Teil der Serie 10 von 10 Punkten.

Verlag: Schneiderbuch
Erscheinungsdatum: Februar 2017
Format: Hardcover
Printseiten: 190
ISBN: 978-3-505-13973-4

© Sina Frambach

© Sina Frambach


Sonntag, 18. Dezember 2016

[Hörbuch] Suzanne Collins - Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele (1) von Sina


Oetinger Audio

Als Prim als Kandidatin für die 74. Hungerspiele ausgelost wird, meldet sich ihre Schwester Katniss Everdeen an ihrer Stelle als freiwilliger Tribut. Zusammen mit Katniss muss der Junge Peeta ebenfalls für den 12. Distrikt an den Spielen teilnehmen. Sieger ist derjenige, der die Spiele überlebt. Es gibt keine Regeln, alles ist erlaubt. Katniss weiß, dass es nur einen Gewinner geben kann und sie 23 weitere Spieler aus den 12 Distrikten zum Feind hat. Und sie weiß, dass sie sich nicht gegen das Kapitol auflehnen darf und doch hat sie keine andere Wahl, als zu versuchen, dieser Ungerechtigkeit ein Ende zu bereiten. Sie weiß nicht, wem sie vertrauen kann. 

© Sina Frambach
Die Bücher habe ich verschlungen. Und auch die Filme, die ich dieses Jahr erst alle sehen durfte, konnten meiner Faszination für diese dunkle Dystopie keinen Abbruch tun. Und mein "Wissen" über die Reihe nun mit den Hörbüchern aufzufrischen, war fast ein Muss.

Und so begann ich mit dem ersten Hörbuch "Tödliche Spiele". Und war gleich positiv überrascht. Denn schon nach kurzem Vorlesen der Sprecherin Maria Koschny war ich total gefangen, unter anderem auch, weil die Sprecherin die Synchronstimme von Jennifer Lawrence ist, die die Katniss in den Filmen spielt.

© Sina Frambach
Und da sie mir von der Stimme her bekannt vorkam, bin ich nach kurzer Recherche auch darauf gestoßen, dass sie schon "Phantasmen" von Kai Meyer als Hörbuch eingelesen hat und ich dieses ziemlich zu Anfang des Jahres gehört hatte.

Zur Story an sich brauche ich wahrscheinlich nicht mehr viel zu sagen. "Die Tribute von Panem" ist einer der bekanntesten Dystopien, wenn nicht sogar der Anfang der großen Welle, die uns danach überschwemmt hat. Es folgten einige sehr gute, einige weniger gute und viele sehr schlechte Nachfolger. 

© Sina Frambach
Die ungewöhnliche Story ist detailreich beschrieben. Vor allem Katniss Kampf ums Überleben, ihr Einfallsreichtum, ihr Mut und ihre Liebe zu ihrer Schwester. Hier bringt die Sprecherin es natürlich sehr gut rüber, wie sich Katniss fühlt. Schließlich hat sie ja die Rolle der Jennifer Lawrence in den Filmen synchronisiert. Und so gab es bestimmt den ein oder anderen Gefühlsausbruch, den sie mit in das Hörbuch einfließen lassen konnte. 


In einfachen, aber wirkungsvollen Worten nimmt die Autorin einem mit auf die Reise in die Arena, man leidet mit Katniss und den anderen Kandidaten, freut sich über Erfolge, trauert um die Verstorbenen.

Fazit:
Mit Liebe zum Detail und einer ungewöhnlichen Story hat sich die Autorin mit diesem Geschichte einen verdienten Platz in den Bestsellerlisten geschaffen. Das Hörbuch dazu ist eine perfekte Ergänzung. Von mir gibt es 10 von 10 Punkten.


Verlag: Oetinger Audio
erschienen: 2015
Format: 2 mp3 CDs
Länge: ca. 9 Stunden
ISBN: 978-3-8373-0877-8

© Sina Frambach

[Hörbuch] James Goss - Doctor Who. Die Dynastie der Winter: Die Sünden (3) von Sina

Lübbe Audio

Der Doctor und Clara werden abermals zu einem Mitglied des Winter-Clans gerufen, weil dieser die unheilvolle Karte benutzt, die der Doctor einem Vorfahren der Winters gegeben hat. Die Karte besagt, dass am schlimmsten Tag seines Lebens der Inhaber den Doctor rufen kann, damit er hilft.

Der Doctor reagiert missmutig und will endlich klären, was es mit der Karte auf sich hat, denn wahrscheinlich ist es sein zukünftiges Ich, das die Karte vergeben hat. 
Vorher jedoch muss er sich um das Problem kümmern, wegen welchem er gerufen wurde. Shadrak Winter ist Kardinal des Kults des Primären Selbst, dessen Sitz in einer Weltraumkathedral liegt. Winter weiß, dass er heute Nacht ermordet werden soll und der Doctor soll ihm helfen, zu überleben. Jedoch ist der Kardinal von einer Krankheit befallen, den sog. Sündvollen, blutegelähnliche Wesen, die sich unter der Haut einnisten. Sie ernähren sich von den Sünden des Wirts. Und nun sind auch der Doctor und Clara in Gefahr.

der zehnte Doctor, Rose Taylor und ein Dalek© Sina Frambach
Diesmal muss ich sagen, dass ich von der Geschichte nicht allzu begeistert war, die Umsetzung jedoch wieder mehr als gelungen ist. 
Lutz Riedel, der auch als Synchronsprecher für Timothy Dalton, Tom Wilkinson und Jonathan Price fungiert, legt sich diesmal richtig ins Zeug. Der Hauptaugenmerk liegt diesmal auf dem Doctor, der sich einen wahren Sündenkrieg mit dem Sündvollen und dem Kardinal Winter liefert. Leider konnte mich aber die Geschichte an sich nicht richtig mitziehen. 

Aber so ist das eben. Nicht jede Geschichte ist für jeden gleich gelungen. Und so warte ich auch noch auf den vierten Teil, um mir dann letztendlich ein Gesamtbild von der Tetralogie "Die Dynastie der Winter" bilden zu können.

Rose Taylor, der zehnte Doctor und ein Dalek© Sina Frambach

Hier bewerte ich jedoch nur das einzelne Hörbuch, den dritten Teil der Tetralogie. Der Doctor kommt mir diesmal sehr hilflos rüber. Das bin ich von ihm gar nicht gewohnt. Auch wenn er wieder versucht, eine Lösung für das Problem zu finden, ist er doch zu sehr damit beschäftigt, sich selbst zu retten. Seine Gedanken kreisen ständig um ihn (was ja eigentlich immer so ist), doch macht er sich eigentlich unterbewusst doch auch Sorgen um seine Begleiter. Diesmal jedoch nicht. Diese Hilflosigkeit passt nicht zu ihm. Sein starker Charakter, seine jahrhundertelange Erfahrung und sein Verstand lassen dies eigentlich gar nicht zu. Erst gegen Ende kommt er zur Vernunft und versucht auch anderweitig Lösungen zu finden. Dafür ist Clara diesmal sehr selbständig und gibt alles, um sich, den Doctor und auch die Bewohner der Kathedrale zu retten.

© Sina Frambach
Die Sündvollen, die als Bösewichte eingesetzt werden, finde ich persönlich nicht sehr gelungen. Dies liegt aber auch daran, dass ich (Blut)Egel vom Aussehen her gar nicht mag und deshalb mein Kopfkino nicht mitarbeiten wollte. Normalerweise springt dies sofort an, wenn ich ein Hörbuch höre. Am Anfang war dies auch so, doch nach Erwähnung der Sündvollen blieb alles schwarz.

Und so konnte ich mich nicht richtig auf die Geschichte einlassen, bekam keinen Zugang zu den Charakteren. Jedoch konnte mich der Sprecher wieder überzeugen. Wie oben schon geschrieben, gab er sein bestes und ich muss sagen, dass mir die Art des Hörbuches somit besser gefallen hat, als seine beiden Vorgänger. Und so konnte ich dann letztendlich doch mit einem befriedigenden Gefühl aus der Geschichte herausgehen und mich dann auch gleich dem vierten und abschließenden Teil der Reihe widmen. 
Ich hoffe, dass sich hier dann auch aufklärt, was es mit der geheimnisvollen Karte auf sich hat. Diese Frage brennt mir ja doch auf der Seele. 

© Sina Frambach
Es ist immer wieder faszinierend, wie die Macher der Reihe sich Gedanken machen können, dass die Zeitabläufe der Reihe sich so dermaßen miteinander vermischen, dass letztendlich doch eine logische Geschichte dabei herauskommt.
Waren wir in den ersten drei Teilen nämlich in der Zukunft, begeben wir uns im vierten Teil in die Vergangenheit und erleben Abenteuer mit der berühmten Jean d'Arc. Dies nur schon mal vornweg.

Abschließend kann ich zum dritten Teil der "Dynastie der Winter" sagen, dass mich zwar die Geschichte nicht überzeugen konnte, der Sprecher dies aber wieder mehr als wett macht. Somit gut es kleine Punktabzüge.

Fazit:
"Die Sünden" holen einem immer ein. Die Strafen dafür sind meist jedoch nicht angemessen. Von mir gibt es 7 von 10 Punkten.

Verlag: Lübbe Audio
erschienen: 2016
Format: 2 CDs
Länge: 90 Minuten
ISBN: 978-3-7857-5421-4


© Sina Frambach

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Ransom Riggs - Die Bibliothek der besonderen Kinder (3) von Sina

Droemer Knaur

Mit Müh und Not entkommen Jacob, Emma und Addison dem Wights. Sie machen sich auf die Suche nach ihren entführten Freunden und landen in der Zeitschleife Devils Acre. Dort treffen sie auf Bentham, der ihnen so einiges erklären kann. Jacob entwickelt seine Fähigkeit, Hollows zu kontrollieren und kommt damit auch so Einigem auf die Spur. Aber da ist noch Caul, der sich die Seelen der Besonderen zu eigen machen will. Und Jacob scheint die einzige Hoffnung der Besonderen zu sein.

Nach den ersten beiden grandiosen Teilen habe ich mich nun endlich dem dritten Teil widmen können und war wieder begeistert. Es gibt kaum eine Trilogie, die es schafft, mich von Anfang bis (fast zum) Ende zu fesseln. Aber Ransom Riggs hat dies mit seiner Besonderen Kinder-Reihe geschafft.

Kaum hat man das Buch aufgeschlagen, ist man mitten in der Geschichte. Denn sie beginnt dort, wo der zweite Band aufgehört hat. Es geht gleich rasant los und man fiebert mit, ob Jacob, Emma und Addison sich aus den Fängen der Wights befreien können.

Aber auch die Zeitschleife, in die sie sich begeben, ist hochinteressant. Denn hier tummeln sich alle Arten von Besonderen. Eine eigene kleine Stadt. Dort erfahren Emma und Jacob alles über die Bibliothek der Besonderen, Abaton.

Droemer Knaur

Diesmal kommt der dritte Teil sehr düster daher. Es gibt fast keine Verschnaufpause und man stürmt von einem Abenteuer ins nächste. Trotzdem fühlt man sich nicht überfordert und fiebert von Anfang bis (fast zum) Ende mit. Man kommt nur schwer in Versuchung, das Buch zur Seite zu legen und sich anderen Dingen zu widmen. 

Es tauchen altbekannte Figuren auf, aber auch neue bahnen sich einen Weg in unsere Herzen. Hier gibt es ja unendliche neue Fähigkeiten, die Personen angedichtet werden können und dann entsprechend auch eingesetzt werden.

Der Schreibstil des Autors ist lebhaft und bildgewaltig. So kann man sich alles bis ins kleinste Detail vorstellen. Das Kopfkino hat gehörig zu tun.

Da schon der erste Teil "Die Insel der besonderen Kinder" wunderbar verfilmt wurde, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass auch der zweite und dritte Teil ebenso fantastisch umgesetzt werden können. 

Wieder gibt es Bilder im Buch, die das Übernatürliche darstellen sollen. Allerdings muss ich sagen, dass ich von den ausgewählten Bildern diesmal doch enttäuscht bin. Es gibt nur wenige, die unerklärlich sind. Ansonsten gibt es eher normale Bilder. Der Autor erklärt am Ende auch wieder, dass die Bilder aus den Beständen von Sammlern stammen und nicht "gephotoshopt" sind. Aber auch hier bleiben leichte Zweifel.

Und nun das Aber:
Das Ende... es hat mich furchtbar enttäuscht. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Es kam mir zu banal rüber, fast so, als wäre dem Autor kurz vor Ende die Idee ausgegangen und er bediente sich an einem einfachen Stilelement. Ich hätte mir etwas komplexeres gewünscht, etwas ausgefeilteres. 

Aufgrund dessen, muss ich leider einige Punkte abziehen. 

Fazit:
Das Ende hat es leider vermasselt. Deswegen gibt es von mir nur 7 von 10 Punkten.

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2016
Printseiten: 544
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-426-52027-7