Donnerstag, 6. April 2017

Interviewbericht // Markus Heitz - Des Teufels Gebetbuch von Sina und Sonja



© Sonja Kochmann


Dank Patricia Keßler hatten wir die Gelegenheit, Markus Heitz auf der Buchmesse zu interviewen. Sein neuester Roman "Des Teufels Gebetbuch" wird ja derzeit mit Buchtrailern und spannenden Lesungen sehr werbewirksam in Szene gesetzt.

Die Rezension von Sonja und einen Lesebericht findet Ihr HIER und HIER. Sina hat ihr Exemplar erst auf der Messe erhalten und ihre Rezension wird HIER zu finden sein.

"Des Teufels Gebetbuch" enthält viel Historisches über die Entstehung der Spielkarten und so kam die Frage auf, wie Markus Heitz auf die Idee kam, in seinem neuesten Buch Spielkarten zu verwenden. Die Antwort war lustig: Beim Verlieren beim Mau Mau spielen, fragte sich der Autor, wo kommen diese Spielkarten eigentlich her und fing an zu recherchieren. Die erste gesicherte Quelle und die ist maßgeblich wie wir erfuhren, ist übrigens 1367 zu finden.


Inzwischen waren ja schon einige Lesungen gelaufen und daher kam die Frage auf, ob alle Leser diese überlebt haben. Die Lesungen liefen laut Autor gut und bis zur Buchhandlungstür haben wohl auch alle überlebt. Was allerdings auf dem Nachhauseweg so alles passieren kann...

© Sonja Kochmann

An dieser Stelle möchten wir betonen, dass das Gespräch von Anfang an sehr locker und ungezwungen war. Mit einer großen Kanne Schwarztee (Assam), der von dem Autor nämlich ein MUSS zum Überleben ist, hätten wir dort am Droemer Knaur Stand noch Stunden sitzen können....

Musikalisch geht Markus Heitz in die Richtung Gothic und Metal. Daher interessierte es uns, wie die Zusammenarbeit mit Nina de Lianin kam. Für dieses Buch wünschte sich Markus Heitz von Anfang an so einen richtigen "James Bond" Song und über eine gemeinsame Bekannte, eine Fotografin, kam die Zusammenarbeit mit der Musicalsängerin und Schauspielerin zustande. Im Video und auch bei der Moderation in Baden Baden wurde dann noch die deutsche Stimme von Daniel Craig, Dietmar Wunder hinzugezogen. (Kleine Information am Rande: der inzwischen bekannte Comedian Torsten Sträter sprach den Buchtrailer zu Aera.)



© Sonja Kochmann

Kleiner Gag: Welcher Vampir gefällt Markus Heitz wohl besser, der glitzernde Romantiker oder der actionreiche Superheld? Natürlich der Superheld.....wobei, nachdem am Samstag beim Livesteam in Baden Baden nahezu versprochen wurde, eine Romanze zu schreiben...vielleicht....   ;)

Er selbst schafft es kaum noch zu lesen, da er fast nur noch am Schreiben ist. Da dies ja seine große Leidenschaft ist, sieht er darin auch keine Probleme. Damit benötigt er circa 4 Monate für ein Buch: Planen, Plotten (2 Monate), schreiben, Test lesen durch einen ausgesuchten Kreis, noch mal überarbeiten, Lektorat, überarbeiten und fertig. Klingt eigentlich ganz einfach, steckt aber sehr viel Leidenschaft und Disziplin dahinter.

Als Ausblick für 2017 wurde uns die Fortsetzung von Wedora versprochen, in die ich bestimmt mal reinlesen werde, auch wenn ich festgestellt habe, dass ich aufgrund der fleißigen Veröffentlichungen des Autors doch ein paar Lücken habe. Manche Protagonisten kommen in den Büchern immer wieder vor. Den Überblick behält der Autor tatsächlich einfach "nur" mit Zetteln.



© Sina Frambach

Wovor könnte ein Autor aus der dunklen Ecke denn bloß Angst haben? Vor Krankheiten und kranken Idioten, die ihren Fanstatus überschreiten, wie man es erst vor Kurzem in der Zeitung lesen musste.

Da macht er doch lieber Späßchen mit Mark Benecke auf dem Kölner Bahnhof. Die beiden verbindet die "Gruftiabteilung" und die Liebe zu diversen Festivals.

Das Video zu dem Spontantreffen am Bahnhof könnt Ihr Euch anschauen, einfach HIER klicken.

Doch es gibt auch die ernsten Seiten von Markus Heitz. Bei der Frage, ob er jemals an seiner Entscheidung Schriftsteller zu werden, gezweifelt hat, kam ein klares und selbstsicheres "Nein". Er hätte nur nicht gedacht, dass es so gut läuft. Sobald man kreativ sei, schaffe man etwas, was kein Mensch braucht, meint er.
Als er 2004 seinen Hauptjob als Journalist an den Nagel gehängt hat, schreibt er Geschichten, die Spaß machen sollen. Dabei bleibt Markus Heitz jedoch auf dem Boden der Tatsachen und weiß, dass Erfolg nie selbstverständlich ist. 

© Sina Frambach

Wenn genug Schwarztee in der Blutbahn ist (2 l am Tag), kommt die Kreativität, dabei ist er nicht an eine bestimmte Tageszeit gebunden. Kreativität ist überall. Inspiration braucht er dafür nicht. Und so schreibt er von morgens bis abends. Entspannung gibt es natürlich auch, meist in Form von Fernsehen. Hier kann er auch mal nebenbei auf seinem Heimtrainer sitzen.

Apropos Fernsehen: Filme sind eine weitere Leidenschaft von Markus Heitz. Hier insbesondere Action und Komödie. Auf die Nachfrage, ob er gerne eines seiner Bücher verfilmt sähe, gab Markus Heitz zur Antwort, dass diese teilweise ja schwer umzusetzen seien. Aber "Des Teufels Gebetbuch" wäre schon interessant auf der Leinwand zu sehen. Wobei ja eine Reihe des Autors schon länger verfilmt werden soll. Bei "Die Zwerge" steht man schon länger in Verhandlung bzw. die Umsetzung gestaltet sich als sehr schwierig. Hier bleibt abzuwarten, wie sich dies weiter entwickelt.

Urlaub ist natürlich auch ein Thema. Hier führen die Urlaube jedoch auch zu den Orten, die für die Recherche benötigt werden. Dabei ist Markus Heitz Japan in große Erinnerung geblieben, weil die Kultur so völlig fremd ist. Dies übt auch einen großen Reiz aus und hat Eindruck hinterlassen.

© Sina Frambach

Da Sina kurz vor dem Interview eine Doku über die Besiedlung des Mars gesehen hatte, kam ihr bei der Vorbereitung der Fragen noch folgende in den Sinn: Es gibt die Möglichkeit zum Mars zu fliegen. Drei persönliche Dinge dürfen mitgenommen werden. Was würde Markus Heitz mitnehmen? 
Für die Antwort musste er dann doch schon länger überlegen. Zuerst kam natürlich Stift und Papier, wobei die Wahl auf einen Bleistift fallen würde. Auf unsere Nachfrage hin, warum, kam eine sehr interessante Antwort. Ein Bleistift schreibt überall. Sei es bei -40 Grad oder bei +40 Grad... ein Kugelschreiber dagegen nicht. Also sollte man immer einen Bleistift bei sich haben. 
Die dritte persönliche Sache kam erst nach langem Überlegen und zeugt wieder von der Leidenschaft des Autors. Die Musiksammlung wäre ein Muss. 

Ein tolles Foto gab es natürlich auch...

© Sina Frambach

Ach ja, die Kleine auf dem Bild ist übrigens Sina... 😛

Durch das lockere Plaudern, die witzigen Antworten und einem sehr sympathischen Autor waren die angesetzten 30 Minuten für das Interview im Nu um. Wir hätten wirklich stundenlang weiterreden können. 

Wer jetzt noch mehr über Markus Heitz erfahren will, sollte seine Bücher lesen oder seine Website besuchen: www.mahet.de
Hier erfahrt Ihr auch Aktuelles zu neuen Buchprojekten, Terminen und könnt Euch Newsletter ansehen. 
Weiter treibt er sich auch Facebook herum, wenn er nicht gerade an seinem neuesten Roman schreibt.

© Sina Frambach

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