Sonntag, 2. April 2017

#lbm17 - Leipziger Buchmesse von SINA

© Sina Frambach


Messezeit ist Familienzeit - so dachte ich zumindest lange Jahre. Leipzig ist für seine familiäre Atmosphäre bekannt. Verlag neben Verlag, ein Termin nach dem anderen, schöne Gespräche.

Aber dieses Jahr war etwas anders. Genau beschreiben kann man es gar nicht. Familiär fand ich es dieses Jahr nicht so recht, auch wenn natürlich ein Verlag neben dem anderen steht, ein Termin den anderen gejagt hat und auch schöne Gespräche entstanden sind.

Verkleinerte Stände, weniger Terminangebote (und doch wieder genug), Lesungen, die nach außerhalb verschoben wurden.

So konzentrierten wir uns eben auf die Termine, die wir ausgemacht hatten und freuten uns auf Bloggertreffen im kleineren Rahmen.

Jedoch steckt irgendwo gewaltig der Wurm drin, was aber wahrscheinlich auch daran lag, dass vieles im Vorfeld abgewiesen wurde oder gar so richtig schief lief.

Wie man ja mitbekam, lief es schon mit der Fantasy-Abteilung nicht rund, wohl auch wegen der erhöhten Standgebühren. Was auch Sinn machen würde bei der sehr verkleinerten Standfläche einiger großer Verlage.

Aber genug gejammert. Ich möchte mich auf das Positive beziehen.

Donnerstag, 23.03.2017
Unsere Anreise am Donnerstag verlief im Gegensatz zu anderen Anreisen sehr ereignislos (der übliche Stau auf der Autobahn oder das plötzliche Früher-Los-Fahren des Zuges mal ausgenommen). Wir bezogen gleich unser Hotel und machten uns dann auch schon auf den kurzen Weg zur Messe hin.


© Sina Frambach
Ein kurzes Treffen mit Irmi Kreis am hauseigenen Stand von Iny Lorentz ergab eine nette Plauderei über Vergangenes und Zukunftsaussichten - immer mit Blick auf das Erfolgsautorenpaar Iny und Elmar. Mit einer schier unendlichen Geduld und immer einem freundlichen Wort auf den Lippen haben sich die beiden rührend um ihre Fans gekümmert.  Das Autoren- und Ehepaar gehört zur Buchmesse so sehr dazu, wie die schöne Buchwand des Droemer Knaur Verlages. Es gibt so einige Autoren, die man sich von der Messe gar nicht mehr wegdenken kann.

Ein Bummel über die Messe hat auch ein bisschen was von Entspannung. Das gleichmäßige Stimmenrauschen, die Schritte der anderen und das schier unendliche Geräusch von raschelnden Buchseiten.
Schöne Geräusche, die für alles andere dann wieder entschädigen.

Ein Blick zu unseren Lieblingsverlagen verheißt uns dann auch wieder tolle Neuigkeiten. Bücher über Bücher, die uns glücklich machen - ein Blick auf den SuB lässt uns dann aber kurz innehalten, aber nur kurz.

Wir zelebrieren unseren Messebesuch und unser Gang führte uns zum Harper Collins Verlag und einem gut gelaunten Julius Arens, der mit bunten Socken und einem Ausblick auf die Neuheiten der nächsten Zeit, vor allem bei Sonja leuchtende Augen verursachte.
Mich angelacht hat eine tolle Pappfigur von Newt Scamander, die sich in mein Herz gestohlen hat. Ein schönes Fotomotiv und Erinnerungsstück nicht nur für mich. Ich habe gerade bei Facebook einige Bilder von der Figur gesehen.

© Sina Frambach

Ein weiteres Bummeln führte unter anderem zum Carlsen-Stand, an dem wir uns den schönen Blog-Planer abholen durften. Schön gemacht wir er von mir natürlich auch intensiv genutzt.

Am Stand des Verlages Edition Roter Drache wurde ich gleich von der sympathischen Anja Bagus in den Bann gezogen und wir mussten auch spontan einen mysteriösen Mord an einem Alien auflösen... der Pinguin wars! Als Belohnung gab es mit Schokolade ummantelte Nüsse.

© Sina Frambach

Kleinere, spontanere Treffen mit anderen Bloggern haben dann doch ein bisschen für familiäre Stimmung sorgen können. So unter anderem mit Kathleen von "Schnuffelchens Bücher und Co." oder Mona von "Tintenhain".

Uns zog aber auch noch eine ganz andere Ecke der Buchmesse an - die Manga-Halle mit ihrer unendlichen Anzahl an Merchandise, hier insbesondere (für mich eine zweite große Leidenschaft) die Pops der Firma Funko und für Sonja die Sehnsucht, ein Pummeleinhorn zu besitzen. Dies wohnt nun bei ihr zu Hause und pupst hoffentlich ganz viel Glitzer ;)

© Sina Frambach

Nach einem sehr sättigenden Essen beim Italiener um die Ecke unseres Hotels, ging es in selbiges zurück und wir schonten unsere schon leicht angeschlagenen Füße.


Freitag, den 24.03.2017
Der nächste Morgen begann früh mit einer ausgiebigen Dusche und einem guten Frühstück. Gestärkt ging es dann zu einem neuen Buchmessetag.

Ein lustiges Treffen am Stand der Lieblingsautoren und dort mit einer leicht verkaterten Poppy J. Anderson ergab interessante Gespräche über Hunde, Herzchenaugen, geklauten Büchern und auch hier die Aussichten auf weitere Geschichten, die ihrer Feder entspringen.
Zur Lesung von Anne Freytag zu ihrem Buch "Den Mund voll ungesagter Dinge" kamen wir natürlich zu spät - ACHTUNG! WERBUNG! UNBEDINGT. LESEN!!!!! (Rezi: Klick).

© Sina Frambach

Das anschließende Signieren verquatschten wir unter anderem mit den lieben Bakers, Sharon und Jack. Und auch wenn Jack meinte, ich sei gar nicht anwesend, hier eine Stellungnahme: Doch, ich wars, wirklich, also ich war da, so ein bisschen, zumindest körperlich! 😝

Danach waren Lesungen und Bummeln angesagt. Kai Meyer las aus "Die Krone der Sterne", seinem neuesten Buch, das hoch oben auf meinem ungelesenen Stapel liegt. Die Lesung zu dem Buch hat mich dann noch mehr angefixt, aber es muss noch ein bisschen warten.


© Sina Frambach

Denn auch neue Rezi-Exemplare flatterten ins Haus. Persönlich abgeholt habe ich am Machandel Verlags Stand das druckfrische Exemplar von Angelika Diems neuem Roman "Drei Tropfen Dunkelheit". Ihre erschaffene Vollstreckerin Caitlynn durfte ich schon in zwei anderen Romanen begleiten und bin nun gespannt, welche Abenteuer nun anstehen (Rezis: Klick und Klick).
Ein paar Mondblüten durften auch bei mir einziehen. Diese sind nun eingepflanzt und ich bin gespannt, was sich daraus schönes entwickelt.

Noch ein kurzer Abstecher an Markus Heitz vorbei, der gerade ein Interview zu seinem neuen Buch "Des Teufels Gebetbuch" gab. Zu Markus Heitz jedoch gleich mehr.


© Sina Frambach

Laufen, laufen, laufen  - meine Füße meldeten sich mittlerweile sehr. Der Abstand zwischen den Hallen schien mir diesmal sehr viel größer. Die haben bestimmt noch einige Meter drangebaut seit dem letzten Mal.


© Sina Frambach

Doch da uns jetzt noch ein Highlight erwarten würde, waren die Schmerzen auszuhalten. Denn am Droemer Knaur-Stand (der mit der schönen runden Buchwand) erwarteten wir sehnsüchtig Markus Heitz zum Interview.
Ich sag Euch, so einen unkomplizierten, lockeren und sympathischen Mann hab ich seit meiner besseren Hälfte nicht mehr getroffen. Wir haben viel gelacht, gestaunt und hätten wir Schwarztee dagehabt, bis in die Nacht plaudern können.
Zum Interview geht es hier entlang - KLICK! (coming soon)

Ach ja, und ich bin wirklich so klein. Neben Markus Heitz und Sonja kam ich mir richtig mickrig vor. 😋


© Sina Frambach
Die angesetzte halbe Stunde war viel zu schnell vorbei. Also  noch schnell ein paar Signaturen abgeholt und dann ging es auch schon weiter. Denn das Bloggertreffen des Rowohlt-Verlag wartete auf uns.
Wir waren ein bisschen zu früh, konnten dafür aber mit Tischerücken und -decken unsere Zeit sinnvoll nutzen. Nach und nach trudelten alle anderen Blogger ein und schon bald gab es eine bunte Mischung aus schönen Gesprächen mit alten und neuen Bekannten.

Kleine Pläuschchen über blogschreibende Katzen, süchtigen Disneyland-Reisenden und netten bis jetzt unbekannten, aber nun kennengelernten Bloggerinnen haben diese Stunde nochmals versüßt.
Nur die dreisten Essens-Stibitzer waren etwas nervig. Zeitweise kam ich mir vor wie eine Kellnerin, die nur für ihre heißen Würstchen begehrt wird ;)

Und dann plötzlich die Durchsage, dass die Messe nun geschlossen wird. Wie? Moment. Schon? Es war doch gerade erst 10 Uhr... da kann es doch jetzt noch nicht zu Ende sein.
Aber die Füße sagen eindeutig, dass es schon spät ist.
Schade, das wars. Alles schon wieder vorbei.

Ein leckeres Abendessen (wieder beim Italiener) hat uns dann noch mal einen kleinen Energiekick gegeben, der allerdings, sobald wir das Hotelzimmer betreten haben, gleich verflog. Das Bett rief und hat dann auch kurz darauf gewonnen.

Trotzdem bin ich froh, dass wir uns entschieden haben, den Samstag nicht auf der Messe zu verbringen, sondern nach einem ausgiebigen Frühstück die Heimreise per Zug (bei Sonja) und per Auto (bei mir) anzutreten. Als ich nachmittags zu Hause war, habe ich auf Facebook Bilder gesehen, die mir zeigten, dass wir uns richtig entschieden und die Menschenmassen nicht auf uns genommen haben.

Aber wie sagt man so schön: Nach der Messe ist vor der Messe.

Für mich heißt es im Juli German ComicCon in Stuttgart und dann im Oktober Frankfurt. Die Planung für die ComicCon läuft schon. Meine erste übriges und ich bin sehr gespannt, was mich dort erwartet.

Und dann kann man ja schon Frankfurt planen...

Ich wünsch Euch was...  Liebe Grüße Sina


© Sonja Kochmann

1 Kommentar:

  1. Ein schöner Bericht! Ich freue mich, dass wir uns getroffen haben!

    Liebe Grüße,
    Mona

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