Sonntag, 22. Oktober 2017

Rezension // Dan Brown - Origin von SONJA


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INHALT:
Edmond Kirsch, einst Schüler von Robert Langdon, nun Zukunftsforscher, bittet Vertreter der Weltreligionen seine Entdeckungspräsentation anzuschauen. Doch die skeptischen Vertreter müssen mit blanken Entsetzen das Ergebnis betrachten. Wird die Menschenheit danach in Chaos versinken? Eine Handvoll Menschen weiß davon und diese wollen die Enthüllung um jeden Preis aufhalten.....

FAZIT:
Robert Langdon geht nach "Illuminati", "Sakrileg", "Das verlorene Symbol" und "Inferno" in die fünfte Runde. Dank Hollywood hat man ja inzwischen auch ein gutes Bild von dem Symbolforscher alias Tom Hanks erhalten. Beim Lesen hatte ich nun auch verstärkt diesen Schauspieler vor meinem geistigen Auge. 

Vom Schreibstil ist es ein typischer Dan Brown, d.h. Tom Hanks...äh...Robert Langdon muss sich auf tödliche Schnitzeljagd durch Spanien begeben. Dabei hat er natürlich eine weibliche Schönheit mit Köpfchen am Arm (natürlich die zukünftige Königin). Manchmal hatte ich das Gefühl, dass das Buch bereits für Hollywood geschrieben wurde (aber ich mag mich irren.)

Das Buch unterscheidet sich dennoch von den anderen. Während in den vergangenen Büchern mehr uralte Quellen mit Zitaten, Symbolen und Co. Robert Langdon halfen, so ist es hier eher an ihm, zu ergründen, welche Quellen für Edmond Kirsch maßgeblich waren und welche Entdeckung er gemacht hat. Moderne Kunst, das Guggenheim Museum und la familia sagrada waren dann doch ein neuer literarischer Ausflug. Einige Bilder habe ich mir zwischenzeitlich mal aus dem Internet herausgesucht, um mir die Beschreibungen auch mal anschauen zu können.


Ein Blick in die Zukunft oder eher in die Vergangenheit? 
Woher kommen wir? 
Wohin gehen wir?

Ein Zukunftsszenario? Angst und Bange Mache? Ich fand die Theorien und auch die Entwicklungen daraus schlüssig und interessant. 

Vielleicht sollte man seine Abhängigkeit von der Technologie und der Wissenschaft auch mal hinterfragen, bevor man alles vernetzt und verlinkt. 

Obwohl das Buch mit 672 Seiten und seiner Thematik keine leichte Kost ist, habe ich es rasch gelesen, denn ich fand die Entwicklungen und Thesen sehr interessant: daher vergebe ich 9 von 10 Punkten, da ich diesen Teil stärker als den Vorband fand.



Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2017
Seiten: 672
ISBN: 978-3431039993

© Sonja Kochmann
© Sonja Kochmann

Special // O zapft is ...Bücher mit Hüttenzauber, Dialekt und Co

© Sonja Kochmann

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Bayrischer Dialekt oder ein schönes Bier? Brezeln, Schnee, Hüttenzauber, Irrungen und Wirrungen...davon habe ich inzwischen ein paar Bücher gelesen. Zeit für eine Sammlung:








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Emma Sternberg - Die Breznkönigin

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Rezension // Angelika Schwarzhuber - Servus heißt vergiss mich nicht von SONJA


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INHALT:
Daniela ist eine toughe Singlemama mit eigenem Unternehmen, dennoch bringen ein Auftrag (Ausrichtung eines echten bayrischen Oktoberfestes in Sacramento) und der smarte Alex sie ordentlich durcheinander.

FAZIT:
Angelika Schwarzhuber hatte mich bereits auf der ersten Seite ihres ersten Romans "Liebesschmarrn und Erdbeerblues" im Sturm erobert. Bayrische Lebensart und eine tolle Liebesgeschichte mit einem schönen Schreibstil sind eine abwechslungsreiche Kombination. 

Dieses Buch schmorte allerdings auf meinem Stapel der ungelesenen Bücher. Warum? Irgendwie hatte ich in den anderen Monaten (alle außer Oktober) das Gefühl, dass es nicht zur Lesestimmung passen würde. Was im Nachhinein völliger Quatsch oder hier besser Schmarrn ist.

Daniela erhält zwar den Auftrag für eine todkranke Frau ein bayrisches Oktoberfest auszurichten, jedoch konzentriert sich die Handlung nicht allein auf dieses Oktoberfest und daher darf und sollte man das Buch auf keinen Fall 11 Monate ignorieren.

Danielas Gefühlswelt ist schlüssig, denn sie will das Beste für ihr Kind. Doch auch eine Mama möchte einen Mann an ihrer Seite und so ist sie hin und her gerissen zwischen Pflicht und Verliebt sein. Schön, das Alex bereit zu sein scheint, sich in dieses humorvolle Chaos mit seiner charmanten Art einzufügen. Doch ein paar Missverständnisse erschweren den beiden das Weg zum Glück und dann gibt es da noch...nee...verrate ich nicht. 

Oder doch... soviel, es gibt noch eine weitere Geschichte, die einige Jahrzehnte vor Danielas heutiger Geschichte spielt. Wie diese zusammenpassen, erahnt der Leser und es ist für Fans von Familien- und Liebesgeschichten ein echtes Muss.

Nachdem dieses arme Buch unverschuldet so lange geschmort hat, habe ich es an drei Abenden verschlungen. Volle Punktzahl.



Verlag: Blanvalet
erschienen: 2015
Seiten: 448
ISBN: 978-3734102387


Angelika Schwarzhuber
© Sonja Kochmann

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Mittwoch, 18. Oktober 2017

Rezension // Rainer Wekwerth - Das Labyrinth erwacht (1) von SINA

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Als Jeb aufwacht, findet er sich in einer fremden Umgebung wieder. Als er sich auf die Suche macht, trifft er auf Jenna, Mischa, Mary, Tian, Kathy und Leon. Alle können sich an nichts erinnern, wissen nur von einem Zettel, dass sie sich auf die Suche nach Portalen machen müssen. Dort gelangen sie in die nächste Welt. Allerdings gibt es nur sechs Portale. Doch sie sind zu siebt. Einer wird also definitiv zurückbleiben müssen. Auf dem Weg zu den Portalen merken die Sieben, dass sie nicht allein sind. Unheimliche Geräusche begleiten sie.
Aber nicht nur die Einflüsse von außen machen der Gruppe sorgen. Auch innerhalb kommt es zu Reibereien. Bei einer Frage sind sich jedoch alle einig: Warum sind sie hier?

Der spannende Klappentext und die vielen positiven Meinungen zu dem Buch haben mich neugierig auf den ersten Teil gemacht. Und so freute ich mich regelrecht auf das Lesen.

Doch leider wurde meine Freude beim Lesen etwas getrübt, da es sich, wie der Titel des Buches irrtümlich suggeriert, nicht um ein Labyrinth handelt, sondern um Szenerien, die durchquert werden müssen, um zu einem Portal zu kommen. Ich hatte mir etwas ganz anderes vorgestellt. Zwar wurde immer wieder in Rezensionen oder Meinungen klar gestellt, dass die Reihe nicht mit "Maze Runner" von James Dashner verglichen werden soll, doch dachte ich, dass wenigstens ein Labyrinth vorkommt, wie der Titel es ja schon sagt.

Nach der anfänglichen Verblüffung allerdings hatte ich mich dann auf das Szenario eingelassen und mich einfach der Geschichte widmen können, bei der ich aber sehr oft im Dunkeln gelassen wurde. Der Autor hat mit geschickten Wendungen und verschleierten Argumenten ein Rätsel geschaffen, dass nur schwer lösbar ist.

Warum sind diese Jugendlichen in dem "Labyrinth"? Warum können sie sich an nichts erinnern? Warum muss immer einer zurückbleiben und alleine um sein Leben kämpfen?

Viele Fragen kommen einem in den Sinn und doch werden keine beantwortet. Im Gegenteil, die Spannung auf die Antworten wird geschürt und so muss man am Ende des ersten Bandes sofort zum zweiten Teil greifen. 

Der Schreibstil des Autors ist fließend, man hat keine Probleme, in die Geschichte einzutauchen. Aus Sicht der verschiedenen Jugendlichen wird die Geschichte erzählt, wobei immer wieder kleine Bruchstücke aus deren Vergangenheit ans Tageslicht kommen. Dabei ist es jedoch so, dass die Protagonisten sich eigentlich an nichts erinnern und nur sporadisch Dinge aus ihrem Leben herausfinden. 

Ein bisschen "komisch" fand ich es, dass sehr viel Wert auf das Gefühlsleben der Jugendlichen gelegt wurde. Jeb und Jenna scheinen sich von früher zu kennen und auch zu lieben. Sie fühlen sich sehr zueinander hingezogen und dies scheint ihre Gedanken fast vollständig auszufüllen, mehr noch, als die Frage, warum sie in diese Situation geraten sind.

Doch nicht nur Jeb und Jenna, auch die anderen machen sich mehr Gedanken darum, was der andere von ihnen denkt. Mit Ausnahme von Kathy, die sich um ganz andere Dinge Sorgen macht.

Die Geschichte ist deshalb so ganz anders als erwartet und so hatte ich am Anfang ein paar Probleme, mich damit anzufreunden. Doch je mehr ich las und je mehr ich die "Liebesdinge" außer Acht ließ, umso mehr gefiel mir, was ich da las.

Fazit:
Anders als gedacht, besser als erwartet. Von mir gibt es 7 von 10 Punkten.

Verlag: Arena
Printseiten: 408
Format: ebook
ISBN: 978-3-401-80192-6

Dienstag, 17. Oktober 2017

Rezension // Die grüne Fee: Geschichten aus Eis und Dampf - Ausgabe #2 von SINA


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Quelle: Eis & Dampf

Schon die erste Ausgabe des Groschenheftromans "Die grüne Fee: Geschichten aus Eis und Dampf" konnte mich sehr begeistern. Denn nicht nur die Kurzgeschichten sondern auch die Aufmachung sind einfach wundervoll.

Und auch mit der zweiten Ausgabe haben sich die Herausgeber sehr viel Mühe gegeben. Nicht nur die Geschichten sind wieder einzigartig, sondern auch die liebevolle "Ausschmückung". Die Anzeigen und Illustrationen sind genauso sehenswert, wie die Geschichten interessant sind.

Schon allein das Deckblatt ist ein echter Hingucker. Es gibt eine kleine Zusammenfassung der ersten Geschichte "Norpan und die silberne Königin" wieder. John C. Burroughs führt uns ins tiefste Eis und spinnt eine Geschichte rund um Schamanen, Krieg und Tod.

© Sina Frambach
In der nächsten Geschichte "Frij und Friedlichkeit" gibt uns Judith C. Vogt einen Einblick in eine Verlobungsfeier der etwas anderen Art. Diese Geschichte hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht. Sie steht auch im Zusammenhang mit den beiden Bänden "Die zerbrochene Puppe" und "Die verlorene Puppe" ebenfalls von Judith C. Vogt.

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Mein absoluter Favorit (aber auch, weil ich Star Wars Fan bin) ist Christians Vogt Hommage an George Lucas und die "kreativen Köpfe bei Lucasfilm". "Krieg der Stürzer" beschreibt, wie "Herr Georg" sein Manuskript zu einer Idee an den Mann bringen will und dabei eine Abfuhr bekommt.

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"Negrellas Opfer" von Tobias Rafael Junge handelt von Geisterkriegern. Hier jedoch nicht wundern, wenn die Geschichte mitten drin abbricht. Dies ist Absicht und soll die Neugier wecken.

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Der Hansespiegel ist natürlich wieder mit von der Partie. Mit dem Bericht der Korrespondentin Alexandra Kollontai "Lebende Urtiere in England? Baron Nopcsa bricht zu Expedition ins Eis auf: Anschlag knapp vereitelt" wird Einblick gegeben in die Planung der Reise von Baron Nopcsa, der auf "Fossiliensuche" geht.

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Christian Lange lässt uns in kleinen Schüben via Briefausschnitten, Artikeln und Berichten über den Aufstieg und Fall des achten Weltwunders teilhaben. "Atlantropa muss sterben" liest sich sehr interessant.

© Sina Frambach
Mia Steingräber treibt "Schabernack mit Toten" und ist eine Weiterführung des Abenteuers von Konrad und Abel aus der ersten Ausgabe "Die grüne Fee". Für mich auch ein weiteres Highlight der Ausgabe.

© Sina Frambach

"Seine tote Lordschaft" ist eine sehr spannende Detektivgeschichte von Henning Mützlitz, die zum Mitraten einlädt.

© Sina Frambach

Ich hatte beim Lesen wieder sehr viel Spaß und habe die Ausflüge in die Welt von Eis & Dampf sehr genossen. Und freue mich auch, dass weitere Hefte geplant sind und noch viele spannende Geschichten auf einem warten. 
Die wunderbaren Werbeanzeigen, die alle mit Steampunk zu tun haben, laden dazu ein, die Geschäfte zu besuchen bzw. sich auf den Homepages mal umzuschauen und zu stöbern. Vor allem werde ich, wenn ich mal in Saarbrücken bin, den Criminal Tearoom & Pub "Bakerstreet" besuchen, weil ich die Anzeige und auch die Homepage einfach toll finde.

Die Herausgeber des Heftes hatten wirklich eine tolle Idee und ich hoffe, dass sie diese mit genauso viel Liebe weiterführen, wie bei den ersten beiden Ausgaben. 

Fazit:
Die Herausgeber des Heftes hatten wirklich eine tolle Idee und ich hoffe, dass sie diese mit genauso viel Liebe weiterführen, wie bei den ersten beiden Ausgaben. 10 von 10 Punkten.


© Sina Frambach

Herausgeber: Eis und Dampf
Printseiten: 84
Preis: 4,99 Euro






Rezension // Dan Brown - Robert Langdon: Origin (5) von SINA


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Bastei Lübbe

Edmond Kirsch hat Großes zu verkünden und lädt dazu auserwählte Leute aus der ganzen Welt ein. Auch den Symbolforscher und ehemaligen Dozenten Robert Langdon, der nun voller Erwartung im Guggenheim Museum in Barcelona den Ausführungen seines nunmehrigen Freundes lauscht. Doch kurz bevor Edmond Kirsch  seine bahnbrechende Entdeckung publik machen kann, wird er erschossen. Zusammen mit Ambra Vidal, der Verlobten des spanischen Prinzen, versucht Langdon, Edmond Kirschs Ausführungen doch noch der Öffentlichkeit zugängig zu machen. Doch es gibt einige, die dies verhindern wollen. Die Kirche und das spanische Königshaus schicken Leute aus, um Robert und Ambra aufzuhalten. Denn Kirsch hat Antworten auf die zwei wichtigsten Fragen der Menschheitsgeschichten: Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin?
Und die Antworten darauf könnten Millionen von Gläubigen ihren Glauben kosten. Und Atheisten in eine Glaubenskrise stürzen.

© Sina Frambach

Als großer Fan der Robert Langdon-Reihe war ich natürlich gespannt, wie Dan Brown seinen Protagonisten im neuesten Fall auf die Spurensuche schickt.
Diesmal begeben wir uns nach Spanien, genauer gesagt nach Bilbao und Barcelona. Eine spannende Jagd beginnt, wobei die Zeit eine wichtige Rolle spielt.

Diesmal hat Robert Langdon wieder eine hübsche Frau an seiner Seite. Ambra Vidal, die Verlobte des spanischen Prinzen, versucht mit Langdon zusammen dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Aber nicht nur Ambra hilft Langdon, sondern auch eine künstliche Intelligenz namens Winston, eine Erfindung Edmond Kirschs.

© Sina Frambach

Ich muss zugeben, dass ich diesmal etwas enttäuscht von dem neuen Fall war. Ich hatte das Gefühl, dass Robert Langdon eigentlich so gar nicht richtig in den Fall eintauchen konnte, weil er ständig von anderen Hilfe bekam. Erstens von Ambra und zweitens von der künstlichen Intelligenz Winston.
Winston hat auf alles eine Antwort und führt Ambra und Langdon durch sämtliche "Gefahren" gefahrlos hindurch. So war alle Rätsel irgendwie sehr einfach gelöst.

Trotzdem war alles packend beschrieben und ich habe mit Spannung darauf gewartet, ob die beiden Fragen "Wo kommen wir her?" und "Wo gehen wir hin?" denn beantwortet werden. Und wenn, ob dies ins lächerliche abdriftet oder gar logisch erklärt werden kann.

Wie immer ist alles sehr gut recherchiert. Die Beschreibungen der einzelnen Orte sind bildlich. Und mein Tablet war auch wieder mit von der Partie. Nebenher habe ich die Personen, Bilder, Skulpturen, Kirchen oder Museen gegoogelt, um noch ein besseres Bild davon zu erhalten. Diese digitale Schnitzeljagd macht genauso Spaß, wie die Geschichte selbst.

© Sina Frambach

In manchen Rezensionen habe ich gelesen, dass viele monieren, dass sich Dan Brown ja nichts neues ausdenkt. Mal ehrlich! Er hat das Rad nicht neu erfunden seit seinem ersten Roman rund um den Symbolforscher Robert Langdon, aber was erwartet man denn, wenn ein neuer Robert Langdon-Roman herauskommt. Es geht ja gerade darum, dass innerhalb kürzester Zeit eine Verschwörung/eine Sensation/ein Ereignis aufgeklärt werden soll. Und eben viele Rätsel zwischen Anfang und Ende stehen, die gelöst werden sollen.

Ich bin auf jeden Fall froh, dass Dan Brown nach "Das verlorene Symbol" mit "Inferno" und "Origin" wieder auf der richtigen Schiene gelandet ist und einen typischen Robert Langdon abgeliefert hat.
Auch wenn es ein paar kleine Längen gab (gerade was die Szenen mit dem spanischen Königshaus anbelangt), war ich doch wieder gefesselt und fasziniert, wie der Autor es schafft, reale Gegebenheiten mit Fiktion zu vermischen und daraus einen Roman entstehen zu lassen, der packt und unterhält.

© Sina Frambach

An sich kann man das Buch auch gerne als Reiseführer durch Bilbao und Barcelona sehen, mit Blick in die Heiligen Hallen verschiedener Sehenswürdigkeiten. Gerade die "La Familie Sagrada" hat es mir dann angetan, die ich nun gerne einmal live sehen möchte. Dieses Gebäude muss architektonisch gesehen eine Meisterleistung sein. So kann man sich auch wieder im realen Leben auf Spurensuche begeben und bekommt nebenbei auch ein paar Tipps für Urlaube oder Ausflüge.

Im Ganzen betrachtet ist der neue Roman eine Geschichte mit sehr gutem Unterhaltungswert und auch geradezu prädestiniert dafür, wieder verfilmt zu werden. Eine neue Rolle für Tom Hanks, der als Robert Langdon garantiert wieder eine gute Figur macht und der Buchfigur Leben einhauchen wird.

Fazit:
Eine kurzweilige Unterhaltung mit positivem Lerneffekt und der Antwort auf zwei große Fragen der Menschheitsgeschichte. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.

Verlag: Bastei Lübbe
erschienen: 2017
Printseiten: 672
Format: Hardcover
ISBN: 978-3431039993

© Sina Frambach

Montag, 9. Oktober 2017

Rezension // Emily Trunko - Deine letzte Nachricht. Für immer von SINA

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Loewe
Abschiede sind nicht schön. Vor allem, wenn man im Streit auseinandergeht oder der Tod seine Hände im Spiel hat. 
Emily Trunko ist Bloggerin. Eines Tages hatte sie die Idee, Nachrichten von Menschen zu sammeln. Aber nicht irgendwelche Nachrichten, sondern die letzten Nachrichten. Nachrichten, die verschiedene Aussagen beinhalten. Traurige, böse, schlimme, nachdenkliche, freudige, hoffnungsvolle.
Auf ihrem Tumblr-Blog The Last Message Received veröffentlichte sie diese Nachrichten. Und nun liegen ausgewählte Nachrichten nun in Buchform vor, wunderschön illustriert von Zoë Ingram. 


Viele Nachrichten handeln von der immer beliebteren Art, per WhatsApp, SMS oder eMail Schluss zu machen. Aber nicht auf die so einfache Art " Es ist aus", nein, es geht tiefer, wird hasserfüllt oder auch sentimental. Man ist anderweitig verliebt oder hat einfach die Schnauze voll davon, sich weiter ausnutzen zu lassen.

Aber auch Freundschaften werden beendet, weil man merkt, dass man hintergangen wurde, man einfach mit den Falschen befreundet ist oder selbst jemanden hintergeht. 

Viele Nachrichten treiben einem Tränen in die Augen, denn sie handeln gar nicht von einem geplanten Abschied. Es sind zusammenhanglose Nachrichten, die aber trotzdem die letzten sind, weil danach ein Unglück geschehen ist.
Ein Unfall, eine tückische Krankheit oder gar Mord. Das Leben, das unerwartet zuschlägt.



Die Sammlung ist unendlich traurig, zeigt sie doch, wie vergänglich alles ist. Und wie schnell man aus dem Leben gerissen werden kann. Aber auch, wie grausam viele sein können, wenn es darum geht, ihr Ego durchzusetzen. Es werden Leben zerstört.

Dann gibt es aber auch wieder das Gegenteil. Die Hoffnung, die bei solch letzten Nachrichten entsteht. Viele schöpfen daraus Kraft, sich ein neues Leben aufzubauen. Einen neuen Start zu wagen. 

Die zu jeder Nachricht passende Zeichnung unterstreicht nochmals die Aussage, die hinter allem steckt. Es verstärkt das Gefühl der Trauer oder der Freude. 



Emily Trunko hat ein weiteres Buch herausgebracht, in welchem es um nie abgeschickte Briefe geht. "Ich wollte nur, dass Du noch weißt..." werde ich mir ebenfalls noch zulegen, damit sich hier auch garantiert wieder dieses bittersüße Gefühl einstellt, dass man beim Lesen solcher Bücher hat. 

Fazit: 
Es bleibt zu hoffen, dass einem solche Nachrichten nie erreichen werden. Von mir gibt es 10 von 10 Punkten.

Verlag: Loewe
erschienen: 2017
Format: Hardcover
Printseiten: 176

ISBN: 978-3-7855-8607-5


Rezension // Thomas Finn - Dark Wood von SINA

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Droemer Knaur
Die Fernsehshow "Survive" macht Furore. Firmen, die vor der Pleite stehen, haben die Chance 500.000 Euro zu gewinnen, wenn sie es schaffen, verschiedene Aufgaben zu "überleben". Auch Dagmars Firma nimmt an der Show teil. Zusammen mit ihren Arbeitskollegen Katja, Lars, Bernd, Sören und Gunnar wird sie nach Norwegen geschickt. Die perfekte Kulisse für die Show. Doch dort angekommen merken alle bald, dass noch etwas anderes in den Wäldern Norwegens lauert. Etwas altes und grausames. Doch die Show muss weitergehen. Bis Gunnar angegriffen wird und das TV-Team spurlos verschwindet. Der Kampf ums Überleben beginnt.

Thomas Finn ist nun ein Name, den ich mir merken muss. Denn mit "Dark Wood" hat er mich positiv überraschen können. Dies lag an dem schönen Setting Norwegen, an dem packenden Schreibstil, der spannenden Story und dem Umstand, dass er es geschafft hat, dass ich den Namen Dagmar ab sofort mit anderen Augen sehe.

Ich muss zugeben, dass die Handlung an sich schon sehr komplex ist. Es ist nämlich nicht nur die Bedrohung aus den Wäldern Norwegens, die die Arbeitskollegen vor Probleme stellt, sondern auch der Umstand, dass es innerhalb des Teams auch einen Erpresser und Verräter gibt. Man kann keinem trauen, denn jeder hat etwas zu verbergen. 
Das Vertrauen hält sich in Grenzen und so ist es für alle schwierig, zusammenzuarbeiten und sich der Gefahr zu stellen.

Zu Anfang lernt man natürlich alle oberflächlich kennen. Im Laufe der Geschichte kommen immer mehr Details ans Licht, die dazu führen, die Unruhe zu schüren und den Hass zu streuen. 
Dazu kommt die unbekannte Bedrohung aus den Wäldern. Ein Wesen, dass mordet und sich an seinen Opfern labt. Und dessen Biss ansteckend ist. 

Der grausame Kampf ums Überleben fordert seine Opfer und bringt bei allen auch ihr wahres Gesicht zum Vorschein.

Und doch kann ich fast allen Protagonisten auch ein gewisses Quäntchen Sympathie abgewinnen. 
Jeder Teilnehmer hat seine Probleme und möchte nicht, dass diese an die Öffentlichkeit gelangen und doch gibt es Momente, da muss die Wahrheit ans Licht, um das größt Mögliche erreichen zu können.
Dieses Enthüllen von spannenden Details führt dazu, dass man mitfiebert und so seine ganz eigenen Favoriten aus der Gruppe filtert und für andere wiederum tiefen Hass entwickelt, obwohl sie am Anfang eigentlich ganz nett wirkten.

Dieser gut gelungene Mix aus Horror, Thriller und mysteriösem hat mir sehr gut gefallen und führte nun auch dazu, das sich mir noch weitere Bücher des Autors zulegen werde.

Sehr gut gefallen haben mir die "Zickereien" innerhalb der Gruppe. Jeder hat etwas zu verbergen, doch jeder weiß etwas über den anderen und hält dies in der Hinterhand, um den richtigen Moment abzupassen und die Bombe platzen zu lassen.

Zeitweise erinnerte mich das Konzept an eine verschärfte Version des "Dschungelcamps" gepaart mit "Big Brother". Für Geld macht man sich zum Hampelmann vor laufenden Kameras. 
Für mich auch unglaubwürdig war die Bereitschaft der Mitarbeiter, sich für ihre Firma so derart einzusetzen, obwohl gar keine Teamfähigkeit besteht und auch die meisten Mitarbeiter gar nicht so richtig Sympathie für ihre Firma entwickelt haben. 
Auch dass von Seiten der TV-Firma keine Hilfe geschickt wurde, obwohl die Verbindung zum Camp vollständig abgebrochen war, fand ich nicht so gut gelöst. 
Diese kleinen Logik-Fehler kann man jedoch verschmerzen und werden durch die spannende Story mehr als wett gemacht.

Fazit:
Spannung pur. Von mir gibt es 9 von 10 Punkten.

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2016
Format: ebook
Printseiten: 464
ISBN: 978-3-426-43731-5

Rezension // Holly Jennings - Arena von SINA

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In einer nahen Zukunft bestimmen Computerspiele das Leben. Virtual Reality ist in aller Munde. Und es gibt Menschen, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Fangemeinschaft ist groß und die Popularität rast steil nach oben. 
Kali Ling ist eine Kriegerin. Zusammen mit ihrem Team "Defiance" kämpft sie regelmäßig in Arenen um den Sieg. Und manchmal stirbt sie. Das ist ihr zwar schon oft passiert, doch sobald sie zurück in der Realität ist, kann alles von vorne beginnen. 
Kali treibt auf einer Welle des Erfolges und lässt sich mitreißen. Alkohol, Drogen und die Sucht nach der Virtual Reality bestimmen ihr Leben. Jäh wird sie jedoch daran erinnert, was es heißt, in der Realität dem Tod zu begegnen, als ihr Teammitglied Nathan an einer Überdosis Drogen stirbt - und droht, in Vergessenheit zu geraten.

Das Buch ist rasant - wie ein virtuelles Autorennen. Es gibt ein Auf und Ab, man fährt Achterbahn, zumindest bis zur Hälfte des Buches.
Ab da wird es ruhiger, überschaubarer, aber nicht weniger interessant.

© Sina Frambach

Das Zukunftsszenario erinnert an dem Film "Tron", von dem sich die Autorin auch hat inspirieren lassen. 

In einer Kapsel liegend und mit Kabeln mit einem Computer verbunden, taucht man ab in eine virtuelle Realität, die so echt wirkt, dass man auch alles um sicher herum spürt. Sonnenstrahlen, das weiche Gras oder die staubige Erde. Auch Gerüche und Laute wirken echt.

Kali Ling ist knapp 20 Jahre alt und auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Dies macht sie unvorsichtig. Beim Vorentscheidung zum großen Turnier werden sie und ihr Team von den Newcomern InvictUs gnadenlos fertig gemacht und getötet. Nun müssen sie in der Verlierergruppe antreten. Ihre Chancen sind gering. Um damit fertig zu werden, stürzt sich das Team in Alkohol, Drogen und Party. 
Was Nathan, einem Teammitglied, zum Verhängnis wird. Er stirbt an einer Überdosis Heroin.

Kali stürzt dies in eine schwere Krise. Das Team ist am Ende, obwohl sie als Favoriten gehandelt wurden. Und zu allem Überfluss scheint es auch keinen groß zu interessieren, das Nathan gestorben ist. 
Schnell muss für Ersatz gesorgt werden. Rooke taucht auf. Verschwiegen und anscheinend auch nicht teamfähig, er bringt alles durcheinander. Bis Kali merkt, dass mehr hinter allem steckt und Ruhm nicht alles sein kann.

© Sina Frambach

Die Protagonisten sind mir alle von Anfang an sehr sympathisch gewesen. Vor allem Kali und Rooke, die beide gegen das System rebellieren, haben es mir besonders angetan. 
Kali ist eine junge Frau, die in der Virtual Reality eigentlich besser zurecht kommt, als in der Realität. Die Rolle, die sie als Kriegerin spielt, passt besser zu ihr. Eigentlich hat sie sich nur selbst noch nicht gefunden. Ihr Platz im Leben ist zwar der Richtige, doch sind es falsche Umstände, die dazu führen, dass sie sich nicht wohlfühlen. Rooke dagegen weiß, woran es liegt und versucht, sie auf den richtigen Weg zu führen.

Der Schreibstil der Autorin ist durchweg fesselnd, so dass ich nach langer Zeit mal wieder ein Buch hatte, dass ich an einem Tag verschlungen habe. 
Spannend und packend zugleich, realitätsnah und doch in einer weit entfernten Zukunft. Trotzdem lässt sich vieles auf die Gegenwart übertragen. Der Druck, der auf vielen lastet, führt gerade bei Jugendlichen oft zu überstürzten und unüberlegten Handlungen, so dass es schwer ist, wieder in die richtige Bahn zu gelangen.
Es ist wichtig, Freunde und Familie zu haben, die einem in so schwierigen Lebensphasen zur Seite stehen und eine helfende Hand bieten.

© Sina Frambach

Das Zukunftsszenario, welches die Autorin hier gezeichnet hat, ist sehr gut vorstellbar und nicht abwegig, so rasant, wie unsere Fortschritte sind. Eine virtuelle Realität ohne Brille zu erleben, kann ich mir sehr gut vorstellen. 
Umso realistischer macht dies die Zukunft und die damit verbundene Story der Autorin.

Fazit:
Eine sehr realitätsnahe Dystopie mit vielen gegenwärtigen Elementen. Von mir gibt es 10 von 10 Punkten.

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2017
Format: Taschenbuch
Printseiten: 400
ISBN: 978-3-426-52021-5