Donnerstag, 31. Oktober 2013

Bibliografie // Jessica Sorensen

Ella + Micha

1) Das Geheimnis von Ella und Micha
2) Für immer Ella und Micha 
3) Verführt. Lila und Ethan

Callie & Kayden

1) Die Sache mit Callie und Kayden
2) Die Liebe von Callie und Kayden
3) Füreinander bestimmt. Violet und Luke 
4) Einander verfallen. Violet und Luke
5) Für immer verbunden. Violet und Luke
6) Das Versprechen von Callie und Kayden
7) Keine Angst zu lieben. Seth und Greyson


Nova und Quinton

1) Nova und Quinton - True Love
2) Nova und Quinton - Secon Chance
3) Nova und Quinton - No Regreds



Montag, 28. Oktober 2013

Rezension // Kristen Simmons - Artikel 5: Gesetz der Rache (02) von SINA


Ember und Chase werden für tot erklärt und so haben beide eigentlich die Chance, endlich ein freies Leben zu führen. Doch müssen sie sich versteckt halten und so schließen sie sich dem Widerstand an. Im Hinterkopf hat Ember aber immer noch die Befreiung von Rebecca, die ihr damals zur Flucht verholfen hat. Ember, Chase und Sean, der Rebecca liebt und sie unbedingt wieder bei sich haben will, schmieden einen Plan. Doch dann taucht Tucker Morris auf, der Mörder von Embers Mutter.

Der zweite Teil knüpft nahtlos an den ersten Band „Artikel 5“ an. Wieder steht das Emotionale im Vordergrund, da auch wieder aus Embers Sicht erzählt wird.

Die Beziehung zwischen Ember und Chase vertieft sich, es werden neue Freundschaften geknüpft und alte Feindschaften in Frage gestellt. Wieder war ich total fasziniert von der Schreibweise der Autorin, die mit wenigen Mitteln ein so gewaltiges Kopfkino schaffen konnte, dass ich teilweise meinte, ich wäre an den Orten schon gewesen, die von ihr beschrieben werden.

Ember wird reifer, erwachsener und fängt an, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Hat sie sich im ersten Band noch sehr auf Chase und dessen Entscheidungen verlassen, versucht sie nun selbst, eine neue Zukunft zu finden. Dies ist jedoch mit vielen Umwegen verbunden und Ember muss einiges auf sich nehmen, um ihrem Ziel ein Stück näher zu kommen.

Der neue „Hauptcharakter“ Tucker Morris ist eine Figur, die ich nach Beendigung des Buches überhaupt nicht einschätzen konnte. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob ich ihn mag oder er mir total unsympathisch ist. Diese Entwicklung finde ich wunderbar umgesetzt, denn so bleibt für den dritten Teil doch einiges offen, das geklärt werden kann.

Chase, der im ersten Teil noch den harten, skeptischen jungen Mann gemimt hat, wird im zweiten Teil weicher und vor allem mitteilungsfreudiger.

Die Informationen, warum Amerika so wurde, wie es dargestellt wird, hatten mir im ersten Teil ja noch gefehlt. Im vorliegenden zweiten wird dies jedoch nachgeholt und man erfährt die beunruhigende Art und Weise.

Das Ende ist ein absoluter Cliffhanger und so freue ich mich auf den dritten Teil, um endlich zu erfahren, ob Ember und Chase es schaffen, sich eine gemeinsame und vor allem freie Zukunft aufzubauen.

Fazit:
Wieder packend, wieder düster – ein würdiger Nachfolger zu Artikel 5.

10 von 10 Punkten.

Verlag. Ivi
erschienen: 2013
Printseiten: 448
Format: ebook
ISBN: 978-3-492-96376-3

Sonntag, 27. Oktober 2013

Bibliografie // Helene Henke

Kriminalroman:
- Totenmaske

Das rote Palais:
1) Die Totenwächterin
2) Der Gottvampir
3) Die Schattenpforte

Weitere Bücher:
- Electrica - Lord des Lichts



Donnerstag, 24. Oktober 2013

Rezension // Angelika Monkberg - Drache und Phönix: Goldene Federn (01) von SINA

Jan Stolnik reist zusammen mit seinem Herrn Anton Clemens von Sachsen nach Venedig. Jan hofft, auf dieser Reise und während des Aufenthalts in der Lagunenstadt sich von seinem Schicksal ablenken zu lassen. Denn Jan birgt ein Geheimnis: er ist ein Drache, gefangen im Körper eines Menschen.
Doch kaum in Venedig angekommen, hört er eine liebliche Stimme. Diese Stimme gehört zu der Sängerin La Fiametta und als Jan sie zum ersten Mal sieht, ist es um ihn geschehen. Er verliebt sich und hat nur eins im Sinn: ihre Liebe zu gewinnen. Doch weiß Jan auch, dass La Fiametta nicht das ist, was sie zu sein scheint.

Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und so griff ich aus purer Neugier zu dem Buch, das den Anfang einer Tetralogie darstellt. Und auch jetzt – nach Beendigung der letzten Seite – weiß ich noch nicht genau, was ich von dem Buch halten soll.
Es hat mir sehr gut gefallen, dass gleich zu Anfang. Und das lag vor allem auch an dem recht ungewöhnlichen Schreibstil. Auf mittelalterlich gemacht, hat man beim Lesen das Gefühl, sich wirklich im 18. Jahrhundert zu befinden und mit Jan eine seltsame Geschichte zu erleben.

Jan, von welchem man von Anfang an weiß, dass er ein Drache ist und dies vor seinen Freunden, allen voran vor Anton Clemens von Sachsen geheim hält, ist ein ruheloser Mann, der – obwohl schon 50 Jahre alt – mit seinem jugendlichen Aussehen die Menschen zu manipulieren weiß. Er kann Gedanken lesen und nutzt dies auch schamlos aus.
Sein eigentlicher Auftrag ist es, seinem Herrn Anton Clemens beizubringen, was ihn erwartet, sobald er verheiratet ist. Dieser Auftrag rückt jedoch in den Hintergrund, als er auf La Fiametta trifft.

Und hier kommen wir auch schon zu dem „Ich-weiß-nicht-was-soll-ich-von-dem-Buch-halten“-Grund. Ist mir Jan noch sehr sympathisch - hat er doch mit seiner Drachenherkunft zu kämpfen - war mir die Figur der La Fiametta das genaue Gegenteil: eine unsympathischere Person kann ich mir gar nicht vorstellen.
Allerdings erfährt man von La Fiamette auch sehr, sehr wenig und so konnte ich mich überhaupt nicht in sie hineinversetzten. Auch Jan, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, kann nichts genaues über sie in Erfahrung bringen, weiß er nur, dass sie keine gewöhnliche Sterbliche ist. Nur bruchstückhaft kommt etwas zu Tage und dies auch nur so sporadisch, dass man letztendlich mehr ahnt, als weiß.

Trotzdem war die Geschichte für mich sehr faszinierend. Gerade Venedig - das durch seine Wasserstraßen und wunderschönen Häuser schon sehr geheimnisvoll wirkt – als Schauplatz zu wählen, hat diese Faszination noch verstärkt.

So erwartet einem eine Geschichte, die mysteriöser nicht sein kann. Man spekuliert, verwirft, hofft, um letztendlich dann doch einfach alles auf sich wirken zu lassen, gerade auch durch den einzigartigen Schreibstil der Autorin.

Ich weiß, dass ich – trotz meiner zwiegespaltenen Meinung – mich trotzdem den Folgebänden widmen werde und hoffe, dass ich nach lesen der ganzen Tetralogie einen Aha-Effekt habe.

Fazit:
Ungewöhnlich, mysteriös und unergründlich. 

Ich vergebe 8 von 10 Punkten.

Verlag: dotbooks
erschienen: 2013
Format: mobi
Printseiten. 181
ISBN: 978-3-95520-392-4

Bibliografie // Angelika Monkberg

Drachen und Phönix
01 Goldene Federn
02 Goldene Kuppeln
03 Goldene Asche
04 Goldene Ewigkeit



Mittwoch, 23. Oktober 2013

Rezension // Lauren Weisberger - Die Rache trägt Prada: Der Teufel kehrt zurück von SONJA



INHALT:
Acht Jahre sind seit dem Ausscheiden von Andy aus dem Assistententeam von Miranda Priestly vergangen. Sie hat sich ein neues Leben als Herausgeberin eines Hochzeitsmagazins, als Ehefrau eines New Yorker Geldadligen und als Busenfreundin ihrer ehemaligen Feindin Emily erarbeitet. Doch Miranda zieht weiter ihre Kreise...

FAZIT:
Ich hab "Der Teufel trägt Prada" nicht gelesen, sondern lediglich den Film gesehen. So kam es, dass ich konkrete Vorstellungen von Andy (Anne Hathaway) und Miranda (Meryl Streep) hatte. Auch habe ich mir aufgrund des Klappentextes spritzige und bissige Dialoge zwischen Andy und Miranda versprochen.

Doch es passierte einfach NICHTS. Das Buch plätschert einfach so dahin. Es wird berichtet, wie Andy und Emily sich angefreundet haben, wie sie ihren Mann kennen lernt, sie sich verloben, heiraten, was sie erlebt bei ihrer Zeitungsgründung, welche Leute sie trifft.....

Zwischendurch träumt sie "posttraumatisch" ein bisschen von Miranda, sieht sie auf Parties von Weitem und wieder NICHTS. Irgendwann streckt Miranda ihre Fühler aus, aber dies wirkt sich nicht durch Dialoge oder großartige Szenen mit ihr aus, sondern durch Kontakt mit ihren neuen Untergebenen. Wieder NICHTS Besonderes. 
Zum Ende taucht sie ein/zwei Mal auf, aber dies als Rache und Rückkehr zu verkaufen, ist wohl etwas happig. Andys Leben verändert sich zwar dadurch drastisch, aber mir hat dies unter dem Aspekt "Die Rache trägt Prada: Der Teufel kehrt zurück" nicht gefallen und ich war enttäuscht. 
Das Buch hat unter dem Aspekt "Das Leben von Andy" sicherlich nette Züge, aber es reicht für eine gute Bewertung nicht: 4 von 10 Punkten.


Verlag: Goldmann
erschienen: 2013
Seiten: 448
ISBN: 978-3442542871


Gesehen am Frankfurter Bahnhof 2013 
© Sonja Kochmann



Montag, 21. Oktober 2013

Rezension // Kristen Simmons - Artikel 5 (01) von SINA


Wer gegen die Moralstatuten verstößt, wird bestraft. Die Strafen sind hart und enden meist tödlich. Als Embers Mutter von der Moralmiliz gefangen genommen wird und auch Ember sich plötzlich in einer Besserungsanstalt wiederfindet, kann sie es nicht glauben, dass bei allem ihr Freund Chase beteiligt war. Chase, von dem sie dachte, dass er sie liebt. Dem sie vertrauen kann. Doch dann bietet sich Ember die Chance, zu fliehen – und ausgerechnet Chase soll ihr dabei helfen.

Dieser Auftakt zu der Reihe hat mich sehr überrascht. Ich habe schon einige Dystopien gelesen, doch irgendwie war diese hier anders.

Die Geschichte wird aus Embers Sicht erzählt. Und Ember ist ein sehr emotionaler Mensch. Jegliche Gefühle breiten sich in ihrem ganzen Körper aus und so kann man sich jegliche Situation, in er sich Ember befindet, genauestens nachfühlen.

Von Anfang an überschlagen sich die Ereignisse und so hat man fast keine Möglichkeit, Luft zum Atmen zu holen. Dieses „Rasante“ zieht sich bis zum Ende des Buches. Alles scheint ausweglos, bis sich ein kleiner Hoffnungsschimmer ergibt, dem Ember zusammen mit Chase nachgeht.

Die Zukunft, welche die Autorin beschreibt, ist sehr düster. Wer gegen die Moralstatuten verstößt, wird verhaftet und im schlimmsten Fall getötet. Diese beklemmende Atmosphäre wird sehr gut beschrieben und durch den fließenden Schreibstil der Autorin auch sehr unterstützt. So hatte man immer wieder das Gefühl, die Umgebung, in der sich Ember und Chase befinden, genauestens zu kennen.

Gerade die Situation zwischen Ember und Chase wird sehr gut dargestellt. Embers Zweifel sind berechtigt und immer wieder gibt es einen Blick auf Embers Vergangenheit, als sie noch mit Chase glücklich war. Diese Höhen und Tiefen liefern einen spannenden Einblick in Embers Leben. Beide Figuren wirken sehr plastisch und man bekommt das Gefühl der Verbundenheit, zumindest bei Ember.

Chase bleibt lange sehr rätselhaft und man weiß nicht genau, warum er erst gegen Ember gearbeitet hat und dann urplötzlich seine Meinung ändert und ihr hilft.

Gefehlt haben mir allerdings die Informationen, warum Amerika so geworden ist, wie es dargestellt wird. Dies hoffe ich jedoch im zweiten Teil zu erfahren und freue mich schon darauf, diesen zu lesen.

Fazit:
Eine packende Dystopie mit düsteren Elementen, welche einem von Anfang an packt.

10 von 10 Punkten für den dystopischen Auftakt der Reihe.

Verlag: Ivi
erschienen: 2013
Printseiten: 430
Format: mobi
ISBN: 978-3-492-96174-5

s. a. Bibliografie Kristen Simmons

Bibliografie // Kristen Simmons

Artikel 5
01 Artikel 5
02 Gesetz der Rache


Rezension // Barbara van den Speulhof: Schutzengel Valentina von Wolke 17 von CORINNA

INHALT:
Auf Wolke 17 geht es turbulent zu. Der Grund ist Schutzengel Valentina, die mit ihren frechen Streichen immer neue Dinge ausheckt. Natürlich passt das ihrer Lehrerin, Frau Etepetete, nicht und so bekommt sie so manche Strafarbeit verordnet.

Doch plötzlich ist alles anders, denn ausgerechnet Valentina soll auf die Erde und dort als Schutzengel eines kleinen Mädchens fungieren.

Kann sie das schaffen? Schließlich hat sie noch nicht alle Prüfungen bestanden und das kleine Mädchen braucht wirklich dringend Hilfe...







Von der Autorin, Barbara van den Speulhof, habe ich bereits das Buch „Pippa, die Elfe Emilia und dieKäsekuchenschlacht“ gelesen und war da schon von dem flüssigen und frechen Schreibstil der Autorin angetan.

Seit kurzem gibt es nun auch ihr neues Buch, „Schutzengel Valentina von Wolke 17“. Ich selber war sofort neugierig auf die Geschichte, die hinter dem Klappentext steckt. Schließlich lese ich Kinderbücher immer wieder gerne und freue mich jedes Mal auf das Abtauchen in eine kindliche Welt.



Für mich ist gerade diese Geschichte rund um Valentina, dem kleinen Schutzengel, sehr gelungen. Ist sie doch frech, mutig und ihr Kopf steckt voller Flausen. Kurz, ein Schutzengel, wie ich ihn mir (für mich) wünschen würde.



Und Valentina auf ihrer Reise zur Erde begleiten zu dürfen, hat unheimlich viel Spaß gemacht. Wird doch in keinem Moment der Zeigefinger gehoben. Nein, die kleinen Leser bekommen vielmehr eine locker-leichte Geschichte, die sie so manches Mal zum Lachen bringen wird.

Zusätzlich gibt es kein zu schlimmes Problem, dass nicht durch Valentina behoben werden kann und ich denke Leser/ Leserinnen ab ca. 8 Jahren werden hier ihren Spaß finden.

Ich hatte ihn auf jeden Fall und freue mich nun schon auf das nächste Vorlesen, denn meine Töchter warten beide schon auf Valentina.



Zusätzlich hat dieses Buch aber auch wunderschöne Zeichnungen, die ich sehr passend finde. Zu jedem Kapitel gibt es einen kleinen Blick auf Valentina, der immer sehr stimmig zur momentanen Situation ist. Annette Swoboda, hat für mich die kleine Valentina wunderbar getroffen. Ich persönlich hätte aber noch weitere Zeichnungen schön gefunden. Schließlich freuen sich gerade kleine Leser über diese Bilder.



Mein Fazit:

Ihr kennt Valentina noch nicht? Eure Kinder brauchen Lesenachschub? Ihr liebt Kinderbücher?

Was hält Euch noch vor dem PC?! Geht schnell zur nächsten Buchhandlung und holt Euch „Schutzengel Valentina von Wolke 17“, denn dieses Buch macht unheimlich gute Laune und verzaubert nicht nur kleine Leser von 8-14 Jahren, nein, auch ihre Eltern werden dieses Buch gerne (vor-)lesen.



Ein Buch für meine Favoritenliste!

10 von 10 Punkten!

Verlag: Fischer KJB
Erschienen: 2013
Seiten: 192
ISBN: 978-3-596-85599-5

Rezension // Maggie Stiefvater - Wen der Rabe ruft von SONJA


INHALT:
Blue gehört zu einer Familie aus Wahrsagerinnen. Doch sie selbst kann ihre Zukunft nicht sehen, sondern lediglich die Gabe ihrer weiblichen Verwandten verstärken. Sie hat daher stets die Pflicht an einem bestimmten Tag im Jahr die Namen der erscheinenden Geister zu notieren, denn diese Menschen werden innerhalb eines Jahres sterben. Doch nun passiert etwas Besonderes, Blue kann den Geist namens Gansey sehen. Dies lässt ihre eigene Prophezeiung, dass die Liebe ihres Lebens durch ihren Kuss sterben wird in einem anderen Licht erscheinen.

FAZIT:
Ich habe dieses Buch durch eine vielversprechende Leseprobe bei vorablesen bekommen. Ich war aufgrund der Autorin sehr gespannt auf dieses Buch. Denn ersten haben die bereits erschienen Bücher viele Fans (Bislang habe ich noch keins von den anderen Büchern gelesen.) und zweitens fand ich den Aspekt sehr interessant, ob man bei ständigem Kontakt mit Prophezeiungen und Wahrsagungen sich dem Schicksal fügt oder dagegen ankämpft.

Das Buch wird zu 2/3 mit Personen überschwemmt. Sicherlich haben einige Personen interessante Charaktereigenschaften, aber viele Situationen werden aus verschiedenen Sichtweisen im Zusammenhang mit der eigenen Biografie der Protagonisten beleuchtet. Das war sehr anstrengend und langweilig. Denn es geschah eine ganze Weile NICHTS. Die Personen treffen aufeinander, sprechen über die "große Suche" und trennen sich wieder. (Zur "großen Suche" möchte ich hier aus inhaltlichen Gründen nichts weiter sagen.)

Ich war ein paar Mal versucht, das Buch abzubrechen. Als ich dann in einigen Buchforen erfuhr, dass es lediglich am Anfang langweilig sei, las ich weiter. Es wurde nicht besser. Die kleine Spannungsspitze von ca. 60 Seiten hat mich nicht von den Socken gehauen. Es kommt dann noch schlimmer, das Buch ist wohl die Vorbereitung für eine Reihe und es gibt keine zufriedenstellende Lösung. Die "große Suche" ist nahezu unerklärt und dadurch reizt es mich nicht wirklich zum Folgeband zu greifen, wenn er denn irgendwann mal erscheinen sollte.

Viel Gerede um den heißen - nein - lauwarmen Brei: 4 von 10 Punkten.

Verlag: Script5
erschienen: 2013
Seiten: 460
ISBN: 978-3839001530


Gesehen auf der Leipziger Buchmesse 2013 
© Sonja Kochmann




Rezension // Till Lindemann - In stillen Nächten von SONJA




INHALT:
Till Lindemann, Sänger und auch Schreiber der Liedtexte der Gruppe Rammstein, schreibt seit Jahren Gedichte und Verse. Nach "Messer" ist dies nun der neue Gedichtband.

FAZIT:
Zu Rammstein und Till Lindemann wurde ich durch meinen Mann gebracht. Zwar kannte ich hier und da ein Lied, aber infiziert mit dem feurigen Rammsteinfieber wurde ich erst, als ich meinen Mann zu einem Konzert begleitet habe. Damals kannte ich nicht alle Lieder und habe daher besonders auf die Texte geschaut. Auch wenn mir nicht alle Lieder auf Anhieb gefallen haben, lohnte sich hier ein zweites oder drittes Mal "Hinhören". Reportagen und DVDs waren natürlich Pflicht und bei einer Reportage "Anakonda im Netz" fiel auf wie still, ruhig - fast schüchtern - Till Lindemann von sich und seiner Art zu arbeiten erzählt hat.

Das Buch "Messer" steht hier signiert und ich durfte auch schon reinlinsen. Um so neugieriger war ich nun, als das Buch "In stillen Nächten" in der Verlagsvorschau aufgetaucht ist.

Was erwartet einen Buchfan? Zunächst einmal muss man anführen, dass nicht unbedingt an den Texten erkennbar ist, dass es sich um Till Lindemann handelt. Denn durch die Medien haben ja viele ein vorgefertigtes Bild.

Thematisch sind die Verse natürlich nicht zum Auswendiglernen und Aufsagen unterm Tannenbaum geeignet, es sei denn die Zuhörer sind über 16, denn hier wird Sex, Tod, Mord und Co. genauso thematisiert wie Liebe, Liebeskummer (Du bist mir ins Herz geschlichen - Seite 48), der Sonnenaufgang (Hat der Tag den Mond getötet - Seite 63) und der Duft von Rosen. Auch zum Lachen gibt es einiges: So gibt es doch einen Reim über das Pinkeln ins Schwimmbecken. 

Erkennbar ist aber auf jeden Fall, dass Till Lindemann in seinem Leben einige Bücher in der Hand hatte, über einen großen Wortschatz und eine große Allgemeinbildung verfügt. 

Bebildert wurde das Buch von Matthias Matthies und diese Bilder haben mich teilweise ordentlich zum Staunen und Schmunzeln gebracht: Männchen mit hängendem Gemächt, Schwangere mit Raubtierfischen im Bauch; hier werden auch mal Brüste aufgepumpt. Die Zeichnungen sind teilweise überzogen bzw. detailgenau (ich sag nur: Haare am Sack). Eine andere Bebilderung hätte ich mir gar nicht vorstellen können.

Mit einigen Gedichten konnte ich viel anfangen, bei anderen fand ich die Doppeldeutigkeit genial und einige Wortspiele sind grandios. Es gab aber auch Gedichte, mit denen ich nichts anfangen konnte, aber ich denke, das ist abhängig vom Betrachter. 

Das Buch ist sehr abwechslungsreich  Daher 8 von 10 Punkten und ich gebe das Buch nun an meinen hibbeligen Mann weiter. Leider hat dieses keine Signatur von Till Lindemann. Vielleicht wäre das mal ein ordentlicher Gast für eine Buchmesse (oder als Sprecher für ein Hörbuch).


Wichtig
Dreimal täglich soll man essen
Post und pinkeln nicht vergessen
Weihnachten Pakete schicken
Einmal in der Woche f*****
(Seite 27)

P.S.: Für ein Präsent unterm Baum wäre das Buch auf jeden Fall geeignet.

Verlag: Kiepenheuer und Witsch
erschienen: 2013
Seiten: 160
ISBN: 978-3462045246


Rezension // Nora Roberts - Fliedernächte von SONJA



INHALT:
Ryder ist der kernige und kurz angebundene der drei Montgomery-Brüder. Er liebt es vor sich hin zu werkeln und hat für Hope, die Hotelmanagerin kaum ein nettes Wort übrig. Die hat das auch gar nicht nötig, denn sie steht mit beiden Beiden im Leben und kann dennoch Unterstützung gebrauchen, als ihr schamloser Ex auftaucht.Der Beschützerinstinkt von Ryder lässt da nicht lange auf sich warten.

FAZIT:
Die inhaltliche Konstellation der drei Montgomery-Brüder und der drei Freundinnen lässt es kaum zu, die Vorbände "Rosenzauber" und "Lilienträume" auszulassen. Denn hier wird, wie man es von Nora Roberts gewohnt ist, geflirtet was das Zeug hält. Hinzu kommt, dass sich in der beschriebenen Kleinstadt Boonsboro alle helfen, so dass es dem Leser schwer fallen dürfte, erst hier in die Handlung einzusteigen.

Ich habe ordentlich auf diesen Band hingefiebert, denn aus den Vorbänden merkte man durch die zynischen Dialoge von Hope und Ryder durchaus, dass da "noch mehr geht"; hier aber zwei harte Brocken verkuppelt werden müssen: quasi das Finale der Trilogie.

Das Zusammenfinden der Paare und das Zusammenspiel der Familienmitglieder untereinander fand ich gelungen und ist "richtig was fürs Herz". Klasse, fand ich als Nebendarstellerin die Mutter der Montgomerys. Ihre Dialoge waren immer zum Schmunzeln.

Die Geistersuche findet ihren traurig schönen Abschluss und ich muss sagen, es hat irgendwie gepasst, obwohl ich es anfangs ein bisschen eigentümlich fand, in einer modernen Liebesgeschichte einen Geist, der kuppelt vorzufinden.

10 von 10 Punkten.


Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Seiten: 416
ISBN: 978-3442381456

© Sonja Kochmann

Rezension // J. D. Robb - Ein feuriger Verehrer von SONJA

INHALT:
Während Eve an einem Mordfall ermittelt, meldet sich die Organisation Cassandra und versucht durch Bombenattentate politisch Druck zu machen und Geld zu erpressen. Alles ist verworren, doch gehören die Fälle womöglich zusammen? Auch Roarkes Imperium scheint betroffen.


FAZIT:
Der nun mehr 9. Teil der Reihe um Eve Dallas macht es mir mit der Punktevergabe echt schwer.

Der Mord und die Erpressung waren mir persönlich zu verworren. Die Mordwaffe (Bohrmaschine) war zwar echt mal eine Abwechselung und rückblickend passt auch alles zusammen, aber ich fand es anstrengend zu lesen. Mir ist dadurch die Spannung verloren gegangen. 

Das Buch erschien ja schon vor einigen Jahren und als im Buch die Organisation Cassandra mit einem Sprengstoffattentat auf die Twin Towers droht, konnte Nora Roberts noch nicht ahnen, dass dieses Attentatszenario eines Tages tatsächlich viele Menschenleben kosten würde. Inhaltlich also nicht ganz von der Hand zu weisen.

Gut fand ich jedoch die persönliche Entwicklung der bereits bekannten Charaktere, denn endlich geht es mit Peabody und dem Ziel ihrer zynischen Spitzen weiter und auch Eve sieht ein, dass Roarke ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens ist.

Mehr kann man ohne zu spoilern eigentlich nicht verraten, aber die Reihe ist trotz der o.a. Kritik einen Griff ins Portemonnaie wert. Ich werde dennoch zeitnah zu Band 10 greifen, da Nora Roberts geschickt Spannung durch die Protagonisten aufbaut. 

6 von 10 Punkten.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2005
Seiten: 560
ISBN: 978-3442360284


© Sonja Kochmann


Sonntag, 20. Oktober 2013

Rezension // Paula Wall: Die Frauen der Familie Belle von CORINNA

INHALT:
Die Frauen der Familie Belle waren schon immer sehr besonders. Verdrehen sie doch den Männern den Kopf, scheren sich nicht um die allgemeine Meinung, oder um die Vorbehalte mancher Menschen. Und sie wissen, wie man zu Geld kommt, es hält und gleichzeitig das Geschehen der Kleinstadt so mitbestimmen kann.
Als der junge Arzt Adam Montgomery nach Leaper´s Fork kommt, verschlägt es ihm glatt den Atem. Denn Angela Belle übt eine magische Anziehungskraft auf Adam aus. Doch ist sie so anders, als die eleganten Damen aus dem heimischen Boston und zeitgleich ist er immer noch mit Lydia, einer guten Partie, verlobt.
Und auch die angriffslustige Charlotte Belle hat keine Scheu den Männern gegenüber... doch es wird ernster, als es sie je gedacht hätte...



Ein Buch, das so ganz anders ist als ich es vor dem Lesen noch dachte, so lautet meine Meinung nach Beendigung dieses Romans.

„Die Frauen der Familie Belle“ war mein erstes Buch, der Autorin Paula Wall. Schon zu Beginn des Vorwortes gab es so viele nette Passagen, dass ich gleichzeitig schmunzeln, aber auch gefesselt weiterlesen musste.

Hier mal ein kleiner Ausschnitt:

„Nur weil eine Frau etwas besonders gut kann, heißt das noch lange nicht, dass sie damit auch ihren Lebensunterhalt verdienen sollte. Wenn dem so wäre, dann müssten die weiblichen Mitglieder der Familie Belle allesamt als Freudenmädchen arbeiten.“
(Seite 9)

Insgesamt war die Geschichte für mich sehr ausschweifend, was in diesem Punkt keinesfalls negativ gemeint ist. Wo man als Leser/ Leserin zu Beginn noch die Belle-Frauen kennenlernt, ist man nach wenigen Seiten schon ein kleiner Teil der Stadt „Leaper´s Fork“. Denn die Geschichte entfaltet sich so locker-leicht und ich lernte beim Lesen immer neue Bewohner kennen und lieben.
Diese tauchten immer wieder auf und erzählten zum Teil auch ihre Geschichte.

Das große Ganze entfaltet sich dann zu einem Buch über eine Stadt und ihre Bewohner. Jeder hat seine kleine Geschichte, alle zusammen ihre gemeinsame und über allem wachen, nicht immer ganz still, die Frauen der Familie Belle.

Mir hat diese Kombination Spaß gemacht, gerade weil es sehr unterhaltend und nicht kitschig geschrieben war. So kam ich häufig ins Lachen, manchmal auch ins Grübeln und ab und an gab es auch traurige Momente.

Mein Fazit:
Liebe spielt bei diesem Buch sicherlich auch eine Rolle, gleichzeitig ist es aber auch eine sehr unterhaltende Geschichte über eine Kleinstadt, die beim Lesen sehr kurzweilig ist.
Für Leser/-innen, die ein etwas anderes Buch suchen, könnte dies hier das Richtige sein. Sehr liebenswert!

8 von 10 Punkten!

Verlag: Knaur
Erschienen: 2006
Seiten: 352
ISBN: 978-3426634523
ISBN eBook: 978-3-426-42485-8 (wird im Dezember 2013 erscheinen!)

Freitag, 18. Oktober 2013

Bibliografie // Robin Gold

Die Liste der vergessenen Wünsche 
Mein Stück vom Himmel

noch nicht auf deutsch erschienen:
The Perfectly True Tales of a Perfect Size 12




Bibliografie // Lauren Weisberger


01) Der Teufel trägt Prada
02) Die Rache trägt Prada: Der Teufel kehrt zurück


Die Party-Queen von Manhattan
Ein Ring von Tiffany
Champagner und Stilettos




Bibliografie // Stefanie Ross

DeGrasse-Serie:

01) Luc - Fesseln der Vergangenheit
02) Jay - Explosive Wahrheit
03) Rob - Tödliche Wildnis


Fatale Bilanz
Zerberus - Unsichtbare Gefahr


Bibliografie // Till Lindemann

Messer
In stillen Nächten



Donnerstag, 17. Oktober 2013

Rezension [Hörspiel] // Alina Fox - Das Manuskript von Sarteano von SINA

Alina Fox wird von dem nerdigen Jethro Jenkins damit beauftragt, aus einer Bibliothek das Manuskript von Sarteano zu stehlen. Er hat vor, es zu übersetzen. Alinas Raubzug ist auch erfolgreich. Doch mit der Übergabe des Manuskripts an Jethro beginnt dieser sich zu verändern. Und er schreckt vor nichts zurück, um dem Geheimnis des Manuskripts auf die Spur zu kommen - noch nicht einmal vor Mord.

Der zweite Teil der Alina-Fox-Hörspielreihe war für mich der mysteriöseste und spannendste Fall. Denn gerade die Spannung ist greifbar und wird von dem Hörbuchsprechern einfach fantastisch umgesetzt.

Da auch hier wieder eine wahre Begebenheit als Vorbild für die Geschichte genutzt wurde (Voynich-Manuskript) ist man natürlich gespannt wie ein Flitzebogen, was denn das Geheimnis sein könnte.

Alina ist gewohnt schlagfertig, Brisco hat mit Gefühlen zu kämpfen, die er sich lieber nicht eingestehen möchte und der Fiesling in der Geschichte, Jethro Jenkins, kann einem einfach nur leidtun.

Ich bin mal wieder begeistert, wie die Inszenierung eines Hörspiels gemacht werden kann. So ist für mich vieles greifbar, die Geräusche passen zu den jeweiligen Szenen und die Hörbuchsprecher habens einfach drauf, einem in die Geschichte hineinzuziehen.

Jetzt, nachdem ich alle vier bisher erschienenen Hörspiele gehört habe, haben auch alle Hauptsprecher endlich ein eigenes Bild von sich. War ich zu Anfang gerade bei Alina auf die Schauspielerin Kristin Davis fixiert (deren Synchronstimme Gundi Eberhard auch Alina spricht), so hat Alina nun ein eigenes Gesicht. Sie ist jung und tough und steht auch notfalls ihren Mann.

Wunderbar gefallen hat mir, dass Brisco etwas mehr integriert war und man auch vieles aus seiner Sicht erleben konnte.

Die Geschichte an sich fand ich natürlich auch toll. Ich muss immer wieder erwähnen, dass die Story sich ja auf wahren Begebenheiten  beruft.

Ihr merkt, ich komme aus dem Loben nicht mehr heraus. Aber ich finde, dass diese Reihe sich auch von der Machart sehr von anderen Hörspielen abhebt.

Fazit:
Weiter so. Ich bleibe ein treuer Fan.

10 von 10 Punkten.

Verlag: Comic Culture Verlag
erschienen: 2011
Format: CD
Länge: ca. 60 Minuten
ISBN: 978.3.941886-31-5


Mittwoch, 16. Oktober 2013

Rezension // Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte (Comic) von SINA

Zum Inhalt von Charles Dickens „Eine Weihnachtsgeschichte“ braucht man ja nicht mehr viel zu sagen. Der Geizhals Ebenezer Scrooge wird von den Geistern der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht besucht, um wieder auf den rechten Weg geführt zu werden. Ein Klassiker der Literatur, der auch schon mehrmals verfilmt wurde.

Das Original habe ich schon mehrmals verschlungen und nun hatte ich dank der Aktion von Blogg Dein Buch die Möglichkeit, die Weihnachtsgeschichte mal in einem anderen Gewand zu genießen.

Der Brockhaus Verlag hat verschiedene Klassiker der Literatur nun in einer Reihe „Literaturcomics“ herausgebracht. Unter anderem auch eben „Eine Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens.

Die Zeichnungen sind wunderbar gelungen und es macht Spaß, sich in der Geschichte zu vertiefen.

Für Jugendliche ab 10 Jahre ist dies natürlich eine wunderbare Gelegenheit, Weltliteratur in einer interessanten Form kennenzulernen und so vielleicht dann auch zum original Buch zu greifen.

Aber nicht nur die Geschichte in Comic-Form bietet dieser Band. Am Ende bekommt man auch noch einen Einblick in das Leben des Autors sowie seine Werke. Ebenfalls wird der Roman an sich erklärt und auch über Weihnachten und seine Bräuche philosophiert. Auch dies ist sehr interessant zu lesen, habe ich doch viel über das Weihnachten der Vergangenheit gelernt.

Die „Weltliteratur im Comic-Format“ konnte mich restlos überzeugen und ist meiner Meinung nach eine interessante Art, sich eben mit dieser Weltliteratur zu befassen. So gibt es auch weitere Comics wie z. B. „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“, „Madame Bovary“ oder auch „Die Schatzinsel“.

Die Idee gefällt mir wirklich ausgesprochen gut und so kann ich – gerade für Lesemuffel – vollste Leseempfehlung aussprechen.

Fazit:
Weltliteratur im Comic-Format. 

Ich vergebe 10 von 10 Punkten.

Verlag: Brockhaus
erschienen: 2013
Format: Hardcover
Printseiten: 56
ISBN: 978-3-577-00330-8

Dienstag, 15. Oktober 2013

Rezension // Lena Sander - Zersetzt von SINA

Julia Hoven steht blutverschmiert vor der Tür der Psychiaterpraxis von Frau Dr. Seifert. Verzweifelt erbittet sie Einlass, kann sich jedoch nicht erinnern, was passiert ist. Zusammen mit Frau Dr. Seifert, die Julia in Hypnose versetzt, um die letzten Monate zu rekonstruieren, kommt eine gefährliche Geschichte zu Tage. Julia hat sich zu weit in Dinge hineingewagt, so dass nun ihr Leben in Gefahr ist. Und nicht nur ihres, sondern auch das der von ihr geliebten Menschen.

Ich tue mich sehr schwer mit einer Rezension zu diesem Buch. Denn es wird bis jetzt von jedem mit 5 Sternen bewertet. Diese Meinung kann ich leider jedoch nicht teilen.

Die Grundidee hat mir gut gefallen. Eine Journalistin ist einem Medizinskandal auf der Spur und wird verfolgt, damit sie davon nichts an die Öffentlichkeit bringt. Jedoch war mir die Umsetzung der ganzen Geschichte zu schnell. Es werden keine großen Ausführungen gemacht, der Hauptcharakter Julia schlittert von einem Geschehen ins andere, liegt mehrmals im Krankenhaus, wird von der Polizei verhört und stürzt sich dann gleich wieder in einen neuen Verdacht. Alles ging schnell, war nicht ausgereift, in manchen Absätzen wurde mittendrin das Thema gewechselt und manchmal war einiges sogar sehr zusammenhanglos.

Achtung Spoiler: So wird in Julias Wohnung „eingebrochen“, doch es wird nichts entwendet. Im Gegenteil: die Wohnung ist blitzblank aufgeräumt und geputzt, obwohl Julia eher eine Chaotin ist und aufs Aufräumen keinen Wert legt. Aber es wird nicht hinterfragt, warum ein Einbrecher die Wohnung aufräumt und nichts stiehlt.

Und so wird einiges einfach als gegeben hingenommen. Diese „Teilnahmslosigkeit“ hat mich sehr gestört.

Auch wurde ich mit Julia nicht warm. Sie kam mir sehr distanziert vor, was wahrscheinlich auch daran lag, dass man nicht sehr viel ihrer „Gedanken“ mitbekommen hat. Es wurde zwar erwähnt, was sie denkt, doch war dies dann eher die Beschreibung des Raumes oder irgendwelche Wahrnehmungen der Außenwelt oder irgendwelche Fragen, die sie sich gestellt hat. So konnte man nicht in ihr Inneres sehen und sich in sie hineinversetzen.

Auch die anderen Protagonisten waren mir nicht sehr sympathisch. Alle wirkten blass und unausgereift. Mit Emotionen ist die Autorin auch sehr sparsam umgegangen.

Fazit:
Leider kann ich für dieses Buch keine Empfehlung aussprechen, da mir doch einige Dinge unangenehm aufgestoßen sind. 

Deswegen leider nur 3 von 10 Punkten.

Verlag: Selfpublishing
erschienen: 2013
Format: mobi
Printseiten: ca. 254
ASIN: B00FKUFVGS

Montag, 14. Oktober 2013

Bericht // Frankfurter Buchmesse 2013 von SONJA


© Sonja Kochmann

Am Samstag, den 12.10.2013 war es endlich soweit. Mein erster Besuch auf der Frankfurter Buchmesse. Nachdem ich schon zweimal in Leipzig war, war ich natürlich aufgeregt. Denn aus den Berichten der Blogger wusste ich ja: hier wird alles größer und voller sein.

Gut vorbereitet: Hallenplan, Tagesplaner, Presseausweis und natürlich Verpflegung im Gepäck startete mein Tag um 5 Uhr morgens. Am Hauptbahnhof traf ich meine tolle abwechslungsreiche Reisegruppe. Unsere Reisegruppe war lustig und laut, so dass wir guter Stimmung um kurz nach 10 Uhr in Frankfurt eintrafen. Was für ein Temperaturschock also schnell schnell zum Messegelände.


© Sonja Kochmann
Da wir doch unterschiedliche Interessen und Zeitpläne hatten, trennten sich unsere Wege.

© Sonja Kochmann
Als erstes habe ich den riesigen Stand der Randomhousegruppe gesucht, da ich dort mit Angelika Schwarzhuber verabredet war. Weil ich noch genug Zeit hatte, habe ich mich dort in Ruhe umgesehen und muss sagen, dass es ein schöner offener Bereich war. Hier gab es eine Menge zu sehen und auch einige bekannte Namen haben zu diesem Zeitpunkt gelesen (Jonathan Stroud, Hannes Jaenicke). Leider konnte ich aufgrund des Gedränges nicht alle fotografieren und bei der Signierstunde von Jonathan Stroud, stand ich zwar an, aber es wurden dann leider nicht alle Fans „abgearbeitet“, da der Autor noch weiter musste. Das fand ich schon ärgerlich und schlecht organisiert.

© Sonja Kochmann
Auf das Treffen von Angelika Schwarzhuber war ich sehr gespannt, da sich aufgrund meiner Rezensionen (HIER und HIER) und meines Interviews (HIER) ein loser Kontakt bei facebook ergeben hatte. Wir haben uns sofort erkannt und sind gleich ins Klönen über Bücher, Schreiben und Co. gekommen. (Als ob man sich tatsächlich schon immer so locker unterhalten hätte.)  Toll. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch und bin neugierig auf das angekündigte Meerschweinchen.

© Sonja Kochmann
Mit den Ansprechpartnern von Blanvalet ergaben sich sehr interessante Gespräche und meine Vermutung, dass sich ein Plünderungsversuch der Vitrine nicht lohnen würde, wurde mir bestätigt. Interessant fand ich, dass so etwas tatsächlich immer wieder versucht wird. 

© Sonja Kochmann
Danach lief ich zufällig Sina Beerwald in die Arme und auch hier muss ich sagen: locker, frisch und frei. Ich hätte noch stundenlang im Gang stehen können…..“Mordmöwen“ wurde von mir etwas höher auf den Stapel der ungelesenen Bücher gelegt, da ich nun noch neugieriger geworden bin.

© Sonja Kochmann
Durch Zufall war Ursula Poznanski schon vor der angekündigten Signierstunde am Loewestand, so dass ich durch besondere Fürsprache der Autorin zu einem signierten Rezensionsexemplar von „Die Verschworenen“ gekommen bin. Auch hier hatte sich im Vorfeld über facebook ein freundlicher Kontakt (Interview: HIER) ergeben, so dass es schön war, sich mal live und in Farbe zu sehen. Nochmals ein riesiges Dankeschön. 

© Sonja Kochmann
Weiter ging es (man merkt es war ein straffes Programm) zu dem Stand von egmont lyx an dem Michelle Raven und Stefanie Ross tapfer gegen Sehnenscheidenentzündung und Vergiftung durch Eddingdämpfte kämpften und Autogramme ohne Ende schrieben. Hier mal ein großes Lob an die Organisation. Der letzte Autogrammjäger in der Schlange erhielt ein Schild „Hier ist das Ende“ das solange die Zeit es zuließ, immer weiter gegeben wurde. Als die Zeit knapp wurde, wurde das Schild einkassiert und es musste keiner umsonst warten. Top. Obwohl ich keinen Gutschein hatte, hab ich „Luc“ von Stefanie Ross bekommen und darüber habe ich mich sehr gefreut, denn mit dieser Reihe liebäugle ich schon eine Weile.

© Sonja Kochmann
Leider habe ich einige Verlagsstände zeitlich auslassen müssen und auch eine liebe Käsekuchenland-Schreiberin habe ich in dem Gedränge nicht gefunden, aber es hat sich sehr gelohnt. Ich könnte mir aber vorstellen, nächstes Jahr auf einem Freitag zu fahren. 

© Sonja Kochmann
Vielen Dank an meine Reisegruppe für das kurzfristige „Dazubuchen“, den Autoren für das „offene Ohr“, die Autogramme und die Rezensionsexemplare, den Verlagsmitarbeitern für die meist gute Laune trotz der Horde an Buchsüchtigen.

© Sonja Kochmann
Bis zum nächsten Jahr! Sina, in Leipzig haben wir mehr Zeit füreinander.

© Sonja Kochmann

Sonntag, 13. Oktober 2013

Bibliografie // Paula Wall

In Deutschland erschienene Bücher:

- Die Frauen der Familie Belle 
- Die Schwestern der Familie Wilde
- Wilde Schwestern
- Wenn ich ein Mann wäre, würd´ ich mich heiraten



Rezension //Cassandra Clare: City of Bones - Chroniken der Unterwelt von CORINNA

INHALT:
Clary lebt ein (scheinbar) ganz normales Leben. Mit ihrer Mutter wohnt sie in Brooklyn, sie hat einen besten Freund, Simon, und ist ein typischer Teenager.
Als sie in einem Club eine Gruppe Teenager beobachtet und merkt, dass etwas nicht mit rechten Dingen vor sich geht, ändert sich ihr ganzes Leben. Denn Clary ist nicht menschlich und auch ihre Mutter ist alles andere als normal.
Bei der Gruppe Jugendlicher handelt es sich um Dämonenjäger und auch Clary trägt dieses Gen, der Jägerin, in sich.

So wird sie, nachdem ihre Mutter aus heiterem Himmel entführt wurde, in die Gruppe aufgenommen und setzt alles daran, sie zu finden. Jace, der Anführer, übt dabei schnell eine seltsame Wirkung auf das Mädchen aus. Kann er ihr bei ihrer Aufgabe helfen?



Ich gebe zu, auf „City of Bones“ war ich seit Jahren neugierig. Die komplette Reihe stand ewig auf meiner Wunschliste und ich war sehr froh, als ich diesen ersten Teil, beim Bertelsmann Club, günstig erstanden habe.

Hier einmal die komplette Reihenfolge der veröffentlichten Bücher:
    1) City of Bones
    2) City of Ashes
    3) City of Glass
    4) City of Fallen Angels
    5) City of Lost Souls
    6) City of Heavenly Fire (2014)

Für alle Leser/-innen, die nun neugierig sind, es gibt auch den Film zum 1. Buch, der bereits seit August 2013 in den deutschen Kinos zu sehen ist.

Aber nun zu meiner Meinung und die wird sicherlich anders sein, als die der meisten Leser. Denn begeistert bin ich leider ganz und gar nicht gewesen.

Zu Beginn fand ich die Vorstellung der Personen recht angenehm und auch das Umfeld von Clary hat mir gefallen. Allerdings ging es dann auch schon recht schnell mit meinen Beanstandungen los. Denn allein schon die Tatsache, dass eine 15 Jahre alte Protagonistin am Abend allein in einem Club unterwegs ist, war schon sehr merkwürdig. Dass dies dann auch noch in Amerika stattfand, oder noch genauer in New York, konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Sind da die Regelungen nicht noch strenger als hier?!

Der Schreibstil von Cassandra Clare war für mich zwar in Ordnung, trotzdem war es so, dass er mich auf Dauer langweilte. Ich hatte wirklich Last den Gesprächen, Geschehnissen, etc. zu folgen, da ich dies alles doch sehr in die Länge gezogen fand.
Und es ist natürlich nur meine Meinung, aber ist es nicht der Sinn und Zweck, dass auch Unterhaltungen fesseln, gerade wenn sie wichtige Dinge enthalten? Für mich war dies einfach nicht so und ich schweifte ständig mit meinen Gedanken ab.

Hinzu kommt, dass natürlich bei „City of Bones – Chroniken der Unterwelt“ auch Dinge passieren, auch nicht gerade wenige, aber diese wirkten für mich so herbeigezogen und gestellt. So nach dem Motto... „Was könnte denn noch passieren?“... „Da hab ich doch mal was gelesen, dass könnte man ähnlich verwenden“. Kurz, es war von allem etwas, aber von allem nicht wirklich viel.

Da kamen dann z.B. Situationen und Gebäude vor, die ich ähnlich vorhergesagt hätte. Und dies macht mir leider keinen Spaß. Vielleicht bin ich da auch schon zu verwöhnt, durch andere Bücher. Trotzdem erwarte ich, dass Personen nicht einfach so verschwinden und nicht wiederkommen, dass Dinge aufgelöst werden (und nicht irgendwann) und das eine Geschichte gut ausgearbeitet ist. Denn auch die Suche nach der Mutter schweifte im Mittelteil stark ab und wurde irgendwie uninteressant.

Ich weiß, da bin ich hier sehr hart, aber bei 2 Wochen Lesezeit (!!!), nehme ich mir diese Freiheit auch.

Ich glaube Ihr merkt, dass ich nicht begeistert bin.
Und weil ich nicht noch mehr meckern möchte, gehe ich nicht zu sehr auf das Ende ein. Ich verrate nur, dass ich mich selten so gequält habe und selten so enttäuscht wurde. Gerade auch, was eben das Ende angeht.

Mein Fazit:
„City of Bones – Chroniken der Unterwelt“ ist ein Buch, das viele Fans hat. Ich selber bin mit hohen Erwartungen an die Geschichte gegangen und es entsprach so gar nicht meinem Geschmack. Da muss ich doch sagen, dass es deutlich bessere Bücher in diesem Genre gibt, die eine höhere Beachtung verdienen.

3 von 10 Punkten!

Verlag: Arena
Erschienen: 2008
Seiten: 512
ISBN: 978-3401061320